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Veröffentlicht am 14.05.2021

Konnte mich leider nicht packen

Schweinekrieg
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Der Kriminalroman "Schweinekrieg" von Guido Seyerle erschien bereits 2007, die Neuausgabe erscheint 2021 im Gmeiner Verlag.

1983: Landwirt Heinrich Bauer setzt sich für die Erhaltung der vom Aussterben ...

Der Kriminalroman "Schweinekrieg" von Guido Seyerle erschien bereits 2007, die Neuausgabe erscheint 2021 im Gmeiner Verlag.

1983: Landwirt Heinrich Bauer setzt sich für die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Schwäbisch-Hällischen Landschweine ein und züchtet die Rasse. Das passt aber den ortsansässigen Schweinezüchtern überhaupt nicht und sie gehen dagegen an. Es gibt eine regelrechte Schlammschlacht um den Schweinehandel. Als sogar ein Mensch zu Tode kommt, muss Bauer nicht nur um seine Landschweine fürchten, sondern sogar um sein eigenes Leben.


Dieser Krimi spielt in den 80er Jahren, aus der Sicht des Journalisten Chris Schranz wird das Thema Schweinezucht und Fleischhandel näher beleuchtet. Es gab Bauern, die die Schweinehaltung als Billigproduktion aus Profitgier betrieben, aber auch Schweinehalter, denen die Qualität des Fleisches und die Züchtung alter Rassen am Herzen lagen. Der Begriff "Schweinekrieg" ist passend zu den Auseinandersetzungen äußerst treffend gewählt.

Gleich zu Beginn des Buches gibt es ein Treffen von Schweinezüchtern im Hohenloher Land, bei dem sich zeigt, dass Züchter und Politiker zum Teil unterschiedliche Interessen vertreten und einige nur hohe Produktionszahlen im Blick haben. Der Schweinehandel zwischen Ost- und West-Deutschland spielte zu dieser Zeit ebenfalls noch eine besondere Rolle. Als Grundidee finde ich das Thema durchaus wichtig, allerdings hat sich seitdem mit Bio-Produkten und artgerechter Haltung auch schon einiges getan.

Wer sich im Hohenloher Land auskennt, wird die regionalen Schauplätze und erwähnten Tageszeitungen wahrnehmen. Leider kenne ich die Gegend nicht näher und hatte ein wenig mehr bildhaften Lokalkolorit erwartet, um mir alles besser vorstellen zu können.

Wir lernen hauptsächlich den detailliert aufgeführten Berufsalltag des Reporters Chris Schranz kennen, ein wenig Privatleben des Singles Schranz wird aber auch sichtbar, der zwischen der neuen Bekannten Lilian oder seiner Flamme Veronika schwankt. Er wurde mir nicht sonderlich sympathisch, etwas mehr Charaktertiefe hätte ihm gut getan.

Mit diesem Buch macht man eine Zeitreise in die Vorwende-Zeit. In heutiger Zeit die Begriffe der damaligen Zeit zu hören, war schon merkwürdig. So ist im Buch noch die Rede von der damaligen Währung der Deutschen Mark, von BRD und DDR oder von Karl-Marx-Stadt und Kolchosen. Wer diese Zeit noch bewusst miterlebt hat, wird mit den Begriffen mehr anfangen können, als jemand, der erst nach dieser Zeit geboren wurde.

Die Krimihandlung verläuft nicht spannend, neben den Zeitungsdingen und den Auseinandersetzungen in der Schweine Mafia kommt es nicht zu einer packenden Täterverfolgung.

Was mich aber am meisten gestört hat, ist der recht einfache Erzählstil, der mit eigenartigen Formulierungen daherkommt und kein flüssiges Lesen möglich machte.

Das Thema Massentierhaltung wird in diesem Buch deutlich gemacht, aber wir haben jetzt nicht mehr die 80er Jahre und da hätte man das Buch auch nicht noch einmal neu auflegen müssen. Es ist leider kein Krimi, den man lesen muss.

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Einfach nicht mein Buch

Wie man die Zeit anhält
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"Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig erscheint im DTV.

In diesem Roman geht es um den Einzelgänger Tom Hazard, der aussieht wie Anfang 40, aber wegen einer besonderen Veranlagung, welche sich Anagerie ...

"Wie man die Zeit anhält" von Matt Haig erscheint im DTV.

In diesem Roman geht es um den Einzelgänger Tom Hazard, der aussieht wie Anfang 40, aber wegen einer besonderen Veranlagung, welche sich Anagerie nennt, nur sehr langsam altert. In Wahrheit ist er um die 400 Jahre alt. Alle acht Jahre ändert er seinen Aufenthaltsort, aktuell arbeitet er in London als Geschichtslehrer, dieser Job passt perfekt, schliesslich hat er viele Ereignisse selbst miterlebt. Tom gefällt es in London und mag auch seine Kollegin, die Französischlehrerin Camille sehr. Damit ändert sich sein Leben gewaltig.

