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Veröffentlicht am 14.07.2020

Prickelnde Romantik, heiße Beats und freche Dialoge...

Beat it up
1

"" Um Himmels willen, Xander. Bitte sag mir, dass du nicht gerade ein Bild von mir als Zweijährige in einem Bienenkostüm hochhältst, auf dem Summ Summ, summ zu deinem Bruder rum steht."" (19%)

Ich finde ...

"" Um Himmels willen, Xander. Bitte sag mir, dass du nicht gerade ein Bild von mir als Zweijährige in einem Bienenkostüm hochhältst, auf dem Summ Summ, summ zu deinem Bruder rum steht."" (19%)

Ich finde dieses Zitat stellt sehr deutlich heraus, warum ich Stella Bücher so gerne mag. Ihre Wortwitze und ihr Humor sind manchmal so kindisch, dass es wieder genial und zum Totlachen ist. Ich habe dieses Buch wieder in einem Atemzug inhaliert und unglaublich viel Spaß beim Lesen gehabt.
Nicht nur der Schreibstil war wieder der Burner, sondern auch die Charaktere und die Handlung waren wieder richtig gut geschrieben.
Summer, unser introvertiertes braves Musikwunderkind habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie hat es nicht immer leicht, sie verschließt sich vor dem Leben, geht den einfachsten Weg ohne viel Widerstand und weiß eigentlich gar nicht, was sie wirklich vom Leben möchte außer Musik zu leben. Ihr Gegenüber steht Gabriel, der ärgsten Konkurrent ihre Bruders. Die Beiden sind fast schon Erzfeinde und es steckt noch mehr dahinter als auf den ersten Blick scheint. Um es kurz los zu werden: Ich liebe Gabriel!!!!!
Ich habe die Beziehung der Beiden und ihre Dialoge geliebt! Ich möchte nicht viel verraten, aber die Beiden darf man später einfach nicht alleine lassen: burnthesofa und rettetdiehummer.
Stella schafft eine locker leichte, spritzige, humorvolle Geschichte mit viel Sommer und Festival Feeling, viel Witz und Charme, Kabbeleien und einer schönen zarten Liebesgeschichte. Ich würde den Anfang nicht als Hate to Love bezeichnen, aber schon irgendwie in diese Richtung.
Nebenbei liebe ich auch die Nebencharaktere wie Summers Bruder Xander, Payton, Tokyo und natürlich auch Ethan! Sie waren alle eigenständige Charaktere mit ihren eigenen Eigenschaften und Typen. Ich kann nur wiederholen, dass ich unglaublich viel Spaß hatte. Stella kann nicht nur Fantasy schreiben, sondern auch Romance/New Adult!
Neben den genannten Punkten könnte mich Stella auch mit der Atmosphäre und dem Setting umhauen.
Insgesamt eine richtig schöne Geschichte, die ich sicher noch einmal rereaden werde! Ich vergebe 5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.07.2020

Eine richtig coole Fortsetzung mit etwas anderem Ende...

Warrior & Peace
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"Warrior & Peace" ist eine ganz besondere Geschichte für mich, weil ich damit eine ganz bestimmte Zeit verbinde, insbesondere mit dem ersten Band.
Ich habe sehr lange gewartet, es ständig aufgeschoben, ...

"Warrior & Peace" ist eine ganz besondere Geschichte für mich, weil ich damit eine ganz bestimmte Zeit verbinde, insbesondere mit dem ersten Band.
Ich habe sehr lange gewartet, es ständig aufgeschoben, es zu lesen, weil ich nicht wollte, dass es zu Ende ist.
Stella Tack ist einfach eine Künstlerin! Sie schreibt sehr besonders, authentisch, humorvoll und vielleicht auch ein bisschen cringy, aber sie hat genau meinen Humor! Ich liebe ihre Balance zwischen schwarzen Humor, Situationskomik und Galgenhumor. Ich habe mich an manchen Stellen gar nicht mehr eine kommen, weil ich es so witzig fand. Trotzdem wirkt es nicht lächerlich, sie bringt unterschwellig eine Ernsthaftigkeit in die Geschichte, sodass man an ihren Lippen hängt und absolut nichts von der Geschichte verpassen möchte.
Warrior habe ich noch mehr in mein Herz geschlossen als Peace, Virus und die Anderen, aber trotzdem mag ich die ganze bunte Truppe. Sie sind alle so unterschiedlich, haben so viel erlebt - Schönes und Grausames und gehen unterschiedlich damit um. Es würde nie langweilig, ein Schlag folgte auf dem Anderen. Manchmal war ich positiv überfordert, habe den Kopf geschüttelt, genickt oder nicht gewagt zu blinzeln.
Das Ende war... mind-blowing, over the top oder ich war einfach nur fassungslos. Ich weiß es nicht. Ich dachte, Stella würde mich verarschen, weil ich nicht wusste, ob sie es ernst meint, ich irgendwo falsch abgebogen bin oder was sie von mir will. Mit dem Epilog hat sie auf jeden Fall sehr viel gerettet.
Insgesamt ist Stella eine fantastische Autorin bei der ich hoffe, dass sie noch unglaublich viel Fantasy schreibt. Ich vergebe 5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.07.2020

Gefährlich, überraschend und fesselnd – willkommen in Cassardim!

