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Veröffentlicht am 25.09.2019

Ein trostloser Tag auf den Straßen Berlins

Menschen neben dem Leben
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Am Anfang der 30er Jahre gibt es in Berlin viel Not. Maschinen ersetzen Menschen, darum gibt es viele Arbeitslose. Andere leiden unter den Folgen des Großen Kriegs. Männer müssen betteln, Frauen verdienen ...

Am Anfang der 30er Jahre gibt es in Berlin viel Not. Maschinen ersetzen Menschen, darum gibt es viele Arbeitslose. Andere leiden unter den Folgen des Großen Kriegs. Männer müssen betteln, Frauen verdienen Geld mit „Gefälligkeiten“.

Diese Geschichte beginnt mit einem Gemüsehändler, der einen muffigen Kellerraum als Schlafplatz an zwei Obdachlose vermietet. Abends werden sie eingeschlossen und morgens herausgelassen, sodass die hungrigen Männer sich nicht an Obst und Gemüse des Händlers zu schaffen machen können.

Der Tag beginnt viel zu früh für die beiden Männer. Während der eine hausieren geht, wartet der andere im Park. Er ist geistig behindert, die Folge eines traumatischen Erlebnisses in seiner Kindheit.

Im Laufe des Tages tauchen viele weitere Männer und Frauen auf. Jeder hat seine Geschichte und alle leiden auf der einen oder anderen Weise Not.

Da gibt es den Blinden, der im Krieg sein Augenlicht verlor, und seine Frau, die sich aus dieser gewalttätigen Beziehung befreien möchte. Eine betagte Frau glaubt auch mehr als Jahrzehnt später nicht, dass ihr Mann gefallen und ihr Vermögen wertlos geworden ist. Eine hübsche, junge Frau hat ein gutes Einkommen. Verschiedene ältere Herrn suchen sie regelmäßig auf. Ein Arbeitsloser ist wegen seinen Umständen wütend und er fragt sich, warum immer er benachteiligt wird. Er heckt verschiedene Pläne aus, um zu bekommen, was ihm seiner Meinung nach zusteht.

Diese unterschiedlichen Personen haben eins gemeinsam: Sie stehen neben dem Leben. Sie sind die Leidtragenden der Wirtschaftskrise.

Der junge Autor dieses literarischen Werks starb schon als junger Mann im Jahr 1942. Sein Buch wurde 1937 in Schweden herausgegeben. Der Text wurde vor dieser ersten deutschen Veröffentlichung lektoriert und dabei vermutlich der heutigen Sprache ein wenig angepasst.

Die Lebensläufe der Menschen stehen nebeneinander. Immer wieder erfährt der Leser Bruchstücke aus ihrer traurigen Vergangenheit. Der Autor beschreibt die Beweggründe dieser Menschen und erzählt von Motiven, die ihnen oft selbst nicht bewusst sind. Es sind oft niedere Instinkte und Wünschen, von denen diese einfachen Menschen gesteuert sind.

Was diesem Buch fehlt ist eine überzeugende Handlung. Die beschriebenen Menschen versammeln sich abends in einer Wirtschaft, in der etwas Dramatisches geschieht, aber dem Buch fehlt ein Spannungsbogen. Die Persönlichkeiten und Verhältnisse in dieser Stadt sind gut beschrieben, aber für einen Roman vielleicht zu sachlich und spannungslos.

Die Beschreibungen der hoffnungslosen Schicksale lässt besser verstehen, warum ein Führer, der versprach die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, immer beliebter wurde. Als Zeitzeugnis ist dieses Buch besonders wertvoll. Hier schreibt jemand, der diese Zeit tatsächlich erlebt hat. Er kannte die Fragen und Probleme, aber er ahnte nicht wie viel Leid die angebliche Antwort mit sich bringen würde.

