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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2021

Schönes Buch - doch was ist die Botschaft?

Mops und Fidel suchen ihren Papa
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Die Wildschweinkinder Mops und Fidel haben keine Lust auf Essenssuche, stattdessen fragen sie sich, wer denn eigentlich ihr Papa ist und begeben sich auf ein kleines Abenteuer. Sie treffen eine Reihe von ...

Die Wildschweinkinder Mops und Fidel haben keine Lust auf Essenssuche, stattdessen fragen sie sich, wer denn eigentlich ihr Papa ist und begeben sich auf ein kleines Abenteuer. Sie treffen eine Reihe von Tieren, die ähnliche Merkmale wie sie haben, doch ist hier auch ihr Vater dabei?

Das Buch ist sehr schön aufgemacht, das Format gefällt und auch die Illustrationen überzeugen sofort. Der Text ist genau altersgerecht, sodass sich das Buch schnell vorlesen lässt, perfekt also für die Lektüre am Abend.

Was am Ende der Geschichte allerdings unklar bleibt, ist die Frage nach der Botschaft des Buches, denn die erschließt sich mir nicht so richtig. Das Buch wird damit beworben, dass es um alleinerziehende Elternschaft geht. Auch für Kinder, die mit zwei Elternteilen aufwachsen halte ich es für wichtig zu wissen, dass es eben auch andere Modelle gibt. Umso gespannter war ich hier also, wie dies umgesetzt wurde. Die Umsetzung selbst erscheint mir für das Thema nicht wirklich gelungen. Nach zunächst erfolgloser Suche nach ihrem Papa fangen die Wildschweinkinder an, an sich selbst zu zweifeln. Liegt es etwa an ihnen, dass ihr Papa sie bisher noch nie besucht hat? Durchaus berechtigte Zweifel, die bestimmt auch Kinder in einer solchen Situation haben. Am Ende taucht der Vater zwar auch, doch die Geschichte wird nicht wirklich rund.

Insgesamt ein hübsches Buch, das meiner Tochter zwar gut gefällt, mir jedoch klar die Botschaft dahinter fehlt. Geht es nun um Alleinerziehende oder die Frage, wer eigentlich der Papa ist? Oder geht es doch eher darum, welche gemeinsamen (optischen) Merkmale Kinder mit ihren Eltern haben? Weil meine Tochter hier entscheidet, gibt es dennoch vier Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2020

Tolles Buch für wissbegierige Kinder

Das Buch mit der Lupe: Mein Körper
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„Das Buch mit der Lupe: Mein Körper“ gibt Kindern ab fünf Jahren erste Einblicke in den Körper des Menschen, in kindgerechten und verständlichen Texten werden ihnen hier sämtliche Organsysteme erklärt. ...

„Das Buch mit der Lupe: Mein Körper“ gibt Kindern ab fünf Jahren erste Einblicke in den Körper des Menschen, in kindgerechten und verständlichen Texten werden ihnen hier sämtliche Organsysteme erklärt.

Das Buch hat allerdings eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Büchern über den Körper: durch die Lupe, die sich einmal auf jeder Doppelseite befindet, wird es zum interaktiven Erlebnis. So kann je nach Organsystem durch Hin- und Herschieben der Lupe alles genauer betrachtet werden. Die Idee finden wir super, jedoch zeigt sich hier auch ein Manko. Denn der Bewegungsradius der Lupe selbst ist doch eher klein und somit stößt man schnell an den Rand und hat das Gefühl, da fehlt noch etwas.

Das Design und die Illustrationen im Buch selbst sind irgendwie Retro, das ist zugegeben Geschmackssache, aber uns gefällt es sehr gut.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: am Ende des Buches werden noch weitere Themen wie Immunsystem und Schwangerschaft kurz angeschnitten. Hier hätte ich mir gerade bei Letzterem mehr Informationen gewünscht, da dies ein Thema ist, das Kinder brennend interessiert. Das finde ich etwas schade.

Dennoch ist es ein spannendes Buch für wissbegierige Kinder, um die ersten Kenntnisse über den menschlichen Körper zu erlangen.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Ein besonderes Buch

Mein Puste-Licht-Buch: Die kleine Tröste-Fee
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"Die kleine Tröste-Fee" ist ein ganz besonderes Buch - denn sobald Bär, Schweinchen und Co. über ihre Wehwehchen klagen, pustet die Tröste-Fee und schon tut es nicht mehr weh.

Durch die eingebaute Technik ...

