Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2019

Schöne Liebesgeschichte

Der Schwur des Herzogs
0

Dies ist mein erster Roman aus der Reihe von Christi Caldwell und ich wurde nicht enttäuscht.
Lady Genevieve Farendale wird von ihrem Verlobten vor dem Altar stehen gelassen und von ihm unverschuldet der ...

Dies ist mein erster Roman aus der Reihe von Christi Caldwell und ich wurde nicht enttäuscht.
Lady Genevieve Farendale wird von ihrem Verlobten vor dem Altar stehen gelassen und von ihm unverschuldet der Untreue bezichtigt. Als ruinierte Frau wird sie von ihren Eltern verstoßen und aufs Land verbannt. Nach fünf Jahren darf sie überraschend zurück nach London. Doch die Klatschmäuler sind noch nicht verstummt. Bei einem Ball trifft sie Cedric Falcot, den Marquis of St. Albans. Der adlige Lebemann muss sich auf Geheiß seines despotischen Vaters eine Ehefrau wählen. Er ist fasziniert von der zurückhaltenden Genevieve, die weder an seinem Titel noch an seinem Geld interessiert ist. Aber eine Verbindung mit ihm würde Genevieve wieder ins Zentrum des Klatsches katapultieren.

Genevieve unterliegt den Zwängen der damaligen Zeit. Die falsche Anschuldigung eines Mannes reicht, um sie für immer gesellschaftlich auszugrenzen. Man kann ihren Schmerz nachfühlen, den diese Ausgrenzung, vor allem durch ihre Familie, mit sich bringt. Trotz allem beweist sie eine innere Stärke und lässt sich nicht unterkriegen. Ich mochte ihren Charakter von Anfang an.
Cedric kann tun und lassen was er will und bekommt höchstens noch ein anerkennendes Schulterklopfen für seine Ausschweifungen. Diese scheinheilige Ungerechtigkeit wird ihm erst im Laufe seiner Zeit mit Genevieve bewusst. Er musste sich bisher nie um die Gefühle anderer Menschen Gedanken machen, da er nur die harte und gefühllose Erziehung seines Vaters kennt.
Die Entwicklung der Protagonisten wird von der Autorin glaubwürdig beschrieben. Beide müssen erst langsam in die neue ungewohnte Situation hineinwachsen. Dadurch ergeben sich natürlich Konflikte, sie gemeinsam lösen müssen. Die Charaktere sind spannend und vielschichtig angelegt und ich konnte ihre Emotionen gut nachvollziehen. Die Handlung ist vielleicht vorhersehbar, aber trotzdem spannend und unterhaltsam.
Mir hat dieser historische Liebesroman sehr gut gefallen und ich gebe hier gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Neues von den Cabot Schwestern

Der Teufel von Blackwood Hall
0

Julia London lässt im zweiten Band um die Cabot Schwestern nun Grace Cabot einen passenden Ehemann finden.
Grace Cabot ist auf der verzweifelten Suche nach einer passenden Partie, um ihre Mutter und ihre ...

Julia London lässt im zweiten Band um die Cabot Schwestern nun Grace Cabot einen passenden Ehemann finden.
Grace Cabot ist auf der verzweifelten Suche nach einer passenden Partie, um ihre Mutter und ihre Schwestern finanziell abzusichern. Ihre Idee ist es, den vermögenden Lord Amherst in eine verfängliche Situation zu bringen und so eine Heirat zu erzwingen. Leider merkt sie nicht, dass sie in der dunklen Teestube den falschen Bruder verführt hat. Der ältere der beiden Brüder ist der düstere Earl of Merryton, den Grace nun gezwungenermaßen heiraten muss. Auf dem abgelegenen und trostlosen Blackwood Hall findet sie nun ihr neues Zuhause.