Der Autor streut tiefsinnige Reflektionen und Vergleich in seine Geschichte ein. So vergleicht er neutrale Beobachter bei einer Auseinandersetzung in einer Kneipe mit Staaten, die den Starken unterstützen und doch auf Seiten der Schwachen stehen. „Ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, die kriegführenden Parteien aufzustacheln und, im Falle von Nationen, kriegsfähig durch Lieferungen zu erhalten.“ Wer denkt da nicht an aktuelle Ereignisse!

Fazit: Die Besonderheit dieses Buchs ist, dass es das authentische Zeugnis eines Zeitgenossen ist. Da er Berlin in diesen längst vergangenen Jahren so gut kennt, kann er ein bewegendes Bild der vergessenen Menschen dieser Stadt malen.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Wertvolle Tipps, um Anfängerfehler zu vermeiden

Romane schreiben
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Die Autoren dieses Buchs befassen sich mit einem schwierigen Thema: Wie schreibt man einen guten Roman? Sie haben reichlich Erfahrung, denn sie begleiten seit 2005 angehende Autoren im Rahmen ihrer Schreibworkshops. ...

Die Autoren dieses Buchs befassen sich mit einem schwierigen Thema: Wie schreibt man einen guten Roman? Sie haben reichlich Erfahrung, denn sie begleiten seit 2005 angehende Autoren im Rahmen ihrer Schreibworkshops. In diesem Buch geben sie in übersichtlicher Form ihre Erfahrungen weiter.

Das Buch beginnt mit grundsätzlichen Gedanken über Autorenschaft. Sie stellen heraus, dass der Schreibende sich wirklich als Autor identifizieren muss. Viele haben einen riesigen Vorrat an Ideen, aber daraus allein entsteht noch kein Buch. So deutlich diese Einführung auch ist, sie ist sicher wichtig, damit es nicht bei einem Traum bleibt und aus den Ideen tatsächlich ein Buch entsteht.

Danach geht es um praktische Fragen, wie Sprache, Handlung, Figuren, Dialoge oder Perspektive. Die meisten Themen werden knapp und übersichtlich erklärt. Oft werden Beispiele verwendet, um eine gute oder schlechte Schreibweise zu veranschaulichen. Diese Beispiele sind gelegentlich bekannte literarische Texte, meistens aber passende konstruierte Texte.

Zum Schluss werden typische Fehler aufgeführt und Alternativen aufgezeigt. Das Buch endet mit kurzen Hinweisen zur Verlagssuche, die sich vor allem auf den österreichischen Markt beziehen. Im Anhang finden sich nützliche Adressen und Hinweise zur weiterführende Literatur.

Dieses Buch ist interessant und informativ. Die Gestaltung und der Text sind eher nüchtern gehalten. Wie bei einem Lehrgang, unterweisen die Autoren den Leser. Sie erklären worauf geachtet werden muss und was man besser vermeidet.

Dadurch, dass so viele Themen angesprochen werden, sind die Ausführungen relativ kurz. Darum ist dieses Buch am besten als Einstieg in das Thema „Kreative Schreiben“ geeignet. Durch die Fülle an Gedanken findet der angehende Autoren sicher einige hilfreiche Tipps, sei es zur Gestaltung von Dialogen oder Spannung, oder zur Vermeidung von sogenanntem Kitsch, einer Fülle von Wörtern, die nichts aussagen.

Fazit: Ein gut strukturiertes, hilfreiches Buch für angehende Autoren. Durch die Fülle an Themen wird einiges nur kurz angesprochen, darum eignet sich dieses Buch besonders gut als Einführung in das Thema „Romane schreiben“.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Ratgeber über Missbrauch im frommen Gewand

Das Unfassbare begreifen
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Immer wieder hört man von Missbrauch in christlichen Kreisen. Das scheint unmöglich zu sein, denn in Gemeinden und Kirchen erwartet man, dass die Menschen dort Jesus nachfolgen wollen. Leider kommt jedoch ...

Immer wieder hört man von Missbrauch in christlichen Kreisen. Das scheint unmöglich zu sein, denn in Gemeinden und Kirchen erwartet man, dass die Menschen dort Jesus nachfolgen wollen. Leider kommt jedoch sowohl körperlicher als auch seelischer Missbrauch viel zu oft in christlichen Gruppen vor.

