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Veröffentlicht am 02.06.2020

Gelungene Mischung – abwechslungsreich, vielfältig, lecker!

Lunch to go
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Die Aufstellung der Verpackungsmöglichkeiten des Lunchs to go sind meiner Meinung nach ein bisschen überarbeitungswürdig. Heutzutage Frischhaltefolie oder Alufolie zu empfehlen, finde ich total daneben. ...

Die Aufstellung der Verpackungsmöglichkeiten des Lunchs to go sind meiner Meinung nach ein bisschen überarbeitungswürdig. Heutzutage Frischhaltefolie oder Alufolie zu empfehlen, finde ich total daneben. Eine Kunststoffbox wird wenigstens mehrfach verwendet und kann ausgespült werden, da bin ich gar nicht päpstlicher als der Papst. Wachspapier wird gar nicht erwähnt – das ist schade!

Die Zusammenstellung der Rezepte ist sehr gelungen. Mir persönlich gefallen am besten all jene, die man nicht aufwärmen muss, also alles, was ideal für die Schulpause und das Picknick ist, wo man keinen Herd und keinen Mikrowellenherd hat. Ganz vorne dabei: Mini-Toast-Quiches. Dieser tolle Snack ist auch auf jedem Buffet ein Hingucker und wird gern gegessen. Auch die Mais-Fritters sind ein Traum – allerdings mag ich persönlich einfach keine Guacamole und lasse sie eben einfach weg. Salate sind natürlich immer prima – und der Spaghetti-Salat mit Tomaten erobert jede Mittagspause im Handumdrehen! Für die wärmende Suppe gibt es tolle „Instant“-Rezepte, die so raffiniert wie einfach sind. Und die Krönung sind dann die „Extras“, die sowohl eigenständig, als auch in Kombination super lecker sind.

Wie so ziemlich immer bei den GU-Ratgebern gibt es ein Foto zum Gericht, eine Zutatenliste und die wichtigsten Angaben zu Portion, Zubereitungszeiten, Kalorien und Nährwerten. Danach folgt die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die so gehalten ist, dass auch Kochanfänger sie verstehen. Eindeutig nicht von betriebsblinden Profi-Küchenchefs verfasst! Das ist super! Gelegentlich gibt es am Ende des Rezepts noch einen Tipp und alle vegetarischen/fleischlosen Rezepte sind mit einem Blatt-Symbol gekennzeichnet. Für alle Technikfans gibt es auch QR-Codes, mit denen sich die Rezepte mit der GU-Kochen-Plus-App verwalten lassen.

Die Zubereitung lässt sich meist prima schon am Abend vorher erledigen, manche Rezepte auch auf Vorrat. Aber oft ist es auch kein Ding, den Lunch am Morgen zu zaubern. Die Zutaten sind gut zu bekommen, die Rezepte nicht extrem aufwändig. Die Mittagspause in der Schule, der Uni, am Arbeitsplatz – wo auch immer – wird damit ein echtes Highlight, ganz ohne „Fertigfutter“, das man so mal eben schnell kauft und konsumiert. Der angenehme Nebeneffekt ist eine gesunde Sättigung, die nicht müde macht und Energie für den Nachmittag gibt. Für „besondere Tage“ gibt es aber auch ein paar ausgefallenere, aufwändigere Rezepte. Eine tolle Mischung also.

Bis auf die Sache mit den nicht umweltfreundlichen Materialien am Anfang (die man ja super durch sinnvollere Dinge ersetzen kann) ein super gutes Buch. Deshalb ziehe ich auch keinen Stern ab und gebe die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2020

Frischer Wind und ein Löffelchen Honig!

Frau Honig: Frau Honig und die Schule der Fantasie
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Als Frau Honig an der Birkenschule vorbeikommt, weht der Wind sie hinein. Frau Schimmelpfennig, die Rektorin der Schule, denkt, Frau Honig ist die neue Aushilfslehrerin und bringt sie in den Raum der Klasse ...

Als Frau Honig an der Birkenschule vorbeikommt, weht der Wind sie hinein. Frau Schimmelpfennig, die Rektorin der Schule, denkt, Frau Honig ist die neue Aushilfslehrerin und bringt sie in den Raum der Klasse 4b. So kommt es, dass Frau Honig ihre freie Woche ganz anders als geplant verbringt. Die Klasse gilt als nicht ganz einfach und Frau Honig merkt auch schnell, warum. Doch die Kinder ahnen ja nicht, was Frau Honig so alles kann …!

