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Veröffentlicht am 09.01.2020

Ein Buch das zum nachdenken anregt und einiges bewegen kann

Die Glaubenskriegerin
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Die Glaubenskriegerin - Esther Ahmad, Craig Borlase
Ich kämpfte um Allahs Aufmerksamkeit und fand Gottes liebevollen Blick

Inhalt:

Zakhiras Entschluss ist gefallen. Sie meldet sich für den Djihad. Für ...

Die Glaubenskriegerin - Esther Ahmad, Craig Borlase
Ich kämpfte um Allahs Aufmerksamkeit und fand Gottes liebevollen Blick

Inhalt:

Zakhiras Entschluss ist gefallen. Sie meldet sich für den Djihad. Für Allah und den heiligen Koran – die Wahrheit – ist sie bereit, alles einzusetzen, auch ihr Leben. Doch dann erscheint ihr ein fremder Mann in einem Traum, lichtumstrahlt: "Esther, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!" Hätte ein Bote Allahs nicht ihren richtigen Namen gewusst? Was hat es mit dieser seltsamen Botschaft auf sich? Und wie kann sie eine Bibel in ihr Haus schmuggeln, um dem auf den Grund zu gehen? Plötzlich findet sich Zakhira auf einem ganz anderen Weg wieder – und als Verfolgte ihrer eigenen Familie.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch soeben beendet, und wollte nun direkt die Rezension schreiben, da mir so viel im Kopf herum schwirrt zu diesem Buch.

Zuerst einmal habe ich sehr großen Respekt vor Esther, den Weg den sie gegangen ist, muss unheimlich schwer und steinig gewesen sein. Ich empfand sie von Anfang an als sehr starke und in sich ruhende Person, dann wiederum empfand ich sie in einigen Passagen aber auch sehr naiv. Beispiel: Sie flieht mit ihrem Mann und ruft ihren Vater bzw. ihre Mutter an, und erzählt mehr oder weniger was in der Zeit seit dem sie von Zuhause weg ist passiert ist, natürlich in der Hoffnung, das sich ihr Vater geändert hat. Er lädt sie sogar nach Hause ein und sie schöpft Hoffnung. Schon beim lesen dieser Zeilen stellten sich meine Nackenhaare auf und ich dachte mir, trau ihm nicht, vor einiger Zeit wollte er dich töten. Und so in der Art fielen mir 3-4 Passagen auf.

Ein Aspekt in diesem autobiografischen Buch, der mir aber zu schaffen macht, ist der Glaubenseifer. Und genauso erlebe ich die Welt und wünsche mir oft, sie würde sich ändern. Kann nicht einfach jeder so sein wie er möchte und an den „Gott“ glauben an den er will, ohne dafür von jemand anderem verurteilt zu werden? (Ich weiß, Wunschdenken)

Schade finde ich, dass Esther nachdem sie Christin wurde jeden davon überzeugen wollte, selbst auch Christ zu werden, das „Gott“ der bessere Allmächtige sei. Aber ist es nicht genau das, was sie vorher auch vehement vertreten hatte? Das Allah und Mohamed die einzig wahren Allmächtigen sind? Auch das sie zum Schluss schreibt:

Zitat, Seite 327 Epilog
„Ich bin so froh, dass Amiyah in einem Land wie diesem aufwachsen darf, wo sie die Freiheit hat, zu lernen und so zu leben, wie Gott es will. Doch die Versuchungen der Welt sind groß. John und ich wissen, dass wir wie alle christlichen Familien im Westen es nicht als selbstverständlich erachten können, dass unsere Tochter Jesus auch als ihren Herrn anerkennen wird. Kinder müssen unterwiesen werden. Wir müssen ihnen zeigen, wie groß unser Gott ist und welchen Stellenwert er in unserem Leben hat. Wir müssen zusammen beten und als Familie in der Bibel lesen. So wie jedes Kind muss unsere Tochter ausgerüstet werden.“

Da sträubt sich alles in mir, und ich muss sagen, so bewegend ich auch ihren Weg fand und so schrecklich ich ihren Kampf gegen ihre Eltern, gegen ihr Land und gegen ihre Werte fand, umso schlimmer empfinde ich diesen Abschnitt. Er spiegelt für mich teils die Idealvorstellungen ihres Vaters wieder. Er wollte auch, dass seine Tochter den einzigen „Gott“ anbetet, der für ihn richtig ist, auch er sprach von Versuchungen, auch sie sollte unterwiesen werden. Amiyah soll ausgerüstet werden? Nichts anderes hat man mit Esther auch versucht, nur eben mit einer anderen Religion.

