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Veröffentlicht am 25.01.2020

Liebeskrankes Kind auf der Suche nach ihrem Sebastiano - Fail des Jahres für mich

Zeitenzauber - Die goldene Brücke
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Der zweite Band der Tribologie, welcher leider alles andere als mit dem ersten Teil mitfahren kann. Wenn der erste Teil der Anfang einer rasanten Geschichte ist und das Gaspedal beginnt zu drücken, so ...

Der zweite Band der Tribologie, welcher leider alles andere als mit dem ersten Teil mitfahren kann. Wenn der erste Teil der Anfang einer rasanten Geschichte ist und das Gaspedal beginnt zu drücken, so fährt der zweite Teil mit voller Karacho gegen die Wand. Was für ein extrem langgezogenes langweiliges Buch hat die Autorin da abgeliefert.

Anna und Sebastiano befinden sich auf Mission im Jahre 1625. Madame befindet sich seit über einem Jahr mit ihm in einer Beziehung und daheim hat sie gerade Abiturprüfungen. Wenn man betrachtet wie selten dämlich sie im Buch ist, ist sie das Paradebeispiel für die heutige Zeit, wo Abitur echt nichts mit Intelligenz zu tun hat. Nun ist sie so oft wie sie nur kann in Italien oder Paris und sonst wo unterwegs, um Zeit mit ihm zu verbringen oder auch die Zeitreisen durchzuführen. Alle waren jedoch recht einfach und problemlos gewesen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt. Denn nun läuft in Paris alles anders als es sollte.

Sebastiano hat keine Erinnerung an seine wirkliche Person und glaubt felsenfest ein Musketier zu sein. Somit befinden wir uns in der Zeit wo die Romane der drei Muskeltiere und der Intrigen am königlichen Hof stattfinden. Anna muss helfen Sebastiano zurück in unsere Welt zu bekommen und ihm zu seinem Gedächtnis zurück zu verhelfen. Doch das soll natürlich alles nicht so einfach sein.

Vor allem nicht, wenn Anna die Retterin sein soll. Sie wirft sich sofort in der Zeit angekommen dem Mann an den Hals und merkt nicht einmal das er nicht er selbst ist. Erzürnung und Verzweiflung brechen sofort bei ihr aus. Wie kann er sie, SIE, bloß vergessen. Und ja, so geht es durch das ganze Buch hindurch. In einer Tour ist sie eingeschnappt, kindisch, besserwisserisch, tollpatschig, hohl und sehr von sich selbst eingenommen. Egal wo es nur geht, heißt es immer wieder: Ihr Sebastiano. Zudem sich mehrmals darüber ausgelassen wird, dass die französische Aussprache des Namens ein Unding ist.

Sie versteht auch vom Anfang bis Ende nicht, dass er nur die körperliche Hülle ist und null seiner Persönlichkeit ihn ihm steckt. So kommt es auch immer wieder zu Szenen wo sie das verliebte und saudumme kleine Mädchen raushängen lässt, um dann böse auf den Hintern zu fallen, wenn sie merkt das sie gerade mal wieder verpasst hat, dass es nicht ihr Sebastiano ist.

Und gerade dies nervte mich im letzten viertel extrem. Sie merkt sie macht Fehler. Sie merkt sie wurde wieder manipuliert und es passiert dennoch wieder. Ein Blick auf ihn und schon sind wieder die paar Hirnzellen, welche sie hat, ausgeschaltet.

Leider geht die französische Originalgeschichte so dermaßen verloren bei der Suche nach Sebastiano und die Vielzahl der Brücken, welche immer wieder erwähnt werden müssen, haben dem Buch leider keinen Tiefgang gegeben, sondern die Beschleunigung bei der Fahrt gegen die Wand.

Alles in allem ist der zweite Teil einfach nur schlecht im Vergleich zum ersten und man hat keinerlei positive Bindung zu den Charakteren. Der erste Teil ist lohnenswert, den zweiten sollte man am besten einfach auslassen.

Veröffentlicht am 25.01.2020

Nicht alles was glänzt ist Gold - Auch nicht dieses Buch

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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An dieser Stelle könnte ich eine richtig große und umschweifende Rezension schreiben, jedoch wäre das von viel zu viel spoilern. Daher fasse ich es nur kurz zusammen:
Amaia ist 16 Jahre alt und lebt mit ...

