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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2020

Guter Abschluss

Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne
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Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr. Im Inneren befindet sich auch eine bunte Karte.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil und bereits der erste konnte ...

Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr. Im Inneren befindet sich auch eine bunte Karte.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil und bereits der erste konnte mich sehr in seinen Bann ziehen. Lelani hat es geschafft und konnte ihre Mutter retten, jedoch sind noch viele Fragen offen und Lelani reist nach Kuraigan und hoffe dort die Antworten zu finden.

Der Einstieg gestaltete sich wieder sehr leicht. Das Liebesdreieck zieht sich auch in diesem Teil weiter. Eigentlich bin ich kein Fan von Dreiecken, aber hier störte es mich eher weniger. Lelanis Gefühle für Kyran sind verwirrend. Sie wurde von ihm verraten, aber trotzdem bleibt er in ihrer Nähe. Die Beziehung der beiden war spannend. Trotz der beiden Männer in ihrem Leben, gibt es wichtigere Probleme zu lösen, weshalb sich Lelani erstmal darauf konzentriert. Natürlich sind ihre Gefühle für Haze und Kyran deshalb nicht vorbei….

Der Schreibstil gefiel mir wieder richtig gut. Man merkte auch wieder die märchenhaften Einflüsse, die bereits im ersten Teil schon vorhanden waren. Ich liebe Märchen, deshalb fand ich diese Elemente echt klasse, auch wenn sie manchmal etwas von der eigentlichen Haupthandlung abgelenkt haben. Größtenteils wird das Buch aus Sicht von Lelani erzählt, aber hin und wieder dürfen wir auch in die Köpfe der männlichen Protagonisten blicken. Diesen Wechsel finde ich immer klasse, weil man die Figuren und deren Handeln dadurch besser verstehen kann. Ich hätte gerne noch mehr aus Sicht der beiden gelesen. Nichtsdestotrotz war es aber auch in Lelanis Kopf sehr interessant.

Der zweite Teil ist spannend und mitreißend. Ich fand zwar das meiste vorhersehbar, dennoch war ich nicht gelangweilt und wollte wissen wie es weitergeht. Das Worldbuilding hat mir richtig gut gefallen und ich hätte so gerne noch mehr von den Sonnen-und Mondmagie gesehen. Auch die Schattengänger waren sehr interessant.

Das bringt mich jetzt zu meinem größten Kritikpunkt bzw. was ich am meisten vermisst habe, war die Magie. Hier hätte ich gerne noch mehr gehabt, da es sich ja schließlich um einen Fantasy Roman handelt. Die Fähigkeiten waren wirklich cool und interessant gestaltet, aber leider ging es etwas manchmal unter bei dem ganzen Gefühlwirrwarr. Das ist echt schade, weil hier so viel Potenzial ist. Isabell May hat wirklich eine tolle Welt erschaffen. Gerade auch in der Mitte des Buches wurde es etwas langatmig, weil gefühlt nichts neues eingebracht wurde. Die letzten ca. 100 Seiten hat die Handlung dann wieder an Fahrt aufgenommen und mich wieder richtig gefesselt.


Fazit: Mit „Die dunkle Seite der Sonne“ ist das Shadow Tales Duet beendet. Ich bin sehr traurig, weil ich mich sofort in die magische Welt verliebt habe. Die Handlung war spannend und interessant. Ich bin zwar nicht so der Fan des Liebesdreiecks, dennoch waren die beiden männlichen Protagonisten sympathisch. Trotz einiger Längen, ist das Buch ein gelungener Abschluss dieses Jugendroman-Dilogie. Ich bin gespannt in welche Welt uns die Autorin als nächstes entführt.

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Veröffentlicht am 26.12.2020

Schwächster Teil der Reihe, aber trotzdem faszinierend

All Saints High - Der Verlorene
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Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Leider passt das Cover nicht wirklich zur düsteren Atmosphäre, die im Buch gegeben ist. Hier hätte man vielleicht noch dunklere Farben benutzen müssen, aber letztlich ...

Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Leider passt das Cover nicht wirklich zur düsteren Atmosphäre, die im Buch gegeben ist. Hier hätte man vielleicht noch dunklere Farben benutzen müssen, aber letztlich soll man ein Buch nicht durch sein Cover bewerten. Alle drei Bände nebeneinander sehen auf jeden Fall klasse aus.

