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Veröffentlicht am 13.01.2025

Stilistisch ein Jugenbuch, inhaltlich eher für Erwachsene - ich tue mich mit der Einordnung schwer...

Crave
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Nach dem Unfalltod ihrer Eltern wird Grace von ihrem Onkel an der Katmere Academy aufgenommen. Das Internat befindet sich mitten im tiefen, verschneiten Alaska und wird von diesem geleitet. Doch die Schüler ...

Nach dem Unfalltod ihrer Eltern wird Grace von ihrem Onkel an der Katmere Academy aufgenommen. Das Internat befindet sich mitten im tiefen, verschneiten Alaska und wird von diesem geleitet. Doch die Schüler an der Academy sind so ganz anders als die Menschen, die Grace normalerweise umgeben. Dabei hat es scheinbar ganz besonders der Bad Boy Jaxon Vega auf Grace abgesehen. Und doch ist Vega das kleinste Problem der jungen Frau. Denn in den Schatten von Katmere lauern viel düstere Geheimnisse und Gefahren...

Aufmerksam geworden auf "Crave" bin ich zunächst durch den Hype auf diversen Social Media Kanälen, wo unter Anderem mit "grossen Gefühlen" und "knisternder Spannung" geworben wurde. Dementsprechend hoch waren anschließend meine Erwartungen an Tracy Wolffs Roman. Ich habe mich unheimlich auf eine knisternde Vampirromance im "Twilight"-Stil gefreut. Leider wurden meine Erwartungen im Verlauf des Buches immer weiter enttäuscht.
Zwar hat "Crave" mit dem ländlichen Setting, mysteriösen Männern und einer schüchternen, naiven und gänzlich normalen Protagonistin definitiv etwas von "Twilight" und die Grundidee recht interessante Ansätze. Ich wurde allerdings so gar nicht mit der Umsetzung warm.

Gleich zu Beginn des Buches ist mir der Schreibstil der Autorin negativ aufgefallen. Immer wieder gab es Aussagen und Passagen, die einfach nur erzwungen humorvoll auf mich wirkten. Hinzu kamen die langen Kapitelüberschriften, die zum Einen ebenfalls seltsam gezwungen wirkten und zum Anderen meiner Meinung nach auch oftmals kaum zum Kapitelinhalt passten. Insgesamt würde ich den Schreibstil der Autorin als jugendlich locker beschreiben - was sich aber nicht ganz mit dem Inhalt des Buches deckt.
Denn die teils expliziten (Gewalt-)szenen würde ich eher dem Erwachsenengenre zuordnen.

Auch inhaltlich konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.
Im Verlauf der Handlung werden einige Klischees vertreten, was mich persönlich nicht weiter gestört hat. Ich fand sie teils vielmehr unterhaltsam.
Deutlich mehr gestört hat mich da deren Verarbeitung im Roman. Als Beispiel der "Bad Boy trifft auf schüchternes Mädchen und verliebt sich"-Trope: In "Crave" war der Beginn dieses Tropes noch recht interessant geschildert. Im weiteren Verlauf konnte ich persönlich aber kaum eine Chemie zwischen den Protagonisten ausmachen. Die Entwicklung ihrer Beziehung wurde durch Wiederholungen immer weiter in die Länge gezogen (allerdings nicht im Stile einer süßen "Slow-Burn"-Romance), bis sie gegen Ende praktisch über dem Leser zusammenbricht. Hätte man den Mittelteil teilweise übersprungen, wäre einem in der Hinsicht höchstwahrscheinlich nicht viel entgangen...

Ich hatte mich eigentlich auf eine packende neue Vampir-Reihe gefreut, werde nach diesem ersten Band jedoch nicht mehr zu den Folgebänden greifen. Obwohl die Grundidee spannend war, haben hier für mich persönlich einfach zu viele Sachen nicht gepasst. Vielleicht findet ja jemand Gefallen daran, der auf der Suche nach einer leichten Vampirromance ist, die man gut zwischendurch und nebenbei lesen kann.
2,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.03.2022

Gerne hätte das Buch 100 Seiten mehr haben können!