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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"Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich,wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen." [S. 112]
Die erste Reihe der Autorin "Izara" war ein absolutes Jahreshighlight für ...

"Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich,wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen." [S. 112]
Die erste Reihe der Autorin "Izara" war ein absolutes Jahreshighlight für mich und ich war unglaublich neugierig darauf, ob mich Julia Dippel auch mit dieser Reihe beeindrucken kann. Wenn ihr mich fragen würdet, was ich vergleichsweise besser fand, könnte ich euch keine Antwort geben. Auf ihre sehr unterschiedliche und einzigartige Weise waren beide Reihen/Bücher unglaublich genial! Mir fehlen einfach die Worte!
Nicht nur der Schreibstil ist ein Hochgenuss: schön, kurzweilig, humorvoll und spannend geschrieben mit genau den passenden Nuancen an Beschreibungen, sondern generell die Idee hatte mich ab der ersten Seite!
Amaia ist eine so coole, dreidimensionale Protagonistin, die neugierig, beherzt, stark und gleichzeitig irgendwie weich agiert, dass ich sie einfach in mein Herz schließen musste! Auch der Love Interest in der Geschichte Noar hat sich in mein Herz geschlichen! Er hat sich seinen Platz im Bookboyfriend Olymp einfach nur verdient! Er ist düster, geheimnisvoll, mysteriös, undurchsichtig und ein richtig cooler moralischer grauer Charakter!
Ich möchte eigentlich nichts Genaueres zu der Geschichte verraten. Als ich es begonnen habe, wusste ich kaum etwas, weil ich penibel darauf geachtet habe mich nicht spoilern zu lassen. Es ist besonders, richtig cool gemacht und ich habe die Handlung geliebt. Ich habe das Buch an einem Tag durchgesuchtet, alles um mich herum vergessen einschließlich Frühstück und Unisachen. Es war ein Sog, der mich nicht mehr losgelassen hat! Auch mit dem Ende bin ich sehr zufrieden und ich freue mich schon sehr auf den 2. Band, der im November erscheinen wird. Ich vergebe für mein Jahreshighlight 5+/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Auf das Suchen und Finden...

Das sternenlose Meer
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"Die Suchenden werden finden. Ihre Türen haben auf sie gewartet" (S. 84)

Dieses poetische Meisterwerk verzaubert seinen Leser mit seinem ersten Buchstaben. Es ist zunächst verwirrend, gefühlt in ...

"Die Suchenden werden finden. Ihre Türen haben auf sie gewartet" (S. 84)

Dieses poetische Meisterwerk verzaubert seinen Leser mit seinem ersten Buchstaben. Es ist zunächst verwirrend, gefühlt in jedem Kapitel erwartet den Leser eine andere Perspektive, kurze Anekdote, Andeutungen und Geheimnisse. Angelehnt an unter anderem "Süße[s] Leid" (das Buch, das Zachary findet) ist es charmant, geheimnisvoll und mysteriös. Ein Geheimnis, ein Rätsel, ein wisperndes Wort, das meine Neugier immer mehr angestachelt hat. Eine Antwort zieht gefühlt duzentende neue Fragen nach sich.
Wer hier ein Buch über packende Abenteuer, actiongeladene Handlungen oder schnelle Enthüllungen erwartet, sollte dieses Buch nicht lesen.
Der besondere Charme, das prickelnde Gefühl, das man etwas Außergewöhnliches gefunden hat, liegt an der besonderen Erzählweise. Erin Morgenstern lässt sich Zeit, spielt mit dem Leser und Zachary. Erst nach und nach ergibt die Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte Sinn. Besonders der ausdrucksstarke und poetische Schreibstil konnte mich einfach verzaubern.
Mir fehlen einfach nur die Worte. Jedes Wort, das meine Gedanken Ausdruck verleihen soll, scheint eines zu wenig zu sein, weil man es einfach selbst erlebt und gelesen haben sollte. Ich habe mich schon lange nicht mehr so hibbelig bei einer Geschichte gefühlt, als würde ich nur die erste Schicht eines Zaubers entfernen, aber nicht - noch nicht - tiefer blicken können. Nicht alle Geheimnisse der Geschichte sind dazu bestimmt, gelöst zu werden, manche bleiben immer durchscheinend und ungelöst. Es ist einfach magisch und märchenhaft. Ich meine nicht den einseitigen Begriff von Märchen, den wir verwenden. Ein Märchen hat nicht nur seine hellen, hoffnungsstarken Seiten, die von Liebe überquillt, sondern sie ist ebenfalls gespickt von Grausamkeit, Brutalität, Hoffnungslosigkeit und einer düsteren Dunkelheit.
Es ist eine Geschichte, in der der Leser denkt, dass er dem Geheimnis immer näher kommt, verstanden habe, worum es geht, wie alles läuft, bis es sich lachend wieder den suchenden Fingern entzieht, alles anders ist und Fragezeichen zurückbleiben.