Ich habe die beiden vorherigen Teile geliebt und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an Vaughn’s Buch. Ich gestehe, dass ich Vicious überhaupt nicht leiden kann, aber Vaughn konnte mein Interesse in den vorherigen Büchern wecken und ich wollte unbedingt wissen, wieso er so vor Nähe zurückschreckt. Meine Antwort habe ich erhalten, allerdings konnte das Buch nicht so richtig meine Erwartungen erfüllen.

Der Einstieg war richtig gut. Vaughn und Lenora lernten sich bereits im zweiten Teil kennen. Die beiden sind Künstler und dürfen nun gegeneinander auf der Carlisle Prep antreten. Das Setting und die Atmosphäre des Buches waren dunkel und wirkten gefährlich. Hier wurde eindeutig das sonnige Setting der High School aus Todos Santos verlassen und es geht in ein Spukschloss. L.J. Shen hat mit dem dritten Teil auf jeden Fall in Richtung Dark (New Adult) Romance gezielt, jedoch an manchen Stellen weit darüber geschossen. An manchen Stellen hatte ich eher das Gefühl einen Vampirroman zu lesen, als ein New Adult Buch. Die düstere Atmosphäre war top, nur leider wollte sie nicht so richtig zu den Figuren passen.

Vaughn und Lenora sind sehr unterschiedlich, trotzdem verbindet sie die Leidenschaft zur Kunst. Beide haben zwar eine unterschiedliche Definition davon, aber im Herzen sind sie beide Künstler. Die Beziehung der beiden war durchzogen von Leidenschaft aber auch viel Toxizität. Ich habe mich auf jeden Fall in Lenora verliebt. Sie ist kein Fußabtreter und liefert Vaughn einiges an Kontra. Sie spielt mit ihm und das mochte ich sehr. Dabei gab es eine richtig WTF Szene, die so wohl noch nie in einem New Adult Roman vorkam. Hut ab vor Lenora und ihren verrückten Ideen!

Vaughn ist der dunkle Prinz der All Saints High, der nie menschliche Emotionen zeigt. Umso mehr sorgt es für Aufregung als Lenora ihm Reaktionen entlockt, die er sonst noch nie gezeigt hat. Lenora kennt sein Geheimnis und natürlich wollen die beiden sich gegenseitig zerstören. Diese Ausgangssituation ist nichts neues bei L.J. Shen und das Buch erinnerte mich sehr an Vicious Love, wie könnte es auch anders sein, da Vaughn der Sohn von Vicious ist. Vaughn ist auf jeden Fall ein Arsch, genau so wie sein Vater. Zwar ändern sich seine Motive und Zielpersonen im Buch, trotzdem bleibt er der wütende Gott.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und zieht einen praktisch förmlich ins Buch. Auch wenn viele Szenen mich eher abgestoßen haben, konnte und wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Faszination wie auch bei allen anderen Büchern der Autorin war auf jeden Fall wieder vorhanden. Nur leider hat sie es für mich ein wenig in diesem Buch übertrieben, was die dunkle Atmosphäre anging. Das ganze Bluttrinken passte einfach nicht zum sonstigen New Adult Buch.

L.J.Shen hat wieder ein ernstes Thema in diesem Buch integriert. Bereits in den anderen Büchern hat man gerätselt wieso Vaughn so abweisend und kalt ist. Endlich erfährt man was passiert ist und ich musste natürlich erstmal schlucken. Ich finde es gut dass die Autorin solche Themen mit einbindet und mehr Aufmerksamkeit schafft. Die Art und Weise wie hier Probleme gelöst werden, ist natürlich nicht auf die Wirklichkeit übertragbar, aber das ist ein anderes Thema…

Das Ende war für mich allerdings nicht mehr so überzeugend bzw. wirkte es sehr konstruiert. Es ist wirklich sehr unlogisch, dass Emilia und Vic so lange brauchten um herauszufinden was mit Vaughn los war. Am Ende konnten sie es sich sehr gut zusammenreimen, wodurch man sich als Leser leider fragt, wieso es dann Jahre gebraucht hat bis sie etwas bemerkt haben?! Die plötzlich schnelle Auflösung des Rätsels war einfach nicht authentisch. Schade fand ich auch, dass Rosie in diesem Buch überhaupt keine Rolle mehr gespielt hat, obwohl sie Emilias Schwester ist. Obwohl die Figuren alle miteinander verbunden oder verwandt sind, fühlte sich das Buch zu sehr nach Standalone an, was sehr schade ist, da man die Reihe und Figuren liebt aufgrund ihrer Verbindungen. Der Epilog war dann wieder sehr Shen-typisch. Mir ist das zwar immer zu viel des Guten, aber letztlich liebe ich auch Happy Ends. Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir irgendwann noch eine Kurzgeschichte zu allen Figuren und ihren späteren Lebensabschnitten erhalten.


