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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2016

Abgefahren!

Die Prinzessin, die ihre Eltern tötete
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Das Buch handelt von Sarah, die rechtmäßige Königin von Untes ist, aber um ihren Thron betrogen wurde. Um sich zu rächen, sucht sie mit ihrem treuen Freund Thomas Lord Dargk auf, der ihr dabei helfen soll ...

Das Buch handelt von Sarah, die rechtmäßige Königin von Untes ist, aber um ihren Thron betrogen wurde. Um sich zu rächen, sucht sie mit ihrem treuen Freund Thomas Lord Dargk auf, der ihr dabei helfen soll ihr Königreich zurückzugewinnen. Dabei muss sie sich allerdings mit schmerzhaften Dingen konfrontieren lassen und ihre Vergangenheit wird aufgerollt, während sie in ganz anderen Dimensionen dieser Galaxie weilt...

Der Klappentext verrät wirklich nicht viel vom Inhalt, was ihn umso spannender macht. Der Schreibstil gefiel mir schon von Anfang an sehr gut und es liest sich sehr angenehm. An einigen Stellen baut sich die Spannung merklich auf, flacht zwischendurch allerdings ab, was die Geschichte jedoch nicht langweilig erscheinen lässt. Inmitten der Geschichte tritt eine überraschende Wendung auf, die das alles noch mal in eine ganz andere Welt lenkt und ich finde diese daraus resultierende Mischung aus Fantasy und Science-Fiction sehr interessant und einmalig, auch wenn es ab und zu in das Absurde abdriftet. Sowas habe ich wirklich noch nie gelesen, und obwohl ich Sciene-Fiction nicht mag, gefiel mir dies trotzdem.

Die Charaktere - vor allem Sarah - sind oft anstrengend und nerven durch ihr albernes Verhalten, aber man gewöhnt sich an die Art und dann ist es nicht mehr so störend.

Recht häufig kommen Sex-Szenen vor, die teilweise ziemlich detailliert beschrieben sind. In einigen Situationen sind sie gut eingebaut worden, aber in den meisten wirken sie störend und man hätte sie auch weglassen können.

Das oft irrationale Verhalten der Personen macht die Geschichte ziemlich lustig und an vielen Stellen amüsiert man sich.

Das Buch ist ziemlich vielseitig und vermischt viele Aspekte aus komplett verschiedenen Genres miteinander, allerdings passt die Bezeichnung Dark Fantasy nicht ganz dazu und daher ist es für Fantasyfans nicht so geeignet.

Veröffentlicht am 10.12.2016

Besser als der Film!

Die Auserwählten - Im Labyrinth
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Ein Junge ohne Gedächtnis, eine misteriöse Lichtung umgeben von einem riesigen Labyrinth. Fragen über Fragen. Werden sie fliehen können und das Geheimnis lüften?

Nachdem ich den Film spontan geschaut ...

Ein Junge ohne Gedächtnis, eine misteriöse Lichtung umgeben von einem riesigen Labyrinth. Fragen über Fragen. Werden sie fliehen können und das Geheimnis lüften?

Nachdem ich den Film spontan geschaut hatte, und ihn schon ganz gut fand, wollte ich mir mal die Bücher durchlesen, weil ich mir dadurch erhofft habe, noch etwas mehr über Wicked/Angst zu erfahren. Der Film lässt ja noch einiges im Dunkeln, sodass vieles sehr rätselhaft bleibt.Das Buch hat mir mehr gefallen als der Film und ja es gibt teilweise viele Unterschiede. Das Buch ist meiner Meinung nach spannender und auch komplexer, besonders was das Lösen des Rätsels dort komplexer ist und man auch erst einmal auf die Idee kommen muss. Die Figuren fand ich im Buch gut beschrieben und interessant, aber irgendwie sind die Jungs dort aggressiver drauf und benehmen sich unsympathisch - bis auf Teresa - die ich schlagfertiger und stärker wirkt - Thomas und Newt - finde ich die Darstellung im Film wesentlich besser, weil sie da nicht alle so genervt und aggressiv rumlaufen. Der Schreibstil ist okay, aber so wirklich anfreunden konnte ich mich damit nicht. Er wirkt auf mich so grob und unangenehm zum Lesen, deswegen gibt es einen halben Stern Abzug. Sonst aber ein klasse Buch. Vor allem die Geheimnisse von Wicked/Angst und die Rolle der Lichter fesselt mich sehr und ich kann es kaum erwarten mehr darüber zu erfahren!

Veröffentlicht am 10.12.2016

Das Böse lauert in dir drinnen...

Der Weltenbezwinger
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Viele Jahre nach dem Tod König Kalidors, wähnen sich Königin Grace und König Shawn mit ihren zwei Kindern und dem Ungeborenen in Sicherheit und genießen den Frieden. Doch schon bald wird sich dies ändern. ...

