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Veröffentlicht am 08.09.2020

Mir waren es zu viele Wendungen, das wirkte unglaubwürdig auf mich

Secrets of My Eyes
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Achtung: Band 3 einer Reihe!

Triggerwarnung: massive körperliche Gewalt!

Als sie 10 Jahre alt war verlor Lizzy ihr Gedächtnis. Sie ahnt nicht, dass sie gar nicht Lizzy heißt und entführt wurde. Sie ahnt ...

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Triggerwarnung: massive körperliche Gewalt!

Als sie 10 Jahre alt war verlor Lizzy ihr Gedächtnis. Sie ahnt nicht, dass sie gar nicht Lizzy heißt und entführt wurde. Sie ahnt nicht, dass ihre „echte“ Familie sie seit fast sieben Jahren schmerzlich vermisst.
Lizzy lebt eingesperrt in einem Haus und sehnt sich nach Freiheit. An ihrem 16. Geburtstag beschließt sie zu fliehen und begegnet Lincoln. Doch Bruchstücke ihrer Erinnerungen und so viele Menschen, die behaupten sie zu kennen verwirren Lizzy und bald weiß sie nicht mehr, was real ist und wem sie trauen kann – außer Lincoln. Aber wie soll er sie ganz allein gegen so viele Feinde beschützen?


Ich habe Band 1 geliebt, Band 2 größtenteils auch, aber leider wusste ich nach dem Cliffhanger aus Band 2 ganz genau was in diesem Band passieren würde. Das fand ich schade. Natürlich macht das Buch wieder einige Drehungen und Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat, aber mir persönlich war es einfach zu viel.

Ich mochte Sarah sehr gern, sie tat mir schrecklich leid. Ihr wurde schlimmes angetan und es scheint einfach nie ein Ende zu nehmen. Für mich ging es zu weit. Es war einfach zu viel Gewalt.

Lincoln ist ein total sympathischer Kerl. Er will Sarah beschützen und obwohl er es nicht wahrhaben will, ist ihm schon bald klar, dass sie die Eine für ihn ist. Er würde alles für sie tun, für sie töten und sterben. Er will nur, dass sie glücklich und in Sicherheit ist, aber sie sind von Feinden umzingelt.

Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Age und Isa und wie immer geht es höchst dramatisch zu. Es wird knapp und knapper und knapper von Wendung zu Wendung.


Fazit: Mir hat Band 3 leider nicht so gut gefallen, wie Band 1 und 2. Was mich gestört hat war vor allem die ständige Gewalt, die mit den wiederholten Entführungen einher ging. Mir war es einfach zu viel. Ich empfand diesen Band als den am unglaubwürdigsten. Ich mochte Sarah und Lincoln, aber die ständigen Wendungen wirkten auf mich übertrieben und unrealistisch.

Mir hat die Chemie gefehlt, die ich in Band 1 so gelobt habe. Age und Isa hatten mich so gefesselt. In diesem Band konnte ich das nicht finden. Zwar habe ich trotzdem mitgefiebert, aber es wirkte auf mich einfach zu konstruiert, zu viele Wendungen und zu viel Gewalt.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Der männliche Protagonist macht mir echt Angst

Valentine Mine
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Achtung: Band 1 einer Reihe!





Eigentlich ist Katharinas Leben ziemlich gut, na ja bis auf ihre Ehe. Ihr Mann jagt seinem Traum Musiker zu werden hinterher und lässt Katharina mit allem allein. Sie ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!





Eigentlich ist Katharinas Leben ziemlich gut, na ja bis auf ihre Ehe. Ihr Mann jagt seinem Traum Musiker zu werden hinterher und lässt Katharina mit allem allein. Sie ist die Alleinverdienerin, macht den kompletten Haushalt und er schaut sie nicht mal mehr an. Zudem ist sie sich ziemlich sicher, dass er sie außerdem noch mit einem sehr jungen Groupie betrügt.
Als ein Streit eskaliert begegnet sie Josh. Einerseits ist er total nett zu ihr, andererseits macht er sie von einer Droge abhängig. Doch als ihr Leben zerbricht, setzt er alles daran ihr zu helfen und wird ihr bester Freund. Und dann wäre da auch noch ihr neuer Chef, der eindeutig Interesse an ihr hat. Aber was will er von ihr? Ist das für ihn nur ein Spiel? Oder meint er es ernst?

