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Veröffentlicht am 15.12.2019

Eine besondere Liebesgeschichte

Kissing Lessons
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Mich hat Kissing Lessons vor allem wegen der Thematik angesprochen. Ich habe nämlich noch kein Buch gelesen, in dem die Hauptperson Asperger-Autistin ist und finde, dass es viel mehr solcher Bücher geben ...

Mich hat Kissing Lessons vor allem wegen der Thematik angesprochen. Ich habe nämlich noch kein Buch gelesen, in dem die Hauptperson Asperger-Autistin ist und finde, dass es viel mehr solcher Bücher geben sollte.
Stella als Hauptperson habe ich sehr gemocht. Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist ihr Innenleben zu beschreiben, sodass man ihre Gedanken problemlos nachvollziehen kann - selbst wenn man bisher kaum mit dem Thema Asperger-Autismus in Berührung gekommen ist. Außerdem finde ich es toll, dass sie eine bodenständige beruflich erfolgreiche und wohlhabende Frau ist, weil es in Büchern meistens umgekehrt ist und der Mann der Vermögendere ist. Hier ist es umgekehrt, was frischen Wind in das Genre bringt.
In Michael habe ich mich schnell verliebt, weil er ein so gutes Herz besitzt und ein sehr offener Mensch ist. Er besitzt viele Facetten und vor allem seine Familiengeschichte macht ihn interessant und verleiht ihm Tiefe. Ich habe es sehr spannend gefunden mehr über seine Hintergründe zu erfahren, da diese nur schrittweise aufgedeckt werden.
Die Beziehung zwischen ihm und Stella wird so wie es für Stella passend ist langsam beschrieben. Es ist einfach schön zu sehen, wie sie sich langsam näherkommen und echte Gefühle füreinander entwickeln. Die Autorin beschreibt jeden Schritt in der Beziehung als etwas besonderes und mit so viel Feingefühl, dass man komplett verloren in der Geschichte geht und sie ein realistisches Tempo besitzt. Ich habe es sehr genossen wieder eine Liebesgeschichte zu lesen, die sich nicht zu schnell entwickelt.
Ich muss zugeben, dass ich nicht mit so vielen körperlichen Szenen gerechnet habe, aber in Kissing Lessons haben sie mich nicht gestört. Sie passen nämlich einfach, zeigen Stellas Entwicklung und stehen vor allem nicht im Fokus der Beziehung. Zwischen Michael und Stella baut sich nämlich auch eine emotionale Nähe auf.
Sowohl Stella als auch Michael entwickeln sich während dem Buch weiter. Durch die Beziehung werden sie stärker und selbstbewusster. Zwar leiden beide, vor allem Stella an Ängsten und Zweifeln, aber bis zum Ende hin schaffen sie es diese zu überwinden. In dem Buch siegt wörtlich die Liebe.
Neben Stellas Asperger-Autismus werden in dem Buch zudem weitere nachdenkliche Themen behandelt, wie z.B. Klassenunterschiede oder der Gesundheitszustand von Michaels Mutter. Dadurch erhält Kissing Lessons viele Facetten und bietet mehr als nur eine Liebesgeschichte.

Fazit: Mitreißend, voller Gefühl und authentischer Charaktere - Kissing Lessons bietet etwas Neues in dem Genre und eine Geschichte, bei der man möchte, dass sie nie endet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2019

Voller Spannung

Follow Me Back
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Follow me back erinnert zunächst an eine typische Wattpad-Fanfiction. Man lernt Tessa als Fangirl kennen, deren Leben sich hauptsächlich um den Sänger Eric Thorn dreht. Ihre Angststörung verpasst ihr jedoch ...