"Die Menschen, die du liebst, sterben nie." Zitat Seite 331

Toms Leben ist kein Glücksfall, sondern eher ein Fluch, denn um ihn herum sterben alle geliebten Menschen, nur er überlebt und sein Leben verläuft recht einsam.

Dieser Roman ist anders als ich es erwartet habe. Rein vom Sprachstil her lässt er sich flüssig lesen und einige Botschaften sind schön formuliert. Echte angekündigte philosophische Sätze habe ich aber nicht entdecken können und auch die Handlung konnte mich nicht packen. Die Liebesgeschichte mit Rose war für mich der einzige Aspekt, den ich gern gelesen habe. Sie wagt den Schritt, gemeinsam mit Tom diese ungewöhnliche Beziehung zu gehen. Sie bekommen ein Kind und werden ständig von den Blicken anderer Menschen verfolgt. Als Rose stirbt, beschliesst Tom, nie wieder Gefühle für einen anderen Menschen zuzulassen. Doch dann taucht Camille auf.

Eigentlich hätte die Erzählung durch die Zeitwechsel recht spannend werden können, schliesslich springt Matt Haig ständig in eine andere zeitliche Epoche der letzten 450 Jahre und wir sehen von Kapitel zu Kapitel verschiedene historische Ereignisse und Persönlichkeiten wie William Shakespeare oder F. Scott Fitzgerald an uns vorbeiziehen. Doch so richtig tief wird leider nicht auf auf den Zeitgeist oder das Lebensgefühl eingegangen, die Eindrücke sind recht oberflächlich und hangeln sich an Toms Leben und seinem Selbstmitleid entlang. Das wirkt auf mich nicht überzeugend, es deprimiert und zieht sich leider von Szene zu Szene durch das ganze Buch.


Obwohl ich den Erzählstil und die Botschaft mit der sinnvoll zu nutzenden Zeit mochte, war das einfach nicht mein Buch.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Wird man lieben oder hassen

Omama
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"Omama" ist der Roman von Lisa Eckhart, einer östereichischen Kabarettistin, das Buch erscheint im Zsolnay Verlag.


"Helga, schnell, die Russen kommen!" 1945 ist Oma Helga in der Pubertät und kämpft mit ...

"Omama" ist der Roman von Lisa Eckhart, einer östereichischen Kabarettistin, das Buch erscheint im Zsolnay Verlag.


"Helga, schnell, die Russen kommen!" 1945 ist Oma Helga in der Pubertät und kämpft mit ihrer schönen Schwester Inge um die Gunst der Besatzer. Was Helga in dieser Zeit alles erlebt, wie sich ihr Leben entwickelt und wie die Beziehung zur ihrer Enkelin Lisa aussieht, davon handelt dieses Buch. Mit spitzer Zunge erzählt auf einer Kreuzfahrt anstellt, davon handelt sie

"Dass jeder Mensch zwei Großmütter hat, ist kein geringeres Übel denn die fatalste Doppelbesetzung der Natur. Die Liebe der Großmutter für ihre Enkel ist unteilbar und absolut." Zitat Seite 9

Ich mag amüsante Bücher mit Wortwitz und einer amüsanten Handlung. Mein gewähltes Zitat mit seinen weiteren Ausführungen ist ein Beispiel für gelungenen Humor. Warum hat mir dann dieses Buch nicht besser gefallen?



Die Sprache ist in diesem Buch ein Problem, auch wenn Frau Eckhart durchaus sehr geschickt damit umgehen kann. Aber viele Begriffe finde ich zu negativ in der Wirkung ("fäkales Wochenbett") und der eingebaute Dialekt liest sich sperrig und nicht sehr angenehm, der Tonfall ist dauerhaft biestig und fabulierend, was ich sehr ermüdend empfinde. Vor lauter Konzentration auf die sprachlichen Ergüsse geht hier das Interesse für die Handlung, also die Geschichte um die Großmutter, fast gänzlich verloren. Dabei bietet gerade diese Figur viel Potential und einzelne Szenen geben einen Eindruck aus der Besatzungszeit, ihrem Dorfleben und dem nicht einfachem Lebensweg dieser Frau wieder. Über allem wird die Hassliebe mit ihrer Enkelin Lisa spürbar. Doch das geht im Geplänkel leider immer wieder unter.

Die Charaktere entsprechen einer Gruppe von ländlichen Bewohnern, die man aufgrund ihrer negativen Titulierung am untersten Level der Gesellschaft eingruppiert. Fast alle Frauen gelten als Dorfschlampen, dazu gesellen sich die Dorfdeppen und Trinker und der Dorfpfarrer ist gleichzeitig der Dorfarzt und somit immer im Bilde über die Sünden seiner Schäfchen. Das macht mir die Figuren nicht gerade sympathisch.

