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Veröffentlicht am 19.07.2020

Sehr gelungenes Buch über Lebensmittel, deren Herkunft und Verarbeitung zu leckeren Backwaren

Kinder backen mit Christina
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Dieses Buch ist viel mehr, als ein schlichtes Backbuch. Es erklärt den Kindern alles rund um das Backen, aber auch den Bauernhof und alles, was dort das Jahr über los ist. Tiere und Pflanzen spielen da ...

Dieses Buch ist viel mehr, als ein schlichtes Backbuch. Es erklärt den Kindern alles rund um das Backen, aber auch den Bauernhof und alles, was dort das Jahr über los ist. Tiere und Pflanzen spielen da natürlich eine große Rolle. Lebendig erzählt und mit tollen Fotos unterstützt, lernen so auch Stadtkinder das Landleben kennen. Das finde ich wunderbar, denn nicht jedes Kind hat das Glück, Landwirtschaft in der Nähe zu haben, schon gar nicht die mit artgerechter Tierhaltung.

So besteht die Hälfte des Buches aus Lesestoff. Doch das ist keine Kritik meinerseits, denn man weiß ja, dass sich im Buch 30 Rezepte finden, die sozusagen kindgerecht aufgearbeitet sind. Bei fast zweihundert Seiten ist es dann klar, dass Christina Bauer den Leser auch auf eine kleine Reise mitnimmt. Mir gefällt das! Die Kinder erfahren viel über Lebensmittel, bekommen Tipps und Tricks gezeigt und erfahren auch, wie sie beispielsweise Butter selbst herstellen können. Statt erfundene Geschichten gibt es spannende Geschichten rund um das, was die Kinder tagtäglich auf dem Tisch haben. Besser geht es kaum!

Die Rezepte selbst sind sehr gut ausgewählt und quasi querbeet durch die Küche. Es wird nicht ausschließlich gebacken, auch Marmelade wird gekocht, Popcorn gemacht, Eis gezaubert, Joghurt bereitet. Alles in Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die gut zu verstehen sind, eben auch und gerade für Kinder. Ganz klar, dass dennoch ein Erwachsener dabei sein muss! Die Zutaten sind für meine Begriffe leicht zu bekommen. Manche Rezepte erfordern ein bisschen Geschick. Doch im Grunde ist es ja nicht wirklich schlimm, wenn die Igelchen, Nikolause oder anderes Gebäck nicht wie aus dem Backbuch aussehen, sondern ihren eigenen Charakter haben.

Christina, Magdalena und Thomas Bauer sind die Stars des Buches. Man merkt Mutter und Kindern an, wie viel Spaß sie haben. Genau diese Freude sollen alle nacherleben können und ich bin mir sicher, das ist machbar. So bringt man die Kids dazu, über die Lebensmittel und deren Herstellung nachzudenken, und damit auch, nachhaltiger und umweltbewusster zu leben. Finde ich super! Genau deshalb bekommt dieses Buch auch die vollen fünf Sterne, obwohl der Titel nicht unbedingt aussagt, was das Buch in sich hat!

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Viele Rezepte, die auch Skeptikern richtig gut schmecken können

Vegan! Das Goldene von GU
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Um es gleich vorwegzunehmen – ich bin Flexitarier, esse sehr gerne (aber dennoch nicht viel) Fleisch, Käse, Honig und ähnliches, möchte aber gern informiert sein, Neues ausprobieren und mich anregen lassen. ...

Um es gleich vorwegzunehmen – ich bin Flexitarier, esse sehr gerne (aber dennoch nicht viel) Fleisch, Käse, Honig und ähnliches, möchte aber gern informiert sein, Neues ausprobieren und mich anregen lassen. Die Philosophie der Veganer geht mir manchmal doch ein bisschen zu weit, doch bin ich gern bereit, das eine oder andere Rezept, das völlig frei von tierischen Produkten ist, zu probieren. Meine Erfahrungen mit Tofu und ähnlichem „Fleischersatz“ sind äußerst negativ, aber darum kann man ja einen Bogen machen. Zudem habe ich gern Rezepte zur Hand, wenn mal Besuch kommt, der sich vegan ernähren möchte. Ich esse bewusster, als noch vor wenigen Jahren, und stelle fest, dass vieles aus der Kindheit wieder mehr Stellenwert bekommen hat.