Follow me back erinnert zunächst an eine typische Wattpad-Fanfiction. Man lernt Tessa als Fangirl kennen, deren Leben sich hauptsächlich um den Sänger Eric Thorn dreht. Ihre Angststörung verpasst ihr jedoch auch einen ernsten Charakter. So gibt es mehr Szenen zwischen Tessa und ihrer Therapeuten als ihr und ihrer Mutter. Obwohl Tessas Leben sich hauptsächlich um Eric Thorn dreht und man einige damit zusammenhängende Dinge befremdlich finden kann, baut man einen Draht zu ihr auf. Tessa war mir sympatisch und der Autorin gelingt es ihr Innenleben gut darzustellen. Zudem beweist sie im Verlauf der Geschichte viel Stärke und zeigt gleichzeitig, dass sie kein kopfloses Fangirl, sondern viel mehr ist. Ich finde sie als Charakter sehr interessant und die Idee mit der Angststörung toll, da man dadurch auch auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam macht und sie der Geschichte mehr Tiefe verleiht. Eric wirkt zu Beginn der Geschichte etwas schwierig, weil er eine negative Meinung zu seinen Fans hat und diese ziemlich direkt ausspricht. Gleichzeitig besitzt aber auch er wie Tessa Tiefgründigkeit, da er genauso wie sie an Ängsten leidet. Ihm macht das Berühmtsein zu schaffen und das stellt A. V. Geiger plausibel dar. Auf jeden Fall wirken beide Hauptpersonen authentisch. Vor allem, weil sie nicht perfekt sind und beide ihre Schwächen und Stärken besitzen.
Das Buch beginnt mit einem Vernehmungsprotokoll der Polizei, was sofort für Spannung sorgt, denn man möchte wissen, was es damit auf sich hat. Diese Protokolle ziehen sich durch das ganze Buch, wodurch die Geschichte an immer mehr Spannung gewinnt. Die Entwicklung von Erics und Tessas Beziehung wird auch immer nervenaufreibender dargestellt. Anfangs wirkt alles noch harmlos und es ist schön zu sehen, wie viel Kraft Tessas Worte Eric geben, der sich einsam fühlt. Als Gefühle dazu kommen, wird es jedoch ernster und man merkt, dass die Geschichte eigentlich nicht mehr gut ausgehen kann. Das deuten auch die Polizeiprotokolle an.
Der letzte Teil des Buchs ist so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Hier entwickelt sich die Geschichte nämlich zu einem gefährlichen Kammerspiel und man weiß nicht, wer gut oder böse ist. Gleichzeitig erfährt man dann auch endlich mehr über Tessas Vergangenheit. Das Ende hat es nochmals in sich und nach diesem möchte man am liebsten sofort den zweiten Teil lesen.
Somit kann ich Follow me back jedem empfehlen, denn man taucht beim Lesen komplett in die Geschichte ein und kann kaum damit aufhören, zu lesen.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einigen Überraschungen.

Veröffentlicht am 09.10.2019

Einzigartig und voller Gefühl

The Light in Us
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The Light in Us gehört zu meinen Jahreshighlights und liefert eine emotionale und einzigartige Geschichte, die unter die Haut geht. Charlotte war mir von Beginn an sympatisch. Sie besitzt ein riesiges ...

The Light in Us gehört zu meinen Jahreshighlights und liefert eine emotionale und einzigartige Geschichte, die unter die Haut geht. Charlotte war mir von Beginn an sympatisch. Sie besitzt ein riesiges Herz und arbeitet hart, um sich ihr Leben in New York finanzieren zu können. Auch wenn sie von einer tragischen Sache gezeichnet ist, die Grund dafür ist, dass sie ihr Ziel Geigerin zu werden, nicht mehr verfolgt. Noah ist zu Beginn alles andere als nett zu ihr. Jedoch kann man ihm seine üblen Worte nicht böse nehmen, weil man weiß, dass er einfach nur Probleme damit hat, sein Schicksal anzunehmen.
Sowohl er als auch Charlotte durchlaufen eine Entwicklung während der Geschichte. Während Noah lernt sein Schicksal anzunehmen, wird Charlotte selbstbewusster. Besonders gut an The Light in Us gefällt mir, dass sich die Geschichte langsam entwickelt, sodass die Autorin vor allem Noah Zeit dafür gibt, sich zu öffnen. Dadurch wirkt nichts an der Handlung überstürzt oder entwickelt sich zu schnell. Stattdessen liefert sie ein realistisches Tempo.
Emma Scott ist zudem eine Meisterin darin, Emotionen zu übertragen. Schon von Beginn an überwältigen einen die Gefühle, die sie transportiert. Als die Liebesgeschichte zwischen Charlotte und Noah beginnt, werden die Emotionen sogar noch stärker und man fühlt komplett mit den beiden mit.
An Spannung fehlt es The Light in Us auch nicht. Man möchte immer weiterlesen, da die Autorin gekonnt mit Wendungen arbeitet. Ich habe das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen und es hat für lange Nächte gesorgt. Bis zum Ende bleibt die Spannung vorhanden und man sieht, wie die Liebe zwischen Charlotte und Noah stärker wird. Eine weitere Sache, die ich an dem Buch toll finde ist, dass die Autorin im Gegensatz zu manch anderen New Adult-Autorinnen nicht mit übertriebenem Drama arbeitet, sondern alles auf einer realistischen und annehmbaren Ebene bleibt. Wie gesagt bleibt aber dennoch Spannung vorhanden, da Emma Scott mit einzigartigen und passenden Überlegungen punktet, ohne etwas zu überstürzen.
Somit kann ich The Light in Us jedem empfehlen, denn das Buch steckt nicht nur voller Emotionen, sondern bringt durch einzigartige Ideen auch einen frischen Wind in das New Adult-Genre.

