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Veröffentlicht am 17.02.2020

Roman über Trauer und die Entdeckung der eigenen Familiengeschichte - Frauenschicksale geprägt von Liebe, Verlust und Geheimnissen

Die Insel der Leuchttürme
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Charlotte Woolf ist 45 Jahre alt, als ihr Mann an Krebs stirbt. Als sein Erbe hinterlässt er ihr ein Haus auf Formentera, das er heimlich gekauft hat. Es ist das Haus von Charlottes Vorfahren, das zuletzt ...

Charlotte Woolf ist 45 Jahre alt, als ihr Mann an Krebs stirbt. Als sein Erbe hinterlässt er ihr ein Haus auf Formentera, das er heimlich gekauft hat. Es ist das Haus von Charlottes Vorfahren, das zuletzt ihre Großmutter Alba bewohnte.

Der Tod von James hat Charlotte schwer getroffen. Als ihre 19-jährige Tochter ihr Studium wieder aufnimmt und Wodka Charlottes bester Freund zu werden droht, beschließt sie, nach Formentera zu reisen und eine Woche für sich auf der kleinen balearischen Insel zu verbringen. Vor Ort findet sie einen Brief von James, in welchem er ihr mitteilt, dass die Schwester ihrer Großmutter noch auf der Insel lebt.
Charlotte wusste bisher überhaupt nicht, dass ihre Großmutter noch Verwandte auf Formentera hat. im Gespräch mit ihrer Großtante Maria erfährt Charlotte mehr über die Wurzeln ihrer Familie, die bis auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurückzuverfolgen sind. Dabei erhält sie nicht nur Kenntnisse über die Leben ihrer Vorfahren, die sie überraschen, sondern auch Details über die Geschichte der Insel, über Flucht, Vertreibung und Leugnung der eigenen Herkunft.

"Die Insel der Leuchttürme" handelt auf der kleinsten Insel der Balearen, die vom Tourismus noch nicht überlaufen ist. Charlotte bezieht die alte Villa Marisal und bleibt länger als die vorgesehene Woche der Regeneration, als sie durch ihre Großtante mehr über die Herkunft ihrer Familie erfährt.
Die Aufdeckung eines Familiengeheimnisses und die Erzählungen über ihre Vorfahren lenken sie von der Trauer über ihren verstorbenen Mann ab. Auch als Leser taucht man in die Geschichte der Familie Alvarez ein, die beispielhaft für viele Familien auf Formentera ist, die sich bewusst auf der kleinsten Insel niedergelassen haben, um dort Schutz vor der Inquisition zu suchen. Die Autorin vermischt dabei historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte.

Der Roman, der zunächst von Trauer und Trauerbewältigung handelt, überrascht durch den Erzählstrang in der Vergangenheit, der von zwei unterschiedlichen Schwestern auf Formentera Anfang des 18. Jahrhunderts handelt und einer verbotenen Liebe, die das Leben der ganzen Familie gefährdete und die beiden Schwestern zu entzweien drohte.

Während in der Gegenwart Charlotte, abgelenkt durch die Aufdeckung der überraschenden Vergangenheit, wieder neuen Lebensmut fasst, die Villa Marisal renoviert und einen Neuanfang wagt, schildert die Vergangenheit ein spannendes Familiendrama, das eng mit der Geschichte der balearischen Inseln und dem Kampf um Freiheit und Religion verbunden ist.

Cover und Titel des Romans suggerieren eine sommerlich-leichte Inselgeschichte, er bietet aber letztlich viel mehr und wartet mit interessanten Details über die spanische Geschichte auf, die mir bisher nicht bewusst waren. Dabei bewegt der Roman durch die packenden Schicksale der Frauen und ihre Geschichte, die von Liebe, Verlust und Geheimnissen erzählt und Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. Am Ende ging es mir jedoch ein wenig zu schnell, die Probleme in beiden Erzählsträngen lösten sich zu abrupt in Wohlgefallen auf.

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Interessante und spannende Mischung aus Thriller und Familiendrama mit einer mysteriösen Ausgangslage

Während du schläfst
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Tara wacht eines Morgens neben ihrem Nachbarn auf, der erstochen in seinem Bett liegt. Sie hat kaum noch eine Erinnerung an den Abend und kann sich nicht erklären, wie sie mit Lee, den sie nur flüchtig ...

Tara wacht eines Morgens neben ihrem Nachbarn auf, der erstochen in seinem Bett liegt. Sie hat kaum noch eine Erinnerung an den Abend und kann sich nicht erklären, wie sie mit Lee, den sie nur flüchtig kannte, im Bett gelandet sein könnte. Eigentlich wollte sie seine Ehefrau besuchen, die aber dann nicht zu Hause gewesen war. Tara hat keine Blutspuren an ihrem Körper und geht deshalb davon aus, dass sie Lee nicht ermordet haben kann und flüchtet aus dem Haus.