Fazit: „ASH – Der Verlorene“ ist der dritte und letzte Teil der All Saints High Reihe. Für mich war das Buch leider das schwächste der Reihe, was vor allem an den Figuren und einigen abstoßenden Szenen lag. Ich mochte die dunkle Atmosphäre und vor allem Lenora war eine willkommene und interessante Protagonistin, doch so richtig konnte mich die Liebesgeschichte mit Vaughn nicht packen und vor allem das Ende des Buches wirkte sehr konstruiert und unlogisch. Für Vicious Fans ist es auf jeden Fall ein Muss und auch als Shen Fan wird man wohl nicht um dieses Buch vorbeikommen. Ich verspürte die gleiche Faszination wie bei den anderen Teilen, weshalb ich es natürlich auch empfehle. An die beiden vorherigen Teile kommt es nur leider nicht heran, weshalb ich auch nur 4 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 11.10.2020

Schöne Eishockey Geschichte für zwischendurch

The Brooklyn Years - Was von uns bleibt
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Das Cover sieht richtig hübsch aus. Mir gefallen die Farben sehr. Das Cover ist ein glatter Print ohne Glitzerfolie.

Der Einstieg gefiel mir richtig gut. Sarina Bowen konnte mich schon mit vielen Büchern ...

Das Cover sieht richtig hübsch aus. Mir gefallen die Farben sehr. Das Cover ist ein glatter Print ohne Glitzerfolie.

Der Einstieg gefiel mir richtig gut. Sarina Bowen konnte mich schon mit vielen Büchern überzeugen. Ich war gespannt auf ihre neue Reihe und wurde eindeutig nicht enttäuscht. Es handelt sich dieses Mal um eine Sport Romance Geschichte. Ich persönlich bin zwar absolut unsportlich, dennoch lese ich solche Bücher recht gerne.

Im Mittelpunkt steht Leo, ein NHL Profisportler. Das Buch dreht sich recht viel um Eishockey, weshalb man schon etwas Interesse daran haben sollte. Ich tat mir manchmal etwas schwer mit den ganzen Fachbegriffen, dennoch konnte die Autorin mein Interesse für den Sport wecken. Leo ist als Profisportler natürlich einem ziemlichen Druck ausgesetzt und man erhält als Leser einen guten Einblick in die Welt des Eishockeys mit seinen Höhen und Tiefen. Natürlich steht nicht nur der Sport im Vordergrund, sondern auch die Liebesgeschichte mit Gigi.

Gigi war mir sehr schnell sympathisch. Sie lässt sich eindeutig nicht unterkriegen und ihre Beziehung zu Leo wurde schön geschrieben. Die beiden Figuren kennt man schon aus der vorherigen Ivy Years Reihe und jetzt stehen sie im Fokus. Früher waren sie beide unzertrennlich und haben alle ihren ersten Male zusammen erlebt. Durch ein Unglück ging die Beziehung in die Brüche und jetzt, sechs Jahre später, treffen sie erneut aufeinander.

Mir hat der Handlungsverlauf gut gefallen, dennoch habe ich kleine Kritikpunkte. Die Figuren waren charmant, aber auch etwas farblos. Für meinen Geschmack waren sie etwas zu austauschbar. Die Geschichte ist süß und kurzweilig, aber leider auch etwas oberflächlich. Ich finde das Buch lässt sich wirklich gut an einem gemütlichen Sonntag durchlesen, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas um wirklich im Gedächtnis zu bleiben.

Der Schreibstil war flüssig und angenehm. Man kommt zügig durch das Buch. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten. Das gefiel mir wie immer sehr gut, weil man beide Charaktere und deren Verhalten dadurch besser verstehen kann. Auch die sprachliche Gestaltung ist wieder erwachsener, was man vor allem an den expliziten Szenen merkt, die sehr leidenschaftlich waren.

