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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Öffnet die Augen für unser größtes Organ - die Haut

Natürlich! Schöne Haut - Strahlend-gesund mit der richtigen Ernährung, Kosmetik und Lebensweise. Tipps für jeden Hauttyp
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Manchmal muss es ein Sachbuch sein.
Mit dem Griff zu diesem Buch macht man eigentlich nichts falsch, wenn man sich für die eigene Haut und damit auch für die eigene Gesundheit interessiert.

Ich fand ...

Manchmal muss es ein Sachbuch sein.
Mit dem Griff zu diesem Buch macht man eigentlich nichts falsch, wenn man sich für die eigene Haut und damit auch für die eigene Gesundheit interessiert.

Ich fand das Buch sehr informativ und vorallem verständlich geschrieben. Das Cover ist Geschmackssache, aber der Inhalt ist wirklich gut. Die Autorin ist vom Fach und das merkt man beim Lesen der einzelnen Kapitel direkt.

Sie hat das Buch in insgesamt 8 Kapitel eingeteilt, so dass man sich dem Thema in Ruhe und häppchenweise annähern kann.

Die Autorin geht dabei auf die Beschaffenheit unserer Haut ein, blickt unter die Oberfläche und erklärt in kurzen Abschnitten, wie das mit der Hautalterung auf sich hat. Gut fand ich, dass sie auch den Aspekt der Ernährung, des Stresses und des Schlafes miteinbezieht und welche Auswirkungen die falsche/schlechte Ernährung, zu viel Stress und zu wenig Schlaf auf die Haut haben. Einiges weiß man, da es in den letzten Jahren immer wieder Thema in den diversen Zeitungen/Zeitschriften war und noch heute ist. Aber viele kleinere Hinweise und Tipps waren für mich neu und dadurch auch hilfreich.

Sie kommt natürlich auch zu den Themen, was schön macht (Cremes, Serum & Co, Naturkosmetik vs. konventionelle Kosmetik usw.) und was die Haut wirklich braucht, was hilft und was nicht. Dabei bleibt sie in ihren Erläuterungen neutral und sie hat (was ich sehr gut fand) keinerlei Produktwerbung, keine Markennennung oder Bevorzugung von bestimmten Anwendungen eingebaut.

Zum Schluss gibt sie Tipps, was man möglichst vermeiden sollte, um weitere Hautschädigungen zu vermeiden und dadurch den Alterungsprozess etwas zu verlangsamen. Es ist ein gelungenes Buch, dass dem Leser die Augen öffnet für sein größtes Organ und wie er es gesund und schön halten kann.

Wer noch mehr dazu wissen will, kann sich am Ende des Buches auf eine große Auflistung von Literatur freuen.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Kein Teil der Welt

Kein Teil der Welt
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Das Buch ist einfach und ohne große Schnörkel geschrieben. Manche empfinden es sogar als ein Jugendbuch. Es lässt sich auf jeden Fall gut lesen und man wird mit jeder Seite mehr in den Sog von dem Leben ...

Das Buch ist einfach und ohne große Schnörkel geschrieben. Manche empfinden es sogar als ein Jugendbuch. Es lässt sich auf jeden Fall gut lesen und man wird mit jeder Seite mehr in den Sog von dem Leben der Zeugen Jehovas hineingezogen. Je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto mehr öffnen sich die Türen zu einer anderen Welt.

Einer Welt an der man bisher so nicht teilgenommen hat. Die Ansichten und Vorhersehungen der Sonderpioniere, die ständige Alarmbereitschaft und die damit verbundenen Ängste der Zeugen Jehovas wirkten manchmal verstörend. Die ständigen Treffen, das Auswendiglernen der Texte, die wiederholten Überprüfungen und die stete Kontrolle waren für mich befremdlich und riefen direkt eine gewisse Ablehnung hervor. Das sehr eingeschränkte und fremdbestimmte Leben bescherte mir beim Lesen eine Gänsehaut. Man konnte mit jeder Seite mehr, den Widerwillen und den Aufstand von Sulamith verstehen. Ihre Fragen, die nur wenig bis gar nicht beantwortet werden. Das Reflektieren und Hinterfragen, welches nicht erwünscht ist und wird sogar teilweise bestraft. Immer mehr bröckelt die Fassade von einzelnen Gemeinschaftsmitgliedern und nachdem Esther feststeltt, dass sie belogen wurde, wird auch sie misstrauisch und fängt an sich aufzulehnen.

Da die Autorin selbst ein Teil der Gemeinschaft war, gehe ich davon aus, dass sie sehr nah an der Realität diese Geschichte geschrieben hat. Das Buch fesselt und lässt den Leser "hinter die Kulissen" der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas schauen und dabei den Blick über seinen eigenen Tellerrand hinaus erweitern und schärfen.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Aktuelle Themen in einem spannenden Krimi verpackt

Nachtblau der See
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Gabriela Kasperski hat einen spannenden und sehr verzweigten Krimi geschrieben. Ich hatte am Anfang meine Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Es lag nicht an ihrem Schreibstil, denn dieser war ...


Gabriela Kasperski hat einen spannenden und sehr verzweigten Krimi geschrieben. Ich hatte am Anfang meine Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Es lag nicht an ihrem Schreibstil, denn dieser war sehr gut, sondern eher am fehlenden Vorwissen. Es ist bereits der fünfte Fall von Schnyder und Meier und für mich war es eben erst der erste Fall. Dadurch kannte ich die privaten Verflechtungen nicht so gut und konnte manche Reaktion von seitens der Hauptcaharaktere nicht immer so gut nachvollziehen.