„Das Goldene von GU“ bietet einen interessanten und informativen Überblick über vegane Ernährung und liefert eine Reihe Rezepte, die mehr oder weniger einfach zuzubereiten sind. Sogar, wie man veganen Milchersatz und Joghurt selbst herstellen kann, wird erklärt. Das geht mir dann doch zu weit – da muss sich veganer Besuch bei mir mit entsprechenden Produkten aus dem Handel zufrieden geben.

Ich gebe zu – die meisten Rezepte für das Frühstück sagen mir leider kein bisschen zu. Dafür gefallen mir aber die Rezepte für die Brote und Brötchen. Nur das Rezept für das Weißbrot mit Kräutern enthält leider Weizenmehl Typ 405 (habe ich seit Jahren nicht mehr im Haus) und Sojamilch. Aber das kann man ja kaufen!

Im Kapitel „To go und zwischendurch“ gibt es Rezepte für „Salate, Snacks und Fingerfood“. Gestartet wird hier gleich mit Tipps, wie das unterwegs so aussieht mit den „Fallen“, in die Veganer tappen können. Es ist also wirklich einfacher, sich selbst zu versorgen, wenn man auf der sicheren Seite sein möchte. Hier gefallen mir die meisten Salat-Rezepte richtig gut. Auch die Dressings dürfen mein Repertoire erweitern. Auch wenn ich mich mit Tempeh und ähnlichen Produkten einfach nicht anfreunden kann – aber die lasse ich (für mich) dann eben weg. Die Gemüse-Uttapams finde ich genial! Ausgefallen, lecker, für alle geeignet – man muss den nicht-veganen Gästen ja nicht verraten, dass dies ein veganes Rezept ist. Soll der Groschen doch selbst fallen! Falafel mag ja sowieso fast jeder und denkt dabei nicht explizit an vegane Küche. Ähnlich ist es mit den gefüllten Grilltomaten. Einfach so hingestellt sind sie lecker und mal was anderes. Zum Niederknien: die Samosas!

Darauf folgt „One-Pot-Seelenfutter“, das Kapitel, in dem es um Suppen, Eintöpfe und Currys geht. Auch hier entdecke ich für mich viele Gerichte, die sich problemlos in meine Ernährung einbauen lassen und somit fleischlose und tierproduktfreie Tage garantieren. Die „Hauptgerichte für jeden Tag“ bieten Rezepte mit Gemüse, Pasta und Hülsenfrüchten. Kartoffelpuffer mit Apfelmus mochten die meisten ja schon als Kinder super gern. Warum also nicht mal wieder die gute alte Zeit aufleben lassen? Mit Ofengemüse kann man mich immer super glücklich machen. Und ja, das geht total vegan! Auch bei den meisten Pasta-Rezepten schlägt das Herz höher und man merkt gar nicht, dass tierische Produkte fehlen. Bei den veganen Küchenklassikern (Schnitzel, Käse, Currywurst) bin ich dann allerdings raus. „Künstliche“ tierische Produkte gibt es in meiner Küche nicht. Da bin ich stur. Das liegt daran, dass ich – wenn schon – dann in voller Konsequenz vegan koche. Gut, ich esse es nur hin und wieder, vermutlich ist da die „Sehnsucht“ nach einem Würstchen nicht so groß, aber eben auch gerade deshalb lasse ich das dann bleiben.

Wie in jedem Kochbuch gefallen mir auch hier nicht alle Rezepte. Das habe ich auch gar nicht anders erwartet. Ich bin positiv davon überrascht, dass ich mehr als erhofft gefunden habe, das zu mir und meinem Ess-Geschmack passt. Da ich mich, wie eingangs bereits erwähnt, flexibel ernähre, muss ich nicht allzu stark auf die Zusammenstellung achten, um genug Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. Das erleichtert es mir enorm. Auch werde ich mich nach wie vor mit gewissen Produkten einfach nicht arrangieren oder anfreunden können. Dennoch empfinde ich dieses Rezeptbuch als Bereicherung für meinen Speiseplan.

Für „echte“ Veganer ist dieses Buch vermutlich noch viel genialer als für mich. Aber ich finde es schon mal großartig, dass auch Flexitarier genug Gerichte darin finden, um drei Mahlzeiten, Imbiss und Nachtisch damit abdecken zu können. Selbst das schafft nicht jedes „normale“ Kochbuch! Von daher verdient es fünf Sterne, auch wenn ich zu der Erkenntnis gelangt bin, dass ich doch lieber öfter vegetarisch koche und vegan weiter die Ausnahme bleiben wird.

