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Veröffentlicht am 21.06.2020

eine sehr eigene Frau

City of Girls
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Irgendwie hat mich dieses Buch angesprungen. Obwohl ich mir nicht ganz sicher war, ob es denn wirklich was für mich ist, hatte ich unterbewusst das Gefühl dieses Buch lesen zu müssen. Gut, dass ich es ...

Irgendwie hat mich dieses Buch angesprungen. Obwohl ich mir nicht ganz sicher war, ob es denn wirklich was für mich ist, hatte ich unterbewusst das Gefühl dieses Buch lesen zu müssen. Gut, dass ich es getan habe, ich hätte doch etwas verpasst.

Das Buch wird aus der Sicht von Vivian geschildert, die neunzigjährig einen Brief an eine Angela schreibt, um ihr zu erklären, was ihr Vater für sie bedeutet hat.


Vivian kam mit knapp zwanzig nach New York, zu ihrer Tante Peg, nachdem sie auf dem College durch alle Prüfungen gefallen war. Bei Peg gelten nun keine Regeln mehr wie zu Hause, denn Peg besitzt ein kleines Theater, das sich mit billigen Revuen am Leben erhält. Vivian bekommt hier die Gelegenheit ihre schneiderischen Künste an den Kostümen zu beweisen und ansonsten das Leben zu genießen. D.h. vor allem ausgehen, sich betrinken und mit jedem verfügbaren Mann ins Bett steigen. Vivian erlebt dieses eine Jahr wie im Rausch und genießt es. Doch dann gerät sie in einen Skandal, der ihr Bleiben in New York fürs erste unmöglich macht. Zu Hause bei ihren Eltern versucht sie in ein Leben zu finden, wie es sich ihre Eltern für sie erträumen. Mann, Kinder, Haushalt...


Doch eines Tages steht Peg wieder vor der Tür und holt Vivian zurück nach New York. Dort baut sie sich langsam aber sicher ein Leben auf, zusammen mit Peg und ihrer Freundin Marjorie, in dem Männer zwar noch eine Rolle spielen, ihr Leben aber nicht mehr bestimmen. Und auch Angelas Vater tritt in ihr Leben um es zu bereichern.


Anfangs hatte ich ein wenig Probleme ins Buch zu kommen. Vivian erscheint in ihrer ersten Zeit in New York wie ein Kind, dass sich von allem nimmt, aber wenig lernt. Wobei das tatsächlich erst im Nachhinein so richtig klar wird. Ab dem Skandal, in den sie verwickelt wird, merkt man, dass es besser wird und richtig erwachsen wird sie erst bei ihrer Rückkehr in die Stadt.


Der zweite Teil des Buches ist dann ganz zauberhaft und am Ende fiel es mir schwer Abschied zu nehmen. Vivian ist eine Protagonistin, die es einem nicht leicht macht sie zu mögen. Sie ist extrem direkt und hält auch mit unangenehmen Wahrheiten nicht hinter den Berg. Allerdings merkt man der Erzählerin an, dass sie aus ihren Fehlern gelernt und irgendwann sich selbst gefunden hat. Das macht die Sache authentisch.


Alles in allem war es trotz des etwas schwierigen Anfangs ein tolles Buch, das ich gerne gelesen und ungerne am Ende aus der Hand gelegt habe. Daher von mir eine Leseempfehlung!


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Veröffentlicht am 15.06.2020

Toller Serienauftakt!

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Hulda ist Hebamme in Berlin. Ihr Bereich ist der Bülowbogen, wo sich in dunklen Mietskasernen die Menschen drängen und das Geld knapp ist. Als die Nachbarin einer Patientin ums Leben kommt, kann Hulda ...

Hulda ist Hebamme in Berlin. Ihr Bereich ist der Bülowbogen, wo sich in dunklen Mietskasernen die Menschen drängen und das Geld knapp ist. Als die Nachbarin einer Patientin ums Leben kommt, kann Hulda ihre Neugier nicht bezwingen und macht sich selbst auf die Suche nach Informationen. Auch weil sie dem ermittelnden Kommissar Kurt North nicht so recht über den Weg traut. Nach und nach decken sie dann aber doch gemeinsam, wenn auch widerwillig, die Hintergründe des Todes von Rita Schönbrunn auf.