Viele Jahre nach dem Tod König Kalidors, wähnen sich Königin Grace und König Shawn mit ihren zwei Kindern und dem Ungeborenen in Sicherheit und genießen den Frieden. Doch schon bald wird sich dies ändern. Nachdem Grace mit ihren Kindern Necom und Anastasia nach Romanic (ihr Haus in der anderen Welt) gelangen und sich in ihrer Welt amüsieren wird ihr bei einem Überfall der Weltenring abgenommen. Nur der oder das Sonnenamulett haben die Fähigkeit sie zurück in die andere Welt zu bringen. Zudem erkranken sie noch an einem mysteriösen Fieber, der sie langsam aber sicher töten wird... Währenddessen hat sich Shawn der dunklen Feste des verstorbenen König Kalidors angenommen, die eine dunkle Aura zu umgeben scheint. Während er versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, bricht eine uralte dunkle Macht über ihn aus und befällt nicht nur ihn, sondern auch andere, die ihm als Handlanger und Mittel zum Zweck dienen, um seine Macht auszuweiten. Kann Shawn gerettet werden? Und was geschieht mit Grace und ihren Kindern?



Man findet leicht in die Geschichte rein und es werden zu Anfang Rückblicke in die Vergangenheit gegeben, damit man auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben, gut mit der Geschichte mithalten kann. Das ist ziemlich hilfreich. Desweiteren ist die Ausdrucksweise der Zeit angemessen und es liest sich flüssig und sehr angenehm. Was mir dazu aufgefallen, aber mehr nebensächlich ist, das Buch liegt erstaunlich leicht in der Hand, obwohl es gut 380 dicht beschriebene Seiten besitzt. Der Verlauf der Geschichte wird abwechselnd von verschiedenen Protagonisten erzählt. Meist von Grace und Shawn, aber ab und zu erzählen eben auch andere Magiegestalten interessante Fakten über ihre Vergangenheit, die sich gut eingliedern und mehr über Entwicklung von der Welt, in der sie leben,zeigen. Die Spannung baut sich im Laufe der Geschichte auf und ballt sich dem Ende entgegen immer mehr auf. Sehr schön fand ich, dass nicht nur Entwicklungen in der Tybay-Welt stattfinden, sondern auch in der Welt von Grace. Vor allem das Ende lässt so einige Fragen offen, und zwar in beiden Welten. Absolut empfehlenswert für Fantasy-Begeisterte!

Veröffentlicht am 10.12.2016

Schön geschriebene Abenteuer-/Fantasyreise mit schwachen Charakteren!

Endrik
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Endrik, ein junger Bauernsohn findet eines Nachts einen riesigen, blau leuchtenden Stein, der ihn magisch anzuziehen scheint. Kurz darauf wird er von der Kirche gejagt, seine Eltern brutal getötet und ...

Endrik, ein junger Bauernsohn findet eines Nachts einen riesigen, blau leuchtenden Stein, der ihn magisch anzuziehen scheint. Kurz darauf wird er von der Kirche gejagt, seine Eltern brutal getötet und ehe er sich versieht, ist er mit einer hübschen, jungen Diebin auf einer Reise, die Antworten und Licht ins Dunkel bringen soll. Immer im Nacken die hartnäckigen Verfolger der machtbesessenen Kirche. Wird Endrik seine Aufgabe meistern können? Was hat es mit den besonderen Steinen, den Sapalen auf sich?

Stärken:

- Das Cover sieht sehr hübsch aus, in der Mitte ein anschauliches Beispiel eines Sapals mit einem Jungen darin, gehalten von zwei Händen. Alles drumherum ist in schlichtes Schwarz gehüllt.

- Die Karte zur Übersicht finde ich persönlich sehr hilfreich, um sich die Orte besser vorstellen und sich orientieren zu können..

- Inhaltlich gefällt mir das Einbringen der Kirche, der Assassinen und der Monarchie, sowie die Machtspielchen besonders gut. Das vieles auch noch in altem, mittelalterlichem Stil gehalten ist und auch an geschichtlichen Gegebenheiten anknüpft - obwohl es natürlich eine Fantasy-Geschichte ist - macht alles spannender, weil sie z.B. tagelang reiten müssen, um größere Distanzen zu überbrücken, das wiederum bietet viele Angriffsmöglichkeiten. Auch Kampfszenen kommen nicht zu kurz. Besonders brillant finde ich die Idee rund um die Sapale und die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

- Der Schreibstil liest sich gut, auch wenn er einige Schwächen hat.



Schwächen:

- Die Charaktere werden leider nur wenig beschrieben und wenn dann auch nur oberflächlich. Sodass eine gewisse Distanz entsteht und es einem als Leser erschwert sich in die Personen einzufühlen. Dazu fand ich es merkwürdig, dass Endrik sich so wenige Fragen zu den Geschehnissen stellt und nicht misstrauisch ist.