Katharina ahnt nicht, dass die Sache viel größer ist, als sie jemals vermuten könnte...


Einerseits möchte ich Katharina dafür schütteln so blöd zu sein, sich von einem Fremden mit Drogen versorgen zu lassen! Andererseits hatte sie aber auch nie eine Chance - und nein, ich verrate euch nicht, was ich damit meine! Ich vermute, wenn man an so einem Punkt ankommt, wie Katharina in dem Moment, ist man einfach anfällig.

Aus Josh wird man lange nicht schlau. Einerseits ist er ein Drogendealer, ein Clubbesitzer und Zuhälter, aber er scheint Katharina andererseits auch wirklich zu mögen. Ist sein schlechtes Gewissen echt? Oder nur gespielt?

Alex, Katharinas Mann, ist echt das Letzte! Ich kann nicht verstehen, wie sie ihm immer wieder und wieder eine Chance gibt! Ja, früher war alles toll, aber das ist lange her und er behandelt sie echt beschissen! Da gibt es keine Ausreden für. Ich kann sie da echt nicht verstehen. Wenn der Respekt weg ist – und er respektiert sie eindeutig nicht mehr – dann kann eine Beziehung nicht mehr funktionieren.

Gabriel ist ein A...! Aber sowas von! Man wird aus ihm auch nicht wirklich schlau. Warum Katharina? Was will er wirklich von ihr? Und wie weit wird er noch gehen, um sie zu bekommen? Ich bin echt gespannt, ob in ihm ein guter Kerl steckt oder ob er einfach nur ein A... ist. Er kann einem echt Angst machen. Was ich aber noch viel mieser finde ist, dass er immer wieder dafür sorgt, dass Katharina entweder denkt, er spielt nur mit ihr, oder das sei alles nur in ihrem Kopf. Da könnte ich ihn echt erschlagen.

Zudem habe ich echt Angst, dass er irgendwann zu weit geht – in Band 2 zum Beispiel und sie wirklich zu Dingen zwingt, die sie nicht will.





Fazit: Die Wendung bzw. das Ende fand ich richtig gut. Ich hatte mit meiner Theorie recht und war trotzdem geschockt. Ich habe mich Anfangs schwergetan mit dem Buch. Katharina tat mir leid, aber ihre Unvernunft hat mich auch wirklich fassungslos gemacht.

Man merkt ziemlich schnell, dass Katharina da in etwas hineingeraten ist, mit dem sie total überfordert ist. Sie wird in ein sich drehendes Karussell geworfen und schafft es nicht runterzuspringen. Aus den meisten Charakteren wird man nicht schlau und rätselt die ganze Zeit, wie viele Gesichter die wohl noch haben.



Das erste Drittel hat mich vor allem den Kopf schütteln lassen, das letzte Drittel war dafür richtig, richtig gut. Ich bin einfach zwiegespalten, aber insgesamt fand ich das Buch gut. Daher bekommt es von mir 3 Sterne. Ich bin schon gespannt auf Band 2!

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Veröffentlicht am 15.08.2020

Nicht so gut wie die anderen Bücher der Autorin

Keep Calm and Spank Me. Rex und Klara
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Achtung: Band 1 einer Reihe!

Klaras Leben könnte so schön sein! Sie hat sich gerade ihren großen Traum von einer eigenen Patisserie erfüllt, als im Haus nebenan eine Motorrad-Werkstatt aufmacht! Und diese ...

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Klaras Leben könnte so schön sein! Sie hat sich gerade ihren großen Traum von einer eigenen Patisserie erfüllt, als im Haus nebenan eine Motorrad-Werkstatt aufmacht! Und diese ungehobelten Kerle machen Lärm ohne Ende! Wenn Klara sich beschwert wird einfach nicht darauf reagiert! Im Gegenteil, diese Kerle bezeichnen sie als Zicke! Geht’s noch?! Und dann kommt noch erschwerend hinzu, dass sie Rex – den Chef der Werkstatt verdammt heiß findet. Aber kann das gut gehen? Sie sind so verschieden…

Rex weiß nicht, wie ihm das passieren konnte: er findet die Zicke von nebenan total heiß! Keine andere Frau hat ihn je so auf Touren gebracht, wie sie! Aber kann sich die Kleine jemals im MC zurechtfinden?