Das Buch ist der Auftakt einer neuen Serie, derzeit sind noch zwei weitere Bände angekündigt. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Autorin gelingt es das Lebensgefühl in Berlin von 1922 zum Leben zu erwecken. Die Armut der Menschen, die Lebensfreude, das Aufkommen der Rechten und die politische Unsicherheit. Und natürlich die Folgen des vergangenen Krieges und der spanischen Grippe. Mir haben besonders die unterschiedlichen und jeweils sehr eigenen Charaktere gut gefallen. Jeder hat so seine Vorzüge, aber eben auch seine Macken. Auch Nebenfiguren sind mit Eigenheiten ausgestattet, die sie dem Leser nahe bringen. Besonders die Beziehung von Hulda und Kurt fand ich sehr spannend und ich freue mich darauf, die beiden in weiteren Büchern weiter kennenlernen zu dürfen. Da steckt noch ganz viel Potenzial drin.

Die Themen des Buches sind vielfältig, es geht unter anderen um die Geburtshilfe, um die psychischen Folgen des Krieges und um Waisenkinder, die von der Gesellschaft einfach vergessen werden. Der Krimianteil war sehr spannend und ich habe nicht gleich durchblickt, worauf das Ganze hinausläuft. Die Auflösung war dann konsequent und auch gut nachvollziehbar.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diesen sehr gelungenen Serienauftakt.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

gut zu lesende Fantasy

Das Flüstern der Magie
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Fallon kann Magie spüren und ist in Edinburgh für das Archiv zuständig, in dem magische Gegenstände aufbewahrt werden, damit sie kein Unheil anrichten können. Eines Tages lernt sie Reed kennen, der sie ...

Fallon kann Magie spüren und ist in Edinburgh für das Archiv zuständig, in dem magische Gegenstände aufbewahrt werden, damit sie kein Unheil anrichten können. Eines Tages lernt sie Reed kennen, der sie von Anfang an fasziniert. Denn er scheint von Magie unberührt zu bleiben. Als er sie bestiehlt, beschwört er damit tatsächlich eine Krisensituation hervor, denn die magischen Tarotkarten sind sehr mächtig und können in den falschen Händen viel Unheil anrichten.

Das Flüstern der Magie war für mich daas erste Buch von Laura Kneidl. Ich fand den Klappentext sehr interessant und habe mich daher entschieden, dem ganzen einen Versuch zu geben. Ihre vorherigen Bücher kannte ich vom Cover her bereits, allerdings fühlte ich mich da nicht wirklich angesprochen.

Hier gefiel mir aber auch das Cover und auch vom Inhalt wurde ich nicht enttäuscht, kaum angefangen hatte ich auch schon ein Viertel des Buches gelesen. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Ich hatte viel Vergnügen dabei, Fallon und Reed bei ihrer Jagd nach den magischen Tarotkarten zu begleiten. Ich könnte mir gut vorstellen, die beiden auch noch bei weiteren Abenteuern zu begleiten.

Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

Urlaub zum Lesen

Die Zeit der Glühwürmchen
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Taru hat in ihrem Leben einen Zeitpunkt erreicht, an dem sie einiges ändern will. Die Trennung von ihrem Mann ist durch, aber sie ist immer noch unzufrieden. Erst als ihre Nachbarskinder mit ihrer Fantasie ...

Taru hat in ihrem Leben einen Zeitpunkt erreicht, an dem sie einiges ändern will. Die Trennung von ihrem Mann ist durch, aber sie ist immer noch unzufrieden. Erst als ihre Nachbarskinder mit ihrer Fantasie und Neugier in ihr Leben platzen, wird ihr klar, dass sie auch im Job nicht tut, was sie gerne tun möchte und kündigt auch diesen. Als sie sich klar zu werden versucht, wie es weitergehen soll, trifft sie eine Freundin ihrer Tochter, Remy, und schon bald wird klar, dass sie die gleichen Träume haben und sie auch gemeinsam verwirklichen wollen.