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Veröffentlicht am 27.06.2020

Natur und Umwelt kindgerecht und informativ erklärt

Die kleine Hummel Bommel schützt die Umwelt
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Die Zeichnungen sind einfach umwerfend schön! Klar, Familie Hummel ist nicht „naturgetreu“. Sie ist quasi eine Mischung aus Mensch und Hummel. Dennoch finde ich das für Kinder nicht verwirrend oder falsch, ...

Die Zeichnungen sind einfach umwerfend schön! Klar, Familie Hummel ist nicht „naturgetreu“. Sie ist quasi eine Mischung aus Mensch und Hummel. Dennoch finde ich das für Kinder nicht verwirrend oder falsch, sondern genau richtig. So sehen Hummeln zwar nicht aus, aber die Kids werden in den Hummeln dann doch eher Freunde sehen, denn Insekten, die sie ängstigen. Ganz verliebt bin ich ja in den kleinen Schmetterlings-Jungen!

Bei manchen Punkten bin ich ein bisschen im Zweifel, ob sie nicht Diskussionen zwischen Kindern und Eltern auslösen. So wird beispielsweise in einer Schautafel aufgelistet, welches Obst und Gemüse in welchem Monat Saison hat. Das stimmt so zwar, aber auch nicht ganz. Im Juli gibt es Kirschen! Wunderbar – aber in meinem Garten sind sie schon im Juni erntereif und im Juli gibt es keine mehr.

Die „Hummeltipps“ sind super einfallsreich. Nicht alle werden immer funktionieren, aber die Ideen sind großartig. Erde von den Schuhen kratzen und in einen mit Pflanzerde gefüllten Topf geben und warten, ob und was wächst – ich finde das genial. Da muss man nur hoffen, dass irgendein Samenkorn (beispielsweise Löwenzahn) dabei ist. Einen Versuch ist es allemal wert! Da können auch die Eltern noch staunen. Auch zu Themen wie Abfall und Recycling finden sich prima Ideen – und diese fördern noch dazu die Kreativität der Kinder. Zudem werden sie dafür sensibilisiert, nichts als selbstverständlich anzusehen und alles im großen Zusammenhang einzuordnen. Ich bin begeistert!

Es wird so vieles Wichtige angesprochen und erklärt, dass man es kaum glauben kann. Kindgerecht und stimmig, dabei nicht zu ausführlich, denn wenn dann Fragen kommen, braucht es sowieso auch für Kids weiterführende Literatur. Das hier vermittelte Grundwissen ist auf alle Fälle Gold wert! Kaufverhalten, Konsumverhalten allgemein (Wasser, Strom), Luftverschmutzung, Verkehrsnutzung, Wald, Wiese, Wasser, Klimawandel, Lebensmittel – die Themen sind absolut allumfassend und das finde ich besonders gut und wichtig.

Man kann nicht früh genug damit anfangen, den Kindern wertvolles Wissen mit auf den Lebensweg zu geben. Kinder sind kleine Menschen, die Wissen wie ein Schwamm aufsaugen. Je bewusster das geschieht, desto verantwortungsvoller wird der kleine Mensch auch als großer Mensch sein. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch bestens dazu geeignet ist, dabei zu helfen.

Britta Sabbag und Maite Kelly haben zu den herrlichen Zeichnungen von Joelle Tourlonias die Texte geschrieben. Das Dreiergespann ist eindeutig perfekt aufeinander eingespielt. Das Buch ist ein Traum geworden und bleibt den Kindern ganz sicher ein Leben lang im Gedächtnis – und Herzen! Ich gebe die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 22.06.2020

Macht auch als Paar oder Gruppe riesig Spaß!

Haus des Geldes - Das Escape-Buch zur Netflix Erfolgsserie
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Das große Format, das vermutlich vielen nicht gefallen wird, ist für mich geradezu perfekt. Da man bei einem Escape-Buch anders agiert, als bei einem herkömmlichen Buch, mag ich diese Größe sehr. Hier ...

Das große Format, das vermutlich vielen nicht gefallen wird, ist für mich geradezu perfekt. Da man bei einem Escape-Buch anders agiert, als bei einem herkömmlichen Buch, mag ich diese Größe sehr. Hier finde ich sie handlich!