"Die kleine Tröste-Fee" ist ein ganz besonderes Buch - denn sobald Bär, Schweinchen und Co. über ihre Wehwehchen klagen, pustet die Tröste-Fee und schon tut es nicht mehr weh.

Durch die eingebaute Technik hat beim (Vor-)Lesen das Kind die Möglichkeit, auch zu pusten und damit die Lichter zum Erleuchten zu bringen. Meine Tochter war davon ganz begeistert und wir haben das Buch gleich mehrere Male gelesen. Auf der Rückseite des Buches kann die Beleuchtung ein- oder ausgeschaltet werden.

Die Illustrationen sind wirklich sehr süß, die Texte relativ kurz und durch die Reime sehr einfach. Somit genau richtig für die Zielgruppe. Schön sind hier auch die festen Pappseiten, die sehr stabil wirken.

Insgesamt ist das Buch relativ dick, wie man es von anderen Bilderbüchern kennt, jedoch befindet sich hinten die Lichttechnik, sodass es letztendlich doch nur vier Doppelseiten sind, was sehr wenig ist. Man ist viel zu schnell mit dem Buch durch und somit verliert es dann doch den Reiz des Neuen.

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Veröffentlicht am 21.07.2020

Sehr lehrreich

Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Bäume
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Wir sind große Fans der „Wieso Weshalb Warum“-Reihe und haben schon einige der Junior Exemplare zu Hause. Die Sammlung der Bücher ab 4 wächst ebenfalls stetig.

In „Alles über Bäume“ haben die Kleinen ...

Wir sind große Fans der „Wieso Weshalb Warum“-Reihe und haben schon einige der Junior Exemplare zu Hause. Die Sammlung der Bücher ab 4 wächst ebenfalls stetig.

In „Alles über Bäume“ haben die Kleinen die Möglichkeit, sich viel Wissen rund um Bäume anzueignen, dies finde ich überwiegend auch sehr gelungen. Wie immer machen die Klappen Spaß, so können noch mehr Informationen entdeckt werden, die die aktuelle Seite ergänzen. Die Illustrationen und Texte sind passend zu dieser Reihe.
Ein einziges Manko sehe ich hier allerdings: ich habe in diesem Buch auch einiges über verschiedene Baumarten erwartet, insbesondere über heimische Bäume. Darüber findet man jedoch kaum etwas, es werden nur exemplarisch Baumarten vorgestellt, die aber teilweise in anderen Ecken der Welt wachsen.
Dennoch kann ich für Fans der Reihe eine deutliche Empfehlung aussprechen, da man viel lernen kann und das Thema des Buches neu ist.

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Veröffentlicht am 06.06.2020

Witziger Selbstfindungstrip

Thirty
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Bella steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und zugleich in einer Art Midlifecrisis. Alle um sie herum scheinen das zu haben, was sie sich wünscht - einen Mann, Familie und den Traumberuf - nur sie selbst ...

Bella steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und zugleich in einer Art Midlifecrisis. Alle um sie herum scheinen das zu haben, was sie sich wünscht - einen Mann, Familie und den Traumberuf - nur sie selbst nicht. So stimmt sie zu, die nächsten dreißig Tage dreißig Dates zu haben, um ihren Traummann zu finden.

„Thirty“ ist ein sehr witziges und unterhaltsames Buch, das man allerdings auch nicht zu ernst nehmen darf. Bella ist mit 29 Jahren noch reichlich unreif und teilweise naiv, dass es aber dann doch wirklich lustig wird. Eine Midlifecrisis, wie sie diese beschreibt, halte ich in dem Alter für überzogen, dafür ist sie dann doch mindestens zehn Jahre zu jung.

Die Geschichte selbst ist sehr kurzweilig, die Erzählungen über die vielen Dates teilweise urkomisch, dann wieder peinlich, aber insgesamt unterhaltsam.
Natürlich entsteht keine echte Verbindung zwischen Bella und einem potentiellen Kandidaten als „Traummann“, weil ihre Dates doch recht kurz sind. Dadurch wird das Buch tatsächlich nicht zu einer Liebesgeschichte, wie man anfangs glauben könnte. Vielmehr ist es sein Selbstfindungstrip von Bella, wie es der Lese bereits früh feststellt. Bella selbst braucht für die Erkenntnis etwas länger.

Insgesamt sollte man sich hier bewusst sein, dass man keinen gefühlvollen Liebesroman erwarten darf, denn sonst wird man enttäuscht. Bellas Reise zu sich selbst ist dennoch sehr unterhaltsam und witzig geschrieben, sodass mir das Buch insgesamt gut gefallen hat.

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