Dieses Kinderbuch ist einfach wunderbar! Ganz spielerisch und mit ganz viel Spaß lässt Sabine Bohlmann mit ihrer Figur Frau Honig die Kinder – sowohl die Schüler im Buch als auch die Kinder, die das Buch lesen oder vorgelesen bekommen – eine ganze Menge lernen. Sie lässt sie vieles selbst entdecken und feststellen, dass Lernen nicht trocken sein muss und mit Spaß viel leichter geht. Doch vor allem lernen sie, dass das Gelernte das ganze Leben bereichert. In allem um uns herum ist „Unterrichtsstoff“.

Auch das Miteinander ist ein Thema. Statt über Kinder zu lachen, die die Deutsche Sprache (noch) nicht beherrschen, hilft man ihnen eben, diese Sprache zu erlernen. Wunderbar auch, dass deutlich gemacht wird, dass eine Drei mindestens so viel Lob verdienen kann, wie eine Eins und Stolz keine nette Eigenschaft ist, wenn er stark in Richtung Hochnäsigkeit tendiert. Frau Honig lehrt die Kinder und Lehrer und Eltern das Wichtigste überhaupt: Eingefahrene Bahnen auch mal zu verlassen und neue Wege auszuprobieren, ohne dabei den Boden komplett zu verlieren. Die Altersangabe „8-99“ finde ich absolut passend. Man ist nie zu alt für dieses Buch!

Die kleinen Eselsbrücken und Zitate am Ende des Buches saugen die Kids ganz fix in sich auf – und schon haben sie wieder etwas gelernt und hatten Spaß dabei. Besonders gelungen finde ich auch die „zufällig“ passenden Anfangsbuchstaben der Namen der Kinder, als Frau Honig das Sonnensystem erklärt. Die sanfte Kritik an allzu verknöcherten Lehrern, die steif an ihrem Lehrplan festhalten, gefällt mir sehr. Da können auch die Eltern ein bisschen umdenken. Frau Honig ist für mich eine wunderbar gelungene Mischung aus einer Nanny McPhee und Mary Poppins, vielleicht sogar mit einem kleinen Hauch Nanny Fine. Jung, frisch, kein bisschen leise, verständnisvoll und mit ganz viel Fantasie!

Sehr schön auch die kleinen Illustrationen. Sie lockern die Geschichte zusätzlich auf und machen Kids besonders viel Freude. Dennoch sind es nicht zu viele, um das Buch nicht zu sehr Bilderbuch werden zu lassen. Mir gefällt die „Dosierung“ sehr gut! Mich hat das Buch be- und verzaubert und ich gebe ihm die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Dieser Rechtsanwalt kann irre gut schreiben!

Das Kind in mir will achtsam morden
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Dieser Rechtsanwalt kann irre gut schreiben!

Björns Leben ist durch das Prinzip der Achtsamkeit besser geworden. Seine Ehe ist zwar noch immer nicht gekittet, aber er verbringt viel Zeit mit seiner Tochter, ...

Dieser Rechtsanwalt kann irre gut schreiben!

Björns Leben ist durch das Prinzip der Achtsamkeit besser geworden. Seine Ehe ist zwar noch immer nicht gekittet, aber er verbringt viel Zeit mit seiner Tochter, wohnt über dem Kindergarten, den er quasi übernommen hat und der von Sasha, einem ehemaligen Mafiosi, geführt wird und in dessen Keller Boris „aufbewahrt“ wird. Also eigentlich alles bestens. Aber Björn ist das Morden leid und merkt, dass er zu oft und schnell die Beherrschung verliert. Seine Frau Katharina schickt ihn deshalb direkt vom Urlaub erneut zu Joschka Breitner, damit Björn weiter an seiner Achtsamkeit arbeitet. Und der erkennt: Björns Problem liegt in dessen Kindheit begraben. Also Zeit, um mit seinem inneren Kind zu kommunizieren!