Die Autorin dieses Ratgebers möchte Betroffenen und ihren Begleitern helfen. Sie hat selbst negative Erfahrungen mit geistlichem Missbrauch gemacht, doch sie hält trotzdem an dem Gott der Bibel fest.

Komplexe Sachverhalte werden mit einfachen Worten erklärt. So erfährt der Leser, dass ein Trauma wie eine seelische Wunde ist. Manche Verletzungen werden vergessen, weil der Umgang damit zu schmerzhaft wäre. Bei besonders schmerzhaften Erfahrungen spaltet sich gar ein Teil der Persönlichkeit ab, was zu einer dissoziativen Identität führt, einer gespaltenen Persönlichkeit.

Eine wichtige Ursache für Trauma ist rituelle Gewalt. Die Autorin hat einige Opfer dieser schrecklichen Form von Gewalt kennengelernt. Auch wenn die Autorin weiß, was diese Menschen durchmachen mussten, scheinen ihre Geschichten so unfassbar tragisch zu sein, dass nur bruchstückhaft davon erzählt wird.

Neben der Aufklärung über Grundlagen und Formen und Folgen der Gewalt, liegt ein Schwerpunkt des Buchs auf Hilfen für Betroffene. Die Hilfen sind auch nützlich für Menschen, die mit betroffene Menschen arbeiten. Es geht dabei um Themen wie Umdenken, Ressourcen und Vergebung.

Ein kurzes Kapitel wendet sich an Täter. Dabei ist besonders traurig, dass gerade bei der rituellen Gewalt Opfer zu Tätern gemacht werden. Abschließend wird aufgezeigt, wie eine heile Gemeinde aussehen sollte, und der Leser wird daran erinnert mit dem Unfassbaren zu rechnen, das sich vielleicht hinter den Kulissen einer heilen Gemeinde verbirgt.

Dieses Buch enthält viele gute Gedanken und Anhaltspunkte für Menschen, die sich mit den Themen Glaube und Missbrauch auseinandersetzen. Es geht dabei nicht nur um sexuellen Missbrauch, auch geistlicher Missbrauch und fromme Manipulation spielen eine große Rolle.

Psychologische Inhalte werden größtenteils laiengerecht erklärt. Viele Beispiele aus dem Alltag helfen dem Leser sich das Gesagte vorzustellen.

Eine große Rolle spielt das Problem der rituellen Gewalt, die zu einer dissoziativen Identität führen kann. Die Autorin schreibt, „Ich habe dieses Buch mit der Motivation geschrieben, die Informationen, die mir gefehlt hatten, zur Verfügung zu stellen. Sie finden in dieser Lektüre das, was ich mir als Vorbereitung auf den Kontakt mit Überlebenden schlimmster Gewalt gewünscht hätte. Diese Zeilen sind von meiner Hoffnung begleitet, dass Sie besser vorbereitet sind, als ich es war, wenn Sie in die Abgründe menschlicher Gebundenheit und seelischer Qualen schauen.“

Bei der Erklärung dieser Inhalte fällt es teilweise schwer der Autorin zu folgen. Da die Aufdeckung dieser Taten, die meistens im Rahmen von organisiertem Verbrechen stattfinden, gefährlich ist, scheint die Autorin nicht zu viel sagen zu wollen. Die Erklärungen sind vielleicht hilfreich für Betroffene, aber jemand der damit keine Erfahrung hat ist nach dem Lesen nicht viel klüger.

Fazit: Dieser Ratgeber ist weniger hilfreich für Menschen, die erste Informationen über das Thema Kirche und Missbrauch suchen. Es richtet sich eher an Helfende und Betroffene, die mit dem Thema rituelle Gewalt konfrontiert sind. Die Erklärungen sind einfach und praktisch anwendbar, allerdings findet der Nichteingeweihte in diesem Buch nicht zu jedem Thema das nötige Hintergrundwissen.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Mehr als ein Sprachratgeber

My Pleasure!
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Dieses Buch ist eine große Hilfe für denjenigen, der sich schon gut auf Englisch verständigen kann, aber typische Fehler eines Ausländers vermeiden möchte. Manche Wörter klingen ja so englisch, wie „handy“ ...