- Der Schreibstil: Es finden sich innerhalb einer Situation viele Absätze, die evt. den Lesefluss stören könnten - auch wenn mich das nicht im Geringsten gestört hat - aber ich habe bemerkt das es vielen anderen so erging. Was mich jedoch gestört hat, ist das öfters Frage- und Aussagesätze , getrennt durch Komata in einem Satz auftauchen. Dadurch wird das flüssige Lesen doch beeinträchtigt.

- Am Ende war ich etwas enttäuscht, weil ich mir mehr Spannung und Action vorgestellt habe und es dann doch relativ langweilig auseinanderging.

- Die Beziehung bzw. die Gefühle zwischen Endrik und Fleur kommen für mich zu abrupt und ohne eine vorangehende Entwicklung, was ich etwas schade finde.



Das Buch und die Idee an sich sind ganz interessant und besitzen eine solides Spannungslevel, auch wenn es einige Schwachstellen gibt. Die Fantasy-Elemente kommen auch nicht zu kurz. Freue mich schon auf den nächsten Teil ;)

Veröffentlicht am 06.12.2016

Wunderschön berührende Geschichte mit leichten Schwächen!

Was uns bleibt ist jetzt
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Du musst dich entscheiden: Möchtest du im Jetzt leben und die Zukunft erleben können oder für immer der Vergangenheit hinterherhängen?

Nach dem Jam scheinbar ihre große Liebe Reeve endgültig verloren ...

Du musst dich entscheiden: Möchtest du im Jetzt leben und die Zukunft erleben können oder für immer der Vergangenheit hinterherhängen?

Nach dem Jam scheinbar ihre große Liebe Reeve endgültig verloren hat, bricht sie in ihrem Leben völlig zusammen, verkriecht sich in ihrem Zimmer und lässt sich auf niemanden mehr ein. Als letzten Ausweg schicken ihre Eltern sie auf das Internat Wooden Barn, was sich spezialisiert hat auf ,,Emotional fragile, hochintelligente Teenager". Dort trifft sie auf vier weitere Jugendliche, die ähnliche individuelle traumatische Dinge durchgemacht haben wie sie, in einer speziellen Klasse, die sich ,,Ausgewählte Themen der Literaturgeschichte" nennt. Allein schon die Anzahl der Schüler ist recht merkwürdig, dazu erhalten sie je ein Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken aufschreiben sollen. Doch anstatt gezwungenermaßen irgendwelche Gefühle niederzuschreiben, gelangen sie in ihre persönliche Vergangenheit vor dem Ereignis, welches ihr Leben für immer veränderte und alles was sie sich wünschen ist wieder da, allerdings nur in dieser Welt, die das Tagebuch ermöglicht. Jeder muss sich mit seinen Erfahrungen auseinandersetzen und sich am Ende entscheiden: Für das Jetzt/die Zukunft oder die Vergangenheit?

Der Klappentext klingt wirklich sehr einladend und ich war anfangs sehr gespannt und neugierig auf das Buch. Der Titel passt wirklich sehr gut zur Geschichte und klingt zudem sehr mysteriös ;) die Protagonisten waren mir alle sympathisch und die Geschehnisse schön strukturiert und passend angeordnet. Jam ist die Ich-Erzählerin und durch Rückblicke erhält man als Leser nach und nach Informationen über das schlimme Ereignis aus ihrem Leben. Das Buch hält so einige überraschende Wendungen parat, die man als Leser nicht kommen sieht. Es ist tatsächlich so, dass sich die Wahrheit Jams Verstand entzieht, auch wenn sie sie tief in ihrem Herzen kennt. Dadurch erfährt der Leser auch erst am Ende was wirklich geschehen ist. An vielen Stellen, vor allem im letzten Viertel haben mich die Ereignisse zu Tränen gerührt. Schönes Jugendbuch!

Nun zu den wenigen Kritiken. Obwohl Jams Situation im Klappentext als ,,intensiv wie nie zuvor" dargestellt wird und alles so dramatisiert wird, fehlten mir die intensiven Gefühle zwischen Jame und Reeve. Meiner Meinung nach wurde das zu oberflächlich behandelt, da ich mir zumindest mehr vorgestellt habe. So eine wirklich schlimme Liebeskummergeschichte. Da wurde ich leider etwas enttäuscht, da diese Liebe auch mehr von Jam herbeigewünscht und nicht so ganz real war - zumindest aus Reeves Sicht. In diesem Zusammenhang hat mir auch die Entwicklung der Liebe zwischen Jam und Griffin gefehlt. Auf einmal mochten sie sich, ohne das zuvor etwas in der Richtung geschehen ist. Das erschient mir nicht sehr realistisch. Dann fand ich das Auftauchen von André auch eher unrealistisch und das abrupte Happy-End in Bezug zu Sierra, wirkte wie gezwungen - auch wenn mich das sehr beruhigt hat, weil die Vorstellung, dass Sierra für immer dort gefangen wäre, für mich schrecklich war.

Insgesamt wiegen die emotionalen Momente, die weniger emotionalen Momente ganz gut auf, weswegen ich diesem Buch doch gerne 4,5 Sterne gebe.