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Veröffentlicht am 01.10.2019

Leseempfehlung für alle, die mehr über die spanische Geschichte erfahren möchten.

Ich, die Königin
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Inhalt:
Kastilien 1464: Die Zustände im Land sind furchtbar. Räuberbanden und Gesindel machen die Straßen unsicher, Adel und Klerus versuchen sich auf jede mögliche Weise zu bereichern und wechseln ständig ...

Inhalt:
Kastilien 1464: Die Zustände im Land sind furchtbar. Räuberbanden und Gesindel machen die Straßen unsicher, Adel und Klerus versuchen sich auf jede mögliche Weise zu bereichern und wechseln ständig die Seiten. König Enrique ist nicht stark genug, das Land zu regieren und viel zu nachgiebig. Nach seinem Tod, der evtl durch Gift herbeigeführt wurde, gibt es einen Krieg um die Erbfolge. Isabel, Enriques Schwester, setzt sich durch. Sie ist es, die an der Seite ihres Mannes mit eisernem Willen das Land eint und es zur Großmacht verwandelt.

Meinung:
Ich lese recht viel historische Romane, aber über die Geschichte Spaniens habe ich noch kaum etwas gelesen, abgesehen natürlich über die Eroberungen von Columbus. Deshalb fand ich das Buch sehr interessant.

Das Buch berichtet über Isabella von ihrer Kindheit an bis zu ihrem Tod. Sie muss eine wahnsinnig starke Frau gewesen sein. Es wurden ihr so viele Hindernisse in den Weg gelegt, doch sie hat jedes bezwungen. Ihr Glaube, ihr eisener Wille und ihre Intelligenz haben ihr dabei geholfen. Es kam in der Geschichte Spaniens noch nie vor, dass eine Königin das Land regiert. Doch Isabella hat dies durchgesetzt, ihr Mann Ferdinand war davon natürlich nicht unbedingt begeistert, aber er mußte es hinnehmen.

Doch Isabella war nicht nur eine Königin. Sie war auch Mutter. 10 Geburten hat sie über sich ergehen lassen, wovon aber leider nur 5 Kinder überlebten. Mit großer Liebe und Fürsorge kümmerte sich Isabella darum, dass sie immer gut versorgt waren und eine gute Ausbildung bekamen. Als die Kinder alt genug waren, wurden sie natürlich politisch günstig verheiratet.

Wir lesen auch von der Inquisition und wie diese immer mehr Macht bekam. Wie Juden gezwungen wurden, sich entweder taufen zu lassen oder das Land zu verlassen. Alles im Glauben, Gottes Wille zu erfüllen. Was für ein Elend damals geherrscht haben muss! Besonders diese Szenen haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht.

Isabella mußte eine Menge Schicksalsschläge erdulden. Aber auch wenn sie mit ihrer Kraft manchmal am Ende war, so hielt sie sich dennoch aufrecht und war ein Vorbild für alle. Sie regierte ihr Land aufopferunsvoll und führte es so zu neuer Macht. Das Volk bewunderte, ja vergötterte Isabella.

Das Buch ist ein ziemlich dicker Schinken. Das ebook hatte bei mir mit normal großer Schrift 840 Seiten. Es war aber sehr gut und flüssig geschrieben. Man war von Beginn an in der Geschichte drinnen und wollte wissen, wie es weiterging. Die Autorin schaffte es, das ganze Buch hindurch eine gewisse Spannung zu halten.

Fazit:
Leseempfehlung für alle, die mehr über die spanische Geschichte lesen wollen.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Ein Buch zum Wohlfühlen

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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Inhalt:

Die Schwedin Charlotte hat vor Kurzem ihren geliebten Mann verloren, mit dem sie sich ein Leben aufgebaut hat und mit dem sie eine Familie gründen wollte. Sie vergräbt sich in Arbeit, als sie ...

Inhalt:

Die Schwedin Charlotte hat vor Kurzem ihren geliebten Mann verloren, mit dem sie sich ein Leben aufgebaut hat und mit dem sie eine Familie gründen wollte. Sie vergräbt sich in Arbeit, als sie plötzlich die Nachricht bekommt, dass ihre Tante Sara ihr eine kleine Buchhandlung in London vererbt hat.
Charlotte fliegt nach London, um das Haus zu verkaufen. Doch sie erliegt dem Charme der kleinen Buchhandlung und ihren zwei Mitarbeiterinnen sowie dem Kater Tennyson. Also versucht sie die fast bankrotte Buchhandlung zu retten.
Natürlich versucht Charlotte auch herauszufinden, weshalb sie ihre Tante nie kennengelernt hat und wieso diese gerade ihr die Buchhandlung vererbt hat. Sie stößt dabei auf ein dunkles Geheimnis und versucht dieses aufzudecken.