Tara kann mit niemandem darüber sprechen, dass sie neben dem Täter die letzte Person war, die Lee noch lebend gesehen hat, bis Zeugen behaupten, sie aus dem Haus kommend gesehen zu haben.
Doch Tara ist nicht die einzige, die etwas zu verbergen hat. Ihr Mann Noah war an dem Abend entgegen seiner Aussage nicht geschäftlich in New York, sondern hat sich mit seiner ehemaligen Geliebten in einem Hotel getroffen. und dann wird ihre Tochter Rosie auch noch beschuldigt, ein Verhältnis mit dem deutlich älteren Nachbarn gehabt zu haben und gerät unter dringenden Tatverdacht.

"Während du schläfst" ist ein Thriller, der aus der Perspektive von Tara geschrieben ist, so dass man als Leser nur einen eindimensionalen Blick auf das Geschehen hat. Weder ihr noch allen anderen Personen in der Nachbarschaft kann man trauen. Jeder scheint ein Geheimnis zu verbergen oder sich in Lügen zu verstricken. Als Täter kommt grundsätzlich jeder in Betracht, wobei über das Motiv - aller Wahrscheinlichkeit nach eine Beziehungstat - nur spekuliert werden kann.

Mit Spannung wartet man auf die Auflösung, darauf was passiert ist, während Tara schlief. Dabei sind es vor allem die Abgründe der Personen, die fesseln und die brüchigen Beziehungen, die sie zu einander pflegen. Insbesondere Rosie ist ein schwieriger Teenager, die sich wahnhaft Beziehungen zu Männern zu wünschen scheint und ihren Eltern seit Längerem Sorgen bereitet. Dabei steht Tara in Bezug auf den Mordverdacht solidarisch hinter ihrer Tochter, die sich dafür zunächst wenig dankbar zeigt.
So stehen auch nicht wie in einem Kriminalroman die Aufklärung des Mordes durch einen Ermittler im Vordergrund, sondern das Netz aus Lügen, Intrigen und Verdächtigungen sowie die psychische Verfassung der potentiellen Täter und der Zwiespalt aus Mutterliebe und den Indizien, die gegen Rosie sprechen.

"Während du schläfst" ist ein solider Psychothriller mit einer mysteriösen Ausgangslage, der ohne Übertreibungen auskommt und den Spannungsbogen zwar lang streckt, aber bis zum Ende aufrecht erhalten kann, auch wenn manche Nebenstränge wie Taras Stalker oder ihre Beziehung zu Detective Hunt keinen Mehrwert für die Handlung hatten.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Emotionale Suche nach der vermissten Schwester, die durch überraschende Wendungen und Offenbarung von Familiengeheimnissen Spannung erzeugt

Long Bright River
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Mickey arbeitet als Streifenpolizistin in Kensington, einem von Drogen und Prostitution geprägten Viertel Philadelphias. Ihre Mutter ist früh an einer Überdosis gestorben, weshalb sie und ihre Schwester ...

Mickey arbeitet als Streifenpolizistin in Kensington, einem von Drogen und Prostitution geprägten Viertel Philadelphias. Ihre Mutter ist früh an einer Überdosis gestorben, weshalb sie und ihre Schwester Kacey bei ihrer Großmutter Gee aufgewachsen sind. Zeit ihres Lebens fühlte sich Mickey für ihre jüngere Schwester verantwortlich, konnte aber nicht verhindern, dass auch diese ins Drogenmilieu abdriftete.
Seit fünf Jahren sprechen die beiden Schwestern nicht mehr miteinander, weshalb Mickey stets beruhigt war, wenn sie Kacey während ihrer Streife auf der Straße wahrgenommen hat. Als mehrere junge Prostituierte von einem unbekannten Täter getötet werden und Mickey ihre Schwester seit mehreren Wochen nicht gesehen hat, begibt sie sich auf die Suche nach ihr und gefährdet dabei sogar ihren Job als Polizistin.

Auch wenn der Roman von einer Mordserie handelt und Mickey ein Cop ist, handelt es sich bei "Long Bright River" nicht um einen klassischen Kriminalroman. Es geht vielmehr um eine dramatische Familiengeschichte, die überwiegend in der Gegenwart von der verzweifelten Suche nach Kacey handelt. Dabei wird deutlich, wie einsam und allein Mickey mit ihrem Sohn Thomas ist. Zu ihrer Großmutter, die reichlich verbittert wirkt und ihren Cousins und Cousinen, die etwas von Kacey gehört haben könnten, hat sie keinen Kontakt oder findet keinen Zugang zu ihnen. Ihr Exfreund und Vater von Thomas ist zudem eine große Enttäuschung.