Fazit: Eine einzigartige Geschichte voller Gefühl. Definitiv eins meiner Jahreshighlights!

Veröffentlicht am 20.09.2019

Lesenswert

Tote Mädchen lügen nicht
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Sicher hat jeder von dem Hype mitbekommen, den die Netflix-Serie Tote Mädchen lügen nicht, die auf dem Buch basiert vor zwei Jahren ausgelöst hat. Auch ich habe sie nach Erscheinen angeschaut und mich ...

Sicher hat jeder von dem Hype mitbekommen, den die Netflix-Serie Tote Mädchen lügen nicht, die auf dem Buch basiert vor zwei Jahren ausgelöst hat. Auch ich habe sie nach Erscheinen angeschaut und mich hat keine Serie so aufgewühlt wie die erste Staffel dieser. Meistens konnte ich nur eine Folge am Stück anschauen, weil ich den Inhalt von jeder erst einmal verarbeiten musste. Jetzt habe ich es auch endlich geschafft das Buch zu lesen und auch wenn mich das weniger als die Serie mitgenommen hat, hat es sich dennoch gelohnt es zu lesen.
Clay hört sich alle Kassetten innerhalb einer Nacht an und besucht dabei die Orte, die Hannah erwähnt. Manchmal begegnet er auch weiteren Personen wie zum Beispiel seinem Mitschüler Tony, wodurch die Geschichte nicht komplett in der erdrückenden Welt von Hannahs Kassetten untergeht, sondern auch immer wieder Zeit zum Atmen lässt. Dafür sorgen auch Clay Gedanken, die sehr glaubwürdig dargestellt werden. Genauso wie seine Gefühle, die man selbst spürt. Somit wird Clay als Charakter sehr gut dargestellt und ich mochte ihn, weil er Einsicht und Mitgefühl zeigt.
Hannahs Geschichte steht dennoch im Fokus und diese wird mit dem richtigen Einfühlvermögen erzählt. Die dreizehn Kassetten zeigen wie aus einer scheinbar kleinen Sache eine immer größer Werdende wird. Die Kettenreaktion der Ereignisse wirkt realistisch und ebenfalls glaubwürdig wird die Veränderung von Hannahs Gefühlsleben gezeigt. Immerhin tritt der Gedanke an Suizid erst nach bestimmter Zeit auf und selbst diesen begegnet sie anfangs noch mit Distanz.
Darüber ob die Dinge, die ihr angetan werden auch in der Realität in der Fülle eintreten könnten, lässt sich streiten. Ebenfalls darüber ob die Geschichte das ernste Thema Suizid glorifiziert und zu Nachahmern führt. Ich persönlich sehe zwar eine Gefahr in dem damaligen Hype und finde das Buch ungeeignet für Betroffene, aber bin der Meinung, dass man die Geschichte von ihrer Botschaft aus betrachten sollte. In dem Buch geht es nämlich nicht allein um die Frage, inwieweit Clay Schuld an Hannahs Tod trägt, sondern darum welche Folgen scheinbar harmlose Gemeinheiten oder Mobbing in der Schule haben können. Sicher erlebt jeder eine andere Schulzeit, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Themen, die in dem Buch angesprochen werden durchaus zum Alltag an Schulen gehören. Dinge wie die Hot oder Not-Liste, Lügen, Ausgrenzung und offene Gemeinheiten... all das findet statt und die meisten Jugendlichen sind sich nicht über die Konsequenzen ihrer Handlungen bewusst. Dass schon kleine Dinge oder nur ein Wort, die Psyche eines Menschen belasten können, vor allem wenn sich diese ansammeln und man auch nicht in der Familie den nötigen Halt findet, zeigt Tote Mädchen lügen nicht. Es öffnet sicher einigen die Augen und vielleicht schafft es das Buch Jugendliche zum Umdenken zu bewegen und dafür zu sorgen, dass man achtsamer miteinander umgeht. Ich denke, dass es Jay Asher darum ging, als er sich dafür entschieden hat, Hannahs Geschichte zu schreiben.
Genau diese Botschaft schafft er es auch zu vermitteln, da hier ohne zu verschönigen direkt gezeigt wird, was solche Probleme in der Schule bewirken können. Vor allem das Ende finde ich sehr gut gelungen, weil es nach all den erdrückenden Seiten Hoffnung verspricht. Nicht in Bezug auf Hannah, sondern auf ehemalige Täter oder ahnungslose Mitschüler wie Clay, die sich den Konsequenzen von Lügereien und Ausgrenzung nicht bewusst sind. Somit regt Tote Mädchen lügen nicht zum Nach- und hoffentlich Umdenken an und sorgt dafür, dass sich Leser bewusster über ihre Handlungen werden.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das ohne zu Verschönigen die Folgen von Mobbing zeigt.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Eine gelungene Fortsetzung

