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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2020

Bedrückend und authentisch

Das Versprechen des Bienenhüters
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Nuri stammt aus Aleppo. Mit seiner Frau Afra ist er auf der Flucht, denn in seiner Heimat herrscht Krieg. Bei einem Bombenangriff wurde Sami, der kleine Sohn des Ehepaars, getötet, und Afra ist seitdem ...

Nuri stammt aus Aleppo. Mit seiner Frau Afra ist er auf der Flucht, denn in seiner Heimat herrscht Krieg. Bei einem Bombenangriff wurde Sami, der kleine Sohn des Ehepaars, getötet, und Afra ist seitdem erblindet. Aus Nuris Sicht erleben die Leser eine aufreibende, gefahrvolle und kräftezehrende Flucht. Ihr Ziel ist England, denn dort wartet Nuris Cousin Mustafa mit seiner Familie. Nuri und Afra sind sich in letzter Zeit fremd geworden. Während der Flucht ändern sich jedoch die Vorzeichen. Je mehr Afra aus ihrer Lethargie auftaucht, in die sie sich seit Samis Tod geflüchtet hat, umso mehr zieht sich Nuri in sich zurück. Der Ich-Erzähler wird zunehmend von Alpträumen und Wahnvorstellungen geplagt. Auch sorgt er sich um einen kleinen Jungen, dem er unterwegs begegnet und sich seiner annimmt, doch eines Tages ist Mohammed wie vom Erdboden verschluckt. Nach langer Suche setzen Nuri und seine Frau die Reise fort. Was es mit Mohammed auf sich hat, erfährt man so ziemlich am Ende des Romans. Auf ihrer langen Reise haben Nuri und Afra viele Begegnungen. Die verschiedenen Charaktere und ihre Schicksale berühren, und doch bleiben sie auf Distanz. Vieles bleibt unausgesprochen. Für mich liegt darin ein Ausdruck der verschlossenen Gefühle, weil es die Menschen zu sehr schmerzt, über ihre Erlebnisse zu berichten. Vieles erzählt Nuri recht emotionslos, vermutlich als Selbstschutz. Nur wenn er in die Vergangenheit zurückblickt, als die Welt in Syrien noch in Ordnung war und er, zusammen mit Mustafa die gemeinsamen Bienenvölker versorgte, werden seine Beschreibungen blumig und geradezu schwärmerisch. Aber diese schönen Rückblicke sind rar. Es gibt immer wieder Zeitsprünge im Buch, wo Nuri zurück blickt, jedoch sind da auch sehr viele unangenehme Erfahrungen, die er und Afra kurz vor der Flucht machen mussten. Es sind schreckliche, geradezu unaussprechlich grausame Dinge, die der Erzähler verkraften muss.
Man weiß von Anfang an, dass Nuri und Afra wirklich in England ankommen. Obwohl der Roman weitgehend aus Analepsen besteht, war es für mich fesselnd, den hier wird deutlich, was Menschen, die aus einem Kriegsgebiet fliehen, alles durchmachen müssen. Obwohl man den Protagonisten nicht wirklich nahe kommt, so hat mich doch ihr Schicksal berührt. Auch wenn vieles vage und ungeklärt ist, so gibt es doch ein Fünkchen Hoffnung in der ganzen Geschichte.
Das Buch ist insgesamt sehr liebevoll gestaltet. Das ganze Design drückt Nuris Liebe zu den Bienen aus, und man findet die nützlichen kleinen Insekten auch in großer Zahl, nicht nur auf dem Einband und dem Vorsatzpapier, sondern jeden Kapitelanfang ziert die kleine Illustration einer Biene. Eine Besonderheit im Roman sind die Zeitsprünge. Beim Wechsel in einer andere Zeitebene beginnt das folgende Kapitel mit dem Wort, mit dem das vorherige endet.
Auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten im Buch gestört haben, so ist es doch ein Roman, der erschreckend authentisch ist und keinen kalt lässt. Nuris und Afras Geschichte hallt noch lange im Gedächtnis nach.

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Interessanter Roman um Katharina II.

