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Veröffentlicht am 13.02.2020

Einfach zu zäh...

Alles Glück kommt nie
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Das Cover ist leider nicht wirklich etwas spektakuläres, es zeigt einen roten Hintergrund und weisse Tauben, also nichts, was jetzt besonders wäre und man sieht den ersten Teil der Geschichte "Zusammen ...

Das Cover ist leider nicht wirklich etwas spektakuläres, es zeigt einen roten Hintergrund und weisse Tauben, also nichts, was jetzt besonders wäre und man sieht den ersten Teil der Geschichte "Zusammen ist man weniger allein" auf dem Cover als Cover im Cover. Wirkt aber alles nicht so wirklich passend, also kein wirkliches Coverhighlight.
Charles ist an sich ein glücklicher Mann, wenn man ihn so von aussen betrachtet, er hat eine nette Frau, aber das Paar liebt sich nicht mehr, bleibt aber wegen der gemeinsamem Tochter zusammen. Charles´ Lebensweise wird ziemlich umfangreich beschrieben und erst nach und nach wird klar, wer Anouk ist, aber man muss sich auch einiges zusammenreimen, damit man dann ein bisschen der Geschichte auf die Spur kommt. Ohne jetzt zu viel spoilern zu wollen, Anouk war mal ein wichtiger Teil im Leben von Charles und zeigt den Protagonisten von einer ganz anderen Seite, die ihn näher an den Leser bringt. Aber auch das ist dann etwas zäh verteilt und kommt nur in Bruchstücken an den Leser.
Anna Gavalda baut in dem Buch auf den ersten Teil "Zusammen ist man weniger allein" auf, also sollte das Buch definitiv vorher gelesen werden, weil sonst ist man komplett verwirrt und versteht einiges in der Geschichte einfach nicht.
Anna Gavalda ist eine Meisterin, wenn es um wirklich sehr spitze Dialoge und eine tolle Erzählweise geht, aber leider war dieses Buch nicht eins ihrer Meisterwerke. Es zog sich doch sehr bis endlich der "Aha-Moment" kam und man die Geschichte geniessen konnte, da war aber schon die Hälfte des Buches weg. Und leider lässt das Buch dann im letzten Drittel nochmal nach und wirkt irgendwie nicht mehr so wirklich tiefgehend, es traf zumindest nicht den Nerv, den Anna Gavalda sonst ansprechen kann.
Zugegeben, der erste Teil des Buch ist wirklich ein Kampf, man überlegt immer wieder, das Buch abzubrechen, weil man irgendwie nicht auf einen wirklichen Nenner mit der Autorin kommt und ich teilweise fragt, was die Dialoge sollen, der rote Faden ist erst danach wirklich klar. Aber wenn man sich durch diese Seiten kämpft, ist es ein wirklich solides Buch mit einer schönen Sprache und schönen Momenten.

Fazit:
Charles und Anouk, zwei Menschen, die das Herzstück des Buches bilden, dabei aber teilweise durch das ganze Umschreiben etwas verschwinden und das ist schade, weil gerade das macht das Buch aus und auch die Geschichte um die Beiden ist wirklich nett, aber immer wieder merkt man, dass Anna Gavalda sich immer wieder in Nebenschauplätze verliert.
Das Buch ist sicher für Leser etwas, die sich gerne komplett auf ein Buch einlassen, aber auch diese sollten dann kein komplettes Highlight erwarten. Anna Gavalda schreibt an sich wirklich gut, konnte aber die Idee des Buches nicht so wirklich komplett umsetzen, was schade ist, weil der erste Teil der Geschichte "Zusammen ist man weniger allein" ist wirklich ein grossartiges Buch. Definitiv sollte man den ersten Teil der Geschichte kennen, sonst wirkt das Buch auf einen eher verwirrend.

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Veröffentlicht am 19.12.2019

Eher ein Roman statt ein Krimi...

Verhängnisvolle Provence (Hannah Richter 3)
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Das Cover ist sehr schön gemacht, man sieht die Lavendelfelder der Provence und das schaut schon fast zu ruhig für einen Krimi aus. Nur der Himmel kann man als unheilvoll bezeichnen.
In Köln wird ein Franzose ...