Das Ende war nicht überraschend, auch wenn es für mich etwas zu viel des Guten war. Trotzdem bin ich zufrieden und freue mich sehr auf die nächsten Bände.

Fazit: Der Auftakt der neuen Sarina Bowen Reihe überzeugt durch seine sympathischen Figuren. Ich war mal wieder begeistert und kann das Buch vor allem Eishockey Fans empfehlen. Diese sportliche Romanze bot eine schöne Kombination aus Witz, Emotionen und Sport. Etwas mehr Tiefe wäre klasse gewesen, dennoch finde ich die Grundidee sehr gut. Ich freue mich auf die nächsten Teile!

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Veröffentlicht am 10.07.2020

Herzzerreißende Geschichte, nur das Ende war nicht mein Fall

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Das Cover ist traumhaft schön. Ich wollte mir das Buch zuerst nicht als Print Exemplar kaufen, da mir „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht so gut gefallen hat. Als ich dann in der Buchhandlung war, ...

Das Cover ist traumhaft schön. Ich wollte mir das Buch zuerst nicht als Print Exemplar kaufen, da mir „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht so gut gefallen hat. Als ich dann in der Buchhandlung war, konnte ich einfach nicht daran vorbeigehen. Die kleinen Libellen sind wunderschön und wenn man die Geschichte gelesen hat, weiß man auch warum sie dort abgebildet sind.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit von Eleanor und Greyson. Ellie ist ein Bücherwurm durch und durch, was mir sehr gut gefallen hat. Die Beschreibungen ihrer Bücherliebe haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, da sie wohl jeder Bücherwurm verstehen kann. Ihre Cousine Shay schleppt sie auf eine Party und Ellie verbringt den Abend dort lieber mit dem neuesten Harry Potter Buch und Kopfhörern. Aufgrund eines Gefallen muss Grey Zeit mit ihr verbringen, aber schnell merkt er, dass mehr hinter dem schüchternen Mädchen steckt. Die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander und werden Freunde und später ein Pärchen. Das Schicksal treibt sie aber auseinander und wir machen einen Zeitsprung in die Gegenwart.

Eleanor arbeitet als Tagesmutter und ist auf der Suche nach einem neuen Job. Zufällig wird sie die neue Nanny von Greysons Töchtern. Diese haben ihre Mutter bei einem Autounfall vor ca. einem Jahr verloren. Die Familie East ist gebrochen und gerade Grey hat sich zu einem kalten Mann entwickelt. Er hat seine Frau über alles geliebt und weiß nicht wie er ohne sie weitermachen soll. Dank Ellie findet er aber wieder einen Silberstreifen am Horizont….

Die Rückblicke waren einfach so wundervoll und ein toller Beginn für die Liebesgeschichte. Brittainy hat mir auf jeden Fall das Herz gebrochen und ich hatte Tränen in den Augen. Die Beschreibungen sind einfach wunderschön und man wird sofort mitgerissen. In der Gegenwart ist dann alles anders und Ellie ist geschockt, wie sehr sich Grey doch verändert hat. Damals war er aber stets an ihrer Seite und dies möchte sie nun für ihn ebenfalls sein.

Mir hat das Buch wirklich extrem gut gefallen. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, da ich „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht sonderlich toll fand. Diese Geschichte war auf jeden Fall herzzerreißend und sehr emotional. Sie beweist, dass es zweite Chancen im Leben gibt und auch wenn der Schmerz unendlich groß scheint, es ist in Ordnung loszulassen und weiterzuleben. Die Message ist wirklich wundervoll. Auch war es toll, dass Ellie ein absoluter Bücherwurm ist. Als Leser konnte man sich damit sehr gut identifizieren und ich musste immer wieder über die Harry Potter Anspielungen schmunzeln.