Grace Cabot steht ihrer Schwester Honor in keinster Weise nach, wenn es um abenteuerliche Einfälle bei der Suche nach einem passenden Ehemann geht. Ihr irrwitziger Plan geht natürlich schief und sie sitzt im dunklen Blackwood Hall fest. Aber genau wie ihre Schwester gibt sie nie auf und macht aus jeder Situation das Beste. Ihre lebensfrohe und liebenswerte Art bringt das Leben von Merryton gehörig durcheinander.
Merryton als Teufel zu bezeichnen, finde ich etwas hart. Er leidet unter mehreren Zwangsstörungen, um seine vermeintlich dunklen Fantasien unter Kontrolle zu halten. Am meisten fürchtet er sich vor einem Skandal, oder dass jemand mitbekommt, was in seinem Kopf vorgeht. Erst als er sich Grace öffnet, schafft er es langsam den Kreislauf aus Zwängen zu durchbrechen.
Julia London hat einen tollen Schreibstil, der mir schon im ersten Band sehr gut gefallen hat. Man kann diesen Teil auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Für alle anderen gibt es ein unterhaltsames Wiedersehen mit der Cabot Familie.
Die Autorin hat die Charaktere gut ausgearbeitet. Das Thema psychische Störungen ist für die damalige Zeit realistisch eingebunden und nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Trotzdem ist das Buch ein unterhaltsamer und amüsanter historischer Liebesroman, was vor allem der lebensfrohen und bezaubernden Protagonistin zu verdanken ist.
Ich freue mich schon auf die Geschichten der übrigen Schwestern und gebe gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Perfekte Spannung

Mister Perfekt
0

Diese amüsante Mischung aus Crime und Romance ist Linda Howard perfekt gelungen.
Perfekt ist hier das Stichwort. Jaine, Marci, Luna und T.J. sind beste Freundinnen und Arbeitskolleginnen. Freitagabend ...

Diese amüsante Mischung aus Crime und Romance ist Linda Howard perfekt gelungen.
Perfekt ist hier das Stichwort. Jaine, Marci, Luna und T.J. sind beste Freundinnen und Arbeitskolleginnen. Freitagabend in einer Bar verfassen sie schwer angeheitert eine Liste, wie der perfekte Mann sein müsste. Leider gerät diese Liste erst in die Hauszeitung der Firma und anschließend interessieren sich sogar Presse und Fernsehen dafür. Nur findet nicht jeder die Maßstäbe witzig, die Jaine und ihre Freundinnen anlegen. Als die erste der Freundinnen brutal ermordet aufgefunden wird, ist aus dem Spaß bitterer Ernst geworden. Zum Glück steht Jaine ihr attraktiver Nachbar Sam zu Seite, der als Cop in dem Fall ermittelt.

Jaine ist einfach der Knaller. Ich liebe ihre große Klappe, mit der sie ständig flucht oder immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Die Wortgefechte mit Sam sind absolut herrlich. Aber auch ihre inneren Monologe oder ihre ursprünglichen Ideen zu ihrem neuen Nachbarn sind zum Schießen. Sam ist zum Glück genauso schlagfertig und passt perfekt zu ihr. Die beiden haben sich gesucht und gefunden, denn wohl nicht jeder wäre ihrer scharfen Zunge gewachsen.
Linda Howard trifft genau meinen Humor. Ihr Schreibstil liest sich locker leicht und sie findet immer genau die richtigen Worte.
Hauptsächlich wird die Story aus der Sicht von Jaine erzählt, aber auch Sam kommt zu Wort. Bereits ab dem Prolog baut sich die Spannung um den geheimnisvollen Mörder auf. Immer wieder wird zeitweise in seine Perspektive gewechselt. Die Handlung bleibt dadurch bis zum Ende superspannend, so dass man das Buch gar nicht weglegen kann. Gleichzeitig ist der trockene Humor von Jaine der rote Faden, der sich durch das Buch zieht. Ich liebe sie einfach.
Von mir gibt es für dieses spannende, äußerst unterhaltsame und freche Buch volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung. Bitte mehr davon!

Veröffentlicht am 18.09.2019

Überleben in der Wildnis

Dear Logan
0

Ally Carter erzählt in „Dear Logan“ eine spannende New Adult Story, die sich auf jeden Fall lohnt.
Maddie und Logan sind die allerbesten Freunde. Da Logan der Sohn des US-Präsidenten ist und Maddies Vater ...