Die Zarin und der Philosoph (Sankt-Petersburg-Roman 2)
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Dies ist Martina Sahlers zweiter Sankt-Petersburg-Roman. Der erste Band „Die Stadt des Zaren“ gehörte zu meinen ganz großen Lese-Highlights 2017. Damals ging es um die Gründung der Stadt durch Peter den ...

Dies ist Martina Sahlers zweiter Sankt-Petersburg-Roman. Der erste Band „Die Stadt des Zaren“ gehörte zu meinen ganz großen Lese-Highlights 2017. Damals ging es um die Gründung der Stadt durch Peter den Großen.
Inzwischen sind sechzig Jahre vergangen, und Zarin Katharina ist an der Macht. Sie hat große Ziele, was die Zukunft Russlands angeht, aber auch wenn sie zu vielen Reformen bereit ist und zum Teil fortschrittliche Ansichten hegt, so gibt es doch viel Ungerechtigkeit und Elend im Land, das die Regentin geflissentlich ignoriert bzw. nicht gewillt ist, etwas zum Besseren zu ändern. Zwar umgibt sie sich gerne mit klugen Männern, übt sich in der hohen Kunst der Diplomatie und führt gerne philosophische Gespräche, aber eines kann sie nicht dulden, und das ist offene Kritik, vor allem wenn diese von einer Seite kommt, wo sie absolut nicht damit gerechnet hat.

Dieser zweite Band ist ganz anders als der Vorgänger. Ging es damals um den Überlebenskampf während der Gründung einer neuen Stadt, so steht Sankt Petersburg mittlerweile in voller Blüte. Die Handlung des Romans dreht sich weitgehend um Katharinas Regierungsgeschäfte und Ziele sowie um das Leben am Hof. Katharina nimmt ein junges Mädchen als Ziehtochter bei sich auf. Sie steckt all ihre Hoffnungen und ihre Zuneigung in das Kind,welches sich im Lauf der Handlung zu einer starken und eigenwilligen Persönlichkeit mit ganz eigenen Vorstellungen entwickelt.
Stephan Mervier ist mit seiner jungen Frau, einer begnadeten Malerin, nach St. Petersburg gekommen. Offiziell weilt er als Gast der Zarin in Russland, denn sie schätzt anregende Dialoge, aber insgeheim hat Stephan einen Auftrag vom Preußenkönig Friedrich II.; er soll ihm über die Entwicklungen im Land und über Entscheidungen der Zarin berichten. Im Dunstkreis der Zarin wird Stephan zum vielbeschäftigten Mann, der daneben auch noch in einem Geheimbund mitwirkt, welcher der Zarin kritisch gegenüber steht. Für seine junge Frau Johanna hat er kaum Zeit, und das Paar entfernt sich immer weiter voneinander.

Wie schon beim ersten Band, so fand ich es sehr hilfreich, dass es gleich am Anfang des Buches ein umfangreiches Personenverzeichnis gibt, denn so fällt es einem leichter, die vielen Charaktere, die im Lauf der Geschichte auftauchen, richtig einzuordnen und sich die Zusammenhänge zu merken.
Die wichtigsten Personen des Romans sind hier dick gedruckt, und historisch reale Persönlichkeiten wurden mit einem Sternchen gekennzeichnet, denn man trifft in Katharinas Gesellschaft sowohl ihre Günstlinge als auch berühmte Philosophen wie Voltaire oder Diderot. Eine Zeittafel mit den wichtigsten historischen Ereignissen ist ebenfalls interessant und sinnvoll.

Wie ich einmal von Frau Sahler gelesen habe, sind die Petersburg-Romane ihre Herzensbücher. Das spürt man beim Lesen auf jeder Seite, wenn man die plastischen Schilderungen dieser Stadt verfolgt. Auch die Charakterisierungen ihrer Protagonisten sind durchweg sehr detailliert und gelungen. Die Autorin erklärte, dass wohl weitere Bände folgen werden und dass man in jedem weiteren Band auf bekannte Namen stoßen wird. Dies ist mir hier beim zweiten Band gar nicht gleich aufgefallen, aber nachdem ich durch diese Äußerung darauf aufmerksam wurde, habe ich wirklich einen „alten Bekannten“ im Buch entdeckt. Als Zehnjähriger kam er mit seiner Familie nach St. Petersburg, wo sein Vater als Arzt einen neuen Wirkungsbereich fand. Im zweiten Band ist er ein alter Mann, dem es nicht gut geht, aber sein Enkel spielt diesmal eine wichtige Rolle. Solche Verbindungen gefallen mir sehr, denn sie bringen einem die Charaktere und auch die zeitlichen Zusammenhänge näher.