Wer – wie ich – sein Buch nicht zerschneiden mag, kann die Hilfsmittel am Ende des Buches auch kopieren (oder scannen/ausdrucken). So geht auch nichts verloren und man kann das Buch mehrmals spielen. Das Ausschneiden und richtig auflegen gibt den mir bekannten Arten von Escape-Buch noch eine neue, unterhaltsame Variante. Ein wahrhaft interaktives Buch!

Die Kombination aus Buch-Text und Rätseln, um herauszufinden, auf welcher Seite es weitergeht, mit der NETFLIX-Serie ist sehr gelungen. Ein wenig Geduld und Ruhe sollte man aber schon mitbringen. Dies ist nichts, das in einer halben Stunde erledigt wäre (und genau das ist das Gute daran). Die Rätsel sind unterschiedlich schwer, aber alle lösbar. Und wenn man dann doch mal auf der Leitung steht, gibt es ab Seite 137 Hinweise. Helfen auch diese nicht, gibt es auf der jeweils auf die Tipps folgende Seite auch noch die Lösung. Aber mein Rat ist, einfach länger zu rätseln und zu probieren, denn sonst nimmt man sich einen Großteil des Spaßes selbst.

Spannung, Spiel und Spaß – dieses Escape-Buch ist quasi das Äquivalent zum Überraschungsei. Sogar mit Partner oder in geselliger Runde macht es Spaß. Ich bin super begeistert und gebe die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 20.06.2020

Eine geniale Spielesammlung für die ganze Familie

Der Boden ist Lava
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Ein solches Buch gehört einfach in jeden Bücherschrank einer jeden Familie! Spielen macht Spaß, nicht nur Kindern. Aber gerade Kinder möchten in vielen Situationen einfach beschäftigt werden. Das ist nicht ...

Ein solches Buch gehört einfach in jeden Bücherschrank einer jeden Familie! Spielen macht Spaß, nicht nur Kindern. Aber gerade Kinder möchten in vielen Situationen einfach beschäftigt werden. Das ist nicht nur bei langen Autofahrten so. Auch beim Schlange-Stehen oder im Wartezimmer helfen diese Spiele super, genau wie an langweiligen Regentagen. Alles ist besser, als vor dem Fernseher oder dem Computer zu sitzen oder am Handy zu spielen. Und in dieser Sammlung alter und neuer Spiele findet sich erstaunlich vieles, das Groß und Klein Spaß macht. Nicht wenig davon ist noch dazu lehrreich und schult die unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Die Spiele sind in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Zu jede gibt es die Angaben, für wie viele Spieler, welcher Schwierigkeitsgrad und wie lange eine Runde geht. In zehn unterschiedlichen Kategorien von „Im Stau“ über „Party!“ bis zu „Entspannt Euch!“ gibt es jeweils zehn Spielideen mit Anleitung und Beispiel (wo nötig). Bis diese einhundert Spiele durchgespielt sind, vergeht einige Zeit und so schnell wird da keines langweilig! Als Bonus gibt es im Anhang noch „Schnellstarter“, die helfen, das Spiel in Gang zu bekommen (oder zu halten), wenn einem die Ideen ausgehen. In einem unübersehbaren Kreissymbol sind Schlagwörter vermerkt, die anzeigen, was die Hauptmerkmale des jeweiligen Spieles sind.

Die Erklärungen sind gut verständlich. Man muss sich nicht stundenlang einlesen, um die Spiele zu verstehen. Hin und wieder gibt es kleine Illustrationen. Ein paar Fotos wären auch ganz nett gewesen, aber das wäre nun echt meckern auf hohem Niveau. Gibt es etwas, das mich am Buch stört? Nicht wirklich! Dass mir persönlich nicht alle Spiele gleich gut gefallen, ist keinen Sterneabzug wert. Niemand wird alle diese Spiele toll finden. Aber bei einhundert Spielen fällt das wirklich nicht ins Gewicht. Kleiner Tipp: mit unterschiedlich farbigen Pagemarkern kann man prima markieren, welche Spiele man schon gespielt hat, welche toll sind, welche bald mal gespielt werden sollten und welche man nicht noch mal spielen möchte.

Für mich ein Buch, das Eltern und Kindern nicht nur Spiele zeigt, sondern auch hilft, selbst Spiele zu erfinden. Ich find’s klasse: Fünf Sterne.

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