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Veröffentlicht am 14.08.2020

Solider Thriller

White Sleep - Unschuldig in den Tod
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Nach „Dark Call – du wirst mich nicht finden“ ist dies der zweite Band der Holly-Wakefield-Serie. Aber beide Teile sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Nur vom Privatleben ...

Nach „Dark Call – du wirst mich nicht finden“ ist dies der zweite Band der Holly-Wakefield-Serie. Aber beide Teile sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Nur vom Privatleben der Ermittler gesehen, schließt dieser Band sozusagen an den ersten Band an.
Diesmal wird in einem Londoner Park ein Junge tot aufgefunden. Er wurde regelrecht in Szene gesetzt: nackt auf einem weißen Kissen liegend und mit einem Engel in der Hand. Detective Inspector Bishop und Profilerin Holly Wakefield ermitteln mit ihren Kollegen. Doch bevor sie überhaupt eine Spur haben, taucht der nächste tote Junge auf. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt….
Dieses Mal beginnt der Thriller eher leise und verhalten. Trotz der Kinderleichen ist der Spannungsbogen bis zur Hälfte eher mäßig und ich habe ein wenig den Nervenkitzel und die Spannung aus Band 1 vermisst. So etwa zur Hälfte steigt der Spannungsbogen und die Handlung nimmt an Fahrt auf. Dann hat mich das Buch auch wieder komplett in seinen Bann gezogen. Gegen Ende wird es sogar richtig heftig und es tun sich tiefste menschliche Abgründe auf.
Es wird alles wunderbar aufgeschlüsselt und kommt zu einem nicht vorhersehbaren, aber sehr schlüssigen Ende.
Der Schreibstil ist leicht und locker und somit sehr gut lesbar. Schön fand ich es auch, dass häufig die Sichtweise der Protagonisten zwischen Wakefield und Bishop wechselt. Gelegentlich kommt in kurzen Abschnitten auch der Täter zu Wort. Dies ist wirklich sehr gut gelöst.
Alles in allem ein solider und guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 23.06.2020

atmosphärischer Debütkrimi

Nordsee-Nacht
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Es handelt sich hierbei um den Debütkrimi der Autorin Hannah Häffner.

Der Krimi spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zuerst wird in den achtziger Jahren aus einem Ferienlager berichtet, aus dem ein ...

Es handelt sich hierbei um den Debütkrimi der Autorin Hannah Häffner.

Der Krimi spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zuerst wird in den achtziger Jahren aus einem Ferienlager berichtet, aus dem ein sechsjähriges Mädchen spurlos verschwindet. Da nie eine Leiche auftaucht, weiß das Ermittlungsteam um Ulrich Wedeland nicht, ob es sich um Entführung oder Mord handelt. Der Fall konnte also nie geklärt werden und wird als Cold Case zu den Akten gelegt. Die ersten Kapitel handeln von dem Verschwinden des Mädchens und den Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Der zweite Strang spielt dann fast 25 Jahre später, als am gleichen Ort eine Frau am Strand gefunden wird, die anscheinend keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit hat. Sie weiß nicht mal wie sie heißt. Es kommt die Vermutung auf, dass es sich um das damals verschwundene Mädchen handeln könnte.

Die Autorin schreibt in einem bildhaften und zugleich wortgewaltigen Schreibstil. So benutzt sie viele Metaphern und teilweise kam beim Lesen allein schon durch diesen schönen Schreibstil düstere Spannung auf. Aber auch vom Plot her kam schnell Spannung auf. Prinzipiell hat diese dann auch wirklich bis zum Ende gehalten, d.h. der Ausgang war nicht vorhersehbar. Aber trotzdem kamen am Ende ein wenig Unklarheiten für mich auf und es war nicht alles so ganz in sich schlüssig oder stimmig.