Schattenthron 1: Erbin der Dunkelheit
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"Weißt du noch, wie du mich nach meinem Zuhause gefragt hast? (...) Na ja, du bist jetzt mein Zuhause."

Bereits früh vergisst Kaaya alles, was ihr in ihrem bisherigem Leben widerfahren ist. Mittellos ...

"Weißt du noch, wie du mich nach meinem Zuhause gefragt hast? (...) Na ja, du bist jetzt mein Zuhause."

Bereits früh vergisst Kaaya alles, was ihr in ihrem bisherigem Leben widerfahren ist. Mittellos fristet sie ihr Dasein auf der Straße, bis Arian sie eines Tages bei sich aufnimmt. Schon bald entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zwischen ihnen.
Als ein Schattenelf Arians Seele raubt, ist Kaaya bereit, alles dafür zu tun, um Arian zu retten. Und so begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in das Reich der Schatten, wo schockierende Erkenntnisse auf sie warten...

Was für eine wundervolle Gestaltung des Buches! Ich bin vollkommen begeistert, wie viel Mühe hier investiert wurde - gerade die veredelte Ausgabe ist ein echter Hingucker im Buchregal. Das Cover, die glitzernden Elemente, der farbige Buchschnitt, die Klappenbroschur und die Karte sowie eigens angefertigte Playlist im Innenteil passen wunderbar zusammen und machen Einiges her.

Und auch nach den ersten Seiten war ich Feuer und Flamme für das Buch.
Beril Kehribars Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und passt hervorragend zum Genre. Als Leser fliegt man schnell durch die Seiten, ohne über allzu komplizierte Formulierungen oder Verstrickungen zu stolpern.
Die Geschichte um Kaaya und Arian fängt zart und doch packend an und ich habe mich unheimlich auf die weiteren Ereignisse gefreut. Elfen mit magischen Fähigkeiten in Mitten einer Welt voller Menschen, ein wenig Romance, Seelendiebe und Parallelwelten klangen nach einer faszinierenden Mischung. Und auch nach dem Lesen bin ich davon überzeugt, dass die Idee sehr viel Potenzial hat.

Allerdings konnten meine hohen Erwartungen leider nicht ganz erfüllt werden.
Erste Schwierigkeiten machten sich bereits nach den ersten Perspektivwechseln bemerkbar. Grundsätzlich mag ich Abwechslung in dieser Hinsicht - allerdings nicht auf Kosten der Charaktere. Hier waren mir die Wechsel einfach zu viel, sodass ich einfach nicht recht warm mit den Figuren wurde und leider keinen wirklichen Zugang zu ihnen gefunden habe.

Ähnlich erging es mir mit der Geschichte selbst. Bereits kurz nach dem Seelendiebstahl reist Kaaya lange Strecken durch Redon. Diese Reisen werden leider immer nur kurz angerissen, wirkten auf mich eher wie ein Mittel zum Zweck.
Und auch weitere magische Wesen, Charaktere oder Entwicklungen wurden mir häufig viel zu schnell abgehandelt. Manchmal hatte ich den Eindruck, als ob sich an einer Checkliste entlanggehangelt wurde. Denn es gab zweifellos einen roten Faden, eine klare Struktur war immer erkennbar. Allerdings wurden zahlreiche Aspekte nur ganz kurz angerissen, nur um danach nie wieder aufzutauchen oder einen wirklichen Mehrwert für die Geschichte zu bieten.
"Schattenthron" hätte problemlos 100 Seiten mehr vertragen können. Vielleicht hätte die Autorin dann mehr Raum für besagten Tiefgang, der mir so gefehlt hat, zur Verfügung gehabt.

Ich bin mir noch unsicher, ob die Fortsetzung bei mir einziehen wird. Der Cliffhanger war zwar klug gesetzt, konnte mich aber nicht gänzlich catchen.
2,5 - 3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Eher etwas für Zwischendurch

Straßensymphonie
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Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage "Dark Hearts - Spiegel der Seele", die 2019 erschienen ist.