Als alleinerziehende Mutter versucht sie die Betreuung von Thomas, ihren Beruf und die Suche nach Kacey miteinander zu vereinbaren und blickt dabei zurück in die Vergangenheit, so dass man als Leser mehr über das Verhältnis der Schwestern, aber vor allem auch über Kaceys Drogensucht und die Finanzierung durch Prostitution erfährt.

"Long Bright River" ist ein Roman, der den Bezirk Kensington sehr drastisch darstellt und dabei auch die Polizeiarbeit nicht immer in gutem Licht dastehen lässt. Es ist ein Roman über zwei Schwestern, die sich aufgrund eines Vorfalls in der Vergangenheit, entzweit haben - ein Geheimnis, das auch Mickey von ihrer verbliebenen Familie distanziert. Der Roman weist durch die sehr ausführliche Darstellung des Drogensumpfes in Kensington zwar Längen auf und auch die Aufklärung der Serienmorde geschieht mehr beiläufig, packt den Leser aber durch die emotionale Suche nach der vermissten Schwester, die durch überraschende Wendungen und die Offenbarung von Familiengeheimnissen Spannung erzeugt.

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Interessante Gegenüberstellung ohne Klischees, die warmherzig erzählt wird: welchen Einfluss hat das Geschlecht auf unser Leben?

Die andere Welt
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Louis und Louise Alder haben die selben Eltern und sind beide 1979 geboren, aber keine Zwillinge. Julie Cohen entwirft eine Geschichte, in der Lou einmal als Junge und einmal als Mädchen zur Welt kommt. ...

Louis und Louise Alder haben die selben Eltern und sind beide 1979 geboren, aber keine Zwillinge. Julie Cohen entwirft eine Geschichte, in der Lou einmal als Junge und einmal als Mädchen zur Welt kommt. Welche Auswirkungen das Geschlecht auf das Leben des Kindes und späteren Erwachsenen, auf die Eltern, aber auch die beiden befreundeten Zwillinge Allie und Benny hat, schildert "Die andere Welt".

Louis und Louise wachsen beide in Casablanca in Maine auf, haben die gleichen Voraussetzungen, nur ein anderes Geschlecht. Beide werden ihre Heimatstadt verlassen und nach New York ziehen, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Während Louise aufgrund eines traumatischen Erlebnisses 1997 mit ihrer Heimat bricht und erst dreizehn Jahre später wieder zurückkommt, als ihre Mutter Peggy unheilbar an Krebs erkrankt ist, verlässt Louis wegen seiner Schuldgefühle Casablanca und kehrt ebenfalls 2010 zurück, um seine Mutter auf ihrem letzten Weg zu begleiten.

Louis und Louise haben ein ganz unterschiedliches Verhältnis zu ihren Eltern, haben sich trotz des gleichen Traums beruflich unterschiedlich entwickelt und spüren eine andere Verbundenheit mit der Heimat. Beide sind eng mit den Zwillingen Allie und Benny befreundet gewesen, aber ihre Gefühle haben aus unterschiedlichen Gründen dazu geführt, dass die Freundschaft zerbrach.

Die Geschichte von Louis und Louise handelt im Jahr 2010 und erzählt in Rückblenden, was sich von 1979 bis 1997 ereignet hat und wechselt dabei jeweils die Perspektive. Dabei ist es interessant zu sehen, wie sich nur aufgrund des Geschlechts die Beziehungen zu ihren Eltern, aber auch zu den besten Freunden Allie und Benny ganz unterschiedlich entwickeln und Auswirkungen auf deren Leben haben.

Die Geschichte ist einfühlsam erzählt und von der Stimmung eher melancholisch. Weder Louis noch Louise sind 2010 glücklich und hadern beide mit ihrer Vergangenheit. Dabei wird nicht gleich verraten, was vor dreizehn Jahren geschehen ist und weshalb beide 1997 Casablanca verlassen haben.

