Beta Hearts (Bd.3) von Marie Grasshoff
Beta HeartsDie Menschen gaben mir die Macht zu lernen. Und ich lernte, zu denken, zu sprechen, mich zu bewegen und mich zu erinnern. (Quelle: Beta Hearts, Seite 15)
Mit Beta Hearts nimmt die Science Fiction-Reihe ...
Die Menschen gaben mir die Macht zu lernen. Und ich lernte, zu denken, zu sprechen, mich zu bewegen und mich zu erinnern. (Quelle: Beta Hearts, Seite 15)
Mit Beta Hearts nimmt die Science Fiction-Reihe von Marie Grasshoff nach drei Bänden ein Ende. Nachdem die ersten beiden Bände der Reihe dieses Jahr zu meinen Highlights gehören, sind meine Erwartungen für den Abschluss der Trilogie dementsprechend hoch gewesen.
In Sachen Spannung steht der Abschlussband den anderen Teilen der Reihe in nichts nach. Es gibt Action nonstop, die Charaktere schweben in ständiger Gefahr und nicht nur einmal entgehen sie nur knapp dem scheinbar sicheren Tod. Die Handlung ist rasant und steckt voller unvorhersehbarer Wendungen. Ein letztes Mal müssen alle Charaktere über sich hinauswachsen, um den Kampf gegen die künstliche Intelligenz KAMI, so aussichtslos er auch erscheint, doch noch zu Gunsten der Menschheit zu entscheiden.
Die Gruppendynamik ist nur einer der vielen Punkte, die Marie Grasshoffs Geschichte zu etwas Besonderem machen. Optisch untermalt wird das Ganze erneut durch die grandiosen Illustrationen von Mona Finden. Jeder einzelne der Charaktere ist mir ans Herz gewachsen. Leider hat für mich die Entwicklung einzelner Figuren im dritten Band der Trilogie nicht ins bisherige Bild gepasst. Auch die Beziehungen innerhalb der Gruppe wirken eher lose und nicht klar genug definiert. Auch in Bezug auf Liebesbeziehungen, die schlussendlich doch nur am Rande angedeutet werden.
In den finalen Kapiteln stehen sich Menschen und KAMI zur alles entscheidenden Schlacht gegenüber. Es wird episch, doch ganz zufrieden bin ich mit dem Ausgang der Geschichte nicht, da dieser für mich nicht ganz im Einklang mit dem Rest der Story ist. Er ist ... zu einfach? Zu leicht? Zu unproblematisch? Insgesamt einfach unbefriedigend. Es bleiben Fragen offen, es fehlen kleine Details und auch der Epilog hat mich deshalb nicht so berührt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Auch wenn der dritte Band folglich nicht ganz an die beiden Vorgänger heranreicht, steckt zwischen den Buchklappen von Beta Hearts nichtsdestotrotz eine außeregwöhnliche Geschichte. Die gesamte Serie ist überzeugend - sowohl schriftstellerisch als auch inhaltlich - auch wenn ich mir für den grundlegenden Plot einen etwas raffinierteren Ausgang gewünscht hätt. Fazit: Eine Reihe, die definitiv einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommt.
P.S. Wer auf der Suche nach neuem Lesestoff von Marie Grasshoff ist, der sollte einen genaueren Blick in die Vorschauen von Bastei Lübbe für 2021 werfen: Im Juli könntet ihr mit Der dunkle Schwarm fündig werden.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
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