Obwohl ich zugeben muss, dass mich Band 1 noch viel mehr fesseln konnte, so hat mir auch dieser Folgeband gut gefallen. Die Atmosphäre ist eine andere, und leider kommt das Schicksal der Armen etwas zu kurz. Es gibt zwar einen kleineren Handlungsstrang, in dem man einige Leibeigene kennenlernt, aber deren Schicksal bleibt letztendlich offen. Auf jeden Fall erfährt man sehr viel Historisches über die Regierungszeit Katharinas II, und auch diesmal gibt es wieder eine tragische Flutkatastrophe, als die Neva über die Ufer tritt und zahlreiche Menschenleben fordert.
Für mein persönliches Empfinden bleibt der zweite Band etwas hinter dem ersten Roman zurück, was mich aber nicht daran hindert,mich auf weitere Bände über diese faszinierende Stadt und ihre Geschichte zu freuen.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Mynthas Geschichte wurde nun glücklich zu Ende erzählt

Das Erbe der Kräuterfrau
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Dies ist nun der Abschlussband der historischen Reihe um die sympathische Fährmannstochter Myntha. Er unterscheidet sich von den vorherigen Bänden und hat einen Sonderstatus, denn er stammt nur zum Teil ...

Dies ist nun der Abschlussband der historischen Reihe um die sympathische Fährmannstochter Myntha. Er unterscheidet sich von den vorherigen Bänden und hat einen Sonderstatus, denn er stammt nur zum Teil von Andrea Schacht. Die bekannte Autorin, deren Bücher ich so liebe, ist im Jahr 2017, viel zu jung, verstorben. Zu dieser Zeit hatte sie das Manuskript für den vorliegenden Roman erst ca. zur Hälfte fertig gestellt. Die restlichen Kapitel waren jedoch inhaltlich bereits von der Autorin skizziert. Letztendlich hat sich Julia Freidank des Romans angenommen und ihn, mit Unterstützung des Ehemanns von Andrea Schacht, fertig gestellt.
Diese Aufgabe war sicher nicht einfach, denn durch die vorherigen Bände sind die Zusammenhänge sehr komplex, da sich so mancher Schicksalsfaden durch alle Bücher zieht. Man weiß nicht, wie Mynthas Geschichte geendet hätte, wenn sie von Andrea Schacht selbst fertig gestellt worden wäre. Jede Autorin hat ihren eigenen Stil und ihr eigenes Kopfkino. So ist es ganz normal, dass eingefleischte Fans von Andrea Schacht merken, wo deren Geschichte endet und Julia Freidank übernommen hat. Die Zeichen sind nicht deutlich, und doch kann man den dezenten Stilwechsel erkennen, denn beide Autorinnen haben eben ihre ganz eigene, individuelle „Handschrift“, so sind beispielsweise Andrea Schachts humorvolle Wortspielereien einfach unnachahmlich, und ich habe sie in den letzten Kapiteln vermisst. Ich war sehr neugierig, wie Julia Freidank die Geschichte zu Ende führen wird, aber da ich von ihr erst kürzlich mit Begeisterung „Das Brauhaus an der Isar“ gelesen habe, war ich zuversichtlich, dass es mir gefallen wird. Dem war nun auch so. Es ist mir bewusst, dass es keine leichte Aufgabe war, so kurz vor Schluss, im wahrsten Sinn des Wortes, das Ruder zu übernehmen. Aber Frau Schachts Werk wurde so zu einem zufriedenstellenden Ende geführt, und Mynthas Schicksal blieb nicht offen. Darüber bin ich sehr froh, auch wenn sich zu meinem Bedauern einiges in der Geschichte ganz anders als erwartet entwickelte. Allzu sehr möchte ich auf die Handlung gar nicht eingehen, denn die Gefahr wäre groß, unabsichtlich zu spoilern. Nur so viel aus meiner Sicht: Das Schicksal einiger Charaktere, die ich im Lauf der vorherigen vier Bände lieb gewonnen hatte, verläuft im Sande bzw. wird eher am Rande abgehandelt. Manche Wendung in der Geschichte bzw. die Gründe dafür konnte ich nicht so ganz nachvollziehen.
Aber letztendlich freue ich mich, dass die Reihe einen würdigen Abschluss gefunden hat, und für mich ist dieses Buch sehr wichtig und lesenswert.