Ally Carter erzählt in „Dear Logan“ eine spannende New Adult Story, die sich auf jeden Fall lohnt.
Maddie und Logan sind die allerbesten Freunde. Da Logan der Sohn des US-Präsidenten ist und Maddies Vater sein Sicherheitschef, sind die beiden ständig zusammen. Nach einem Anschlag, bei dem die First Lady fast entführt und Maddies Vater und Logan angeschossen werden, ist alles anders. Die zehnjährige Maddie muss mit ihrem Vater in eine einsame Blockhütte in die Wildnis Alaskas ziehen. Zwei Jahre lang schreibt sie Logan jeden Tag einen Brief, bekommt aber nie eine Antwort. Daher ist ihre Begrüßung frostiger als das eisige Wetter, als Logan nach sechs Jahren plötzlich wieder vor ihr steht. Doch Maddie hat gar keine Zeit für ihre Wut, denn Logan wird schon am nächsten Tag entführt, und Maddie scheint seine einzige Chance zu sein.

Die Show gehört in dieser Geschichte eindeutig Maddie. Sie ist eine unglaublich starke Persönlichkeit, die es auf die harte Tour gelernt hat, in der Wildnis Alaskas zu überleben. Ihr Charakter ist im Buch sehr gut dargestellt, so dass man ihre Emotionen beim Lesen hautnah mitfühlen kann. Auf der einen Seite will sie ihren besten Freund wieder zurück haben und auch beschützen, aber auf der anderen Seite ist sie immer noch stinkwütend auf ihn.
Logan ist zwar der Präsidentensohn, aber hier steht er nur an zweiter Stelle. Er wirkt in der rauen Umgebung trotz seiner körperlichen Stärke eher unbeholfen. Ohne Maddie wäre er absolut verloren.
Die Autorin beschreibt die Landschaft Alaskas so bildhaft, als würde man selbst mittendrin stehen. Die Handlung ist hochspannend und birgt immer wieder neue Überraschungen, mit denen man nie gerechnet hätte. Die zarten romantischen Gefühle, die sich im knallharten Überlebenskampf entwickeln, wirken in der Konstellation der beiden Protagonisten durchaus authentisch. Die Chemie zwischen Logan und Maddie stimmt von Anfang an. Und es ist absolut witzig, wie egal ihr seine Herkunft ist, wenn sie ihn kräftig zusammenstaucht.
Die Mischung aus Spannung, Emotionen, Drama und Romantik ist überaus gut gelungen, so dass ich eine klare Leseempfehlung geben kann.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Perfekte Motivation für Leseanfänger

Zombert in der Schule des Schreckens
0

„Zombert in der Schule des Schreckens“ ist ein witziges Buch für kleine Erstleser, das richtig schön zum Lesen lernen motiviert.
Zombert ist ein kleiner Zombie, der sich in seiner Gruft furchtbar langweilt. ...

„Zombert in der Schule des Schreckens“ ist ein witziges Buch für kleine Erstleser, das richtig schön zum Lesen lernen motiviert.
Zombert ist ein kleiner Zombie, der sich in seiner Gruft furchtbar langweilt. Sein allerbester Freund Konrad meint, dass Bücher super gegen Langeweile helfen. Aber Zombert kann nicht lesen und baut lieber Türme aus Büchern. Erst als er sich von Konrad überreden lässt, doch mit in die Schule zu kommen, entdeckt er die Freude am Lesen.

Von der liebevollen Gestaltung und den wahnsinnig niedlichen Illustrationen war ich sofort verzaubert. Die Handlung ist ideal für die Zielgruppe der Erstleser ab 6 Jahre. Die Story ist witzig, unterhaltsam und trotzdem lehrreich, denn wenn der süße Zombie Lesen lernen kann, dann doch wohl alle anderen auch. Schriftgröße und Text sind perfekt für Leseanfänger gewählt.
Auch für kleinere Kinder zum Vorlesen eignet sich das Buch hervorragend.
Wir hatten viel Spaß mit Zombert und werden uns sicher noch weitere Abenteuer von ihm anschauen. Von uns gibt es eine klare Empfehlung für dieses wunderschöne Kinderbuch.