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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2019

Poppys Leben mit dem Onkelmann

Poppy
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Inhalt:

Poppy lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einem heruntergekommenen Stadtviertel. Ihre Mutter schlägt sich mehr schlecht als recht mit einer Putzstelle durchs Leben. Sie fühlt sich jedoch ...

Inhalt:

Poppy lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einem heruntergekommenen Stadtviertel. Ihre Mutter schlägt sich mehr schlecht als recht mit einer Putzstelle durchs Leben. Sie fühlt sich jedoch zu einem besseren Leben berufen. Als sie eines Tages die Chance erhält, bei dem 62-jährigen Pick-up einzuziehen, greift sie begeistert zu. Zusammen mit ihrer damals 6 jährigen Tochter zieht sie in seine Villa und genießt fortan ein Leben im Luxus. Wie es ihrer Tochter dabei ergeht, interessiert sie in keinster Weise. Das Mädchen wird fortwährend von seinem Stiefvater missbraucht und hat niemand,dem sie sich anvertrauen kann.

Meine Meinung:

Ich kenne die Autorin bereits aus mehreren Büchern und bin jedes Mal aufs Neue von ihrem offenen und schonungslosen Schreibstil begeistert. Erneut nimmt sie sich eines Themas an, was in unserer Gesellschaft oft unter den Teppich gekehrt wird. Sie tut dies mit sehr viel Fingerspitzengefühl und vermittelt trotzdem die ganze Grausamkeit dieser Geschichte. Meine Gefühle beim Lesen wechselten ständig zwischen Gänsehaut und Fassungslosigkeit über so viel Ignoranz durch das Umfeld des kleinen Mädchens.

Eine zusätzliche Brisanz erhält die Geschichte dadurch, dass es sich um einen Tatsachenroman handelt. Ich bewundere die Protagonistin sehr dafür, dass sie den Mut gehabt hat, ihre Geschichte zu erzählen. Ebenso die Autorin für die Wiedergabe derselben, was ja auch einen hohen emotionalen Einsatz bedeutet.

Fazit:

Beim Lesen dieser Geschichte habe ich eine Achterbahn der Gefühle erlebt, sie wird mich noch eine Weile begleiten. Von mir gibt es fünf sehr verdiente Sterne.

Veröffentlicht am 28.11.2019

Eine Insel für das ganze Leben

Sehnsucht nach St. Kilda
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Inhalt übernommen:

St Kilda ,1930.

Nach einem harten Winter stehen die letzten Bewohner der einsamsten und abgelegensten Insel Großbritanniens vor einer dramatischen Entscheidung. Unter ihnen befindet ...

Inhalt übernommen:

St Kilda ,1930.

Nach einem harten Winter stehen die letzten Bewohner der einsamsten und abgelegensten Insel Großbritanniens vor einer dramatischen Entscheidung. Unter ihnen befindet sich auch die kleine Annie, die nicht ahnt, dass die Welt, wie sie sich kennt, bald für immer verschwinden wird.

Viele Jahrzehnte später betritt Annies Enkelin Rachel das erste Mal die Insel, die einst die Heimat ihrer Großmutter war. Eigentlich hatte sie ihren schottischen Wurzeln für immer abgeschworen, doch ihre Situation als allein erziehende Mutter zwingt sie dazu, sich neu zu orientieren – ein Schritt, der ihr Leben verändern wird...

Meine Meinung:

Auf eine sehr emotionale und bewegende Weise erzählt die Autorin in wechselnden Zeitsprüngen eine außergewöhnliche Familien – und Liebesgeschichte. Die Protagonisten Annie und Rachel, sowie Rachels Sohn Sam waren mir auf Anhieb sehr sympathisch.

Im Nachhinein gesehen weiß ich gar nicht, welcher Teil mir am besten gefallen hat, der historische oder der jetzige. Man vermag sich in der heutigen Zeit überhaupt nicht vorzustellen, mit welchen Problemen und Sorgen, die Menschen damals zu kämpfen hatten.neben den außergewöhnlichen Liebesgeschichten, war es auch die faszinierende Landschaft dieser außergewöhnlichen Insel, die auf sehr gekonnte Weise transportiert wurde.Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen, es hat mich, vor allen Dingen am Ende, sehr bewegt.



Fazit:

Von mir eine Leseempfehlung, verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 22.11.2019

Spannende Fortsetzung

Das Ritual des Wassers
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Inhalt übernommen:

Der zweite Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken. Die Tote hängt an den Füßen an einem Ast. An einer historischen Kultstätte im Baskenland. Und sie war schwanger. Für Inspector ...

Inhalt übernommen:

Der zweite Fall für Inspector Ayala, genannt Kraken. Die Tote hängt an den Füßen an einem Ast. An einer historischen Kultstätte im Baskenland. Und sie war schwanger. Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe Annabel wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem keltischen Opfer-Ritual, ertränkt in einem historischen Wasserkessel. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Jemand scheint Menschen zu töten, die bald Mutter oder Vater werden. Kraken nimmt zusammen mit seiner Kollegin Estíbaliz die Ermittlungen auf. Er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger – und das Kind könnte von ihm sein.