Die Geschichte eines alten Sekretärs inspiriert die beiden und so fangen sie an nach einem alten Garten auf Rügen zu suchen, der vor langer Zeit aufgegeben werden musste.

Das Buch hat wieder einen tollen Schreibstil, die Gärten und die Umgebung in der Taru und Remy leben, nehmen im Kopf des Lesers sofort Gestalt an. Und durch die ruhige Erzählart entschleunigt das Buch beim Lesen und man hat das Gefühl hier wieder einmal Wellness für die Seele zu lesen.

Ich bin immer wieder begeistert von den Büchern von Patricia Koelle und auch dieses hat mich nicht enttäuscht.

Wer also eine Auszeit vom hektischen Alltag braucht, sollte hier zugreifen!

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Tolles Setting

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Hope Turner liest für ihr Leben gerne, arbeitet bei einer Partnervermittlung und kümmert sich um ihre demente Mutter. Sehr viel mehr passiert in ihrem Leben nicht. Bis sie eines Tages Rufus trifft und ...

Hope Turner liest für ihr Leben gerne, arbeitet bei einer Partnervermittlung und kümmert sich um ihre demente Mutter. Sehr viel mehr passiert in ihrem Leben nicht. Bis sie eines Tages Rufus trifft und plötzlich steht ihr Leben Kopf. Es stellt sich heraus, dass Hope in die Welt der Bücher eintauchen kann. Und das sie in der Lage ist, das Buch der gelöschten Wörter komplett zu reinigen. Dieses Buch beinhaltet all jene Wörter und Sätze, die mit schlechten Absichten im Internet geschrieben wurden und dann wieder gelöscht wurden. Sollte dieses Buch jemals komplett gefüllt sein, würden all diese Sätze zur Realität. Daher ist Hopes Fähigkeit natürlich außergewöhnlich, andere Verwandler können immer nur einen Teil löschen.

Ich fand das Setting toll erdacht, die Welt der Bücher ist hier so gar nicht, wie man es sich so vorstellen würde. Die Figuren führen in ihren Büchern ein Eigenleben, nachdem das Buch das erste Mal von einem Leser komplett gelesen wurde. So treffen wir auch mal auf Figuren, die so gar nicht dem entsprechen, was man als Leser in dem Moment erwartet hätte. Hope wird in der Bücherwelt von Gwen und Lance begleitet, die eigentlich Guinivere und Lancelot heißen. Die beiden haben mittlerweile nicht mehr allzu viel mit dem zu tun, was wir in der Artus Saga so über sie gelesen haben 🙂

Zusammen mit den beiden und mit Rufus, ihrem Wanderer muss Hope nun herausfinden, was es denn mit den Absorbierern auf sich hat. Diese versuchen das Buch der gelöschten Wörter immer schneller zu füllen und zusätzlich auch eine Möglichkeit zu finden, die Buchfiguren in die reale Welt übertreten zu lassen. Was bei Mr. Darcy vielleicht noch ganz nett sein mag, aber all die Figuren aus Thrillern und Horrorromanen möchte man in der realen Welt doch eher nicht begegnen.

Das Buch ist spannend geschrieben und man kann sich die Buchwelt toll vorstellen. Die Charaktere fand ich gut durchdacht und das Hope kein Teenager mehr ist, sondern in ihren Vierzigern unterwegs ist, fand ich wohltuend. Normalerweise retten ja immer irgendwelche Teenager oder junge Erwachsene die Welt 🙂

Schade ist nur, dass ich jetzt auf Band 2 warten muss…. Das Buch endet nämlich mit vielen Fragezeichen und ich habe viele Fragen, auf die eine Antwort gefunden werden will. Glücklicherweise sind Band 2 und 3 bereits vom Verlag für Juni und August angekündigt.

Von mir unbedingt eine Leseempfehlung!

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