Dieses Buch spielt in Berlin und allein deswegen ist es eine ziemliche Umstellung für den Leser. Irgendwie erwartet man Biker und MCs in den USA aber nicht wirklich in Deutschland, obwohl ja jeder schon einmal von den Hells Angels in den Nachrichten gehört hat.

Klara kann einem echt leid tun. Ja, sie ist immer wieder ziemlich albern, aber ihre Situation ist echt verfahren: sie hat all ihre Ersparnisse in ihre Patisserie gesteckt und jetzt sind da diese Kerle, fluchen ohne Ende, machen Lärm und verschrecken ihre Kundschaft! Und als wäre das nicht schon lästig genug, findet sie ausgerechnet Rex heiß und muss sich echt zusammenreißen, ihn nicht einfach anzuspringen. Klar ist es ein Schock mit der Rocker-Welt konfrontiert zu werden, mit ihren ganz eigenen Regeln und all der Gewalt. Aber Klara stellt sich schon manchmal ziemlich doof an.

Rex ist einerseits irgendwie süß, andererseits aber auch unerträglich. Wie er immer wieder betont, Klara sei ja ach so eine große Zicke, nur weil sie ihn um Rücksicht bittet! Sie lässt sich von ihm nicht alles bieten und ist deswegen eine Zicke?! Das ist so Klischee!

Es wird zwischendrin natürlich auch heiß, wobei mir Rex mit seinem „das hältst du schon aus“ auf die Nerven gegangen ist. Ja, Klara findet das auch heiß, aber ich fand er hat da manchmal echt an der Grenze balanciert.

Natürlich kommt auch Spannung auf, aber in Maßen. Die Konflikte zwischen Klara und Rex überwiegen.


Fazit: Ich persönlich mag die Bücher von Bärbel Muschiol eigentlich ganz gern, aber mit diesem hier hatte ich so meine Probleme. Ich fand Klara oft albern und Rex hat mich genervt durch sein ständiges „Zicke“, „Zicke“, „Zicke“, wobei Klara in meinen Augen nicht zickig war. Aber für ihn ist anscheinend jede Frau die nicht sofort „ja“ und „Amen“ zu allem sagt und sich obendrein auf den Rücken wirft und die Beine spreizt eine Zicke. Das fand ich schade.
Gut gemacht war dafür die Einführung in das Biker-Milieu. Die Regeln des MC, der Aufbau und dergleichen, das war schön erklärt. Ebenso, wie die Probleme, die ein „Normalo“ da bekommen kann, wenn er oder sie plötzlich mit dem Club-Leben konfrontiert wird.

Insgesamt fand ich das Buch gut, aber leider nicht mehr. Deswegen bekommt es von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.08.2020

Leider fehlt mir der Zauber aus Band 1

A is for Abstinence
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Achtung: Band 2 einer Reihe!



Vier Jahre sind vergangen seit sich die Wege von Kyle und Val getrennt haben. Val ist sich treu geblieben und noch immer Jungfrau doch dank einer Talkshow trifft sie nun ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!



Vier Jahre sind vergangen seit sich die Wege von Kyle und Val getrennt haben. Val ist sich treu geblieben und noch immer Jungfrau doch dank einer Talkshow trifft sie nun endlich ihre leibliche Mutter. In der gleichen Show kreuzt sich ihr Weg auch erneut mit dem von Kyle. Er lebt mittlerweile abstinent, nachdem ihn seine Ex-Verlobte betrogen hat und ihm klar geworden ist, dass Val die Eine ist.



Doch kann das wirklich gut gehen? Oder sind die Gründe, die sie bereits vor vier Jahren getrennt haben noch immer da?



Ich habe Band 1 so gern gelesen und war so begeistert, leider fehlt mir bei Band 2 dieser Zauber.

Das Buch ist komplett aus Kyles Sicht geschrieben, was einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch ein Nachteil ist in meinen Augen. Es ist ein Vorteil, weil wird endlich mehr über Kyle und seine Gefühle für Val erfahren, über seine Familie, sein Leben.

Es ist ein Nachteil, weil man sich einfach das ganze Buch über nicht sicher ist, was man von Kyle halten soll.