Das Cover ist sehr schön gemacht, man sieht die Lavendelfelder der Provence und das schaut schon fast zu ruhig für einen Krimi aus. Nur der Himmel kann man als unheilvoll bezeichnen.
In Köln wird ein Franzose ermordet aufgefunden, der in Provence für einen Naturkosmetikhersteller gearbeitet hat und dieser Mord führt Hannah Richter für weitere Ermittlungen in die Provence, doch dort stellen sich neue Ermittlungsansätze heraus...
Kommissarin Hanna Richter nimmt in der Geschichte sehr viel Platz ein, man lernt sie als Leser sehr gut kennen, nicht nur beruflich sondern auch privat, aber leider rückt dadurch der eigentliche Mordfall in den Hintergrund. Natürlich ist sie eine sehr umfangreich angelegte Kommissarin, aber gerade das macht den Krimi eher nicht besser oder spannender.
An sich ist der Spannungsbogen für einen Krimi nicht vorhanden, das macht das Lesen etwas langweilig und fad.
Der Schreibstil von Sandra Åslund ist sehr ruhig, er hat eine sehr ruhige Art, aber die französischen Redewendungen (die im Anhang dann erklärt werden) unterbrechen den Lesefluss doch sehr, weil man immer wieder nachschlagen muss, wenn man dem Französischen nicht mächtig ist.
Sandra Åslund beschreibt auch die Landschaft, das Essen und auch die Beziehungen rund um Hannah Richter sehr detailreich, was sehr von dem eigentlichen Mordfall ablenkt, der Fokus ist irgendwie verrückt von dem Fall auf Nebenschauplätze. Natürlich merkt man auch beim Lesen, dass da viel im Hintergrund recherchiert wurde, was die Landschaft und auch das Thema Naturkosmetik angeht, aber diese Einflüsse lenken doch sehr von dem Mord ab.
Man kann die Geschichte nicht unbedingt als Krimi sehen sondern eher als französischer Roman mit einem Verbrechensanteil, weil ein echter Krimi ist anders aufgestellt.

Fazit:
Die Geschichte rund um die Kommissarin Hannah Richter ist gut recherchiert, gerade was die Landschaft und die Tricks in der Naturkosmetik angeht, aber es baut sich keine echte Spannung auf, weil einfach zu viele Nebenschauplätze in den Fokus rücken und das ist dann schon etwas schade und lässt das Buch eher wie einen Roman wirken.

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Veröffentlicht am 28.10.2019

Bilanz eines Lebens?!

Der Manndecker
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Das Cover ist nun nicht gerade ein Highlight, es zeigt einen kleinen Jungen mit Fussball im Arm, ein Bild, was wohl tausendfach in vielen Fotoalben oder in Fotorahmen hängt, die verschiedenfarbige Schrift ...

Das Cover ist nun nicht gerade ein Highlight, es zeigt einen kleinen Jungen mit Fussball im Arm, ein Bild, was wohl tausendfach in vielen Fotoalben oder in Fotorahmen hängt, die verschiedenfarbige Schrift des Buchtitels und des Autors machen einen nicht wirklich neugierig, höchstens, wenn man Fussball liebt oder das Buch einen durch Zufall findet.
Achim Flessenkemper steht kurz vor seinem 50. Geburtstag, aber bekommt sein Leben nicht auf die Reihe, nicht nur, dass er extrem trinkt, er ist auch menschlich weder als Ehemann noch als Vater wirklich zu gebrauchen. Er versinkt eher im Selbstmitleid, tourt als Comedian mit "Der Manndecker" durch die Lande, aber verdient dabei eher nichts. Doch dann bekommt er ein Angebot von BVB und Julia tritt in sein Leben, kann er sich noch ändern?
Der Schreibstil von Jörg Menke-Peitzmeyer ist an sich gut zu lesen, aber er fesselt einen nicht, die Geschichte plätschert eher vor sich hin, zwar sind die Kapitel kurz, aber es gibt eben einige unterhaltsame Kapitel und welche, bei denen man denkt, irgendwie kommt man nicht voran.
Achim ist als Protagonist etwas blass, man wird sehr schwer warm mit ihm und es dauert, bis man wirklich versteht, was ihn so zu einem Trunkenbold und Zecker gemacht hat.
Negativ fällt auch auf, dass im Layout die kurzen Kapitel teilweise mit wenigen Sätzen auf einer neuen Seite enden und so die halbe Seite leer bleibt und das ist schon etwas sehr auffallend in dem Buch.