Trotzdem hat mir der Krimi, welcher in der Schweiz bei Schloss Greifensee spielt, gut gefallen. Die Autorin hat viele aktuelle Themen aufgegriffen und diese in eine spannende und teilweise doch recht nachdenkliche Geschichte gepackt. Die Theaterwelt mal aus der Perspektive der Darsteller, die Intrigen, die Gier und das Ausnutzen von Macht, die Ängste und der starke Konkurrenzkampf. Bei so mancher Szene wurde man an die Fälle von Harvey Weinstein und der #MeToo Bewegung erinnert. Auch der Instagram-Wahnsinn und das Mobbing im Internet wurden in diese Geschichte integriert.

Zudem gab es auch zwischen Schnyder und Meier einen privaten Machtkampf. Beide haben zur gleichen Zeit die Möglichkeit beruflich aufzusteigen bzw. sich weiterzuentwickeln. Dies bedeutet aber mehr Zeit und Aufmerksamkeit für den Job aufzubringen und somit weniger Zeit für die Familie und die drei Kinder zu haben. Wer steckt zurück? Wer ist jetzt dran? Was bedeutet eigentlich Gleichstellung?

Diese Themen und natürlich auch der Tod der Hauptdarstellerin (eine Influencerin) sorgen für einen gelungenen Krimi, der viele Wendungen und Verstrickungen bereit hält.

Man muss sich etwas konzentrieren, um den Faden und somit den Überblick nicht zu verlieren, aber es lohnt sich. Man wird sehr gut unterhalten. Für mich definitiv eine Serie, die man im Auge behalten sollte.

Veröffentlicht am 11.10.2019

Van Veeteren und Barbarotti in einem Fall

Der Verein der Linkshänder
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Hakan Nesser ist nicht ohne Grund einer der besten schwedischen Krimiautoren.

Klug gestrickte Geschichten, die der Psychologie und der Philosophie einen großen Raum lassen und trotzdem (oder gerade ...

Hakan Nesser ist nicht ohne Grund einer der besten schwedischen Krimiautoren.

Klug gestrickte Geschichten, die der Psychologie und der Philosophie einen großen Raum lassen und trotzdem (oder gerade deshalb) spannend und interessant sind. Seine Hauptcharaktere duften sich stets über Jahre weiterentwickeln.

Van Veeteren ist nun schon 75 Jahre und schon lange in Krimirente, doch nun darf er noch mal ran. Eine ganz alte Geschichte, die ihn nicht loslässt. Und Barbarotti, der auch nicht mehr so junge Inspektor aus einer anderen Nesser-Reihe wird in diesem Buch ebenfalls seinen Einsatz haben. Ein Traum für Nesser-Fans, dass er seine zwei Ermittler in eine Geschichte packt.

Van Veeteren muss in diesem Fall feststellen, dass er den falschen Mörder, vor vielen Jahren, ermittelt hat, denn der Mörder wurde nun gefunden. Als Leiche. Doch auch diese liegt genauso lang schon in der Erde wie die anderen vier Toten. Wer hat den Verein der Linkshänder ausgelöscht? Und warum stirbt jetzt nach vielen Jahren ein weiterer Mensch? Während Van Veeteren den Drang hat, dass Rätsel zu lösen, um seinen Fehler von damals zu beseitigen, muss Inspektor Barbarotti den aktuellen Fall lösen.

Die Krimis sind eher ruhig und langsam. Sie entwickeln sich über viele Seiten und durch viele kleine unvorhersehbare Wendungen schafft Nesser die Spannung zu halten. Wilde Schießereien und Gemetzel wird man nicht finden, dafür kluge Herleitungen und interessante Charaktere, die die Geschichte und das Leben der beiden Ermittler beeinflussen.

Dietmar Bär liest die Geschichte sehr gut und mit seiner warmen und tiefen Stimme passt er gut zu der Geschichte.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Es lohnt sich immer einen Roman von Poschenrieder zu lesen

Der unsichtbare Roman
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Christoph Poschenrieders Bücher zu lesen, macht einfach Spaß, da sie gut geschrieben sind. Man fliegt durch die Seiten und die Geschichte wächst und wächst. Es ist immer ein Augenzwinkern dabei und dieser ...

Christoph Poschenrieders Bücher zu lesen, macht einfach Spaß, da sie gut geschrieben sind. Man fliegt durch die Seiten und die Geschichte wächst und wächst. Es ist immer ein Augenzwinkern dabei und dieser feine leise Humor schafft es, dass man selbst schwere Thema leichter erträgt. In diesem Buch erzählt er die Geschichte von Gustav Meyrink und der Diskussion, wer am ersten Weltkrieg Schuld war bzw. wem man diese Schuld zuschieben kann. Meyrink weiß zunächst nicht so richtig, was er von diesem Angebot, welches vom Auswärtigen Amt kam, halten soll. Doch das Honorar war einfach zu gut, um es nicht doch anzunehmen. Jedoch hat Meyrink seinen eigenen Widerwillen gegen diese Auftragsarbeit unterschätzt und vertrödelt seine Zeit, verprasst seinen Vorschuss und hält das Auswärtige Amt mit fadenscheinigen Antworten auf Abstand. Die Geschichte wird immer wieder mit Recherchenotizen und Archivbelegen von Christoph Poschrieder untermauert und weitererzählt. Über Meyrinks Vorgehen und seine Gedankengänge musste ich ab und an schmunzeln, wie er sich windet, um seinen Auftrag, den Freimaurern die Schuld zuzuschieben, nicht aufschreiben zu müssen. Denn bewiesen ist nichts und die Angst seinen Ruf zu schädigen ist groß. Es ist eine wahre Geschichte, die der Autor, in einen anschaulichen und unterhaltsamen Roman verpackt hat. Das Thema ist interessant und man erhält Einblicke in die damalige Politik und deren Vorgehen und Denkweise