Meinung:

Ich habe jede Seite dieses Buches genossen. Es ist ein absolutes Wohlfühlbuch.
Charlotte hat die Liebe ihres Lebens verloren und versucht zu überleben. Dafür stürzt sie sich in die Arbeit. Genauso macht sie es auch, als sie feststellt, dass die Buchhandlung ihr doch etwas bedeutet und dass sie diese retten will.
Die Handlung spielt zu einem großen Teil in der Buchhandlung selbst. Das fand ich wirklich schön, auch dass es immer wieder Buchempfehlungen (an Kunden) gab. Auch die zwei Mitarbeiterinnen kämpfen darum, dass die Buchhandlung bestehen bleibt und natürlich darum, ihre Jobs behalten zu können.
Es war auch schön zu lesen, wie Charlotte immer mehr heilt. Die Buchhandlung, die Mitarbeiterinnen, die zu Freundinnen werden und auch William, der über der Buchhandlung eine Wohnung gemietet hat, tun ihr gut und es geht ihr mit der Zeit immer besser.
Natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte mit William. Aber diese nimmt keinen überwiegenden Teil der Geschichte ein, sondern ist wirklich nur eine Nebenhandlung, was ich als sehr angenehm empfand.

Fazit:

Dieses Buch ist für jeden Bücher- und Buchhandlungsliebhaber ein Muss.

Veröffentlicht am 28.09.2019

Gefühlvoll und spannend

Der Wind nimmt uns mit
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Inhalt:


Maya hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie ist Reisebloggerin, nichts hält sie für längere Zeit am selben Ort. Überall reist sie hin, nur nicht auf La Gomera. Denn dort wohnt ihre Adoptivmutter ...

Inhalt:


Maya hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie ist Reisebloggerin, nichts hält sie für längere Zeit am selben Ort. Überall reist sie hin, nur nicht auf La Gomera. Denn dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline, der sie nicht begegnen will. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya erst vor wenigen Jahren durch einen Zufall erfahren und das kann sie ihr nicht verzeihen.

Doch dann wird Maya bei einem One Night Stand schwanger. Als Maya das erfährt sucht sie Tobi (ihren One Night Stand) und der hält sich ausgerechnet auf La Gomera auf. Nur widerwillig reist Maya auf die Kanareninsel. Sie ahnt nicht, dass diese Reise die wichtigste in ihrem Leben wird.


Meinung:


Ich muss zugeben, dass ich mir das Buch nicht selbst gekauft hätte. Nach dem Klappentext hätte ich nicht gedacht, dass es mir gefällt. Deshalb bin ich sehr froh und dankbar, dass ich es bekommen habe. Denn das Buch hat mir sehr überrascht. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es an nur einem Nachmittag ausgelesen habe.


Das Buch wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Einerseits haben wir die Geschichte von Maya, die Tobi sucht, dabei verschiedene Menschen auf La Gomera kennenlernt und Freundschaften schließt. Andererseits haben wir den Erzählstrang von Karoline, in dem wir nach und nach erfahren, wie sie zu ihrer Tochter Maya gekommen ist.


Maya ist eine 32jährige Frau, die weiß, was sie will. Sie lebt vom Reisen, die ihr zumeist von Sponsoren bezahlt werden, denn ihr Reiseblogg ist sehr erfolgreich. Einziger Wehmutstropfen ist, dass sie ihre Freundin nicht so oft sieht. Sonst hält sie nichts länger an einem Ort. Kompliziert wird es, als Maya merkt, dass sie schwanger ist und sie den Vater des Kindes über einen Aufruf auf ihrem Blog sucht.


Karoline leidet sehr darunter, dass ihre Tochter nicht mehr mit ihr spricht. Man merkt, wie sehr sie Maya liebt und dass sie ihr nie wehtun wollte.


Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man ist vom ersten Moment an in der Geschichte drinnen. Von der ersten Seite an kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Nicht nur, ob und wie es Maya gelingt, Tobi zu finden, sondern auch, was vor 32 Jahren geschehen ist.


Fazit:


Das Buch hat mich positiv überrascht, es war gefühlvoll und ich konnte es nicht aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Eine perfekte Welt

Scythe – Die Hüter des Todes
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Inhalt:

Es ist eine perfekte Welt. Eine Welt in der es keine Krankheiten und keinen Tod gibt, keine Kriege und keine Armut. Doch auch hier müssen Menschen sterben, allein um das Gleichgewicht wieder herzustellen ...

Inhalt:

Es ist eine perfekte Welt. Eine Welt in der es keine Krankheiten und keinen Tod gibt, keine Kriege und keine Armut. Doch auch hier müssen Menschen sterben, allein um das Gleichgewicht wieder herzustellen und Überbevölkerung zu verhindern. Dafür gibt es die Scythe. Sie wählen aus, wer sterben muss und führen dessen Tod herbei. Aber auch die Scythe haben Regeln und Richtlinien, an die sie sich zu halten haben. Zum Beispiel soll das Töten einem guten Scythe keinen Spaß machen. Citra und Rowan werden von einem Scythe gegen ihren Willen als Lehrlinge auserwählt. Ein Jahr lang sollen sie bei ihm lernen. Am Ende des Jahres wird aber nur einer von ihnen Scythe und muss dann als erste Tat den anderen hinrichten.