Ja, er liebt Val, aber dieses ganz Abstinenz-Ding macht er nur, um sie für sich zu gewinnen. Er gibt offen und ehrlich zu, dass er nicht daran glaubt. Er tut es, damit Val ihm eine Chance gibt. Er macht keinen Hehl daraus, dass er mit Val schlafen will. Es bleibt aber ganz oft offen, ob es letztlich nur das ist, was er will.



Immer wieder wirkt Kyle, als sei das alles nur eine Masche, um Val, die eine, die er nicht erobern konnte ins Bett zu bekommen. Ja, er hat scheinbar echte Gefühle für sie, aber dieser Eindruck wird immer wieder gefüttert.



Man fragt sich einfach die ganze Zeit, ob er es wirklich ehrlich meint. Die Chemie zwischen ihnen ist jetzt ganz anders, als in Band 1. Für mich ist zu viel davon verloren gegangen.



Von Val bekommt man nicht viel mit, nur ihre Unsicherheiten in Bezug auf Kyle und auf Sex. Beides absolut nachvollziehbar, aber irgendwie fehlt mir ihre Stimme im Buch. Man hört andauernd von Kyle wie blöd er es findet, nicht mit Val schlafen zu können und dass er nicht daran glaubt, was sie vertritt, aber man bekommt ihre Seite nicht zu hören und das ist ab und an echt schade, weil sie dadurch mehr den Eindruck einer radikalen Jungfrau macht, als sie in Band 1 war. Damals ist sie da reingerutscht und hat das beste daraus gemacht, heute lebt sie von ihrer Rolle als „Virgin Val“ und hat daraus ein kleines Imperium errichtet.



Kyle drängt sie nach wie vor immer wieder ins Rampenlicht um sie zu „ärgern“, aber ich finde es wirkt aus seiner Sicht schlechter, als damals aus ihrer.



Fazit: leider hat mich Band 2 nicht so begeistern können, wie Band 1. Mir hat irgendwie der Zauber gefehlt, die Chemie zwischen Val und Kyle. Er wirkt irgendwie berechnender. Ich war mir ganz lange unsicher, was ich von ihm halten soll, aber ich fand ihn in Band 1 süßer. Zudem fehlt mir Val und ihr Feuer. Da das Buch komplett aus Kyles Sicht geschrieben ist, vermisse ich ihre Stimme. Ich finde die Idee toll, Band 2 nur aus seiner Sicht zu erzählen, aber in diesem konkreten Fall, wäre mir ein Wechsel der Perspektiven lieber gewesen.



Es gab einige schöne Szenen, aber das meiste fühlte sich für mich zu oberflächlich an. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.07.2020

Es gab Dinge, die mir sehr gefallen haben und Dinge, die mich ziemlich aufgeregt haben

Verloren sind wir nur allein
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Vor zwei Jahren hat Sky ihren Vater verloren und trauert noch immer. Sie hat sich von der Welt abgekapselt und fühlt sich einfach total verloren. Dann wird sie von ihrer Mutter auch noch ans andere Ende ...

Vor zwei Jahren hat Sky ihren Vater verloren und trauert noch immer. Sie hat sich von der Welt abgekapselt und fühlt sich einfach total verloren. Dann wird sie von ihrer Mutter auch noch ans andere Ende der USA verfrachtet, weil die mit ihrem neuen Freund zusammenzieht, ohne Sky überhaupt nach ihrer Meinung zu fragen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, lebt unter dem gleichen Dach auch noch Rogers Neffe, der Sky tierisch auf die Nerven geht.


Sky tat mir so schrecklich leid! Sie trauert und fühlt sich sehr einsam. Ich kann verstehen, dass ihre Mutter sich neu verliebt aber auch, warum ihm Sky keine Chance geben will.
Ich finde es aber wirklich schlimm, dass ihre Mutter sie einfach nach Texas verfrachtet in ihrem letzten Schuljahr! Mal abgesehen davon, dass es sowieso schwer ist die Schule zu wechseln - ich spreche da aus Erfahrung - aber im letzten Schuljahr auch noch das finde ich doch sehr egoistisch von ihrer Mutter. Wenn Roger „der eine“ ist, dann ist er es auch noch in einem Jahr!

