Sehr bewegende Familiengeschichte, die zu Zeit des ersten Weltkrieges beginnt und in der Gegenwart endet
So weit der Himmel dich trägtDiese Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Hauptfigur, um die sich alles abspielt, ist Maria, die im ersten Weltkrieg geboren wird. Der besondere Reiz der Geschichte liegt darin, dass ...
Diese Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Hauptfigur, um die sich alles abspielt, ist Maria, die im ersten Weltkrieg geboren wird. Der besondere Reiz der Geschichte liegt darin, dass sie auf wahren Begebenheiten beruht und Teile der der Familienbiographie der Autorin miteingeflossen sind.
Sofort kann ich mich das Leben von Maria und ihrer Eltern einfinden, denn sie sind quasi "durchschnittliche" Personen und ein Teil ihres Lebens, ihres Alltages dürfte sich bei meinen Urgroß-/Großeltern ähnlich abgespielt haben, Maria wächst nicht nur zwischen zwei Weltkriegen auf, sondern erlebt den zweiten Weltkrieg als junge Frau mit all den Entbehrungen, politischen Entwicklunge, der Verfolgung der Juden und Gefahren sowie dem entsetzlichen Leid. Das Buch erzählt parallel zu der Geschichte von Maria von der Zeit des ersten Weltkrieges bis zur Zeit im Nachkriegsdeutschlan auch einen Ausschnitt aus der Begegnung mit ihrem Enkel Jahrzehnte später sowie der Geschichte ihrer Urenkelin in der Gegenwart , die die Familiengeschichte aufdeckt.
Der Erzählstrang, der aus der Vergangenheit erzählt, hat mich völlig mitgerissen. Ein klein wenig vernisst habe ich zur Orientierung einen Stammbaum oder ein Personenverszeichnis sowie evtl. ein kurzes historisches Raster am Ende, um alles besser einzuordnen.
Meinem Leseerlebnis, meinem Abtauchen in eine andere Zeit, hat dies jedoch keinen Abbruch getan. Es war ein sehr emotionales Lesehighlight,gerade deswegen weil es teilweise völlig schnörkellos die Wahrheit offenbarte und ich mich nicht entziehen konnte. Die Frage, die sich mir stellte, war, wie wäre ich gewesen an Stelle von Maria, Marlen, Malin aber auch Marias Eltern, Sara, Agga,....
Ein Buch , was mich sehr nachdenklich stimmte, mich trotz aller Traurigkeit doch mit Hoffnungschimmer und Optimismus zurücklässt.
Fünf Sterne!