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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2020

Brutal und sehr spannend

Raum der Angst
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Hannah kommt erschöpft von ihrem Job aus der Bar nach Hause, macht es sich auf der Couch gemütlich und wacht plötzlich in einem kalten Raum auf. Sie wurde betäubt, entführt und weiß nicht weshalb - ihren ...

Hannah kommt erschöpft von ihrem Job aus der Bar nach Hause, macht es sich auf der Couch gemütlich und wacht plötzlich in einem kalten Raum auf. Sie wurde betäubt, entführt und weiß nicht weshalb - ihren Entfüher sieht sie nach dem Aufwachen nämlich nicht. Stattdessen trifft sie auf sieben Mitspieler in einem Experiment. Gemeinsam müssen sie Rätsel lösen und aus jeweiligen Räumen entkommen. Doch schnell stellt sich heraus, dass nie alle aus dem gelösten Raum entkommen - ein Spieler muss immer sterben.

Marc Meller hat hier einen sehr spannenden Thriller geschrieben, der die Leser*innen mit einem packenden Schreibstil und einem straffen Spannungsbogen in das brutale Experiment mitnimmt. Die Erzählpassagen wechseln und berichten von den Ermittlungen, dem Experimentdurchführer und den Entwicklungen im Escape-Room-Schloss.
Einige Sequenzen sind sehr anschaulich und brutal. Meller spielt förmlich mit der Angst seiner Figuren und lässt Machtverhältnisse schwanken und regelmäßig wechseln.

In sich ist der Thriller durchdacht, die Kapitel sind clever angeordent und die Auflösung hält ebenfalls noch einiges an Spannung bereit.

Veröffentlicht am 11.10.2020

Ein bisschen besser als Teil 1

Die Rückkehr des Würfelmörders (Ein Fabian-Risk-Krimi 5)
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Der zweite Teil knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus Teil 1 "Der Würfelmörder" an, weshalb ich nicht auf den konkreten Inhalt eingehen werde.

Ich war von dem ersten Teil nicht sonderlich begeistert, ...

Der zweite Teil knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus Teil 1 "Der Würfelmörder" an, weshalb ich nicht auf den konkreten Inhalt eingehen werde.

Ich war von dem ersten Teil nicht sonderlich begeistert, aber da ich schon gern wissen wollte, wie es weitergeht und wer nun der Mörder ist, der seine Opfer auswürfelt, habe ich den zweiten Teil gelesen und wurde tatsächlich überrascht.
Es bestehen noch immer viele Bezüge auf die Vergangenheit von Fabian Risk und seinem Team, die ich mangels Lektüre der anderen Bände nicht wirklich verstehen konnte, dennoch las es sich etwas flüssiger als der erste Teil.
Die vielfältigen Handlungsstränge blieben ebenfalls bestehen, von denen mich einige nicht wirklich interessierten und begeistern konnten. Auch die Dialoge sind oftmals sperrig.

Auch der Spannungsbogen bleibt lange recht flach und steigert sich erst nach mehr als der Hälfte der Lektüre. Die offenen Fragen aus dem ersten Band werden jedenfalls größtenteils beantwortet, sodass ich allen Leser*innen des ersten Teils die Lektüre des zweiten Teils empfehle, allerdings bleiben auch noch Fragen offen.

Veröffentlicht am 21.09.2020

Solider Thriller

Die Tote von Dresden
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Franz Haberking und Anna-Maria Slakow wurden beide strafversetzt – die eine wegen Prügel und der andere wegen eines maßgeblichen Ermittlungsfehlers. Nun sollen sie sich mit einem Cold Case beschäftigen ...

Franz Haberking und Anna-Maria Slakow wurden beide strafversetzt – die eine wegen Prügel und der andere wegen eines maßgeblichen Ermittlungsfehlers. Nun sollen sie sich mit einem Cold Case beschäftigen und erneut ermitteln, weshalb die Familienrichterin Jennie Flagant entführt und zur Zwangsprostitution gezwungen wurde, was im Suizid endete. Die Ermittlungen gehen recht langsam voran, wobei die beiden handfeste neue Fakten und neue Erkenntnisse gewinnen, die vorher nicht untersucht wurden. Bald wird auch deutlich, dass der Fall in politische Kreise verwickelt ist und Haberking und Slakow vielleicht selbst in die Schusslinie geraten.
Der Schreibstil von Julius Kron ist sehr flüssig und durch die Kapitellänge ist das Buch sehr schnell gelesen. In beruflicher Hinsicht sind die Leserinnen intensiv in die Ermittlungen eingebunden und erfahren auch einiges über das Privatleben der Ermittler. Sie gelangen so Tiefe und sind besser nachvollziehbar und greifbar – sowohl in ihren Handlungen als auch in den Vorgehensweisen.
Obwohl der Plot sehr spannend ist und die grundlegenden Entwicklungen aufgedeckt werden, bleiben einige Fragen offen und suggerieren eine Fortsetzung. Eine gewisse Offenheit und Spannung finde ich sehr gut und fiebere auch gern auf einen nächsten Teil hin. Hier blieben mir allerdings einige grundlegende Dinge viel zu offen.
Dennoch ein spannender Thriller, der schnell gelesen ist.