An dieser Stelle könnte ich eine richtig große und umschweifende Rezension schreiben, jedoch wäre das von viel zu viel spoilern. Daher fasse ich es nur kurz zusammen:
Amaia ist 16 Jahre alt und lebt mit ihren Geschwistern und ihren Eltern recht abgelegen. Schon an dieser Stelle kann verraten werden, es ist alles nicht so wie es erscheint. Denn unsere Hauptprotagonistin ist bereits ein paar Jahre älter, denn ihr 16. Lebensjahr erlebt sie bereits das achte Mal. Auch so ihre Geschwister. Zudem haben alle in ihrer Familie die Besonderheit, dass sie mit ihrer Stimme Menschen ihren Willen aufzwingen können.
Wenn es am Anfang des Buches noch recht ruhig zugeht und wir einen kleinen Einblick in die Familie erhalten, geht es dann recht zügig weiter als Amaia mit ihren Geschwistern in das verzauberte Cassardim müssen und hier die Wahrheit über ihre wirkliche Persönlichkeiten und woher sie alle stammen aufgedeckt werden. Dort erfährt sie zusammen mit ihren Geschwistern wer ihre wirklichen Eltern sind, zu welchen Völkern sie gehören und welche Mächte sie gerne tot sehen würden.
Wir erleben eine Geschichte rund um Macht, Chaos, Tod, Verzweiflung und Begierde. Geschwister, welche zusammenhalten sollten und deren Schicksal es nicht immer zulässt.
Frau Dippel hat eine unendlich große und bunte Welt, mit Schatten und Licht geschaffen. Tiefgreifende Charaktere, Wendungen und einer Vielzahl verschiedener Völker und Magien.
Alles in allem ist es ein bunter Fantasymix der für jeden was dabei haben wird. Am Ende des Buches kommt eine sehr schöne Auflistung der Orte und Charaktere und den zugehörigen Völkern. Schlecht ist das nicht, denn es kann schnell unübersichtlich werden.
Mich hat die Geschichte leider nicht voll in ihren Bann ziehen können, da ich mit Amaia nicht ganz warm geworden bin. Die Geschichte wird die ganze Zeit über aus ihrer Sicht erzählt und leider hat die Autorin sich hier die Mühe gemacht, sie ziemlich zickig dastehen zu lassen. Zudem für mich ihr Alter einfach nicht passt. Das sie körperlich 16 sein soll, aber vom Verstand her dann doch älter und zugleich es nicht ist. Alles etwas schlecht umgesetzt.
Ich für mich, werde daher den zweiten Teil aussetzen.

Veröffentlicht am 20.01.2020

Liebeskrankes Kind auf der Suche nach ihrem Sebastiano - Fail des Jahres für mich

Zeitenzauber - Die goldene Brücke
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Der zweite Band der Tribologie, welcher leider alles andere als mit dem ersten Teil mitfahren kann. Wenn der erste Teil der Anfang einer rasanten Geschichte ist und das Gaspedal beginnt zu drücken, so ...

Der zweite Band der Tribologie, welcher leider alles andere als mit dem ersten Teil mitfahren kann. Wenn der erste Teil der Anfang einer rasanten Geschichte ist und das Gaspedal beginnt zu drücken, so fährt der zweite Teil mit voller Karacho gegen die Wand. Was für ein extrem langgezogenes langweiliges Buch hat die Autorin da abgeliefert.

Anna und Sebastiano befinden sich auf Mission im Jahre 1625. Madame befindet sich seit über einem Jahr mit ihm in einer Beziehung und daheim hat sie gerade Abiturprüfungen. Wenn man betrachtet wie selten dämlich sie im Buch ist, ist sie das Paradebeispiel für die heutige Zeit, wo Abitur echt nichts mit Intelligenz zu tun hat. Nun ist sie so oft wie sie nur kann in Italien oder Paris und sonst wo unterwegs, um Zeit mit ihm zu verbringen oder auch die Zeitreisen durchzuführen. Alle waren jedoch recht einfach und problemlos gewesen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt. Denn nun läuft in Paris alles anders als es sollte.