Dieses Buch ist eine große Hilfe für denjenigen, der sich schon gut auf Englisch verständigen kann, aber typische Fehler eines Ausländers vermeiden möchte. Manche Wörter klingen ja so englisch, wie „handy“ oder „toilet“. Warum man sie aber trotzdem nicht benutzen sollte, erklärt dieses Buch.

Man stelle sich vor, der deutsche Leser verbringt einige Tage mit der Autorin in London. Sie erklärt ihrem Besucher diese faszinierende Stadt und lässt ihn an der Geschichte des Landes teilhaben.

Gemeinsam werden Restaurants und Sehenswürdigkeiten besucht und danach wird bei einer Tasse Tee geplaudert; so kann man sich dieses Buch vorstellen. Der Leser unterhält sich mit der Autorin, dabei werden Sprache, Land und Bewohner erklärt. Das Gespräch wird mal auf Deutsch, mal auf Englisch geführt und viele Ausdrücke werden gleich zweimal gesagt, auf Englisch und auf Deutsch.

Der Leser erfährt viel Wissenswertes über England, sowohl Aktuelles, als auch Geschichtliches. Warum ist eine Oyster Card günstiger als eine Tageskarte und warum heißt diese Fahrkarte überhaupt so? Wo genießt man die schönste Aussicht über London und was kostet das? Wie ist die Untergrundbahn entstanden und wie war es früher bei öffentlichen Hinrichtungen? Welche Rolle spielt die Religion bei der Thronfolge? Welche Sitten und Gebräuche sind zur Weihnachtszeit üblich?

Neben allerlei kuriosen Fakten, ist es besonders hilfreich, dass auf typische Fehler von deutschen Muttersprachlern hingewiesen wird. So ist ein „menue“ nicht ein „Menü“, und „Gift“ etwas ganz anderes als das englische „gift“.

Zum Abschluss von jedem Kapitel findet sich ein kurzer Test. Dabei geht es meistens um Übersetzungsaufgaben. Die Begriffe wurden teilweise im vorhergehenden Kapitel besprochen, aber nicht immer. Besonders hilfreich ist die ausführliche Auflistung der Vokabeln jedes Kapitels am Ende des Buchs.

Die Dialoge sind teilweise witzig und interessant. Manchmal verwirrt jedoch der ungewohnte Dialog-Schreibstil und für den Leser, der bereits gute englische Grundkenntnisse besitzt, könnte die Wiederholung von vielen Aussagen in beiden Sprachen störend wirken.


Fazit: Wer seine Englischkenntnisse auf unterhaltsame Weise verfeinern will, findet in diesem Buch viel Wissenswertes. Der Leser erfährt nicht nur viele neue Begriffe, sondern bekommt auch ein Gefühl für die typische britische Lebensweise. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 01.08.2019

Anspruchsvolle Texte, die neue Denkwelten eröffnen

Durchblicke
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Der beliebte britische Autor C. S. Lewis schrieb, unter anderem, die bekannten Kinderbücher über Narnia. Aber nicht nur Kinder freuen sich an seinen Werken; neben einigen anderen Romanen, schrieb er viele ...

Der beliebte britische Autor C. S. Lewis schrieb, unter anderem, die bekannten Kinderbücher über Narnia. Aber nicht nur Kinder freuen sich an seinen Werken; neben einigen anderen Romanen, schrieb er viele einsichtsreiche Texte und Werke über den christlichen Glauben.

In diesem Buch wurden etwa vierzig Texte zusammengestellt, die bisher nicht auf Deutsch erschienen sind. Die Texte sind unterschiedlich lang und stammen aus verschiedenen Quellen. Neben Briefen und Zeitschriftenartikel, finden sich beispielsweise Vorträge und Buchrezensionen.

