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Veröffentlicht am 25.05.2020

Leichtes Lesevergnügen für zwischendurch

Sam & Emily. Bis zum Ende des Sommers
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In “ Bis zum Ende des Sommers“ von Holly Goldberg Sloan geht es um die Liebe zwischen Emily und Sam. Die beiden führen eine gute Beziehung – bis Destiny auftaucht. Destiny ist von daheim abgehauen und ...

In “ Bis zum Ende des Sommers“ von Holly Goldberg Sloan geht es um die Liebe zwischen Emily und Sam. Die beiden führen eine gute Beziehung – bis Destiny auftaucht. Destiny ist von daheim abgehauen und lebt seit da von Gelegenheitsjobs. Ihre Mutter ist tot und ihr Vater sitzt im Gefängnis. Und damit hat sie einiges mit Sam gemeinsam – mehr als Emily. Doch nicht nur Destiny scheint eine Gefahr für Emily und Sam darzustellen. Eine weitaus größere Gefahr lauert in Sams Vergangenheit.

Holly Goldberg Sloan hat einen sehr guten Schreibstil, bei dem man sofort mitten im Geschehen ist und das Gefühl bekommt, die Charaktere ihres Buches sehr gut zu kennen. Dadurch, dass sie das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben hat, bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlswelten der einzelnen Personen.
Ich persönlich habe sowohl Emily, als auch Sam schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen. Emily ist wahnsinnig selbstlos und scheint ein sehr fröhlicher Mensch zu sein, wodurch sie einem sofort sympathisch wird. Sam dagegen hat bei mir aufgrund seiner Entwicklung gepunktet. Er hat eine sehr schwere Vergangenheit, die im Buch des Öfteren durch Rückblicke beleuchtet wird. Trotzdem hat er sich zu einem netten Jugendlichen entwickelt, der alles für seine Freundin tun würde. Dadurch hat er sich bei mir Respekt verschafft und sich einen Weg in mein Herz gebahnt.
Mit Destiny dagegen bin ich während des gesamten Buches nicht richtig warm geworden. Ganz im Gegenteil. Je weiter ich gelesen habe, umso nerviger fand ich sie. Es gab beim Lesen Momente, in denen ich das Buch am liebsten weggelegt hätte, um meine Ruhe vor Destiny und ihren Dramen zu haben. Auch wenn ihre nervige Art zumindest zum Teil mit Sicherheit von der Autorin gewollt war, habe ich es als sehr anstrengend empfunden. Dadurch ist mir das Lesevergnügen immer wieder kurzzeitig genommen worden.
Ein weiterer Kritikpunkt von mir ist die Vorhersehbarkeit der gesamten Handlung. Grundsätzlich ist während dem gesamten Buch immer genau das Richtige zur richtigen Zeit passiert. Hier ein Beispiel zur Verdeutlichung (AUCHTUNG SPOILER: Sams Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und wie durch Zufall passiert ein Unfall, wodurch die Polizisten sich nicht darauf konzentrieren ihn zu suchen. Und der Polizist der dafür zuständig ist, Sam über den Ausbruch zu informieren, ist leider genau in der Woche krank.). Diese Vorhersehbarkeit hat für mich die Spannung der Geschichte genommen. Des Weiteren hat es der Geschichte etwas sehr unrealistisches gegeben – wenn ein oder zweimal etwas genauso passiert, wie es die Hauptpersonen brauchen, ist das kein Problem, aber wenn es das ganze Buch hindurch immer der Fall ist, … naja.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Ein Buch mit sehr tollem Schreibstil

Denn Geister vergessen nie
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In „Denn Geister vergessen nie“ von Jessica Koch geht es um eine Gruppe Freunde, die eine Segentour machen. Dabei werden sie von einem Unwetter überrascht und befinden sich in einer nahezu ausweglosen ...

In „Denn Geister vergessen nie“ von Jessica Koch geht es um eine Gruppe Freunde, die eine Segentour machen. Dabei werden sie von einem Unwetter überrascht und befinden sich in einer nahezu ausweglosen Situation mitten auf dem Pazifik. Mit an Bord ist Amy, die aufgrund eines Ereignisses in ihrer Vergangenheit sehr unglücklich ist. Außerdem Mian, welchem als kleines Kind durch einen Voodoo Zauber das Leben gerettet wurde. Seit damals hat er eine besondere Gabe. Er spürt die Emotionen der Menschen um ihn herum und ist auf besondere Art und Weise mit seinem Bruder Jano verbunden. Mian hat sich das Ziel gesetzt Amy bei der Verarbeitung ihrer Vergangenheit zu helfen. Außerdem befinden sich ihre Freunde Jayden, Collin und Ben mit an Bord. Zwischen Amy und Mian entwickelt sich eine enge Verbundenheit, doch ihr Glück hält nur sehr kurz an, bis Amy von Mians dunklem Geheimnis erfährt und ihr Schiff auf das Unwetter trifft. Nur Jano, der seit damals ebenfalls eine Gabe hat, kann den Freunden jetzt noch helfen.