Aber das sind nur kleine Abstriche die ich machen möchte. Alles in allem ein düsterer und atmosphärischer Krimi, der sich wirklich gut lesen lässt und durchaus auch Lust auf mehr von der Autorin erweckt. Also alles in allem ein gelungenes Krimidebüt, für das ich 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

trotz ernster Thematik unterhaltsam zu lesen

Zwei Wochen im Juni
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Ada und ihre Schwester Toni mussten den Tod ihrer Mutter verkraften. Nun sind sie gemeinsam im Elternhaus um Abschied zu nehmen und das Haus zu räumen, da es verkauft wird. Dabei kommen natürlich viele ...

Ada und ihre Schwester Toni mussten den Tod ihrer Mutter verkraften. Nun sind sie gemeinsam im Elternhaus um Abschied zu nehmen und das Haus zu räumen, da es verkauft wird. Dabei kommen natürlich viele Erinnerungen hoch.
Es wechselt im Buch immer wieder die Zeitform. Eigentlich ist der Roman in der Gegenwart geschrieben, aber zwischendurch gibt es immer mal wieder Einschübe aus der Vergangenheit, die aber optisch durch das Schriftbild schon zu erkennen sind.
Der Roman behandelt ernste Themen und hat viel Tiefgang. So geht es wirklich sehr stark um Abschiednehmen und Trauer, sowie auch um Vergangenheitsbewältigung. Und durch diese Vergangenheitsbewältigung machen sich Ada und Toni gezwungenermaßen auch Gedanken über ihr momentanes Leben und ihre Zukunft.
Trotz der ernsten Thematik ist das Buch keineswegs traurig oder schwermütig, sondern eher unterhaltsam geschrieben. Die Autorin Anne Müller hat hier wirklich eine gute Balance geschaffen.
Interessant fand ich es auch zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Charaktere der Schwestern sind, und wie unterschiedlich sie sich auch entwickelt haben.
Es handelt sich hierbei eher um einen leisen Roman, bei dem nicht wirklich viel passiert und eher die Untertöne zwischen den Zeilen wichtig sind. Eine schöne, fast poetische Lektüre, aber trotzdem war es mir von der Handlung etwas zu wenig. Deswegen vergebe ich 4 Sterne.
Auch das Äußere des Buches möchte ich noch hervorheben. Mit dem festen Einband, dem Schutzumschlag und sogar einem Lesebändchen ist es wirklich sehr ansprechend gestaltet.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Insgesamt guter Psychothriller, der am Anfang aber etwas zäh zu leesn war

Ein Herz und keine Seele
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Inhalt:
Eine Frau hat sich vor einen Zug geworfen. Es scheint sich um Selbstmord zu handeln. Trotzdem wird Detective Tom Thorne hinzugerufen. Und er stößt auch direkt auf Ungereimtheiten. In einem anderen ...

Inhalt:
Eine Frau hat sich vor einen Zug geworfen. Es scheint sich um Selbstmord zu handeln. Trotzdem wird Detective Tom Thorne hinzugerufen. Und er stößt auch direkt auf Ungereimtheiten. In einem anderen Handlungsstrang geht es um Sarah und Conrad, ein sehr spezielles Liebespaar. Bei seinen Ermittlungen trifft Tom Thorne auf diese beiden. Doch wie hängen die beiden Fälle wohl zusammen?

Meine Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den zweiten Band um Detective Tom Thorne. Ich kenne den Vorgängerband nicht und habe beim Lesen gemerkt, dass es sicher vorteilhaft ist, den Vorgänger zu kennen. Ich denke, dies vereinfacht das Lesen und trägt zum besseren Verständnis bei.
Trotzdem bin ich nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut in das Buch hineingekommen.
Die Spannung hat in der ersten Hälfte ein wenig mehr sein können. In der zweiten Hälfte hat die Spannung dann zugenommen und bei mir ist dann auch Gänsehautfeeling aufgekommen.