Flying High
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Die folgende Rezension enthält Spoiler zu Falling Fast. Falling Fast konnte mich begeistern und ich habe nicht erwartet, dass das Buch so enden würde. Nach dem Ende musste ich sofort den zweiten Teil lesen ...

Die folgende Rezension enthält Spoiler zu Falling Fast. Falling Fast konnte mich begeistern und ich habe nicht erwartet, dass das Buch so enden würde. Nach dem Ende musste ich sofort den zweiten Teil lesen und glücklicherweise hat mir Flying High genauso gut wie der erste Band gefallen.
Flying High knüpft direkt an das Ende von Falling Fast an und beginnt somit voller Spannung. Diese Spannung zieht sich durch das gesamte Buch, weil man im Gegensatz zum ersten Band nun mehr über Hailees Hintergründe und Chase' Familiensitutaion weiß. Während im ersten Teil eine Sommerromanze erzählt wurde, bei der man nicht wusste wie sie endet, ist Flying High aufgrund der ernsten Themen ernüchternder. Die Liebesgeschichte von Hailee und Chase steht nicht mehr im Fokus, sondern Hailees Gesundheit. Das finde ich sehr gut, weil dadurch gezeigt wird, dass Liebe allein nicht ausreicht, um einen Menschen zu retten. Der geplante Suizid bleibt nicht ohne Konsequenzen und ich finde, dass Hailees Situation sehr authentisch dargestellt wird. Es geht um ihren Kampf zurück ins Leben und das Erkennen und Akzeptieren davon, dass es Menschen gibt, die sie lieben. Man merkt, dass sich Bianca Iosivoni genau überlegt hat, wie sie ihren Weg beschreibt und es gelingt ihr diesen sehr realitätsnah zu schildern. Flying High ist kein Märchen, in dem am Ende alles gut wird, sondern zeigt das echte Leben und das ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn man sich in Hailees Gedankenwelt befindet und das erleben musste, das sie mitmachen musste.
Ich muss zugeben, dass es für mich nicht einfach gewesen ist Flying High zu lesen, weil mir der Inhalt sehr nah geht und beim Lesen vieles hochgekommen ist. Normalerweise habe ich kein Problem damit, wenn schwierige Themen in Büchern behandeln werden, selbst wenn ich einen Bezug dazu habe. Ich denke, bei diesem Buch liegt der Unterschied darin, dass ich trotz Trigger-Warnung nicht mit dem Ende in Falling Fast gerechnet habe und ich mit diesem Schock erst einmal umgehen musste. Aus irgendeinem Grund habe ich die ganze Zeit vermutet, dass sich die Warnung zum Thema Suizid auf eine Nebenperson beziehen würde und Hailee stattdessen an einer unheilbaren Krankheit leidet und aus diesem Grund den Sommer lang mutig sein möchte. In Flying High wird schließlich Hailees Gesundheit und Gedankenwelt thematisiert und darauf war ich nicht stark genug vorbereitet, weil ich mir keine Pause nach dem Lesen von Falling Fast genommen habe. Die Tatsache, dass mich bestimmte Szenen so aufgewühlt haben, zeigt aber, wie gut Bianca Iosivoni es gelungen ist, Hailees Situation zu schildern. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und sie sehr gut verstehen. In Bezug darauf wirkt meiner Meinung nach auch nichts aufgesetzt, sondern realistisch.