Dies ist eine Geschichte, die meine Gedanken durcheinander gewirbelt hat, mich teils glücklich, verwirrt, glücklich, aber auch melancholisch zurückgelassen ist. Ich bin fast schon ein wenig traurig, dass die Geschichte jetzt vorbei ist, der Leser Zachary, Dorian, Mirabel, den Hüter, Kat und Co. verlassen hat. Eine Geschichte ist zu Ende gegangen, aber das Ende mündet in einem Anfang, denn eine Geschichte lebt von Veränderungen. Ich vergebe diesem Jahreshighlight 5+/5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Ein Buch, das Geborgenheit bietet und Hoffnung schenkt

Marianengraben
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Ich bin eigentlich kein Roman oder Roadtripleser, aber dieses Buch habe ich in einer Stories Lesung entdeckt und ich musste es einfach hören /lesen.
Bereits der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. ...

Ich bin eigentlich kein Roman oder Roadtripleser, aber dieses Buch habe ich in einer Stories Lesung entdeckt und ich musste es einfach hören /lesen.
Bereits der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr flüssig, leicht und an manchen Stellen sehr humoristisch ohne pietätlos zu wirken.
Paula und Helmut sind sehr unterschiedliche Charaktere, die sich im Bezug zu ihrer Trauer in Grundzügen ähneln. Die Protagonistin hat es mal so (oder so ähnlich) gesagt, dass ihre Trauer, die gleiche Sprache spricht, nur mit unterschiedlichem Dialekt. Einerseits begleitet der Leser Paula, Paula hat es momentan nicht leicht in ihrem Leben. Ihr Bruder ist gestorben, sie kann die ewigen Schuldgefühle nicht abstellen, versinkt immer mehr in Depressionen und eine innere Leere zieht sie immer weiter auf einen stillen Grund, ganz tief unten im Marianengraben (11, 000m). Auf der anderen Seite haben wir Helmut. Helmut ist schon sehr alt, viele seiner Freunde/Familienmitglieder sind tot und er buddelt fröhlich seine Freundin Helga aus. Skurrile Situationen kann die Autorin definitiv schreiben. Am Anfang haben die Beiden eher eine Zweckgemeinschaft, ob sie sich wirklich mögen oder sich eher nerven ist hier die Frage. Trotzdem bemerkt man, dass sie sich immer näher kommen (nicht romantisch!) und in dem Gegenüber immer mehr lesen können. Ihre Freundschaft steht noch am Anfang, aber sie können sich gegenseitig helfen, wie es sonst niemand kann. Sie helfen einander über ihre Trauer und das Leben. Ihre Diskussionen haben mich zum Nachdenken gebracht, mich teils zu Tränen gerührt. Die Mischung aus Trauer, Freundschaft, Liebe, Geschwisterliebe, Vergangenheit, Depressionen, Krankheit, Tod und tieferen Fragen konnte mich auf eine ganz besondere Reise mitnehmen. Auch das Faktenwissen über den Marianengraben hat mir sehr gut gefallen.
Insgesamt hat die Autorin eine sehr besondere Geschichte geschaffen, die mich traurig, aber auch erfüllt zurückgelassen hat. Es wurde nie zu erdrückend und besonders Helmut mit seiner schrulligen Art, Paula, Helmuts Hund und Lutz habe ich gerne begleitet. An dieser Stelle an alle, die gerade in einer Trauerphase oder Depression sind, ich weiß nicht, ob die Geschichte so passend für euch ist. Am besten lest ihr eine Leseprobe oder unterbrecht, wenn ihr nicht mehr weiterlesen könnt. Mir hat die Geschichte sehr viel gegeben und mir ein paar Stunden versüßt. Ich vergebe 5/5 Sterne.

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