Als markige Aussagen mit Knalleffekt mögen manche Szenen dieses Buches durchaus für den kabarettistischen Gebrauch für Lacher sorgen. Sie lesen sich auch ganz witzig, allerdings sorgt in diesem Buch die Aneinanderreihung dieser oft derben Verballhornungen mit überwiegend fiesem und bissigen Unterton einfach nur Verdruß beim Lesen. Es ist zuviel Biss und beim Lesen verliert sich die Handlung im Fabulieren und die vielen Szenen um die Dorfmatratzen finde ich ziemlich nervig. Das Ganze ist wohl besser für den Kabarettabend geeignet.


"Omama" ist ein polarisierendes Buch. Fans der Kabarettistin werden es sicherlich mögen. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Ein belangloser und zu vage erscheinender Roman

Heute ist Montag
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"Heute ist Montag" ist das Romandebüt von Sytske van Koeveringe, das Buch erscheint im btb Verlag.



Julia arbeitet als Reinigungskraft, manchmal trifft sie auf die Bewohner Sie studiert und braucht ...

"Heute ist Montag" ist das Romandebüt von Sytske van Koeveringe, das Buch erscheint im btb Verlag.



Julia arbeitet als Reinigungskraft, manchmal trifft sie auf die Bewohner Sie studiert und braucht diesen Job, sie möchte Schriftstellerin sein. Ihr Exfreund fehlt ihr und auch eine echte Freundin hat sie nicht. Sie träumt in den fremden Wohnungen von den Bewohnern und von einem anderen Leben. Doch auch das bringt sie nicht von ihren Problemen los. Trotzdem fühlt sie sich in ihren Träumen frei, so nutzt sie das Badezimmer in Nummer 61 und tanzt nackt imWohnzimmer von 122-D. Ihre andauernden Fressattacken sorgen dafür, dass sie die Kühlschränke leer ist und auch die Alkoholvorräte in Beschlag nimmt.



Wenn Menschen sich für unwichtig halten oder ihr Leben ihnen belanglos erscheint, haben sie kein zufriedenes und erfülltes Leben. Das scheint auf Julia, Reinigungskraft und Ende 30, zuzutreffen.

Vor lauter Langeweile im eigenen Leben, denkt sie sich in die Leben der Menschen hinein, bei denen sie putzt. Sie trifft die ganze Bandbreite der Gesellschaft an, es gibt gestörte Typen, einen Yogamann, chic eingerichtete, elegante und merkwürdige Menschen.

Julia kommt mit ihrem langweiligen Leben nicht klar, ihren letzten Freund hat sie mit ihrem Debütroman vertrieben und ihre Freundin lebt in ihrer Welt als Ehefrau und Mutter. Für Julia scheinbar unerreichbar weit entfernt.



Julia kippt Alkohol und Schmerztabletten in sich hinein, aber auch Massen an Süßigkeiten, die sie bei ihren Putzstellen findet. Sie träumt von einer Liebe, von Freundschaft und von einem zufriedenen Leben, doch sie ist getrieben und ohne Plan.



Mir kam es die ganze Zeit so vor, als ob Julia sich in ein fremdes Leben hineindenkt, um ihr eigenes nicht zu spüren. Besuche bei einer Ärztin bringen keine Besserung, sie ist schlaflos, nimmt Tabletten gegen ihre Dauerkopfschmerzen und lebt mehr oder weniger in den Tag hinein. Die einzige Abwechslung findet sie in fremden Wohnungen.

Man könnte dieses Buch als Kritik an sozialen Beziehungen auslegen, doch soweit würde ich nicht gehen.

Die Autorin hat Erzählpotential, doch die Protagonistin dümpelte so vor sich hin, es passierte nichts grundlegendes und es blieb mir inhaltlich einfach zu vage und zu banal. Es passiert nichts Bewegendes und man muss sich das Meiste zusammenreimen.


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Veröffentlicht am 18.02.2019

Dieser Roman hat mich trotz der schönen Sprache nicht berührt.

Eine Schwester in meinem Haus
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Linda Olssons Roman "Eine Schwester in meinem Haus" erscheint als deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Kerstin Schöps am 11.02.2019 im btb Verlag.


In einem kleinen Ort an der katalanischen Küste ...

Linda Olssons Roman "Eine Schwester in meinem Haus" erscheint als deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Kerstin Schöps am 11.02.2019 im btb Verlag.


