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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2019

Keine leichte Sommerlektüre

Die Gärten von Monte Spina
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Das Cover ist sehr schön gemacht, aber sehr ungewöhnlich gewählt vom Verlag....vlt auch unglücklich gewählt?! Ich hatte nach diesem Cover eine locker-leichte, vielleicht sogar ein wenig seichte ...

Das Cover ist sehr schön gemacht, aber sehr ungewöhnlich gewählt vom Verlag....vlt auch unglücklich gewählt?! Ich hatte nach diesem Cover eine locker-leichte, vielleicht sogar ein wenig seichte Sommerleküre erwartet mit schönen Gärten, Liebesgeschichte, Sonne und Strand. Dies suggerierte das Cover und auch teilweise der Klappentext für mich...wer das aber erwartet sollte sich ein anderes Buch auswählen!
Ich hätte für die Geschichte ein viel raueres Cover gewählt...düster und geheimnisvoll hätte mir persönlich besser zur Geschichte gepasst.

Im Buch geht es um die Gärtnerin Toni, die ihren Mann verloren hat und sich ins Leben zurück kämpfen muss, dies versucht sie auf der Insel Monte Spina. Sie ist aber nicht die einzige auf der Insel, die von Problemen und Schmerzen verfolgt ist...

Das erfreuliche Ist, mir hat das Buch trotz dessen, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte wirklich gut gefallen! Und am besten von allem fand ich, dass die Geschichte mit wirklich wenig Klischees (der reiche Inselbesitzer) auskommt!

Natürlich findet man im Buch auch etwas Liebesgeplänkel aber vorallem zeigt Henrike Scriverius die psychischen Schmerzen und Abgründe auf und zeigt in wie weit diese zu heilen sind.

Das ganze ist sehr einfühlsam und besonders beschrieben, teilweise aber auch krass und selten sogar etwas unglaubwürdig für mich. Aber meist konnte ich die Handlungen gut nachvollziehen. Menschen, die sich nicht so auskennen mit der menschlichen Psyche wird es mitunter schwer fallen alles nachzuvollziehen, warum Toni sich zu Max hingezogen fühlt...

Sehr hervorzuheben sind die wunderschönen Beschreibungen der Grünanlagen und des Gartens! Ich habe alles richtig vor meinen Augen gehabt, ganz grosse Klasse!

Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und unterscheiden sich Sehr, obwohl jeder sein Päckchen zu tragen hat. Toni ist sehr sympatisch, Max ungewöhnlich.

Fazit: Ein sehr gelungenes Debüt der Autorin, mit wunderbaren Gartenbeschreibungen, einer sehr ungewöhnlichen Geschichte und einem sehr realistischen Ende, was mir gut gefallen hat!
Einziger Punktabzug für mich, dass die Nebencharaktere zum Ende hin sehr blass geworden sind und das einiges nicht ganz nachvollziehbar war.




Veröffentlicht am 04.05.2026

Nimmt nur langsam Fahrt auf...

Komm spielen
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Die Leseprobe dieses Buches und vorallem der Prolog haben mich absolut begeistert zurückgelassen und ich war total gespannt darauf, was mich in diesem Buch so erwartet. Leider muss ich nun aber ...

Die Leseprobe dieses Buches und vorallem der Prolog haben mich absolut begeistert zurückgelassen und ich war total gespannt darauf, was mich in diesem Buch so erwartet. Leider muss ich nun aber sagen, dass der Prolog eigentlich das Spannenste am ganzen Buch gewesen ist und die Story nur sehr gemächlich Fahrt aufgenommen hat.

Das Buch ist in verschiedene Akte eingeteilt. In einem Akt erfahren wir mehr über Annie. Das schlimmste Jahr ihres Lebens liegt hinter der erfolgreichen Autorin, also zieht sie mit ihrem kleinen Sohn Charlie für eine Weile weg aus New York ins gemütliche Castle Creek. Doch mit dem Ort und dem Haus in dem sie jetzt wohnen scheint etwas nicht zu stimmen und unheimliche Ereignisse häufen sich.

Im anderen Erzählakt begleitet man den Polizisten Harry, der in dem beschaulichen Städtchen Lucktown, nicht weit von Castle Creek entfernt lebt. Er ermittelt in einer Serie seltsamer Mord-Vermisstenfälle und eigenartiger Unfälle. Hat der kleine Laden für Modeleisenbahnen etwas damit zu tun, der ganz plötzlich in der Stadt aufgetaucht ist?