Am Anfang des Buchs steht eine Erklärung zu jedem Text. Der Leser erfährt wann der Text geschrieben bzw. veröffentlicht wurde und erhält eine kurze Zusammenfassung. Die Texte sind in drei Bereiche eingeteilt; philosophische-theologische, geistesgeschichtliche und literaturwissenschaftliche Durchblicke. Umfangreiche Fußnoten ergänzen den Text und erklären beispielsweise lateinische Ausdrücke oder Hintergründe zu Autoren oder der damaligen Zeit.

Die zwanzig philosophisch-theologische Durchblicke befassen sich mit sehr verschiedenen Fragestellungen rund um Glaube und Weltbild. So geht es beispielsweise um die Frage, ob Jesus Angst hatte, und darüber hinaus, inwieweit er auf Erden Mensch oder Gott war. Auf die Frage, wie Gott es wohl sieht, wenn wir uns immer wieder für das Böse entscheiden, antwortet Lewis mit einem eindrücklichen Bild von einem Hund auf einem Spaziergang, der von Herzen gerne denselben Weg gehen will wie sein Herrchen, der aber doch immer mal wieder auf Abwege gerät.

Der zweite Teil enthält neun geistesgeschichtliche Durchblicke. Diese Texte sind zumeist etwas länger und vielleicht nicht so interessant für den christlichen Leser. Viele dieser Texte befassen sich mit Lewis‘ Fachgebiet und vermitteln ein besseres Verständnis vom Mittelalter und der Renaissance. Andere sind kurz und einprägsam, wie das humoristische Stück über Weihnachten.

Die neun Texte im literaturwissenschaftliche Teil sind zumeist Buchbesprechungen oder Erklärungen über die Werke von C. S. Lewis. Der Leser erhält interessante Beobachtungen über die bekannten Werke Tolkiens, der ein guter Freund von Lewis war. Die Gedanken über Märchen und Kinderbücher laden zum Nachdenken darüber ein, was eine gute Geschichte ausmacht.

Die Bücher über Narnia helfen ja den christlichen Glauben zu verstehen und neu zu schätzen. Lewis schreibt über die uns so bekannte Glaubensinhalte, „Doch angenommen, man könnte, indem man all diese Dinge in eine erfundene Welt verlegt und sie von ihrer Assoziation mit Glasfenstern und Sonntagsschule befreit, sie zum ersten Mal in ihrer wahren Kraft erscheinen lassen?“

Auch wenn einige Texte anspruchsvoll sind, enthält dieses Buch sehr viele wertvolle Denkanstöße. Es ist ein Buch zum langsamen Genießen und immer wieder neu lesen und durchblättern. Bei der großen Bandbreite der Texte, wird jeder Leser seine persönlichen Lieblingstexte finden. Auch wenn C. S. Lewis ein großer Denker war, sind viele Gedanken sehr leicht zu verstehen, vor allem da sie mit Beispielen aus dem Leben veranschaulicht werden. Obwohl diese Texte vor längerer Zeit geschrieben wurden, sind viele Gedanken erstaunlich aktuell.

So beobachtet Lewis schon damals unsere Konsumsucht und schreibt darüber, „Könnten unsere Vorfahren die unsrige besuchen, so würde sie umgekehrt unsere Überzeugung äußerst schockieren und verwundern, alles sei provisorisch und werde schnell überholt sein – dass das Hauptgeschäft unseres Lebens das Erlangen von Gütern ist, die wir noch nie hatten, und nicht die Verteidigung und Erhaltung jener Dinge, die wir bereits haben.“


Fazit: Ein wertvolles Buch für Menschen, die gerne denken und ihr Horizont erweitern. Dieses Buch enthält gute theologische Gedankenanstöße, aber auch Texte über die Themengebiete Weltgeschichte und Literatur. Sehr zu empfehlen!