Kat ist am Boden zerstört, als ihr Vater stirbt. Sie fällt in ein tiefes Loch und verliert ihre ...

Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage "Dark Hearts - Spiegel der Seele", die 2019 erschienen ist.

Kat ist am Boden zerstört, als ihr Vater stirbt. Sie fällt in ein tiefes Loch und verliert ihre große Leidenschaft aus den Augen: die Musik. Doch dann begegnet sie Levi und aus anfänglichem Hass aufeinander wird allmählich Zuneigung. Allerdings bringt Levi nicht nur die Musik in Kats Leben zurück. Plötzlich scheint nichts mehr so zu sein, wie es einmal war - denn nach einer schockierenden Entdeckung wird das Leben der jungen Gestaltwandlerin völlig auf den Kopf gestellt.


Das Cover ist wunderschön gestaltet und hat mich sofort angesprochen. Es ist sehr stimmig und mir gefällt vor allem, wie gut die Farben der beiden Bilder aufgegriffen wurden. Zudem finde ich die Anordnung der Schriften sowie die verschiedenen Schriftarten sehr schön. Nach diesem tollen Anblick waren meine Erwartungen dementsprechend hoch, allerdings wurden sie leider ein wenig enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm: flüssig, humorvoll und gut verständlich - vor allem für eher jüngere Leser. Auch die Überschriften der einzelnen Kapitel waren total toll gewählt. Es hat wirklich Spaß gemacht, sie zu lesen.

Der rasche und lustige Einstieg in das Buch fiel mir dementsprechend leicht. Ich hatte Anfangs einen angenehmen Lesefluss und wollte unbedingt weiterlesen. Das hat sich allerdings ganz schnell geändert, sobald die Protagonistin Kat erste Stimmungsschwankungen zeigte. Ich hatte das Gefühl, als könne sie sich gar nicht richtig entscheiden, was sie überhaupt denken oder fühlen sollte. In einem Moment war sie todtraurig, im anderen Moment schon wieder überglücklich. Ihre Emotionen wirkten dadurch leider oft unecht. Mag sein, dass Katzen eher launische Tiere sind - denn Kat kann sich in eine Katze verwandeln - allerdings war mir das ein wenig zu viel des Guten. Ich muss sagen, dass mir Kat ein wenig den Spaß am Buch genommen hat. Sie war unglaublich anstrengend und nervenaufreibend. Und durch ihre naive Art und den ständigen Drang, alles ein wenig ins Lächerliche zu ziehen, hat sie jede aufkommende Spannung zu Nichte gemacht. Dadurch zog sich die Geschichte leider wie Kaugummi, was für mich nur auf Grund der unsympathischen Protagonistin geschah.
Ein wenig haben das die Nebencharaktere wieder gut gemacht. Levi und seine Freunde waren mir direkt sympathisch und blieben sich - im Gegensatz zu Kat - immer selber treu.

Die Geschichte an sich hat mir leider auch nicht besonders zugesagt. Ich fand die Grundidee zwar total interessant, und war nach dem Klappentext und dem Cover auch direkt Feuer und Flamme, allerdings wurden meine Erwartungen, wie bereits erwähnt, eher enttäuscht. Die Gestaltwandler spielen eher eine Nebenrolle im Buch, und das, wo dieses Thema doch - dem Cover nach zu urteilen - eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte: Sie werden eher hintergründig erwähnt und tauchen erst gegen Ende so richtig auf.
Zudem blieben während des Lesens viele Fragen offen und manche Reaktionen für mich persönlich keinesfalls nachvollziehbar. Ich finde, die Autorin ging an manchen Stellen einfach viel zu wenig in die Tiefe. Eigentlich ziemlich schade, denn ihr Schreibstil hat mir recht gut gefallen.


"Dark Hearts - Spiegel der Seele" ist eher eine Geschichte für Zwischendurch und gut als Lückenfüller geeignet. Mehr leider nicht - dafür fehlt dem Buch einiges an Tiefe.
2,5/5 Sternen

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