Erzähl mir was Schönes!
Erzähl´ mir was SchönesEin sehr trauriges Thema, das jedoch mit einem lockeren Einstieg beginnt. Die todkranke Isabella und ihre beste Freundin Julia verbringen einen(letzten gemeinsamen Urlaub. Doch die Idylle trügt und Isabella ...
Ein sehr trauriges Thema, das jedoch mit einem lockeren Einstieg beginnt. Die todkranke Isabella und ihre beste Freundin Julia verbringen einen(letzten gemeinsamen Urlaub. Doch die Idylle trügt und Isabella verschweigt wie schlimm es wirklich um sie steht. Aber es gelingt ihr letztendlich nicht, ihren Zustand durch ihre gewohnte Fröhlichkeit zu überdecken. Das Wissen um eine Krankheit und das Erleben selbiger sind jedoch zwei verschiedene Dinge – so begreift auch Julia sehr rasch, dass bald nichts mehr so sein wird, wie es war. Und hinter allem schwellt ein Geheimnis, das nicht ans Licht kommen sollte….
Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Es ist nicht nur ein reines „ich trauere um dich“-Buch, sondern es geht viel tiefer. Durch Isabelles Tod wird Julia gezwungen sich auch mit sich selbst, ihren Leben, ihren Wünschen und ihren Vorstellungen auseinander zu setzten. Nicht alles ist angenehm, aber nur dadurch erfährt sie, was sie wirklich möchte – und setzt es auch (endlich) um. Natürlich kommt es auch hierbei zu Verwirrungen, aufgrund falscher Annahmen – noch eine weitere wichtige Botschaft: „redet miteinander!“.
Sehr berührt hat mich der Aspekt, dass man Totkranke nicht vor positiven Dingen, die einem widerfahren, schützen muss. Im Gegenteil, durch die Annahme, sie dadurch zu verletzten grenzt man sie noch mehr aus. Und dabei ist es noch das einzige bisschen Normalität, das sie haben – also: „Erzähl mir etwas Schönes“
Ein berührendes Buch, abseits vom Klischee, das ich weiterempfehlen kann!