Der Schreibstil ist einerseits einfach zu lesen und man kommt recht gut vorran, aber leider muss ich auch sagen, dass es immer wieder sehr langatmige Passagen gegeben hat. Das Buch hat einige wirklich tolle und gruselige Momente, aber dann wird diese beängstigende Stimmung wieder durch die zähen Passagen und die zu vielen Details gestört. Ich musste mich immer wieder dazu animieren weiterzulesen, da mich die Idee des Buches zwar durchaus abgeholt hat, aber ich hatte das Gefühl ich würde immer wieder das Gleiche, nur in etwas anderer Ausführung, lesen.

Die Idee rund um die Modeleisenbahnen ist wirklich cool und mal was anderes und es gab zwei- drei Momente der Gänsehaut aber insgesamt war leider nur wenig Spannung in der Geschichte und die Story braucht insgesamt zu lange um Fahrt aufzunehmen und verliert sich etwas in Nebensächlichkeiten was schade ist. Was mich ausserdem gestört hat ist, ist das es keine richtige Auflösung für die einzelnen Situationen gibt und es einfach fantasymäßig "gegeben" scheint. Ich bin immer auf der Suche nach einem "Warum" und das habe ich hier nicht bekommen.

Fazit: Wer einen Roman mit Horror- und Fantasyelementen sucht und der sich nicht von zähen Passagen im Buch abhalten lässt, der wird hier sicher Spaß haben. Ich hätte das Buch wenn es um 1/3 gekürtzt gewesen wäre, sicher besser gefunden. Coole Idee, aber die Umsetzung war leider nicht so meins.


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Veröffentlicht am 28.04.2026

Für mich leider verwirrend

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Der Klappentext hat mich sehr zugesagt und deshalb wollte ich unbedingt mehr über diese Geschichte erfahren. Es war dann aber leider nicht so "Meine" Geschichte, wie ich mir das gewünscht habe.

Inhalt: ...

Der Klappentext hat mich sehr zugesagt und deshalb wollte ich unbedingt mehr über diese Geschichte erfahren. Es war dann aber leider nicht so "Meine" Geschichte, wie ich mir das gewünscht habe.

Inhalt: Am malerischen Genfersee wird der Bestsellerautor und Abenteurer Marceau Miller tot am Fuß einer Felswand aufgefunden. Seine Frau Sarah, ungestüm und naturverbunden, ist als Einzige überzeugt, dass es kein Unfall war: Vor zwanzig Jahren führte ein tragisches Ereignis sie schon einmal in diese Gegend, und nun hat Marceau ein letztes Manuskript hinterlassen, das ein lebenslanges Geheimnis enthüllen soll – enthält es auch den Grund seines Todes? Von der lokalen Polizei im Stich gelassen, begibt sich Sarah auf den Gipfeln und in den dichten Wäldern, auf den Wassern des Genfersees und gar in den eigenen vier Wänden auf eine Spurensuche, die sie alles – und jeden um sie herum – in Frage stellen lässt. Eine rasante Ermittlung setzt ein, die keine Verschnaufpause erlaubt, denn das Manuskript ist verschwunden! Wem kann sie noch vertrauen? Und wer ist ihr Mann, wer ist dieser Marceau Miller eigentlich gewesen?

Schon der Einstieg ist mir nicht ganz leicht gefallen, denn es gab in diesem Hörbuch einfach viele unterschiedliche Personen, die alle französische Namen gehabt haben, und ich bin leider immer wieder durcheinander gekommen. Das Problem habe ich sonst eigentlich nicht so oft, ich kann mir vorstellen das es einfach an der französischen Art der Namen gelegen hat. Auch am Schluss musste ich immer wieder nachgrübeln wer den nun wer in dieser Geschichte gewesen ist.

Gut gefallen hat mir hingegen, dass die Geschichte einerseits ein Krimi ist und man sich immer fragt was wie zusammenhängt und auch, was mit der Schwester von Marceau geschehen ist, andererseits erleben wir aber auch eine tragische Familiengeschichte was passiert wenn ein Mensch stirbt, wie ist das für die engen Angehörigen zu bewältigen! Die Auflösung des Krimis fand ich dann wieder nicht so besonders, dafür aber den Epilog.

Für mich war das Hörbuch ein wenig zwiespältig, es gab richtig gute Passagen aber ich war auch leider immer wieder von den französischen Namen verwirrt, die mich draus gebracht haben.

Die Leser haben mir gut gefallen, die Stimmen waren sehr angenehm und sie haben auch das französische sehr gut gesprochen.