Meinung:

Ich habe die englische Version des Buches gelesen. Lange war es auf meiner Wunschliste. Ich hätte es viel früher lesen sollen. Es war einfach toll. Neal Shusterman hat eine perfekte Welt erschaffen und sie wunderbar beschrieben und erklärt. Eine perfekte Welt, in der es keine Krankheiten und keinen Tod gibt, außer man wird von einem Scythe auserwählt. Eine Welt, in der die Menschen nur noch arbeiten gehen, um eine Beschäftigung zu haben. Hier wird auch die Frage nach dem Sinn des Lebens aufgeworfen.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und somit kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen, denn man fühlt, leidet und freut sich mit ihnen. Citra und Rowan machen eine tolle Entwicklung durch. Sie lernen zu kämpfen, studieren die Geschichte der Menschen, die verschiedenen Todesarten und beobachten den Tod verschiedener Menschen. Als entschieden wird, dass ihre erste Tat als Scythe ist, den anderen zu töten, reagieren sie menschlich, sie sind verstört und hadern mit dieser Entwicklung.

Nachdem die Scythe über dem Gesetz stehen, gibt es natürlich auch welche, die die hohen Richtlinien nicht erfüllen bzw diese ganz einfach ignorieren. Wie sollte sowas auch nicht passieren, schließlich liegt das in der menschlichen Natur und die Scythe sind ja auch nur Menschen. Einige dieser Hüter des Todes töten mit Spaß und oft zum Vergnügen. Doch kann man gegen diese Regelbrecher wirklich etwas unternehmen?

Das Buch ist wirklich sehr spannend, es gibt immer wieder unerwartete Wendungen und Überraschungen. Und die ganze Zeit muss man an das Ende denken. Wer von den beiden Lehrlingen wird zum Scythe und wird er/sie wirklich den anderen umbringen?

Fazit:

Sehr spannendes Buch. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 19.09.2019

Wunderschöne Liebesgeschichte mit Tiefgang und viel Gefühl

The Light in Us
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Inhalt:
Charlotte stand am Anfang einer Karriere als große Geigerin, doch durch einen Schicksalsschlag verlor sie die Musik, sie konnte sie nicht mehr fühlen. Deshalb nahm sie einen Job als Kellnerin an ...

Inhalt:
Charlotte stand am Anfang einer Karriere als große Geigerin, doch durch einen Schicksalsschlag verlor sie die Musik, sie konnte sie nicht mehr fühlen. Deshalb nahm sie einen Job als Kellnerin an und ging zu keinem Vorspielen. Da sie etwas in Geldnot war, war sie froh, als ihr der Job als Assistentin des blinden Noah angetragen wurde. Noah war Extremsportler und hat für ein Sportmagazin geschrieben. Leider war dieses Leben vorbei, denn nach einem Unfall verlor er sein Augenlicht. Nun stößt er jeden von sich und kann sein neues Leben nicht annehmen. Charlotte will ihm beweisen, dass das Leben noch immer lebenswert ist.

Meinung:
Emma Scott wird wohl eine meiner Lieblingsautorinnen. Vor einiger Zeit habe ich Bring down the Stars und den Folgeband auf Englisch gelesen (kommt jetzt aber auch auf deutsch heraus) und war begeistert. Und nun dieses Buch. Es ist eine etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte. Wie oft lesen wir sonst, dass der männliche Part blind ist? Hier muss Charlotte, die weibliche Hauptprotagonistin die Starke sein, obwohl sie selbst auch leidet und ebenfalls Probleme hat, das Leben so wie es ist zu akzeptieren.

Es passiert zwar nicht wahnsinnig viel in dem Buch, aber es hat Tiefgang. Der Schreibstil von der Autorin ist einfach toll, sie zog mich richtig in die Geschichte hinein. Die Charaktere sind schön beschrieben und machen eine gewaltige Entwicklung durch. Die beiden ergänzen sich, sie helfen einander und zeigen dem anderen, dass es doch noch ein Leben gibt, dass man doch noch etwas vom Leben erwarten kann.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich schön langsam. Charlotte stellt zwar schon zu Beginn fest, dass Noah sehr gut aussieht, aber mit der Zeit stellt sie auch fest, dass sie auch sein Inneres mag. Auch Noah ist von Anfang an angetan von Charlotte, obwohl er das niemals zugeben würde, nicht einmal vor sich selbst. Im Verlauf der Geschichte kann er sich aber doch etwas mehr öffnen und lässt auch Charlotte näher an sich heran.

Fazit:
Wieder eine schön erzählte Liebesgeschichte mit Tiefgang und viel Gefühl.