Sebastiano hat keine Erinnerung an seine wirkliche Person und glaubt felsenfest ein Musketier zu sein. Somit befinden wir uns in der Zeit wo die Romane der drei Muskeltiere und der Intrigen am königlichen Hof stattfinden. Anna muss helfen Sebastiano zurück in unsere Welt zu bekommen und ihm zu seinem Gedächtnis zurück zu verhelfen. Doch das soll natürlich alles nicht so einfach sein.

Vor allem nicht, wenn Anna die Retterin sein soll. Sie wirft sich sofort in der Zeit angekommen dem Mann an den Hals und merkt nicht einmal das er nicht er selbst ist. Erzürnung und Verzweiflung brechen sofort bei ihr aus. Wie kann er sie, SIE, bloß vergessen. Und ja, so geht es durch das ganze Buch hindurch. In einer Tour ist sie eingeschnappt, kindisch, besserwisserisch, tollpatschig, hohl und sehr von sich selbst eingenommen. Egal wo es nur geht, heißt es immer wieder: Ihr Sebastiano.

Zudem sich mehrmals darüber ausgelassen wird, dass die französische Aussprache des Namens ein Unding ist.

Sie versteht auch vom Anfang bis Ende nicht, dass er nur die körperliche Hülle ist und null seiner Persönlichkeit ihn ihm steckt. So kommt es auch immer wieder zu Szenen wo sie das verliebte und saudumme kleine Mädchen raushängen lässt, um dann böse auf den Hintern zu fallen, wenn sie merkt das sie gerade mal wieder verpasst hat, dass es nicht ihr Sebastiano ist.

Und gerade dies nervte mich im letzten viertel extrem. Sie merkt sie macht Fehler. Sie merkt sie wurde wieder manipuliert und es passiert dennoch wieder. Ein Blick auf ihn und schon sind wieder die paar Hirnzellen, welche sie hat, ausgeschaltet.

Leider geht die französische Originalgeschichte so dermaßen verloren bei der Suche nach Sebastiano und die Vielzahl der Brücken, welche immer wieder erwähnt werden müssen, haben dem Buch leider keinen Tiefgang gegeben, sondern die Beschleunigung bei der Fahrt gegen die Wand.

Alles in allem ist der zweite Teil einfach nur schlecht im Vergleich zum ersten und man hat keinerlei positive Bindung zu den Charakteren. Der erste Teil ist lohnenswert, den zweiten sollte man am besten einfach auslassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Eine traurige Geschichte welche dennoch der Tiefgang fehlt

Allein unter Schildkröten
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In den letzten Jahren haben sich sehr viele Bücher in meinem Schrank angesammelt gehabt. Viele waren Empfehlungen aus Zeitungen oder von Buchhandlungen. Zum vorliegenden Buch hatte ich keinerlei Erinnerung ...

In den letzten Jahren haben sich sehr viele Bücher in meinem Schrank angesammelt gehabt. Viele waren Empfehlungen aus Zeitungen oder von Buchhandlungen. Zum vorliegenden Buch hatte ich keinerlei Erinnerung mehr, was mich damals dazu geführt hat es gebraucht zu kaufen.
Wie ich das Buch dann lass, war ich ehrlich gesagt enttäuscht.
Wir lesen im Tagebuch von Mikke. Ein Junge der sich für die Natur und Meeresschildkröten interessiert. Die Intensivität ist schön zu lesen und das er nach seinem Abitur Biologie studieren will passt. Aber wie es mit dem Tagebuch so ist, wird es auch als Grundlage für Sorgen genutzt und wir erfahren das es ihm nicht gut geht. Das seine Familie weit weg von perfekt ist.
So zieht sich das Tagebuch recht langweilig bis ein großer Cut kommt.
Spoilerbeginn:
Wir erfahren das dieses von seiner Mutter weitergeführt wird. Denn Mikke ist tot. Er hat sich sein Leben genommen. Dies war zuvor nicht ersichtlich, aber liest man sich den Part nochmal durch, liest man zwischen den Zeilen die Sorgen und Sehnsüchte und wie einsam er war.
Spoilerende:

Leider hat mir das Buch daher nicht gefallen. Einfach weil es so wenig Sinn macht. Die Entscheidung ist so plötzlich und die Mutter, die nichts gewusst haben will. Leider kann ich dem Buch nicht die Empfindungen einbringen wie es sein müsste. Ich kenne Bücher mit gleicher Thematik, welche für mich einfach realistischer waren, welche passiert sind und mir an die Nieren gingen.

