Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2020

Hoffnungslos überschätzt

Sweet Sorrow
0

In David Nicholls neuem Roman geht es um die erste Liebe zwischen dem recht unscheinbaren Charlie Lewis und Fran Fisher, die gemeinsam an einer Aufführung von Shakespeares Romeo & Julia mitwirken.
Während ...

In David Nicholls neuem Roman geht es um die erste Liebe zwischen dem recht unscheinbaren Charlie Lewis und Fran Fisher, die gemeinsam an einer Aufführung von Shakespeares Romeo & Julia mitwirken.
Während Charlie aus einer schwierigen familiären Situation kommt, da seine Eltern sich getrennt haben und er bei seinem depressiven Vater lebt, kommt Fran eher aus einer heilen Welt…


Meine Meinung:
Ich bin mit großen Erwartungen in den Roman eingestiegen und war auch erst ganz angetan von dem Setting.
Doch schon nach kurzer Zeit ging mir die ausschweifende und teilweise schwülstige Erzählweise extrem auf den Wecker.
Der Autor walzt jedes Thema bis ins kleinste Detail aus; dies betrifft sowohl uninteressante Details aus dem Leben von Charlie und auch von seinen Eltern als auch das Proben der Shakespeare-Texte.

Ich fand auch die Personen und ihre Entwicklung nicht wirklich nachvollziehbar angelegt.

Weil mich das Buch so gar nicht mitgerissen hat, habe ich erstmal eine Weile Pause gemacht, bevor ich die letzten 200 Seiten gelesen habe. Doch auch das hat meinen Eindruck nicht geändert – im Gegenteil. Ich fand die Darstellung weiterhin extrem langweilig und wenig anregend.


Fazit:
Dieser Roman war so langweilig wie kaum ein Buch, das ich in der letzten Zeit gelesen habe. Den Hype, der um dieses Buch gemacht wird, kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Zieht sich wie Kaugummi

Sinking Ships
0

Carla hat furchtbare Angst vor Wasser und ist kurz vor dem Ertrinken, als sie auf einer Party in den Pool geschubst wird. Ausrechnet Mitchell, Kapitän des Schwimmteams, rettet sie aus dem Wasser und nimmt ...

Carla hat furchtbare Angst vor Wasser und ist kurz vor dem Ertrinken, als sie auf einer Party in den Pool geschubst wird. Ausrechnet Mitchell, Kapitän des Schwimmteams, rettet sie aus dem Wasser und nimmt sich ihrer an. Doch Carla gefällt Mitch nicht, denn er ist ihr viel zu lieb und zu nett.


Meine Meinung:
Die Kapitel des Hörbuchs werden abwechselnd aus Mitchells und Carlas Sicht von einer Sprecherin und einem Sprecher gelesen. Den Sprecher, der Mitchells Teile liest, fand ich von Anfang an – für diese Rolle – unerträglich. Er hat nicht sauber artikuliert und auch durch das Verstellen seiner Stimme bei direkter Rede insgesamt sehr quietschig und sehr unvorteilhaft gelesen. Ihm habe ich wirklich nicht gerne zugehört, auch wenn ich mich gegen Ende des Hörbuchs etwas mehr eingehört hatte. Die Sprecherin hingegen hat ganz gelungen und auch lebendig vorgelesen.

Leider war die Geschichte an sich kein Highlight. Die Handlung war sehr vorhersehbar, weitgehen flach, wie auch die handelnden Personen.
Man erfährt zwar ein wenig über Carlas und Mitchs soziale Unterschiede, aber insgesamt steht doch die Liebesgeschichte und hier z.T. softpornoartige Aspekte im Vordergrund.

Wenn ich das Hörbuch nicht im Rahmen einer Lese- bzw. Hörrunde gehört hätte, hätte ich es sicherlich abgebrochen.


Fazit:
Leider konnte mich das Hörbuch aufgrund der sehr beschränkten Handlung und der unerträglichen Sprechweise des männlichen Sprechers so gar nicht begeistern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2019

War mir zu langatmig und konnte mich daher nicht überzeugen

Wir gegen euch
0

In Björnstadt und dem Nachbarort Hed zählt vor allem Eishockey sowie eine ständige Rivalität auch in anderen Dingen. Als ein Spieler ein Mädchen in Björnstadt vergewaltigt, ist nichts mehr so, wie es war. ...

In Björnstadt und dem Nachbarort Hed zählt vor allem Eishockey sowie eine ständige Rivalität auch in anderen Dingen. Als ein Spieler ein Mädchen in Björnstadt vergewaltigt, ist nichts mehr so, wie es war. Der Sportdirektor versucht dennoch eine Mannschaft aufzubauen und den Verein wieder zum Sieg zu führen.


Meine Meinung:
Der dicke Wälzer umfasst über 500 Seiten, auf denen die Erzählung vor sich hinplätschert. Es gibt zwar dramatische Ereignisse und spannende Eröffnungen, aber diese werden so unspannend erzählt, dass ich mich die ganze Zeit über beim Lesen gelangweilt habe.
Es gibt unzählige Personen aus Björnstadt (und z.T. aus Hed), die in die Erzählung einbezogen werden, und man kann der Entwicklung einzelner Personen nicht immer so gut folgen. Die Perspektiven wechseln teilweise innerhalb von einer Seite zwei- bis dreimal.
Dabei verwendet der Erzähler neben der Gegenwart auch immer wieder sehr unmotiviert zukünftige und vergangene Ereignisse, um sich in nebulösen Andeutungen zu ergehen. Es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen, keine in sich geschlossene Botschaft, keine glaubwürdig angelegten Personen, die sich authentisch und nachvollziehbar entwickeln. Sogar der Eishockey-Sport, um den sich angeblich alles drehen soll, bleibt blass und kommt in der Erzählung nicht richtig zum Zuge.
Ich hatte zwischendurch ganz kurz das Gefühl, dass doch noch etwas Spannendes passieren und der Roman mich vielleicht doch noch packen würde, und bin daher am Ball geblieben. Letztendlich muss ich aber sagen, dass der Roman mich weder emotional noch sonstwie erreicht hat.


