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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2019

Perfekter Mix

Follow Me Back
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Das Debüt der Autorin A.V. Geiger schlägt voll ein. „Follow me Back“ ist eine hochspannende und emotionale Geschichte, die mit einem verstörenden Cliffhanger endet.
Tessa Hart leidet seit einigen Monaten ...

Das Debüt der Autorin A.V. Geiger schlägt voll ein. „Follow me Back“ ist eine hochspannende und emotionale Geschichte, die mit einem verstörenden Cliffhanger endet.
Tessa Hart leidet seit einigen Monaten unter einer massiven Angststörung. Sie verschanzt sich in ihrem Zimmer und traut sich nicht mehr vor die Tür. Ihre einzigen Kontakte zur Außenwelt sind ihre Mutter, ihr Freund Scott und ihre Therapeutin. Um ihrer beengten Welt zu entfliehen, fokussiert sich Tessa komplett auf den Sänger Eric Thorn. Als eine Fanfiction von ihr plötzlich durch die Decke geht, wird sie zu einem der wichtigsten Twitteraccounts in seiner Fangemeinde. Eric hasst die Einschränkungen seiner Freiheit durch die ganzen Fans. Als er sich mit einem gefälschten Account ausgerechnet bei Tessa Luft macht, beginnt überraschend zuerst eine zarte Freundschaft, aus der bald mehr wird. Nur weiß Tessa nicht, wem sie da wirklich schreibt.

Tessa lebt zwangsweise in ihrem eigenen Gefängnis und kann sich nur in ihrer Rolle als Fan von Eric Thorn ausleben. Sie ist trotzdem kein durchgeknalltes Fangirl, sondern bleibt auch in der Anonymität des Internet ganz sie selbst. Wahrscheinlich fühlt sich Eric vor allem dadurch sofort zu ihr hingezogen.
Erics Ängste sind ebenfalls durchaus real, auch wenn er sich nicht so zurückzieht wie Tessa. Er steckt im unsichtbaren Gefängnis, das seine Plattenfirma und seine unzähligen Fans um ihn errichtet haben. Der falsche Account ist sein Zufluchtsort. Er weiß, dass er Tessa belügt, aber sie ist sein einziger Rettungsanker.
Die Spannung im Buch ist zu Beginn erst nur unterschwellig zu spüren, aber im Laufe der Handlung steigert sie sich in ungeahnte Höhen. Der Cliffhanger am Schluss lässt einen erstmal sprachlos zurück, so dass man den zweiten Band am liebsten sofort lesen würde. Die Charaktere sind vielschichtig und interessant angelegt. A.V. Geiger spielt gekonnt mit den Erwartungen der Leser und überrascht an vielen Stellen der Story. Vorhersehbar scheint hier nichts.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für dieses tolle Debüt der Autorin. Der Mix aus Spannung, Drama und Emotionen ist hervorragend gelungen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 29.09.2019

Ein Erlebnis für Kinder

Geheimnisvolle Welt des Mittelalters
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Dieses tolle Wissensbuch aus dem Circon Verlag bringt Kindern ab 8 Jahren spielerisch die Welt des Mittelalters näher.
Das Buch ist in vier Teile untergliedert, die zum besseren Zurechtfinden farblich ...

Dieses tolle Wissensbuch aus dem Circon Verlag bringt Kindern ab 8 Jahren spielerisch die Welt des Mittelalters näher.
Das Buch ist in vier Teile untergliedert, die zum besseren Zurechtfinden farblich gekennzeichnet sind. Nach einem kurzen Einführungsteil in dieses Zeitalter, folgt ein längerer Teil zum Leben im Mittelalter. Die anschaulichen und detailreichen Illustrationen und Fotos sind eine perfekte Untermalung der verschiedenen Textabschnitte. Dadurch werden viele Dinge für die Kinder noch besser verdeutlicht.
Der dritte Teil widmet sich der dunklen Seite des Mittelalters, der natürlich auch nicht fehlen darf. Obwohl nichts beschönigt wird, ist alles trotzdem kindgerecht und verständlich erklärt.
Der vierte Teil macht besonderen Spaß, denn hier kann man das Mittelalter selbst hautnah erleben. Beim Fladenbrot backen oder den anderen typisch mittelalterlichen Tätigkeiten, können die kleinen Leser selbst experimentieren und Erfahrungen über das damalige Leben sammeln.
Das Buch bietet einen sehr guten Einblick in die Zeit des Mittelalters. Die Kinder werden durch die kurzen Texte nicht überfordert und erhalten jede Menge interessante Informationen. Die gesamte Gestaltung des Buches finde ich richtig gut gelungen. So macht Lernen Spaß!