Veröffentlicht am 10.01.2020

Wiederholungsreicher Roman der nicht der Rede wert ist

Was perfekt war
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ch gehöre zu den Menschen, welche einem Autor gerne eine zweite Chance geben, wenn diese mich beim ersten Mal nicht überzeugen konnten. Colleen Hoovers neustes Buch ist nicht mein erstes von ihr, aber ...

ch gehöre zu den Menschen, welche einem Autor gerne eine zweite Chance geben, wenn diese mich beim ersten Mal nicht überzeugen konnten. Colleen Hoovers neustes Buch ist nicht mein erstes von ihr, aber auf jeden Fall das Letzte.

Wenn wir von ihr sonst Teeniegeschichten gewohnt sind, so ist diesmal ein sehr erwachsener Roman mit zwei verheirateten Darstellern. Leider hat das Buch aber die gleiche Schwäche wie ihre anderen Bücher auch schon. Es zieht sich in die Länge, es werden Passagen wiederholt, die Charaktere sorgen dafür, dass sie unsympathisch sind.

Wir lernen Quinn und Graham kennen, beide treffen sich das erste Mal auf dem Flur von Quinns Verlobten. Den sie bald heiraten will. Der gerade mit Grahams Freundin pimpert. Der Schock ist groß, die Verlobung platzt. So kommt es zu weiteren Treffen und die beiden verschmähten werden ein Paar. Das Paar überhaupt. Täglich Sex, Liebesschwüre und auf Händen tragen. Wer sagt da nein. Wir erfahren in Rückblenden welche mit „Damals“ betitelt sind, die Geschichte wie beiden zusammenkommen. Aber wir hören auch das „Jetzt“ und erfahren das die Ehe kaputt ist. Also haben die beiden logischer Weise irgendwann mal geheiratet. Zudem erfahren wir recht früh das das Problem im Eheaus daran liegt, das Quinn nur noch Sex haben will, mit dem Ziel schwanger zu werden. Denn sie haben keine Kinder und sie verstehen nicht warum. Physikalisch gesehen spricht nichts dagegen.

Der Wechsel zwischen der Vergangenheit mit viel Sex, Liebe und einer sehr glücklichen Quinn und der Gegenwart wo sie einfach nur noch depressiv ist, ist ein Wechsel, der nicht immer einfach ist. Die Geschichte baut sich Schritt für Schritt auf und wir erfahren alles was wir wissen müssen, um die Gegenwart zu verstehen. Auch der Grund für die fehlenden Kinder wie auch die immer wieder angesprochene Kiste im Schlafzimmer wird aufgedeckt. Und genau da ist der Punkt, der mir so wahnsinnig auf dem Senkel ging. Man muss mehr als zwei Drittel lesen, um zu wissen warum nun doch keine Kinder da sind. Warum sie sich so extrem da rein gesteigert hat. Was es mit der nervigen Kiste auf sich hat, die gefühlt in jedem zweiten „Jetzt“ thematisiert hat. Dieser sich immer wieder Wiederholende rote Faden hat das Buch unmöglich in die Länge gezogen. Heute ist sie genervt wegen einem Vorfall. Der fast gleiche Prozess wird in der Vergangenheit wieder thematisiert. Dann in der Mitte des Buches wieder, dann später wieder und so weiter.

Gerade ihre so extreme Abweisende Art, wenn andere Leute Kinder haben, hat sie so unsagbar ätzend gemacht. Sie kann niemanden die Kinder gönnen und wundert sich dann das sie alle wie ein rohes Ei behandeln. Sie sagt sie will das nicht, sie wäre nicht eingeschnappt oder sauer oder eifersüchtig. Aber das ist sie ja, gesteht es sich selbst sogar irgendwann mal ein, und macht dennoch mit der Szenerie weiter. Solche Dinge machen sie so unsagbar nervig. In der Gegenwart erzählt sie wie sie diesen super Mann auf Distanz hält und heult dann rum er liebt sie nicht mehr. Woher will sie das denn wissen, wenn er sie so auf Distanz hält.

Für Fans der Autorin ist das Buch sicherlich ein nettes Schätzchen. Ich persönlich fand es einfach nur zu lang und zu wiederholend. Die Thematik ist gut, die Umsetzung der zwei Zeiten auch, aber Quinn ist einfach nur im jetzt anstrengend und unsympathisch.