Ich würde das Buch gerne in den Himmel loben, aber ich muss auch gestehen, dass es Stellen gab, die mir nicht gefallen haben. An sich ist die Message klasse, aber für mich war es eben kein typischer Liebesroman. Erst bei ca. 80% des Buches entwickelt sich mehr zwischen Ellie und Grey. Es ist absolut verständlich wenn man Zeit braucht nach einem solchen Verlust, aber leider wirkte die Liebe zwischen den beiden nicht so echt, eher nach zweite Wahl, was ich sehr schade finde. Ich hätte es sogar bevorzugt, wenn die beiden nicht zusammengekommen wären, sondern einfach nur Freunde geblieben wären. Grey war so verliebt in seine Frau und die Gefühle für Eleanor kamen dann einfach zu plötzlich auf. Klar die beiden waren schon als Jugendliche ineinander verliebt, aber für mich hinterließ es einfach einen faden Beigeschmack in Anbracht, dass der Großteil des Buches sich darum dreht, wie sehr er seine verstorbene Frau geliebt hat. Ellie schien in einer Warteschleife festzuhängen mit ihren Gefühlen für Grey und dieser hat eben seine große Liebe Nicole getroffen und verloren. Für mich war die Romanze einfach nicht stimmig.

Auch wenn mir das Ende nicht zugesagt hat, war der Rest des Buches dennoch ein wahres Fest. Die Autorin konnte mich auf jeden Fall emotional berühren und ich freue mich wahnsinnig auf Shay und Landons Geschichte!

Fazit: Zwei Drittel des Buches habe ich absolut geliebt und förmlich verschlungen. Dank dem herrlichen Schreibstil musste ich öfters mal zum Taschentuch greifen. Brittany C. Cherry weiß auf jeden Fall mit Worten umzugehen. An sich fand ich die Message des Buches sehr gut und und die Figuren waren mir sympathisch. Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Lovestory nicht ergreifen konnte, sondern ich mir eher ein anderes Ende gewünscht hätte. Alles in allem war es eine schöne Geschichte über Freundschaft, Familie und Verlust, nur die eigentliche Liebesgeschichte hinterließ bei mir einen faden Beigeschmack.

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Veröffentlicht am 06.06.2020

Einige Schwächen, aber trotzdem unterhaltsam

V is for Virgin
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Die Meinungen bezüglich des Covers gehen ja ziemlich auseinander. Ich gehöre zu denen, die das Cover mögen. Die Farben sind wunderschön und das V und die geschwungen Elemente sehen klasse dazu aus.

Der ...

Die Meinungen bezüglich des Covers gehen ja ziemlich auseinander. Ich gehöre zu denen, die das Cover mögen. Die Farben sind wunderschön und das V und die geschwungen Elemente sehen klasse dazu aus.

Der Einstieg gefiel mir richtig gut. Val möchte bis zur Ehe mit dem Sex warten. Dies stößt natürlich auf Unverständnis bei ihrem Freund. Nach drei Monaten möchte er endlich mit ihr schlafen, aber als Val verkündet, damit warten zu wollen, macht er eben Schluss mit ihr. Verletzt davon und von den Lügen, die ihr Exfreund verbreitet, macht Val eine klare Ansage an ihre Mitschüler. Sie ist Jungfrau und wird mit dem Sex warten bis sie heiratet. Sie findet auch viele Unterstützer, aber auch jene, die ihr Gelübde brechen wollten…

Mir hat die Message in diesem Buch sehr gut gefallen. Sie ist wichtig und leider kaum in Jugend- und New Adult Bücher vorhanden. Es ist die persönliche Entscheidung von jedem Menschen wann und mit wem er schlafen möchte. Es ist vollkommen in Ordnung damit zu warten bis man den Richtigen kennenlernt, aber es ist auch ok, wenn man schon früher aktiv wird. Letztlich geht es vor allem um Konsens und die eigene Bereitschaft, die niemand anderen etwas angehen und beeinflussen sollte.

Mit Valerie hat die Autorin eine sympathische Protagonistin geschaffen, mit der man sich leicht identifizieren kann. Ich mochte ihre Standhaftigkeit und ihr Temperament. Aus ihrer Überzeugung wird aber schnell eine große Bewegung mit der wohl niemand so recht gerechnet hat. Rockstar Kyle hat plötzlich ein Auge auf sie geworfen und möchte sie auf jeden Fall verführen. Um herauszufinden, ob er es schafft, müsst ihr das Buch wohl lesen ;-D

Ich finde die Thematik wirklich wichtig und auch sehr authentisch. Wer kann sich nicht an solche Zeiten erinnern, in denen das Sexthema aufgekommen sind. Viele junge Menschen werden bestimmt nur aktiv, da die Gesellschaft sie dazu drängt, schließlich ist es doch „normal“ es zu tun. Aus diesem Grund hat mir Vals Standhaftigkeit gefallen, da es auch vollkommen in Ordnung ist damit zu warten. Die Autorin hat dies wirklich schön rüber gebracht, auch wenn manches übertrieben gewirkt hat.