Das Cover finde ich hervorragend ausgewählt für diese Geschichte, es spiegelt eine junge Frau wieder, die sicherlich viel auf ihren Schultern tragen muss, trotzdem schaut sie auf und lässt sich nicht unterkriegen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Gradlinig, keine großen Zeitsprünge, wobei ich manchmal eine Zeitangabe oder eine Altersangabe vermisst habe.

Fazit:

Eine Geschichte die mich sprachlos zurücklässt, angesichts so viel Intoleranz verschiedener Kulturen und Religionen gegenüber ( Ganz schlimm fand ich die Stelle, an der Amiyah geschupst wurde) und mit ganz viel Mitgefühl einer Frau gegenüber, die ihren Weg gegangen ist, und für sich einstand, aber auch mit dem ein oder anderen Kopfschüttler eben genau für dieselbe Frau.

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Veröffentlicht am 12.05.2019

Einfühlsame Geschichte

Love Play
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HELENA HUNTING - LOVE PLAY


Inhalt:

Sie war diejenige, in die er sich in der Highschool verliebte.
Sie war immer die Eine für ihn.
Zu dumm, dass er sie gehen ließ!

Die Eishockey-Karriere von Ethan ...

HELENA HUNTING - LOVE PLAY


Inhalt:

Sie war diejenige, in die er sich in der Highschool verliebte.
Sie war immer die Eine für ihn.
Zu dumm, dass er sie gehen ließ!

Die Eishockey-Karriere von Ethan ist auf dem Nullpunkt angekommen, als er in seine Heimatstadt zurückkehren muss - und plötzlich vor seiner alten Liebe Lilah steht. Acht Jahre ist es her, dass er mit ihr Schluss machte (am Telefon!) und sie bis heute doch nicht vergessen konnte. Alte Gefühle flammen auf, und Ethan setzt alles daran, seinen Fehler von damals wiedergutzumachen. Doch Lilah hat gar keine Lust, ihn so leicht davonkommen zu lassen. Sie will nicht nur der Glücksbringer für sein Eishockey sein. Sie will ihr Leben nicht wieder in Scherben sehen. Ethan muss jetzt in das härteste Spiel seines Lebens einsteigen - und es geht um nicht weniger als Lilahs Herz ...

Meine Meinung:

Mit Tiefgang, Humor und Charme erzählt Helena Hunting hier, wie zwei unterschiedliche Menschen, die von Vorurteilen auch nicht ganz frei sind, zueinander finden. Unterhaltsam von Anfang bis Ende, wird hier eine Geschichte erzählt, die es schafft, eine gute Mischung aus Gefühl, ernsten Themen und eine Prise Leichtigkeit gekonnt mit einander zu verbinden.

Die Autorin schafft es mit dieser Geschichte Gefühle und Emotionen mit einander zu verknüpfen, nicht zu Letzt auch durch den flüssigen Schreibstil. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten erzählt. Ich persönlich mag das immer sehr, da man so als Leser immer ein Stückweit im Vorteil ist, da man die Gedanken und Gefühle des anderen mitbekommt.

Fazit:
Eine aufregende Liebesgeschichte mit einem Schuss Dramatik, wobei die Emotionen nicht zu kurz kommen. Eine großartige Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.


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Veröffentlicht am 21.01.2019

Ein Thriller, der hält was er verspricht!

Allein deine Schuld
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Allein deine Schuld - J. C. Lewin

Inhalt
:
Die Sozialarbeiterin Suzanne hat es nicht leicht. Allein erziehend mit einer pubertierenden Tochter, harte Fälle im Job und auch sonst eher zurückhaltend im ...

Allein deine Schuld - J. C. Lewin

Inhalt
:
Die Sozialarbeiterin Suzanne hat es nicht leicht. Allein erziehend mit einer pubertierenden Tochter, harte Fälle im Job und auch sonst eher zurückhaltend im Leben, kommt sie an einen Punkt, nach dem eines ihrer Schützlinge ums Leben kommt, an dem sie nicht mehr weiter kann.