Von den beiden Handlungssträngen hat mich der Teil um Sarah und Conrad eindeutig mehr gefangen genommen. Zum Schreibstil: Das Buch ist in vier Teile und viele kurze Unterkapitel eingeteilt. Dies entspricht meinen Vorlieben, wenn die einzelnen Kapitel nicht allzu lang sind. Es gibt auch einen ständigen Perspektivwechsel. Dies hat mich anfangs auch ein wenig verwirrt, aber dann bin ich doch gut damit klar gekommen. Zum Plot möchte ich nicht viel sagen, damit ich nichts vorweg nehme.

Jetzt im Nachhinein kann ich jedenfalls sagen, dass es sich hier wirklich um einen geschickt gestrickten Psychothriller handelt, der sehr gut durchdacht ist. Am Ende passt alles zusammen und man kann die Auflösung nicht vorhersehen. Auch wenn es zwischendurch, insbesondere am Anfang, immer mal wieder Längen gab, so hat die Spannung sich immer mehr gesteigert und blieb dann auch wirklich bis zum Ende erhalten. Gekonnt wurde man beim Lesen immer wieder verwirrt und wusste nicht so Recht, woran man den nun ist.

Vom Äußeren ist das Buch ein absoluter Hingucker. Das Coverbild sieht total klasse aus und deutet schon auf viel Spannung hin. Der Buchschnitt ist rot und daher sehr auffällig und zudem in der gleichen Farbe in der auch der Autorenname groß auf dem Cover steht. Das Buch ist als Hardcover erschienen.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Schöner Frauenroman mit Tiefgang

Unverblümt im Sommerwind
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„Unverblümt im Sommerwind“ hat mich durch das wunderschöne Cover neugierig gemacht. Autorin Simone Veenstra entführt einem beim Lesen an die Nordsee.
Es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge, die auch ...

„Unverblümt im Sommerwind“ hat mich durch das wunderschöne Cover neugierig gemacht. Autorin Simone Veenstra entführt einem beim Lesen an die Nordsee.
Es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge, die auch in unterschiedlichen Zeitebenen spielen.
Einerseits spielt der Plot in der Gegenwart. Es geht um Judith, die zu ihrem Onkel nach Amrum fährt. Sie kann einfach nicht lügen, und hat deswegen sowohl Freund als auch Job und Wohnung verloren. Sie möchte ihr Leben ändern und das Lügen erlernen. In Amrun lernt sie die Gäste der Villa Pippilotta kennen und freundet sich mit ihnen an.….
Dabei findet Judith ein altes Tagebuch. Um diese Tagebucheinträge der jungen Teda rankt sich dieser zweite Handlungsstrang, der einem in die Zeit ab 1911 nach Föhr entführt. Dies ist ein historischer Teil, der aber sehr interessant ist und einem die Restriktionen der damaligen Zeit vor Augen führt. Auch wird das Thema der Gleichberechtigung von Mann und Frau, sowie das damalige Rollenverständnis sehr schön dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt sehr unterhaltsam und gut lesbar. Das Setting an der Nordsee ist natürlich wunderschön und Sabine Veestra hat dafür gesorgt, dass ich viele Bilder vor Augen hatte. Auch hatte das Buch eine gute Mischung von Romantik, Tiefgang und Humor. Diese Mischung mit vielen ernsten Untertönen hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Der Hauptplot des Buches ist der Teil der Gegenwart um Judith. Dementsprechend sind diese Abschnitte auch länger als die Teile der Vergangenheit. Ich fand diese Unterteilung durchaus gelungen, und mir haben beide Abschnitte gleichermaßen gut gefallen.


Fazit:
Insgesamt hat mich das Buch in beiden Handlungssträngen gut unterhalten. Allerdings hätte man meiner Meinung nach die knapp 500 Seiten doch etwas kürzen sollen. So kommen zwischendurch immer wieder kleine Längen auf. Daher vergebe ich 4 Sterne für dieses unterhaltsame Buch.

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