Der Schreibstil war flüssig und leicht. Man kommt sehr zügig durch das Buch. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen. Wahrscheinlich hätte ich es sogar in einem Tag geschafft, wenn das echte Leben nicht dazwischen gefunkt hätte 😀
Das Buch hat mich auf jeden Fall an einen Teeniefilm erinnert. Hierbei muss man wohl einfach seinen Kopf ausschalten um die Geschichte richtig genießen zu könne. Bei mir hat es auf jeden Fall geklappt und ich hatte amüsante Lesestunden.

So sehr mir die Story auch gefallen hat, es gab dennoch auch kritische Szenen und Figuren. Kyle war für mich leider alles andere als sympathisch. Sein Verhalten wirkte stellenweise aufdringlich und seine Gefühle kamen für mich aus heiterem Himmel. Hier fehlte mir eindeutig die Tiefe um der Liebesbeziehung Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ich hoffe es wird in Teil 2 besser, wenn wir seine Perspektive erhalten. Generell hätte ich mir gewünscht mehr Szenen mit ihm zu haben, da seine Szenen zu kurz waren um wirklich eine Verbindung zu ihm aufzubauen.

Apropos Glaubwürdigkeit. Ich finde das Buch stellt die Gesellschaft recht gut dar, auch wenn manches vielleicht überspitzt wurde. Die Kerle im Buch denken hauptsächlich an das Eine und sind deshalb die „Bösen“. Das Unverständnis, dass Val erleben muss und der Drang (bzw. Gruppenzwang) es doch zu tun, da es gewissermaßen in ihrem Alter erwartet wird, wurden authentisch in die Handlung eingefügt. Jedoch gab es auch vieles, dass komplett unglaubwürdig wirkte, wie beispielsweise die Abwesenheit der Eltern. Sie wohnt zwar bei ihnen zu Hause, aber sie tauchen einfach nicht auf, obwohl ihre Tochter einen ganz schönen Medienrummel erfährt. Das wirkt einfach komplett unlogisch!

Auch Val war ab einem gewissen Punkt sehr anstrengend. Ich kann es absolut verstehen, wenn sie auf den Richtigen warten möchte, einen Menschen den sie liebt. Aber wieso dies in Verbindung mit der Ehe stehen muss, war für mich dann doch etwas unklar. Natürlich heirate ich nur einen Menschen, den ich aufrichtig liebe, aber für mich bedeutet es nunmal nicht, dass ich unbedingt heiraten muss um „Liebe“ zu finden. Das ist natürlich nur meine Meinung, aber irgendwie störte mich die ganze „Ehe“ Sache dadurch. Ein Stück Papier macht für mich einfach keine Liebe aus, aber das sieht wohl jeder anders. Im Laufe des Buches verwandelte sich Valeries Meinung über Sex auch immer mehr zur einzig richtigen. Sorry aber das fand ich wirklich fragwürdig, da sie anfangs noch ganz anders getickt hat und niemand verurteilt hat, weil dieser Sex hat. Plötzlich war es aber nicht mehr „in Ordnung“ und nur ihre Ansicht über Sex schien die Richtige zu sein….

Zum Ende möchte ich nicht allzu viel sagen, da es ja noch einen zweiten Teil gibt. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie das ganze ausgehen wird.

Fazit: „V is for Virgin“ befasst sich mit einem sehr wichtigen Thema. Ich fand die Umsetzung wirklich gut, da die Autorin eine wichtige Message verbreitet. Es ist ok mit jemandem zu schlafen und es ist in Ordnung damit zu warten. Protagonistin Val hat mir hierbei mit ihrer Überzeugung und Standhaftigkeit wirklich gut gefallen. Etwas schade fand ich allerdings, dass der Protagonist Kyle nur so wenig im Buch vorkam. Er nimmt eine signifikanten Rolle ein, jedoch waren seine Auftritte zu rar gesät um mit ihm warm zu werden. Auch andere Begebenheiten wirkten fragwürdig oder unglaubwürdig, jedoch gab es auch viele schöne Szenen. Alles in allem hatte ich trotz einiger Kritikpunkte tolle Lesestunden und freue mich auf Teil 2.

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