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen und auch der Klappentext und die Leseprobe haben mich angesprochen, was dazu geführt hat, dass ich mich für ein Rezensionsexemplar beworben habe. Während dem Lesen habe ich mich allerdings mehrmals gefragt, was das Cover eigentlich mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Obwohl mir die Farben und das Motiv des Covers eigentlich gut gefallen, hätte ich mir einen stärkeren Bezug zum Buch gewünscht.

Zum Buch lässt sich sagen, dass Jessica Koch einen sehr bildhaften Schreibstil hat, der einen sofort in den Bann zieht. Das Buch ist aus den unterschiedlichen Perspektiven der Freunde geschrieben, was das Lesen sehr abwechslungsreich gestaltet. Eigentlich sollte man dadurch ebenfalls einen guten Einblick in die Denkstrukturen der einzelnen Charaktere bekommen, jedoch sind nur die Kapitel aus Sicht von Amy in der Ich-Perspektive geschrieben. Alle anderen Kapitel beziehen sich zwar auf das Geschehen um die entsprechende Person herum, sind aber in der 3. Person geschrieben. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz zu den Personen, was ich sehr schade finde. Nur in Amy konnte ich mich durch die genaue Beschreibung ihrer Gedanken und Gefühle richtig hineinversetzen.

Neben den Kapiteln, die die momentanen Handlungsstränge beschreiben, hat Jessica Koch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit von Mian und Jano eingebaut. Das ermöglicht es einem, gut nachzuvollziehen, wie sich die Gabe von Mian entwickelt hat und was es damit genau auf sich hat. Was mir allerdings während des gesamten Buches unklar geblieben ist, ist inwieweit sich Janos Gabe von der seines Bruders unterscheidet. An einigen Stellen wird kurz auf seine Gabe eingegangen, welche offensichtlich das Spüren der Emotionen von Tieren und das Sehen von Geistern beinhaltet, genauere Infos hierzu bekommt man allerdings leider nicht.

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Die Geschichte ist bis auf Kleinigkeiten schlüssig und sehr gut zu lesen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir im Laufe der Geschichte Amy, Mian und Collin. Alle drei haben eine schwere Vergangenheit und versuchen mit ihrem Leben bestmöglich zurechtzukommen. Die Entwicklungen, die alle drei im Laufe des Buches durchlaufen, haben mich ehrlich berührt und zum Nachdenken gebracht.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Schmuckstück

Bring Down the Stars
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Auf dieses Buch bin ich aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden. Ich habe das Cover gesehen und noch bevor ich den Klappentext gelesen hatte war klar: ich brauche dieses Buch.

Bring down ...

Auf dieses Buch bin ich aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden. Ich habe das Cover gesehen und noch bevor ich den Klappentext gelesen hatte war klar: ich brauche dieses Buch.

Bring down the stars handelt von einer Dreiecksbeziehung zwischen Autumn, Weston und Connor. Während Connor und Autumn eine Beziehung führen, bleibt Weston, der ebenfalls Gefühle für Autumn hat, die Rolle als Connors bester Freund. Was Autumn jedoch nicht ahnt, ist dass sämtliche Gedichte und Briefe, die sie von Connor erhalten hat und die den Grundstein ihrer Beziehung bilden, eigentlich, in Connors Auftrag, von Weston geschrieben wurden.

Obwohl mir der Schreibstil von Emma Scott sehr gut gefällt, fand ich den Anfang des Buches etwas schwerfällig zu lesen. Die Handlung ist in den ersten Kapiteln eher vor sich hin geplätschert und hat mich nicht wirklich in ihren Bann gezogen. Emma Scott hat einen Plot mit sehr großem Potential entwickelt, jedoch hatte ich mir, aufgrund des Klappentextes, mehr erhofft. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Autumn und Weston geschrieben, was eigentlich einen guten Einblick in die Gefühlswelten der beiden bringen sollte - Jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Gefühle oft recht oberflächlich abgehandelt wurden, hier wäre Potential für mehr gewesen. Gegen Mitte des Buches hat die Handlung eine unerwartete Wendung genommen, die mich dann doch noch total gefesselt hat. Ab hier hatte ich beim Lesen richtig Spaß und konnte es gar nicht mehr erwarten den zweiten Band der Diologie zu lesen.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen, durch den angenehmen Schreibstil von Emma Scott habe ich auch die ersten, nicht ganz so packenden Kapitel sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Eine Geschichte rund um das Leben zweier Menschen, die meiner Meinung nach besser getrennt bleiben sollten.

