Berührende Geschichte, die den Leser zum Weinen bringt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.
Was wir sehen, wenn wir liebenTeresa wacht im Krankenhaus auf und plötzlich ist alles anders als sie es kennt: Sie hat die letzten 5 Jahre ihres Lebens vergessen!
In ihrer Wohnung ist ein fremder man, sie hat einen komplett anderen ...
Teresa wacht im Krankenhaus auf und plötzlich ist alles anders als sie es kennt: Sie hat die letzten 5 Jahre ihres Lebens vergessen!
In ihrer Wohnung ist ein fremder man, sie hat einen komplett anderen Job und ihre besten Freunde reden nicht mehr mit ihr. Teresa versucht herauszufinden, wie es dazu kommen konnte und versucht auch zu Henry ihrem damaligen Freund und ihrer letzten Erinnerung wieder Kontakt aufzunehmen.
Schnell merkt sie jedoch, dass alles gar nicht so einfach ist und in der Vergangenheit einige nicht so schöne Dinge passiert sind. Wie kann sie ihr "neues Leben" und alles was sie noch weiß wieder zusammenbringen?
Meine Meinung:
Das Cover ist ein Traum! Es ist schlicht, die goldenen Vögel sind wunderschön und passen gut zum Buch.
Auch der Schreibstil ist wunderschön. Kristina Moninger hat es geschafft, mich zum Weinen und zum Lachen zu bringen. Ich konnte Teresa so gut verstehen und mit ihr fühlen, fast so als ob ich das Gleiche erleben würde.
Die Geschichte ist so tiefgründig und bewegend, dass sie mich auch nach dem Lesen lange nicht losgelassen hat!
Teresa nach dem Krankenhausaufenthalt erst einmal herausfinden, wie ihr Leben nun aussieht. Ihre Schwester und ihre Eltern sind dabei nur bedingt hilfreich. Auch mit ihren früheren besten Freunden Benno und Clara hat sie wohl nicht mehr viel zu tun. Ihr Job in einer großen Galerie ist ebenso fremd wie ihre Wohnung. Trotzdem erzählt ihr jeder, wie sie nun sei und zwar ganz anders als früher.
Ich habe total mit Teresa gelitten, die sich verloren und bevormundet gefühlt hat. Sie hat keine Kontrolle mehr über ihr Leben und diese Verzweiflung konnte ich sehr gut nachempfinden.
Wie schlimm muss es sein, nicht mehr zu wissen, wer man ist?
Trotzdem finde ich, dass sich Teresa sehr gut schlägt. Sie gibt nicht auf und bohrt nach wenn es schwierig wird. So versucht sie auch ihrem damaligen Freund Henry wieder näher zu kommen und herauszufinden, weshalb sie kein Paar mehr sind.
Dass Henry davon nichts wissen möchte kann ich gut verstehen. Teresa weckt viele Erinnerungen, die sehr schmerzhaft sind. Trotzdem versucht er ihr zu helfen und unter dem Vorwand ihren Käfer zu restaurieren, kommen sich beide wieder näher.
Teresa und Henry gefallen mir super als Paar und ich habe mir so sehr gewünscht, dass sie die Vergangenheit aufarbeiten und wieder zusammenkommen.
Die Reise durch Teresas Vergangenheit hat mir gut gefallen, immer wieder kommen neue Bruchstücke dazu und langsam setzt sich das Puzzle zusammen. Das liegt auch an Teresas Schwester Sophie, die sie so toll unterstützt, auch wenn es ihre eigenen Wunden wieder aufreißt. Teresas Eltern sind dabei keine Hilfe, jedoch sehr interessant und unterhaltsam.
Das Ende hat gut zur Handlung und auch zu Teresa gepasst, die sich im Laufe des Buchs weiterentwickelt hat. Die Vergangenheit und die Gegenwart hat sich am Ende gut zusammengefügt und das vollständige Puzzle, bzw. Teresas Gedächtnis wurde mit einem tollen und auch speziellen Epilog abgerundet.
Mein Fazit:
Das Teresas Situation und ihr Umgang mit der Vergangenheit hat mich sehr berührt. Die Geschichte ist so tiefgründig und bewegend, ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
Allerdings sollten die Taschentücher in Reichweite sein, denn das Buch hat mich sowohl vor Rührung als auch durch Lachen zum Weinen gebracht.