In einem kleinen Ort an der katalanischen Küste lebt Maria zurückgezogen und allein in einem Haus. Sie trauert ihrer großen Liebe nach. Täglich wird sie von ihrer Umgebung daran erinnert, wie glücklich sie hier mit ihrer Liebe war. Als ihre Schwester Emma zu Besuch kommt, zu der sie kaum Kontakt hatte, kann Maria sich nicht richtig freuen. Sie empfindet Emma als Eindringling in ihr Reich. Wird dieser Besuch schmerzhafte Erinnerungen zutage fördern, wenn sie an ihre unglückliche Kindheit denken?



Diese Geschichte wird sehr ruhig erzählt und spielt sich hautsächlich in Gesprächen und Gedanken zweier Schwestern ab. Maria ist eine Frau, die in ihrem Leben viel Leid erfahren hat, aber nicht in der Lage ist, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Sie schließt ihren Kummer in sich ein und lässt niemanden nah an sich heran. Stets hat sie ihre eigene vorgefasste Meinung und hat nicht die Empathie, sich auf ihr Gegenüber einzustellen, geschweige sich für die Person zu interessieren und deren Meinung zu hören. Das hat zur Folge, dass es häufig zu Missverständnissen und falschen Interpretationen Marias kommt. Aber als ihre Schwester Emma sie besucht, fängt sie an, ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten, langsam bricht ihre harte Schale auf und sie entdeckt, wie sehr sie Emma braucht.



Emma ist die kleine Schwester, die aufopfend bei ihrer Mutter geblieben ist, als eine gemeinsame große Schwester starb. Maria verschwand einfach. Emma hat eine Familie gegründet, konnte das Trauma ihrer Kindheit überwinden. Sie ist auch in der Lage, Maria Zeit zu lassen und die Erlebnisse der Vergangenheit nicht direkt anzusprechen. Sie vermeidet persönliche Fragen und damit lässt sie Maria die Möglichkeit, Gedanken zu wecken und sich allmählich zu öffnen.



Die Sprache gefällt mir gut, sie ist ruhig und einfühlsam und sehr auf die Empfindungen gelenkt. Linda Olsson zaubert mit ihren bildhaft genauen Beschreibungen der Schauplätze, Vorgänge, Gedanken und Stimmungen eine leicht melancholische Atmosphäre herbei. Sie beschreibt die Hoffnungen und Wünsche der Schwestern, lässt sie Blicke in die Vergangenheit werfen, die dem Leser Einsichten in die familiäre Situation erlaubt. Die Schwestern nähern sich langsam wieder an, es entwickelt sich ein neu gewonnenes Vertrauen, indem sie sich über die Vergangenheit, die Todesfälle und ihre verletzten Gefühle austauschen. Die erlittenen Verluste und Schmerzen der Seele werden fühlbar, die Distanz bleibt lange zwischen Emma und Maria bestehen. Immer wieder versucht Emma, Maria die Hand hinzuhalten. Es dauert lange, bis Maria sie ergreift. Diese Entwicklung streckt sich sehr langsam über endlose Gespräche dahin.

Von dieser gefühlvollen Tiefe gesehen, hat mir der Roman gefallen, allein davon kann die Handlung allerdings nicht leben.


Es ist eine Art Erinnerungsroman, bei dem man sich sehr mit den Figuren beschäftigen muss, auch wenn man sie eigentlich nicht unbedingt sympathisch findet. Deshalb kann man schnell die Lust am Lesen verlieren. Hier hat mich ein Hoffnungsschimmer weiterlesen lassen.


Am Ende hat man erfahren, welches Leid den Schwestern auf der Seele brennt. Doch richtig berührt hat mich dieses Buch leider nicht. Das liegt an der schwer zugänglichen Maria, die ich mir nicht als Freundin aussuchen würde und auch an den vielen Meinungen und verletzten Gefühlen, die hier nach und nach ausgesprochen werden müssen.



Am Ende siegt der Mut, sich für das gegenwärtige Leben zu öffnen. Auch wenn Maria sich weiterhin schwer tut, jemanden teilen zu müssen, so lässt sie doch mit Emma eine neue Chance für ihre gemeinsame Beziehung als Familie zu. Sie öffnet sich für ihre Verhältnisse enorm und sie erkennt, dass sie die Vergangenheit ruhen lassen muss, um weiter zu leben.

Gemeinsame Erinnerungen schmerzen, können aber auch zusammen schweißen.



In diesem Familiendrama geht es um Verrat, Trauer und die Hoffnung auf Vergebung. Die scheinbar perfekte Kulisse der schönen Umgebung steht im kompletten Gegensatz zu der unterkühlten Beziehung der Schwestern.




Wer Trauer, Verlust und Beziehungen in Familie und Partnerschaft analysieren möchte, wird in diesen Gedanken des Romans vielleicht aufschlussreiche Erklärungen finden. Für mich gab es einige unzugängliche Szenen, die mich mit ihrer Problematik nicht erreicht haben.