Veröffentlicht am 27.09.2019

Liebe besiegt alles

Draw - Saylor und Cord
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Dieser Auftakt der Gentry Boys Reihe von Cara Brent ist wirklich gut gelungen.
Saylor McCann flüchtet vor ihrem gewalttätigen Exfreund in ihre alte Heimat Arizona. Sie sucht Zuflucht bei ihrem Cousin, ...

Dieser Auftakt der Gentry Boys Reihe von Cara Brent ist wirklich gut gelungen.
Saylor McCann flüchtet vor ihrem gewalttätigen Exfreund in ihre alte Heimat Arizona. Sie sucht Zuflucht bei ihrem Cousin, aber stattdessen trifft sie ausgerechnet auf Cord Gentry, den Alptraum ihrer Jugend. Cord und seine Drillingsbrüder sind berühmt berüchtigte Bad Boys, die in der ganzen Gegend für Unruhe sorgten. Saylor hat ihre ganz persönlichen Erfahrungen damit machen müssen. Zu ihrer großen Überraschung scheint Cord ganz anders als früher zu sein. Er versucht die früheren unrühmlichen Ereignisse wieder gut zu machen, damit Saylor ihm verzeiht. Doch die Schatten der Vergangenheit liegen immer noch auf ihm und seinen Brüdern.

Der traurige Ort, aus dem Saylor und sie Gentrys stammen, strotzt nur so vor Trostlosigkeit und verlorengegangenen Träumen. Es ist kein Wunder, dass keiner von ihnen dorthin zurück will. Cord und Saylor kommen beide aus furchtbaren Elternhäusern, wobei es Cord und seine Brüder noch schlimmer erwischt hatte. Hier gibt es keine strahlenden Helden, sondern nur den täglichen Kampf ums Überleben, und dass man sich am Ende des Tages noch im Spiegel anschauen kann. Die Autorin zeichnet ein wahrlich düsteres Bild, in dem es trotz allem noch Hoffnung gibt.
Saylor dachte sie wäre der Hölle entkommen, um dann in einer anderen zu landen. Cord rettet sie nicht nur einmal, obwohl sie mit ihm als letztes gerechnet hätte. Im Gegenzug ist sie sein Rettungsanker, wenn er dabei ist, die Kontrolle zu verlieren. Die beiden geben ein schönes Paar ab.
Cora Brent hat einen tollen Schreibstil, der einen nur so durch das Buch fliegen lässt. Gleichzeitig schafft sie es, dass man die Emotionen der Charaktere absolut nachfühlen kann. Ihre Figuren sind tiefgründig und ich freue mich schon auf die Folgebände um die anderen Gentrys. Die spannende Handlung hat mich voll mitgerissen und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Gelungene Fortsetzung der Reihe

Dirty Rich – Verbotenes Verlangen
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„Dirty Rich – Verbotenes Verlangen“ ist die gelungene Fortsetzung der New York Office Romance Reihe von Lisa Renee Jones.
Lori steckt zwischen vier Jobs, den Schulden ihres verstorbenen Vaters und den ...

„Dirty Rich – Verbotenes Verlangen“ ist die gelungene Fortsetzung der New York Office Romance Reihe von Lisa Renee Jones.
Lori steckt zwischen vier Jobs, den Schulden ihres verstorbenen Vaters und den Sorgen um ihre kranke Mutter fest. Ihre vielversprechende Karriere als angehende Anwältin liegt erstmal auf Eis, da sie ihr Studium in Stanford sechs Monate vor ihrem Abschluss wegen der Krankheit ihrer Mutter abbrechen musste. Eine Ablenkung in Gestalt eines attraktiven Fremden, den sie nach einer Nacht nie wieder sehen muss, kommt da gerade recht.
Einige Monate später trifft sie den geheimnisvollen Fremden wieder. Er ist ihr neuer Boss in der Anwaltskanzlei, in der sie gerade angefangen hat.