Meine Meinung:

Wie schon im ersten Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen habe, beginnt die Geschichte sehr spannend. Inspektor Ayala (Kraken) ist nach seinem schweren Angriff immer noch krankgeschrieben,er hat noch nicht gelernt ,wieder zu sprechen. Nach diesem Mordfall hält ihn jedoch nichts zurück und er unterstützt die Polizei bei ihren Ermittlungen. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass er, durch eine Geschichte aus seiner Jugend, in den Fall involviert ist.
Die Geschichte ist voller Verwicklungen, so dass ich ständig wieder neue Verdächtige im Visier hatte. Auch im Privatleben von Ayala und Alba gibt es immer wieder neue Konflikte.
Neben der eigentlichen Krimihandlung erfuhr man auch sehr viel interessantes über keltische Gebräuche und über frühere Kulturen. Die schöne Landschaft Spaniens wurde ebenfalls gut beschrieben.
Da ich die Protagonisten schon aus dem vorigen Buch gut kannte, konnte ich mich schnell mit den vielen Personen zurechtfinden. Obwohl es eine abgeschlossene Geschichte ist, finde ich es ratsam, zuvor den ersten Band zu lesen.

Fazit:
Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit gelesen, weil ich es kaum aus den Händen legen konnte. Voller Vorfreude warte ich auf Bd. 3. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Dunkle Machenschaften in der JVA

Seelentot
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Inhalt übernommen:

In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: ...

Inhalt übernommen:

In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen.....

Meine Meinung:

Es ist bereits der zweite Fall um die sympathische Gefängnisärztin Eva Hansen und beinahe noch spannender als Band1.Die Protagonistin ist eine Frau mit Herz und Verstand, die sich, ohne an ihre eigene Sicherheit zu denken, in Dinge einmischt, die ihr nicht richtig erscheinen.Von Seiten der Gefängnisleitung und des restlichen Personals, wird das nicht immer geschätzt,was Eva jedoch nicht beeinflusst.Ihrer Hartnäckigkeit und der gründlichen Ermittlung von Kommissar Lars Brüggemann und seiner Kollegin Aleksandra Jovic ist es zu verdanken ,dass der Fall Stück für Stück aufgeklärt wird.

Es hat mir gut gefallen, dass man auch wieder einiges aus dem Privatleben von Eva erfährt, obwohl es dort immer noch einige Geheimnisse gibt.

Fazit:

Erneut ist es der Autorin gelungen, einen Krimi zu schreiben, der fast ohne Blutvergießen auskommt und trotzdem nichts an Spannung vermissen lässt.Da nicht alle Fragen zum Schluss beantwortet wurden, bin ich voller Vorfreude auf Bd. 3.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Ein sehr ungewöhnlicher Kriminalroman

Drei
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Inhalt übernommen:
Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen ...

Inhalt übernommen:
Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit. Aber auch er weiß nicht alles über sie.

Orna, frisch geschiedene Mutter eines zehnjährigen Jungen, meldet sich auf einer Online-Dating-Plattform an, auch wenn sich das Flirten mit anderen Männern noch sehr fremd anfühlt. Emilia ist fremd in Israel. Als der alte Mann, den sie pflegt, stirbt, muss die Lettin wieder bei null anfangen. Und wendet sich an den Sohn der Familie um Rat. Ella braucht dringend Pause von ihren drei kleinen Kindern. Zum Beispiel eine Zigarettenpause im Café mit einem sympathischen Unbekannten. Wie gefährlich die Sehnsucht nach Liebe und Nähe sein kann – ein atemberaubender Roman über drei unvergessliche Frauen und einen Mann, den sie am besten nie kennengelernt hätten.

Meine Meinung:

Es ist bestimmt der ungewöhnlichste Roman den ich seit langem gelesen habe und der mich außerordentlich fasziniert hat. Im Mittelpunkt stehen drei Frauen, denen jeweils ein Abschnitt gewidmet ist. Auf eine unaufgeregte und dennoch sehr neugierig machende Art, stellt der Autor sie vor. Obwohl sie einen völlig verschiedenen Hintergrund haben, treffen sie alle den gleichen Mann, den Rechtsanwalt Gil. Während man über die Frauen und ihr Leben sehr viel erfährt, bleibt Gil unauffällig im Hintergrund und dennoch ist er ständig präsent, seine Gedankengänge und Motive bleiben jedoch bis zum Schluss unbekannt.
Während in den ersten beiden Abschnitten der Schreibstil ziemlich identisch ist, bedient sich der Autor im letzten Abschnitt einer völlig anderen Schreibweise, die mich erst etwas irritiert hat, welche jedoch im Nachgang betrachtet,sehr sinnvoll ist.

Fazit:

Ein Buch, was mich von Anfang bis Ende nicht losgelassen hat.