Nightsky Full Of Promise
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Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort begeistert. Sie schreibt anschaulich und detailreich und sorgt mit immer wieder eingeworfenen kurzen inneren Monologen und Gedanken dafür, dass wir als Leser ...

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort begeistert. Sie schreibt anschaulich und detailreich und sorgt mit immer wieder eingeworfenen kurzen inneren Monologen und Gedanken dafür, dass wir als Leser genau wissen, was in Sydney und Luke vor sich geht.

Inhaltlich wurde ich von der Geschichte leider nicht zu hundert Prozent überzeugt.
Ich habe Sydneys Verhalten gegenüber Luke als komplett unangemessen und gemein erlebt. Obwohl schnell klar ist, dass Luke sich wirklich nicht mehr an sie erinnert, verhält sie sich, als hätte er sie mit voller Absicht verletzt. Das konnte ich bei den ersten 1-2 Begegnungen noch nachvollziehen – als sie sich besser kennengelernt haben, hätte sie sich jedoch erklären und ihr Verhalten ändern müssen. Sie kam mir oft wie ein trotziges Kind vor, dass einfach aus Prinzip schlecht gelaunt ist.

Durch ihr unmögliches Verhalten, bei dem jeder normale Mensch reisausgenommen hätte, konnte ich leider gar nicht nachvollziehen, wie sich Luke in sie verlieben konnte.

Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl in einer verdrehten Bad-Boy Geschichte zu stecken. Wo sonst der Typ das Mädchen fertig macht und abblitzen lässt, steht hier Sydney, die sich unmöglich gegenüber Luke verhält. (Allerdings schockiert mich hier, dass ich es andersrum sehr gerne lese, während es mich in dieser Konstellation total genervt hat.)

Schade fand ich auch, dass die große Wendung, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe, nicht gekommen ist. Die Lösung des Rätsels (also von Lukes Gedächtnisverlust) war leider nur sehr oberflächlich und die Erklärungen waren nur das, was man sich als Leser bereits selbst gedacht hat. Dafür, dass das Buch fast 500 Seiten hat, ist mir da einfach zu wenig passiert.

Versteht mich nicht falsch, ich habe das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil war gut und man hat viel über die Leben von Sydney und Luke erfahren. Die Haupthandlung hat jedoch für meinen Geschmack viel zu wenig Raum eingenommen. Insgesamt würde ich sagen, das Buch ist ganz nett für zwischendurch, jedoch nichts Besonderes.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Es geht weiter...

Die Quellen von Malun - Blutsohn
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Beim Ende von Band 1 war ich super traurig, dass das Buch schon zu Ende war. Ich hatte noch so viele Fragen und wollte, dass die Geschichte sofort weitergeht.

Trotzdem ist mir der Einstieg in und das ...

Beim Ende von Band 1 war ich super traurig, dass das Buch schon zu Ende war. Ich hatte noch so viele Fragen und wollte, dass die Geschichte sofort weitergeht.

Trotzdem ist mir der Einstieg in und das Lesen von Band 2 leider gar nicht leicht gefallen. Es wird während dem gesamten Band sehr oft der Fokus auf Dorgen und den Krieg gelegt. Das ist leider so gar nicht mein Thema. Dagegen sind die Abschnitt zu Alia, Tailin und Feyla eher kürzer gehalten gewesen. Das hat mir beim Lesen immer wieder einen Dämpfer verpasst und meine Lust, zu dem Buch zu greifen, leider enorm reduziert.

Die Handlung des Buches ist trotzdem sehr spannend gehalten und knüpft nahtlos an Band 1 an. Wichtige in Band 1 nicht beantwortete Fragen werden geklärt und die Verbindung der Hauptprotagonisten wird immer klarer. Dies alles wird von einem flüssigen Schreibstil und einer gut durchdachten Fantasy-Welt getragen. Man merkt beim Lesen, dass alles geplant ist und jede Handlung, jeder Erzählstrang seine eigene „Aufgabe“ hat.

Zusammengefasst ist Band 2 für mich ein spannendes Buch, welches die spannende Handlung der Reihe weitererzählt. Für mich kommt es allerdings leider nicht an Band 1 der Reihe heran.

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