Mir hat der erste Teil der Reihe um Cat und Reese bereits richtig gut gefallen, so dass ich mich auf die Fortsetzung gefreut habe. Lisa Renee Jones hat mich in keinster Weise enttäuscht. Ich mag ihren Schreibstil, der sich leicht und angenehm liest. Der zweite Teil kann unabhängig gelesen werden, auch wenn es ein Wiedersehen mit den Figuren aus dem ersten Band gibt.
Lori ist eine sympathische und liebenswerte Protagonistin, die gerade eine schwere Zeit durchmacht. Das Beharren auf ihrer Unabhängigkeit konnte ich gut nachvollziehen. Anders als im Vorgängerteil sind hier die Figuren beruflich (noch) nicht auf Augenhöhe. Dadurch, dass Cole ihr Boss ist, ergeben sich ganz andere Konflikte. Persönlich sind die beiden aber durchaus auf Augenhöhe. Ich mag die starken Frauenfiguren, die die Autorin in ihren Büchern beschreibt.
Cole ist das klassische Alphamännchen und will alle Zügel in der Hand behalten. Er respektiert aber Loris Grenzen und lässt ihr Raum zu erkennen, was sie möchte. Die Entwicklung der beiden innerhalb ihrer Beziehung wirkt authentisch und glaubwürdig.
Die Autorin legt den Fokus eher auf die Beziehung der Protagonisten, da Probleme von außen keine große Rolle spielen oder ziemlich schnell gelöst werden. Das mindert die Spannung aber überhaupt nicht.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 25.09.2019

Schöne Liebesgeschichte

Der Schwur des Herzogs
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Dies ist mein erster Roman aus der Reihe von Christi Caldwell und ich wurde nicht enttäuscht.
Lady Genevieve Farendale wird von ihrem Verlobten vor dem Altar stehen gelassen und von ihm unverschuldet der ...

Dies ist mein erster Roman aus der Reihe von Christi Caldwell und ich wurde nicht enttäuscht.
Lady Genevieve Farendale wird von ihrem Verlobten vor dem Altar stehen gelassen und von ihm unverschuldet der Untreue bezichtigt. Als ruinierte Frau wird sie von ihren Eltern verstoßen und aufs Land verbannt. Nach fünf Jahren darf sie überraschend zurück nach London. Doch die Klatschmäuler sind noch nicht verstummt. Bei einem Ball trifft sie Cedric Falcot, den Marquis of St. Albans. Der adlige Lebemann muss sich auf Geheiß seines despotischen Vaters eine Ehefrau wählen. Er ist fasziniert von der zurückhaltenden Genevieve, die weder an seinem Titel noch an seinem Geld interessiert ist. Aber eine Verbindung mit ihm würde Genevieve wieder ins Zentrum des Klatsches katapultieren.

Genevieve unterliegt den Zwängen der damaligen Zeit. Die falsche Anschuldigung eines Mannes reicht, um sie für immer gesellschaftlich auszugrenzen. Man kann ihren Schmerz nachfühlen, den diese Ausgrenzung, vor allem durch ihre Familie, mit sich bringt. Trotz allem beweist sie eine innere Stärke und lässt sich nicht unterkriegen. Ich mochte ihren Charakter von Anfang an.
Cedric kann tun und lassen was er will und bekommt höchstens noch ein anerkennendes Schulterklopfen für seine Ausschweifungen. Diese scheinheilige Ungerechtigkeit wird ihm erst im Laufe seiner Zeit mit Genevieve bewusst. Er musste sich bisher nie um die Gefühle anderer Menschen Gedanken machen, da er nur die harte und gefühllose Erziehung seines Vaters kennt.
Die Entwicklung der Protagonisten wird von der Autorin glaubwürdig beschrieben. Beide müssen erst langsam in die neue ungewohnte Situation hineinwachsen. Dadurch ergeben sich natürlich Konflikte, sie gemeinsam lösen müssen. Die Charaktere sind spannend und vielschichtig angelegt und ich konnte ihre Emotionen gut nachvollziehen. Die Handlung ist vielleicht vorhersehbar, aber trotzdem spannend und unterhaltsam.
Mir hat dieser historische Liebesroman sehr gut gefallen und ich gebe hier gern eine Leseempfehlung.