Als dann nach einem Streit dann auch noch ihre Tochter Teigan vermisst wird, hebt das ihre Welt vollends aus den Angeln. Was nun folgt ist ein Spießrutenlauf zwischen der Zeit und der Frage, wer hat mein Kind entführt?

Meine Meinung

Für mich hat die Autorin hier eine Geschichte erzählt, die einen begeistert mitfiebern und rätseln lässt, Spannung bietet und zum Schluss ein erstauntes „Ist nicht wahr?!“ zurück lässt. Grad die Spannungsbögen und der Schreibstil, führen den Leser oftmals hinters Licht.
Die Charaktere sind gut kombiniert, hier hat mir sehr gut die Beziehung des Detektives mit seinem Kind gefallen. Es bringt noch mal eine andere, eine menschliche Komponente dazu. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, die auch sehr gut ausgearbeitet ist.

Fazit:
Mir hat diese Buch außerordentlich gut gefallen, endlich mal wieder ein Thriller, der hält was er verspricht!

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Veröffentlicht am 19.10.2018

Sexratgeber mit Stil

Paula kommt
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„Paula kommt“ von Paula Lambert

Jeder hat doch mal diese eine Frage, die man sich nicht traut zu stellen. Paula Lambert stellt sie in ihrem Buch und beantwortet sie schonungslos ehrlich. So kennt man ...

„Paula kommt“ von Paula Lambert

Jeder hat doch mal diese eine Frage, die man sich nicht traut zu stellen. Paula Lambert stellt sie in ihrem Buch und beantwortet sie schonungslos ehrlich. So kennt man sie aus ihrer TV Sendung. Sie spricht über Sex so wie meine Oma übers Kuchen backen. Herrlich ehrlich und erfrischend ohne Scheu, nimmt sie kein Blatt vor den Mund.

Der Ratgeber ist in unterschiedliche Themen aufgeteilt, alle sind mit Fällen aus ihrer Sendung oder mit Fragen von „echten“ Menschen unterlegt. Sie beantwortet diese mit Charme und Witz. Man denkt, man ist beim Lesen mittendrin in einem witzigen Gespräch mit der besten Freundin.

Angefangen bei harmlosen Basics wie „Ist küssen wichtig?“ bis hin zu dem wirklich „harten“ Thema, Paula hat auf alles eine Antwort.

Das Buch hat Spaß gemacht in vielerlei Hinsicht und man lernt immer noch was dazu.

Demnach von mir eine klare Kaufempfehlung!

Veröffentlicht am 19.10.2018

Ein Debüt, wie es besser nicht sein könnte!

Vier Tage in Kabul
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Vier Tage in Kabul - Die Unterhändlerin - Anna Tell

Ein Debüt, wie es besser nicht sein könnte!

Die schwedische Kriminalkommissarin Amanda Lund ist als Unterhändlerin in Afghanistan stationiert. Dann ...

Vier Tage in Kabul - Die Unterhändlerin - Anna Tell

Ein Debüt, wie es besser nicht sein könnte!

Die schwedische Kriminalkommissarin Amanda Lund ist als Unterhändlerin in Afghanistan stationiert. Dann erhält sie einen neuen Auftrag, zwei hochrangige schwedische Politiker wurden in Kabul entführt und nun liegt es an Amanda die Beiden wieder frei zu bekommen. Jedoch legt ihr die schwedische Botschaft Steine in den Weg, möchten die nicht das etwas öffentlich wird, das lange verschwiegen wurde? Amanda kämpft nicht nur gegen die Zeit sonder auch gegen die Mühlen der Politik um das Leben der beiden Politikern zu retten und bringt sich dabei in höchste Gefahr.

Dies ist der erste Teil um Unterhändlerin Amanda Lund, und wie ich finde ist dies Anna Tell hervorragend gelungen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie aus eigener Erfahrung berichtet. Dies merkt man bei der Ausarbeitung der Geschichte deutlich, was aber nur von Vorteil ist.

Perfekt ausgearbeitete Charaktere, die sich durch die ganze Erzählung ziehen wie ein roter Faden. Gut durchdacht und authentisch beschrieben, leitet Anna Tell ihre Leser durch ein außergewöhnliche Buch.

Es wurde bereits gesagt, aber auch mich erinnert das Cover schon fast an ein Kino Plakat. Den Vergleich finde ich hervorragend und es trifft es auf den Punkt.

Mein Fazit, ein gelungenes tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle und mich auf die Fortsetzung bereits heute freue!