Was mich richtig wütend gemacht hat ist zum einen, dass sie Sky als hysterischen und überreagierenden Teenie darstellt, obwohl doch echt jede ausrasten würde, wenn da plötzlich einfach irgendein Kerl – Jeff, der Neffe – ins Schlafzimmer marschiert und die eigenen Sachen durchwühlt! Es kommt zu noch ein paar Situationen, in denen Sky direkt als egoistischer, überreagierender Teenie abgestempelt wird und das finde ich wirklich so richtig ungerecht.

Ja, Sky ist sehr dramatisch und wirkte auf mich anfangs auch leicht depressiv, aber es lässt sich durchaus nachvollziehen, wie Sky auf den Gedanken kommt, bei ihrer Mutter an letzter Stelle zu kommen.
Immer wieder wirkt es als würde ihre Mutter die Gefühle ihrer Tochter immer direkt als „zickig“ oder „schwierig“ abstempeln, anstatt sie ernst zu nehmen.

Klar reagiert Sky manchmal auch über und ist auch mal egoistisch, aber obwohl das Buch aus ihrer Sicht erzählt wird, positioniert es sich doch in meinen Augen zu oft auf der Seite ihrer Mutter.
Ich weiß auch wieso, aber es hat mich gestört.

Die Auflösung machte durchaus Sinn, aber das ist wieder so ein Fall, bei dem ich echt vor Wut an die Decke gehen könnte. Nur weil ein Charakter ein Teenager ist, heißt das noch lange nicht, dass er oder sie dumm ist, oder mit der Wahrheit nicht klarkommt. Ja, die Eltern wollen ihre Kinder beschützen und nicht belasten, aber wenn sie sie wie Kleinkinder behandeln, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn es schief geht. Skys Mutter hat immer wieder ihre Gründe, ja, aber sie hätte vieles ganz anders lösen und besser machen können, wenn sie erkannt hätte, dass ihre Tochter eben schon fast erwachsen ist. Da wäre uns viel Drama erspart geblieben.
Bei mir erweckte Skys Mutter immer wieder den Eindruck, als würde sie Sky nicht respektieren. Besonders am Anfang war das extrem.

Die Handlung mit Jeff war mir am Anfang zu sehr mit Klischees gespickt. Die Streitereien, die eifersüchtige Freundin, deren miesen Charakter er auch dann nicht sieht, als er ihm ins Gesicht springt, etc. Es ist für mich zu viel. Dafür finde ich aber die Entwicklung toll, wenn Jeffs Charakter mehr tiefe bekommt und weniger eindimensional wird.


Fazit: Mir persönlich fährt das Buch zu sehr die „Teenager haben nie recht und die Erwachsenen immer“-Schiene. Ich finde es schade, dass immer diese Moral dabei sein muss, dass letztlich der Teenager im Unrecht ist, weil er dem Elternteil, mit dem es kracht, nicht in den Kopf sehen kann. Dass es aber letztlich vor allem daran liegt, dass der Elternteil sich nicht die Mühe macht mit dem Teenager vernünftig zu reden und die Gründe für sein Handeln zu erläutern, auf die Idee kommt immer keiner. Immer wieder werden Teenager als egoistisch und überreagierend dargestellt, aber wie sollen sie denn agieren, wie Erwachsene, wenn man ihnen nie etwas erzählt? Wenn sie immer nur die sind, über deren Kopf hinweg Entscheidungen getroffen werden, die sie einfach hinzunehmen haben und dann, wenn sie sich darüber aufregen auch noch durch die Blume als „egoistisch“, „überreagierend“ und „unvernünftig“ bezeichnet werden – das regt mich einfach immer enorm auf.

Das Buch macht aber eine schöne Wendung, auch wenn ich sie vorhersehen konnte. Ich mochte aber – später – die Dynamik zwischen Jeff und Sky ziemlich gern. Ich hätte es nur schöner gefunden, wenn Sky auch mal hätte recht haben dürfen und nicht alles darauf ausgelegt worden wäre zu beweisen, dass ihr Verhalten, ihre Gefühle, ihre Reaktionen immer „falsch“ gewesen sind.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne, weil es mich zu großen Teilen wirklich abgeholt hat, obwohl mich der Teil mit der Moral bzw. Message wieder mal ziemlich aufgeregt hat.

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