Gypsies, Tramps and Thieves
Denn das Leben ist eine ReiseObwohl in Europa und nicht in den Vereinigten Staaten angesiedelt, klang mir das alte Lied von Cher während der Lektüre dieses Buches wieder und wieder in den Ohren.
Die Atmosphäre kam mir ein bisschen ...
Obwohl in Europa und nicht in den Vereinigten Staaten angesiedelt, klang mir das alte Lied von Cher während der Lektüre dieses Buches wieder und wieder in den Ohren.
Die Atmosphäre kam mir ein bisschen so vor - die in der Aimée, inzwischen 30 und längst selbst Mutter, aufgewachsen ist, nämlich in einem Wohnmobil, zeitweise auch in einem alten Bulli. Auch wenn sie meist an einem Stellplatz in einer Art Kommune mit Gesinnungsgenossen hausten, waren sie so etwas wie fahrendes Volk, abgelehnt von vielen Mitmenschen, ja, sogar von den eigenen Großeltern.
Inzwischen lebt Aimée schon seit Jahren mit ihrem Lebensgefährten Per, einem Architekten, in dessen stylishen Haus, bis sie irgendwann die Nase voll hat: ihn stört so viel an ihr und am gemeinsamen Sohn Len, dass sie ihren alten Bulli aus der Garage holt und mit Len wegfährt. Zu Daniel, einem Gefährten und zeitweiligem Liebhaber aus ihrem früheren Leben. Dessen Mutter, die ihr oft viel näher stand, ist gerade gestorben.
Doch auch hier erlebt Aimée zunächst Distanz, ja Ablehnung und dann taucht noch ihre eigene Mutter auf, mit der sie gar nicht kann. Dafür gibt es Gründe.
Doch peu à peu finden Aimée und Len in ihr neues Leben, ja: sie finden sich selbst. Dem konnte ich an vielen Stellen nicht so recht folgen, es kam mir nicht so logisch vor. Auch ist der Stil von Autorin Hanna Miller nicht so eloquent und eindringlich, dass er mich auf Dauer packen kann. Dennoch werden es manche Leser sicher als unterhaltsame Lektüre zu schätzen wissen