Es ist eine interessante Gegenüberstellung, die ganz ohne Klischees auskommt und die nicht durch Wiederholungen in den Biographien langweilt. Das Buch zeigt, was einen Menschen im Leben prägt. Dabei ist es nicht allein das Geschlecht, sondern vielmehr die Beziehung der Menschen zu einander, auch wenn die Erwartungshaltung von Eltern und Großeltern an einen (Enkel-)Sohn bzw. eine (Enkel-)Tochter durchaus unterschiedlich und eher traditionell ist, die das Leben prägt, aber auch die Entscheidungen, die getroffen werden, weil man Mann bzw. Frau ist und nicht aus dem Rollenbild ausbrechen kann oder möchte.
Die Autorin widmet sich aufgrund der gegenwärtigen Vermischung der Gender einem sehr aktuellen Sujet. Aufgrund der komplexen Themen wie Vertrauensbruch, Enttäuschung, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Sexualität ist es ein emotionales Buch, das zum Nachdenken über die eigene Rolle im Leben anregt: hätten die Eltern einen anders behandelt, wenn man ein anderes Geschlecht gehabt hätte? Würde man sich selbst anders verhalten, wenn man männlich oder weiblich wäre?

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Liebesgeschichte mit vielen ernsthaften, aber auch komischen Elementen. Abwechslungsreich und bis zum Schluss ungewiss und spannend

Annika Rose und die Logik der Liebe
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Im Sommer 2001 treffen sich Annika Rose und Jonathan Hoffman zufällig in Chicago in einem Supermarkt wieder. Die beiden waren zu College-Zeiten ein Paar und haben sich zehn Jahre nicht gesehen. Sie sind ...

Im Sommer 2001 treffen sich Annika Rose und Jonathan Hoffman zufällig in Chicago in einem Supermarkt wieder. Die beiden waren zu College-Zeiten ein Paar und haben sich zehn Jahre nicht gesehen. Sie sind verunsichert, wie sie miteinander umgehen sollen, denn die Trennung auf Annikas Initiative ist nicht optimal verlaufen. Sie verabreden sich zu ersten Dates und merken schnell, dass sie immer noch Gefühle für einander haben.
Ist es nach zehn Jahren zu spät für ein Happy End oder können sie die Probleme von damals lösen?

Der Roman wird überwiegend aus der Perspektive von Annika, aber auch von Jonathan erzählt und wechselt dabei stetig zwischen der Vergangenheit in den Jahren 1991/ 1992 und August/ September 2001 ab.
Annika leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung und hat Zeit ihres Lebens Probleme gehabt, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und das Verhalten von anderen Menschen richtig zu deuten und darauf zu reagieren. Als Kind wurde sie zu Hause unterrichtet und hat es erst mit Hilfe einer Kommilitonin, Janice, die zu ihrer besten ihrer besten Freundin wurde, geschafft, an der University of Illinois Fuß zu fassen. Über den Schachclub hat sie Jonathan kennengelernt, der von Anbeginn vorbehaltlos und rücksichtsvoll mit ihr umgegangen ist.

Annika mag es, allein zu sein, leidet aber gleichzeitig unter ihrer Einsamkeit und seit der Trennung von Jonathan keine so innige Beziehung mehr gehabt.

Jonathan ist der erste Mann, bei dem Annika so sein konnte, wie sie ist. Er bleibt für den Leser etwas unnahbar, aber man spürt, dass er Annika wirklich liebt. Mit einer Beziehung zu ihr geht er zwar viele Kompromisse ein und er hat auch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, aber dennoch liebt er ihre Andersartigkeit und ihr gutes Herz.

Annikas Autismusstörung beeinträchtigt zwar ihren Alltag, aber dennoch steht die Krankheit in dem Roman nicht so sehr im Zentrum, sondern vielmehr ihre Beziehung zu Jonathan - in Vergangenheit und Gegenwart. Mit dem Wechsel der Zeitebenen erkennt man zudem, dass Annika eine Entwicklung durchgemacht hat, in Therapie ist und Strategien entwickelt hat, um unbehelligt durchs Leben zu gehen.
Es ist eine romantische Geschichte, die aufgrund von Annikas spezieller Art mit witzigen Momenten aufwartet, wenn sie andere Menschen unbewusst vor den Kopf stößt, indem sie sagt, was sie denkt, aber auch traurige Situationen hat, wenn Annika unter Tränen zusammenbricht und mit ihrer Erkrankung hadert.
Die ernsthaften Momente geben der unterhaltsamen Geschichte Tiefgang. Spannung wird vor allem dadurch erzeugt, dass man als Leser lange nicht weiß, wie es 1992 zur Trennung von Annika und Jonathan gekommen ist und ob sie es schaffen, Fehler von damals zu vermeiden.
Als man denkt, dass Ende sei klar, steigert sich die Dramatik ins Unermessliche, wodurch die Autorin erneut Unsicherheiten schafft, wie es mit Annika und Jonathan ausgehen mag. Dabei zeigt sie aber auch, wie stark Annika (frei nach Eleanor Roosevelt, "Frauen sind wie Teebeutel. Sie wissen nicht, wie stark sie sind, bis sie in heißes Wasser kommen".) geworden ist und dass sie es schafft, über sich hinauszuwachsen.

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