Ich kann die Geschichte aber dennoch weiterempfehlen, denn stellenweise hat sie mir richtig gut gefallen, und ich habe schon viele begeisterte Stimmen zur Geschichte gehört!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Keine sommerliche Lektüre

Sandwich
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Nachdem ich das Cover gesehen hatte, dachte ich das Buch ist eine sommerliche Urlaubslektüre das man auch gut im Strandkorb lesen kann. Das Buch ist aber tiefgründiger und hat schon sensible und schwerere ...

Nachdem ich das Cover gesehen hatte, dachte ich das Buch ist eine sommerliche Urlaubslektüre das man auch gut im Strandkorb lesen kann. Das Buch ist aber tiefgründiger und hat schon sensible und schwerere Themen, sodass man es nicht "mal eben weglesen" kann.

Seit zwei Jahrzehnten freut sich Rocky auf den jährlichen Ausflug ihrer Familie nach Cape Cod. Ihr rustikales Ferienhaus am Strand ist ein Ort voll schöner Erinnerungen, dessen schrullige Möbel und nicht zusammenpassende Töpfe und Pfannen sie wie alte Freunde begrüßen. Diesen Sommer, mit ihren Kindern, die erwachsen genug sind, um ohne sie Spaß zu haben, aber noch jung genug, um sie zu brauchen, und ihren Eltern, die noch leben und gesund sind, möchte Rocky am liebsten für immer bewahren. Eine kostbare Woche, in der alles im Gleichgewicht ist. Doch als plötzlich nicht mehr allein ihr Körper für Überraschungen sorgt, gerät die präzise ausbalancierte Urlaubsdynamik ins Wanken. Keine Familie ist perfekt, aber Rockys ist unfassbar liebenswert.

Ich hatte ein wenig Probleme mit dem Buch, weil ich andere Erwartungen hatte. Ich hatte mir eine sommerliche Lektüre gewünscht, mit ein wenig Tiefgang klar, aber das Buch war für mich dann etwas schwer und nicht so locker-leicht wie ich es gerne gehabt hätte. Manchmal ist es ja auch das falsche Buch zur falschen Zeit, wenn man mit anderen Erwartungen an die Geschichte ran geht. Deshalb habe ich auch eine Weile gebraucht für das Buch, obwohl ich Geschichten sonst meist in einem Rutsch lesen.

Wenn man sich bei diesem Buch klar ist, dass es eine ziemlich tiefgründige und schwere Geschichte ist, dann macht es sicher auch Spaß zu lesen, für den Strandkorb ist es eher nicht so geeignet.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Viele offene Fragen

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Bei diesem Klappentext bin ich direkt neugierig auf die Geschichte geworden und habe mir erhofft eine tolle, spannende Story zu bekommen die mit mitreißen kann. Am Ende kann ich sagen, dass die ...

Bei diesem Klappentext bin ich direkt neugierig auf die Geschichte geworden und habe mir erhofft eine tolle, spannende Story zu bekommen die mit mitreißen kann. Am Ende kann ich sagen, dass die Handlung schon interessant war, mich aber nicht so in den Bann ziehen konnte wie erhofft und vorallem bleiben zu viele Fragen am Ende offen.

In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Der Schreibstil war anfangs ungewöhnlich und ich musste erst einmal reinfinden, dann jedoch habe ich die Geschichte gerne gehört. Der Schreibstil war stellenweise sehr einnehmend und mitreißend, teilweise aber auch etwas langatmig und einiges hat sich auch immer wieder wiederholt und der Geschichte. Die Protagonistin wurde authentisch beschrieben und ich konnte ihre Gedanken- und Gefühle meist nachvollziehen, die anderen Frauen sind aber teilweise auch sehr blass geblieben.

Auch der Inhalt des Buches war ein wenig ein auf- und ab, es gab spannende Stellen im Hörbuch aber auch solche die sich wiederholt haben und dann zäh gewesen sind. Vorallem gestört hat mich aber, dass die Geschichte im enteffekt sehr nebulös war, es kommen während des Hörens viele Fragen auf, die einfach nicht beantwortet werden. Es gibt sicher Menschen die finden so ein offenes Ende schön für eigene Gedanken, ich habe mich aber eher mit all den Fragen allein gelassen gefühlt. Das fand ich schade, daher auch 3 Sterne. Ich empfehle das Hörbuch an alle, die mit offenen Fragen gut zurecht kommen.

Die Sprecherin kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen, sie hat wirklich fesselnd und schön vorgelesen, die Stimme war sehr angenehm und konnte mich mitnehmen.

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