Fazit:
"Der Manndecker" ist leichte Unterhaltung für zwischendurch, aber auch nicht für jeden geeignet. Die Geschichte zieht sich sehr und es gibt auch keinen wirklichen Sog in die Geschichte, es ist auch sehr flach in der Spannung und nicht wirklich überraschend. Für Fussballfans sicher etwas, auch für Menschen, die mal etwas anderes lesen wollen, aber sonst wirklich eher schwach und etwas enttäuschend.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Nett, aber das war es dann auch...

Ohne meinen Mann wär ich glücklich verheiratet
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Das Cover ist sehr witzig gemacht, sehr knallige und auffallende Farben, es schaut so aus wie ein Pärchen, dass sich nach Jahren immer weniger zu sagen hat, er nimmt zu und sie will kommunikativ sein, ...

Das Cover ist sehr witzig gemacht, sehr knallige und auffallende Farben, es schaut so aus wie ein Pärchen, dass sich nach Jahren immer weniger zu sagen hat, er nimmt zu und sie will kommunikativ sein, aber das klappt nicht wirklich.
Das Buch teilt sich in viele verschiedene Geschichte, alle etwas anders und alle etwas schräg und witzig, aber manchmal hat man auch Längen in den Geschichten, die etwas schade sind. Man kann die Geschichten unabhängig voneinander lesen.
Der Schreibstil von Monika Bittl ist wirklich sehr locker zu lesen, sie schreibt mit viel Witz und schreibt einen kurzweiligen Roman, der viel über die Ehe erzählt. Monika Bittl wirft einen psychologischen Blick auf die Protagonisten, der echt weit in den normalen Ehealltag reicht.
Das Buch fängt sehr humorvoll an, aber leider ist es dann immer weniger, leider zieht es sich auch an einigen Stellen, daher kann man das leider nicht ganz passen.
An sich ein nettes Buch mit kleinen Geschichten, die teilweise sehr lustig sind, für einen entspannten Leseabend, wenn man mal abschalten möchte, ist das Buch gut geeignet.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Teenager sein ist nicht leicht...

Charlottes Welt
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Das Cover ist total schön gemacht, es passt auch zu dem jugendlichen Alter, auf das das Buch abzielt.
Charlotte ist 13 und sie ist ein Sandwichkind, ihr kleiner Bruder nervt und der grosse Bruder ist ein ...

Das Cover ist total schön gemacht, es passt auch zu dem jugendlichen Alter, auf das das Buch abzielt.
Charlotte ist 13 und sie ist ein Sandwichkind, ihr kleiner Bruder nervt und der grosse Bruder ist ein echter Überflieger in der Schule und so ist Charlotte immer die, die dann schnell ins Hintertreffen gerät, wenn es in der Familie mal rund geht. Dazu kommen dann auch noch die ganzen Unsicherheiten, die man in der Pubertät so hat. Dann kommt da noch die Einladung vom beliebtesten Mädchen der Klasse, aber das macht alles noch schlimmer...
Das Buch ist sehr entspannt und lustig angelegt, Susanne Fröhlich hat echt lustige Einfälle und verpackt das so herrlich normal, dass passt einfach in ein Leben mit einem Teenager. Leider muss man auch sagen, man merkt dem Buch an, dass es schon etwas schon etwas älter ist, die Sprüche sind schon etwas in die Jahre gekommen und das Internet ist noch nicht so das Thema.
Die Altersangabe ist sehr passend, es ist eher ein Buch für Teenager, das muss man schon sagen und so sollte man das auch immer sehen. Susanne Fröhlich versucht immer, sich in die Teenager hineinzuversetzen, aber das gelingt leider nicht immer so ganz.
Der Schreibstil von Susanne Fröhlich ist offen und lustig, sie schreibt alles in einem lockeren Stil und verpackt den normalen Teenagerwahnsinn in einen sehr lustigen Roman, der sich super zum Zwischendurchlesen eignet und bei dem man einfach mal abschalten kann.