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Veröffentlicht am 18.02.2020

Kräuter und Yoga, eine gute und hilfreiche Kombination

Kräuter Yoga
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Kräuter und Yoga sind zwei Themen, die mich momentan intensiv beschäftigen. Die Kräuterheilkunde interessiert mich schon, so lange ich denken kann, und ich nutze sie auch für meine Familie und mich, soweit ...

Kräuter und Yoga sind zwei Themen, die mich momentan intensiv beschäftigen. Die Kräuterheilkunde interessiert mich schon, so lange ich denken kann, und ich nutze sie auch für meine Familie und mich, soweit es möglich ist, denn meine Erfahrungen haben gezeigt, dass so ziemlich für jedes Wehwehchen ein Kraut gewachsen ist. Yoga ist erst in letzter Zeit stärker in meinen Fokus gerückt. Ich habe zwar auch damit schon in der Vergangenheit ein paar Erfahrungen gesammelt, bin aber daran gescheitert, dass viele Übungen für mich als Anfänger einfach zu kompliziert waren.
Im Buch von Birgit Feliz Carrasco kommen nun meine beiden Interessengebiete zusammen.
Die Autorin bietet, gut gegliedert nach verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden, die eigene Behandlung an, quasi im Doppelpack mit den passenden Kräuteranwendungen und entsprechenden Yogastellungen. Das Buch bezieht sich dabei auf allgemeine, alltägliche Befindlichkeitsstörungen, nicht auf ernsthafte Erkrankungen, bei denen selbstverständlich ein Arzt zu Rate gezogen werden sollte.
Schon im Inhaltsverzeichnis sind die Kapitel klar gegliedert, so dass man die Beschwerden, die man gerne behandeln möchte, schnell findet. Das Spektrum geht von der allgemeinen Immunabwehr über Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Gelenkschmerzen bis hin zu Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen, Zahnproblemen, Husten etc., alles Befindlichkeiten, die einem das Leben schwer machen und doch oft von einem selbst positiv beeinflusst werden können.
Die einzelnen Kapitel sind übersichtlich aufgebaut.
Es gibt zu den angesprochenen Gesundheitsproblemen erst eine allgemeine Erklärung, gefolgt von geeigneten Heilpflanzen und Yoga-Asanas. Für die zu verwendenden Kräuter sind in allen Kapiteln Rezepte enthalten, die sich einfach umsetzen lassen. Bei der jeweiligen Yoga-Sequenz finde ich besonders die Atemübungen sehr hilfreich und von jedem umsetzbar, ebenso die gezeigten Handgesten = Mudras.
Schwieriger ist es für mich bei den Yogaübungen. Diese sind relativ einfach erklärt und nur sehr sparsam illustriert. Um sie umzusetzen musste ich erst noch im Internet recherchieren und mir passende Videos ansehen, denn als Einsteiger ist man mit der kurzen Beschreibung und den knappen Illustrationen dazu eindeutig überfordert, zumindest mir ging es so.
Im Anhang bietet das Buch noch eine Tabelle mit allen besprochenen Beschwerden und den dazu empfohlenen Asanas, Kräutern und ätherischen Ölen. Auch Bezugsquellen sind dort angegeben.
Auch wenn mir die Erklärungen zu den Yoga-Übungen im Buch nicht ausgereicht haben und ich mir ausführlichere Informationen eingeholt habe, so finde ich das Buch insgesamt doch gut und nützlich, denn einmal verstanden, hat man bei den Asanas dann auch den Bogen raus und muss nicht jedes Mal nachsehen, wie das denn nun genau geht. Und schon die Empfehlungen zu Kräuteranwendungen, zu ätherischen Ölen und die enthaltenen Atemübungen sind es wert, sich das Buch näher anzusehen.