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Toller Sommerroman

Nur noch ein bisschen Glück
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Stella findet heraus, dass ihr Verlobter sie betrügt, und steht plötzlich ohne Job und Wohnung da. Daher beschließt sie, nach Laholm zu fahren, in das Haus, das sie von ihren Großeltern geerbt hat. Als ...

Stella findet heraus, dass ihr Verlobter sie betrügt, und steht plötzlich ohne Job und Wohnung da. Daher beschließt sie, nach Laholm zu fahren, in das Haus, das sie von ihren Großeltern geerbt hat. Als sie in dem südschwedischen Örtchen ankommt, muss sie feststellen, dass es sich dabei nur noch um eine Bruchbude handelt. Bio-Bauer Thor, der nebenan wohnt, hilft ihr bei den ersten wichtigen Schritten für ihre Grundversorgung und die beiden nähern sich einander an.

Simona Ahrnstedt hat mich mit ihrem Schreibstil begeistern können. Sie erzählt flüssig, unkompliziert und schafft es, die sommerliche Atmosphäre spürbar zu machen. Ich konnte mir sowohl Laholm als auch sämtliche Romanfiguren sehr gut vorstellen.
Stella und Thor machen beide eine immense Entwicklung durch, die die Autorin nachvollziehbar und spürbar darstellt. Beiden wird eine Tiefe verliehen, ihre Charaktere werden nicht nur sichtbar, sondern machen sie auch für die Leser*innen liebenswert.

Neben witzigen Dialogen, Flirts und erotischen Szenen spricht Simona Ahrnstedt gesellschaftsrelevante Themen wie Homosexualität, Betrug, Verlust und Trauer, Mobbing und Rassismus an. Das geschieht ganz nebenbei und verleiht der leichten Sommerlektüre Tiefe, Authentizität und Relevanz.

Ein toller Roman für den Sommer oder für zwischendurch, wenn man sich von einer Geschichte fesseln lassen und dem Alltag kurzzeitig entfliehen möchte!

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Schöner Liebesroman für zwischendurch

This Is (Not) a Love Song
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Zoë ist Chefredakteurin beim Musikmagazin Re:Sound, das jedorch kurz vor dem finanziellen Aus steht. Um das zu vermeiden, bemüht sie sich um ein Interview mit ihrem Idol Marcie Tyler, die jedoch seit ...

Zoë ist Chefredakteurin beim Musikmagazin Re:Sound, das jedorch kurz vor dem finanziellen Aus steht. Um das zu vermeiden, bemüht sie sich um ein Interview mit ihrem Idol Marcie Tyler, die jedoch seit Jahrezehnten keine Interviews mehr gibt. Um an sie heranzukommen, muss sie sich mit Marcies Agenten Nick Jones auseinandersetzen, dem sie regelmäßig in die Quere kommt. Damit nicht genug: Nun zieht ihr Jugendliebe und bester Freund seit Kindertagen, Simon, wieder nach London - frisch geschieden und charmant und liebenswert wie eh und je. Da ist Gefühlschaos für Zoë vorprogrammiert.

Zuerst muss ich sagen, dass mich Christina Pishiris mit ihrem Schreibstil total in ihren Bann gezogen hat. Sie schreibt locker, leicht, gestaltet die Überschriften passend mit Songtiteln und sehr viel Liebe zum Detail.

Die Charaktere sind alle so ausgearbeitet, dass sie Konturen annehmen. Allerdings verkörpern sie das ein oder andere Klischee und bleiben gelegentlich an der Oberfläche. Die Handlung plätschert eher so dahin, als dass viel passiert. Dennoch tat dies meinem Lesevergnügen keinen großen Abbruch. Dafür sorgten die humorvollen Dialoge, Zoës Schlagfertigkeit und die Liebenswürdigkeit mancher Figuren.

Im Großen und Ganzen handelt es sich um einen schönen Debütroman, der nicht mit großen Gefühlen, sondern mit Charme und Humor überzeugt.

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