Fazit:
Leider bin ich ziemlich enttäuscht von diesem Roman, denn mir gefiel weder die Erzählweise noch habe ich etwas wirklich Nachhaltiges von der Handlung mitnehmen können. Schade! Ich hatte etwas völlig anderes erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2019

Ein Hörbuch ohne Tiefgang

Schäfchenwolkenhimmel
0

Minerva Hübner, genannt Minnie, wird über einen Job auf die Insel ihrer Kindheit, nämlich Föhr, zurückversetzt und soll sich dort für einen Sparten-TV-Sender um eine Fernsehreportage kümmern.
Schnell ...

Minerva Hübner, genannt Minnie, wird über einen Job auf die Insel ihrer Kindheit, nämlich Föhr, zurückversetzt und soll sich dort für einen Sparten-TV-Sender um eine Fernsehreportage kümmern.
Schnell wird sie von alten Gefühlen überwältigt und lernt bei den Interviews für den Fernsehbeitrag auch den einen oder anderen attraktiven Mann kennen.
Zu allem Überfluss ergibt es sich auch noch, dass sie plötzlich ein Lämmchen „an der Backe hat“, das sie mit der Flasche aufziehen soll…


Meine Meinung:
Ich hatte mich eigentlich auf ein schönes entspannendes Hörbuch gefreut, weil ich von der Autorin schon einige sehr nette Bücher gelesen hatte, die auf Sylt spielen.
Leider ging mir die Sprecherin schon nach den ersten Sätzen gehörig auf die Nerven, denn sie liest den Text völlig unnatürlich mit einer viel zu hohen und piepsigen Stimme.

Auch die handelnden Personen bleiben flach, Minnies Motivation ist nicht immer wirklich nachzuvollziehen und die Handlung an sich hat ebenfalls keinen Tiefgang.
Das Lokalkolorit auf Föhr kommt zwar ein bisschen rüber, aber auch davon hatte ich mir mehr versprochen.

Leider hat sich bis zum Ende kein wirklicher Spannungsbogen entwickelt, die Handlung plätscherte einfach so dahin und ich habe mir wirklich gewünscht, ich hätte mit meiner Zeit etwas besseres angefangen.


Fazit:
Leider konnte dieses Hörbuch meine Erwartungen nicht erfüllen, denn es hat mich weder gut unterhalten noch berührt oder bewegt.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Eher schwach - konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine
0

Sarah hat einen Buchladen in einem kleinen US-amerikanischen Ort, in dem alles sehr geruhsam vor sich geht. Da erreicht sie von ihrer Buchhändler-Freundin Sophie aus Paris das Angebot ihre Stellen für ...

Sarah hat einen Buchladen in einem kleinen US-amerikanischen Ort, in dem alles sehr geruhsam vor sich geht. Da erreicht sie von ihrer Buchhändler-Freundin Sophie aus Paris das Angebot ihre Stellen für sechs Monate zu tauschen.
Auch wenn sie ihren Freund Ridge wohl sehr vermissen wird, sagt Sarah Hals über Kopf zu und stürzt sich in das Abenteuer Paris.
Doch der Alltag in der kleinen Buchhandlung an der Seine bettet sie nicht auf Rosen. Der Start ist eher holprig…


Meine Meinung:
Aufgrund des zauberhaft gestalteten Covers und des Klappentextes hatte ich mir von dem Roman einige schöne Lesestunden versprochen.
Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Die Erzählweise ist zwar einigermaßen flüssig, aber die Personen bleiben seltsam blass und vor allem sehr steif. Sarah lässt sich von ihrem „Freund“ Ridge immer wieder vertrösten und hinhalten und steht nicht wirklich auf eigenen Beinen. Ich finde ihre Entwicklung ganz und gar nicht stimmig und sie ist mir als Person auch im Laufe der Handlung nicht sympathisch geworden.

Auch die Entwicklung des Buchladens in Paris wird nicht glaubwürdig gezeichnet. Es gibt immer wieder Schwierigkeiten, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen oder schon immer da waren, und keine stimmigen Ansätze, diese zu lösen.
Die Handlung plätschert vor sich hin und hat leider keinen wirklichen Spannungsbogen.

Gut gefallen hat mir, dass das Flair der französischen Hauptstadt gut rauskommt und zum Beispiel die kulinarischen Köstlichkeiten sehr authentisch beschrieben werden. An einigen Stellen habe ich beim Lesen regelrecht Hunger bekommen und kann total gut nachvollziehen, dass die Franzosen solch einen Wert auf gute Lebensmittel legen.


Fazit:
Leider fand ich die Handlung und die Personen des Romans wenig überzeugend, so dass für mich neben dem schönen Cover leider wenige Punkte auf der Habenseite zu verbuchen sind. Die Lektüre habe ich fast als Zeitverschwendung empfunden…