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Das Buch ist wie ein guter Freund, der einen durchs Jahr begleitet.

Try Yourself Happy
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Die Autorin reiste ein Jahr lang durch Indien und nahm aus dieser Zeit viele wertvolle Erkenntnisse und Inspirationen mit. Sie ist ausgebildete Entspannungstherapeutin und beschäftigt sich intensiv mit ...

Die Autorin reiste ein Jahr lang durch Indien und nahm aus dieser Zeit viele wertvolle Erkenntnisse und Inspirationen mit. Sie ist ausgebildete Entspannungstherapeutin und beschäftigt sich intensiv mit ganzheitlicher Gesundheit, mit der Harmonie zwischen Körper und Geist.
Aus ihrem fundierten Wissen ist dieses schöne Buch entstanden, das schon durch sein äußeres Design fasziniert und Hochwertigkeit ausstrahlt. Das Buch hat einen stabilen Einband aus kräftiger Pappe, und das Motiv auf der Vorderseite ist teilweise geprägt. Die harmonische Gestaltung aus Grau- und Türkistönen zieht sich durch das komplette Buch und gefällt mir sehr gut.
Wenn man genau hinsieht, erkennt man auch auf dem türkisfarbenen Schnitt den Schriftzug „TRY YOURSELF HAPPY“.

Der Inhalt des Buches gliedert sich in 52 Kapitel „52 Ideen zum Glück“. Das Buch ist als Begleiter für ein ganzes Jahr gedacht, so dass man wöchentlich ein neues Thema vorgeschlagen bekommt. Alle Themen im Buch haben in irgend einer Weise etwas mit dem persönlichen Glück, mit Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Achtsamkeit zu tun. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, es gibt Abschnitte zu Meditation, Liebe, Glauben, Empathie, bewusst atmen, in der Natur sein, sich seinen Ängsten stellen und viele andere mehr.
Jedes Kapitel gibt Anregungen und Denkanstöße zu seinem Thema. Dabei ist das Buch sehr übersichtlich und großzügig gegliedert und nicht mit Text überfrachtet. Zu jedem Kapitel gibt es außerdem eine ganzseitige Illustration der Autorin. Dazwischen findet man genügend Raum für eigene Notizen, denn dies ist kein Buch, das man einmal liest und dann zur Seite legt, sondern man kann (und soll!) damit arbeiten und persönliche Eintragungen machen.

Viele der Anregungen wird man, sobald man inne hält und sein Leben überdenkt, schon intuitiv richtig machen, aber an manches denkt man vielleicht nicht oder käme von sich aus nicht auf den Gedanken, dass es ein weiterer Schritt zum persönlichen Glück sein könnte. Hier steht einem das Buch hilfreich zur Seite.
Es sind auch Links zur Website und zum Onlineshop der Autorin angegeben, wo man schöne und passende Artikel mit den persönlichen Illustrationen von Karolina Zolubak und ergänzende Videos zu einigen Themen (Meditation, Minimalismus, Yoga etc.) findet.
Mir gefällt das Konzept insgesamt gut. Manche Themen hätten gerne noch etwas ausführlicher behandelt werden können, denn vieles wird nur sehr oberflächlich angerissen. Es liegt an jedem selbst, intensiv in die verschiedenen Themen einzutauchen und seine persönliche Essenz aus dem Buch zu ziehen.

Eine Kritik habe ich jedoch, was die Gestaltung angeht. So gut mir die Farbkombination und das gesamte Design gefällt, aber der Druck wechselt bei der Schrift zwischen dunklem und hellem Türkis, was einer guten Lesbarkeit nicht gerade entgegen kommt. Besonders schwer tut man sich bei weißer Schrift auf hellem, mintfarbenem Hintergrund. Nun bin ich zwar nicht mehr die Jüngste, aber meine Augen sind noch recht gut; es liegt also nicht an mir. 😉😎
Das tut jedoch der Liebe zu dem Buch keinen Abbruch, denn der Gedanke, die Idee, die dahinter steckt, ist sehr schön.

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