In Flying High wird Hailees Familiensituation auch stärker thematisiert und es wird deutlich, wie schwierig diese ist. Die Beziehung zu Hailees Eltern wird meiner Meinung nach gut dargestellt. Hailee hat sich allein gelassen und fast schon ungeliebt gefühlt, was ihren Entschluss bekräftigte. Genauso schwierig ist es aber auch für ihre Eltern. Ich finde es schön, wie die Autorin mit dem richtigen Einfühlvermögen die Probleme und langsame Annäherung beschreibt und dadurch Hoffnung vermittelt. Mir ging das sehr nah, weil es den Konflikt beider Parteien verständlich macht und dennoch einen Weg aus diesem zeigt.
Wie bereits erwähnt steht Hailees und Chase' Liebesgeschichte hier nicht mehr im Fokus. Erst gegen Ende wird sie wieder thematisiert, was ich persönlich gut finde, weil das am Realistischsten und Gesündesten für Hailees Entwicklung ist. Auch wenn hier keine unzähligen romantischen Szenen wie in Falling Fast zu finden sind, bleibt die Chemie zwischen beiden erhalten. Die Szenen, die es gibt, stecken nämlich voll so viel Liebe und Gefühl, dass man gar nicht mehr braucht. Ich habe mich hier noch mehr in die beiden als im ersten Teil verliebt.
Chase ist toll. Das ist er wirklich und ich glaube, wenn alle Jungs so denken würden wie er, wäre die Welt etwas besser. Er unterstützt Hailee, akzeptiert ihre Entscheidungen und drängt sie zu nichts.
Genauso toll wie er sind Hailees Freunde aus Fairwood, die genauso verständnisvoll mit Hailee umgehen. Sie verurteilen Hailee nicht, sondern sind für sie da und das hat mein Herz erfüllt, weil dadurch Hailee gezeigt bekommt, dass es Menschen gibt, denen sie nicht egal ist. In der Realität gibt es zwar leider viele Menschen, die nicht so herzlich und offen mit so einer Situation umgehen würden, aber ich finde es schön, dass die Personen in dem Buch es tun. Dadurch gelingt es der Autorin nämlich Hoffnung zu vermitteln und genau das brauchen Menschen, die sich in Hailees Situation befinden. Somit hilft ihre Geschichte dem Leser nicht nur dabei mutig zu werden, sondern auch dabei den Glauben zu finden, dass es irgendwann besser werden kann und es Menschen gibt, denen man wichtig ist. Selbst, wenn das im Moment nicht so scheint.
Das Ende gefällt mir sehr gut und hat nochmals meine Erwartungen übertroffen. Es ist kein kitschiges Happy-End, in dem alles gut und vergessen ist. Es ist realistisch, weil es zeigt, dass das echte Leben nicht plötzlich frei von Problemen ist. Dennoch ist es ein schönes Ende, das Hailee und Chase verdient haben und Hoffnung vermittelt. Ich hätte mir kein Besseres für die Dulogie vorstellen können.
Abschließend kann ich sagen, dass Hailees Geschichte mich sehr mitgenommen hat und zu den besten Büchern gehört, die ich gelesen habe. Es war nicht immer einfach, aber dafür umso echter. Die Themen, die behandelt werden sind wichtig und werden mit dem richtigen Einfühlvermögen behandelt. Die Charaktere haben sich alle in mein Herz geschlichen und die Bücher beinhalten neben den traurigen auch viele wunderschöne Szenen, die ich nicht mehr vergessen werde. Genauso wie die schönen Momente des echten Lebens, die neben den Schwierigen bestehen. Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel mir Hailees Geschichte bedeutet und kann zum Schluss nur sagen, dass ich unendlich froh darüber bin, dass sich Bianca Iosivoni dafür entschieden hat, ihre Geschichte zu erzählen.

Fazit: Eine gelungene realistische Fortsetzung, die genauso gut wie der erste Teil ist. Flying High vermittelt Hoffnung, steckt voller wichtigen Themen und macht gleichzeitig auch Mut.