Da dachte ich, nach „Achtsam morden“ muss sich Karsten Dusse etwas ganz Neues einfallen lassen, denn das kann man weder toppen noch fortsetzen. Tja, da habe ich mich aber gewaltig geirrt! Die Idee ist nicht nur gelungen, sondern auch noch genial umgesetzt. Wie im ersten Buch ist auch hier jeder noch so absurde Gedankengang komplett logisch aufgebaut und damit in sich total stimmig. Man denkt, den nächsten Schritt und das nächste Ereignis hervorzusehen, doch dann setzt Dusse der Sache noch eins drauf, haut eine weitere Wendung rein und überrascht den Leser erneut. Dadurch ist die Story nicht nur urkomisch, sondern auch immer und durchweg spannend.

So manchem Psychothriller fehlen ausgereifte Figuren, um die Glaubwürdigkeit zu ermöglichen. So abgehoben die Geschichte in „Das Kind in mir will achtsam morden“ auch ist, die Charaktere sind ausgereift, abwechslungsreich, in sich stimmig, authentisch und unfassbar gut gelungen. Sehr schön auch, dass sich alle, die man schon aus dem ersten Buch kennt, logisch weiterentwickeln. Die eine oder andere Überraschung kommt natürlich dazu. Und all das mit Satzkonstruktionen, die einfach umhauen. Sie sind witzig, oh ja, aber auch geradezu philosophisch stellenweise. Ein intellektuell daherredender Sascha ist einfach nur köstlich, die Szene bei der Kindergarten-Beiratssitzung in ihrer Übertriebenheit dermaßen glaubhaft, dass man vor Lachen kaum an sich halten kann. Dusse greift gekonnt brisante Themen auf, die er dann durch den Fleischwolf dreht und deren Absurdität wunderbar herausarbeitet. Umweltschutz und Gleichberechtigung sind wichtig, eindeutig auch dem Autor. Aber ich liebe es einfach, wie er zeigt, dass hier oft maßlos übers Ziel hinausgeschossen wird.

Kein Wunder, dass es Björn Diemel fürchterlich schwer im Leben hat, weil er einfach allem und jedem gerecht werden möchte. Angefangen bei seiner Frau über die Kindergartenkinder-Eltern bis zu den Clans – nur sich selbst vergisst er viel zu oft. Gendergerecht, politisch korrekt, achtsam, umweltbewusst, datenschutzgerecht und noch dazu kindgerecht – das muss man erst mal unter einen Hut bekommen, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben! Nicht nur diese, aber besonders die Dialoge mit dem inneren Kind sind außergewöhnlich gut gelungen.


So witzig und komisch das Ganze ist – es gibt auch ganz viele ganz treffende Tipps, die man für sich aus dem Buch beziehungsweise den Lehren von Joschka Breitner mitnehmen kann. Klingt orakelig und vielleicht auch ein bisschen gaga. Macht nix. Wer das Buch liest, wird verstehen, was ich meine. Verraten mag ich es nicht!

Humorvolle Menschen, denen der erste Teil gefallen hat, werden diese gelungene Fortsetzung lieben. Alle anderen müssen wohl zu Boris und mit dem lachen. Also in den Keller. Solange das noch geht. Von mir gibt es fünf Sterne! Und ich bin gespannt, ob ich noch mehr Zeit mit Björn, Sascha, Katharina, Emily, Laura und dem einen und der anderen Figur dieser beiden Bücher verbringen kann. Ich würde super gerne mehr davon lesen!

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Sehr gelungene Story mit Rätseln im Escape-Room-Stil

Escape Room Kids
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Escape-Room-Rätsel-Bücher gibt es viele. Die meisten muss man für die Lösung zerstören. Mir sind diese hier, bei denen man liest, die Rätsel löst und damit die Seitenzahl erfährt, auf denen es weiter geht, ...

Escape-Room-Rätsel-Bücher gibt es viele. Die meisten muss man für die Lösung zerstören. Mir sind diese hier, bei denen man liest, die Rätsel löst und damit die Seitenzahl erfährt, auf denen es weiter geht, ohne das Buch kaputt machen zu müssen, sehr viel lieber. So kann man immer wieder mit Freunden das Abenteuer erleben.

Die Geschichte ist flott und spannend. Sie nimmt relativ viel Raum ein. Es ist also nicht möglich, das Buch und damit das Spiel innerhalb einer Stunde zu lösen. Man sollte sich die Zeit nehmen und ganz in Ruhe das Buch lesen und genießen und dann die Rätsel lösen. Zu Hause ist es da ideal, jeden Tag ein paar wenige der Abschnitte zu lesen und zu lösen, dann sind die 23 Rätsel noch spannender und witziger. Auf eine Woche verteilt z.B. kann das ein schönes, kleines Ritual werden.

Mir gefällt, dass die Kids meist ganz von allein auf die Lösung bzw. den Lösungsweg kommen. Falls nicht, gibt es auf der Rätselseite ganz unten einen Hinweis. Um den lesen zu können, muss man das Buch umdrehen. Die Schrift ist immer ein wenig „getarnt“, einen Ton dunkler, als die Hintergrundfarbe. So kann man sie nicht „versehentlich“ lesen. Wenn auch dieser Hinweis nicht zur Lösung verhilft, kann man auch mal mogeln und hinten im Buch nach der Lösung sehen, aber wer ein bisschen Ehrgeiz hat, lässt das bleiben.

Das Buch fördert das logische Denken, Kombinationsgabe, Kreativität, Einfallsreichtum und liefert mit der spannenden Geschichte einen tollen Hintergrund mit Nervenkitzel. So macht auch jenen Kids das Lesen Spaß, die sonst Bücher meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Es ist gleichzeitig ein Spiel und gegen Spiele haben die Kids ja selten Einwände.

Die Altersangabe liegt bei 5-16 Jahren. Die Protagonistin und Heldin des Buches ist Lia. Sie ist in Jakob verliebt, der wie sie ein Türöffner ist. Dennoch ist es ein „unschuldiges“ Buch und ich denke, dass Kids auch dann Freude an den Rätseln haben werden, wenn sie Liebe und Verliebtheit noch doof finden. Das eine oder andere Kind wird schon mit 5 Jahren voll im Escape-Room-Fieber sein, einige so ab 8 und wieder andere vielleicht erst mit 12, dafür aber auch viele mit 15/16. Hier möchte ich mich weder festlegen noch einmischen.

Für rätselbegeisterte Kinder einfach super, zumal wenn die Eltern miträtseln und mitlesen. Ich gebe die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Man muss der Wahrheit auch mal einen Namen geben dürfen!

Meine Katze ist ein Arschloch - Deine auch? Vol.2
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Ach ja, ich finde solche Büchlein einfach klasse! Sie bringen einen zum Lachen oder zumindest zum breit Grinsen. Und sie treffen den Nagel auf den Kopf. Mal im Ernst – wir alle lieben unsere Katzen, wissen ...

Ach ja, ich finde solche Büchlein einfach klasse! Sie bringen einen zum Lachen oder zumindest zum breit Grinsen. Und sie treffen den Nagel auf den Kopf. Mal im Ernst – wir alle lieben unsere Katzen, wissen aber genau, dass sie die Macht haben und diese rigoros ausnutzen. Ich habe keine Ahnung, wann ich zuletzt wirklich ausschlafen konnte. Muss in meiner Kindheit gewesen sein, als meine Mutter von den Fellmonstern zum Füttern genötigt wurde. Heute bin das ausschließlich ich – die Biester wissen, dass mein Mann ihren Terror sehr gut ignorieren kann. Und doch – ich liebe diese Monster und werde immer wieder weich.

Klaus Bunte hat hier jede Menge neuer Gemeinheiten unserer süßen, unschuldigen Fellbündel zusammengestellt und trefflich mit Texten versehen. Dabei schenkt er uns auch eine Menge Wortspiele, die super treffend sind. „Mietzekotze“ hat mich schallend lachen lassen, zumal unser Kater uns damit gern segnet, wenn das Wetter mal wieder wechselt. Das Mädchen findet sich auch immer wieder in den Bildern – sie ist die typische Zicke.

Ja, und am Ende des Büchleins weiß man, man steht nicht allein damit da, dass man sich freiwillig ausnutzen und herumscheuchen lässt. Unbegreiflich, aber man liebt die kleinen Terrorzwerge nach der Lektüre des herrlichen Sammelsuriums noch mehr. So sind wir Katzenmenschen eben. Total bescheuert. Und das ist auch gut so. Fünf Sterne!

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