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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2022

Alles wird gut

Der Duke und die unbeugsame Witwe
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Der Roman hält genau, was er verspricht. Jedenfalls empfinde ich das so. Die Sitten der Londoner Gesellschaft im 19. Jahrhundert sind für uns moderne Menschen skurril und in ihrer Steifheit kaum nachzuvollziehen. ...

Der Roman hält genau, was er verspricht. Jedenfalls empfinde ich das so. Die Sitten der Londoner Gesellschaft im 19. Jahrhundert sind für uns moderne Menschen skurril und in ihrer Steifheit kaum nachzuvollziehen. Die Handlung ist ohne größere Höhepunkte flüssig zu lesen. Die Probleme der jungen Witwe mit der Sicherheit ihres Sohnes, wobei die Gefahr vom eigenen Großvater ausgeht, bringen etwas Aufregung. Es ist jedoch absehbar, dass sich hier die Macht des Standes ihres zweiten Ehegatten ausspielen lässt und endgültige Klärung schafft. Auch war mir von Beginn an klar, dass diese vorerst als Arrangement der Herren geschlossene Ehe, doch noch glücklich werden wird. Mit ein paar erotischen Szenen wird die Handlung reizvoller gestaltet. Ein Liebesroman für entspannende „Ferientage“.

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Veröffentlicht am 01.05.2021

anspruchsvoller Roman

Die Toten vom Gare d’Austerlitz
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Tote in einem Eisenbahnwaggon, definitiv durch Giftgas getötet! Die Polizei von Paris muss mit Gasmasken arbeiten! Dem nicht genug, die Handlung spielt in der Zeit des 2. Weltkrieges und die Stadt wir ...

Tote in einem Eisenbahnwaggon, definitiv durch Giftgas getötet! Die Polizei von Paris muss mit Gasmasken arbeiten! Dem nicht genug, die Handlung spielt in der Zeit des 2. Weltkrieges und die Stadt wir gerade durch deutsche Truppen besetzt. Die französischen Beamten sind verunsichert! Wie kann sich die französische Exekutive mit den Besatzern so arrangieren, dass es noch möglich ist, die Todesfälle aufzuklären. So mein Eindruck zu Beginn des Kriminalromans. Im weiteren Verlauf, hat sich die Lektüre, wohlgemerkt für mein Empfinden, weniger als Krimi aber viel mehr als Erweiterung der Geschichtskenntnis, in Bezug auf Vorkommnisse des 1. und 2. Weltkrieges, entwickelt. Ich finde, der Autor hat die Stimmung zur Besatzungszeit von Paris durch die Deutschen Nationalsozialisten und deren Anhängsel gut herausgearbeitet und beschrieben. Jedoch in vielen Passagen kann ich das Verhalten des Kriminalbeamten Edouard Giral nicht nachvollziehen. Klar, er begehrt gegen die Bevormundung durch die Besatzer auf, geht dabei aber auch unnötige Risiken ein. Ob sich wirklich ein Mensch in dieser Situation so verhalten würde? Das Intrigenspiel zwischen den unterschiedlichen "Abteilungen" innerhalb der deutschen Besatzer ist faszinierend, zeigt aber auch die Gefährlichkeit der politischen Auswüchse. Nationalsozialismus mit seinen menschenfeindlichen Auffassungen ist und bleibt bösartig und muss verurteilt und bekämpft werden.
Abschließend muss ich allerdings anmerken, so spannend und mitreißend, wie ich eigentlich gehofft hatte, war der Roman nicht.

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Veröffentlicht am 13.09.2020

gefällt mir gut

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin
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Ein bisschen Alice im Wunderland? Das war mein erster Gedanke. Doch die Leseprobe entwickelt sich enorm aus der Märchenwelt in eine durchaus vorstellbare Realität. Die Einleitung zur Handlung ist sehr ...

Ein bisschen Alice im Wunderland? Das war mein erster Gedanke. Doch die Leseprobe entwickelt sich enorm aus der Märchenwelt in eine durchaus vorstellbare Realität. Die Einleitung zur Handlung ist sehr gut, hat mir sehr gefallen und mein Interesse am weiteren Verlauf geweckt. Die Charaktere von Alice und Hatcher sind zwar nur angerissen, bauen aber gerade dadurch eine Neugierde auf mehr Info. auf. Der Stil von Frau Henry ist ohne Zweifel gut. Die schwarze Königin verspricht, ein schönes Leseerlebnis zu werden.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

skrupellose Machenschaften

Ein Gentleman in Arles – Tödliche Täuschung
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Ein Auftragsmord, Menschenhandel, ein skrupelloser Gangsterclan und eine Menschengruppe, die schon seit Jahrhunderten fest zusammenhält sind die Ausgangspunkte des vorliegenden Krimis in der Leseprobe. ...

Ein Auftragsmord, Menschenhandel, ein skrupelloser Gangsterclan und eine Menschengruppe, die schon seit Jahrhunderten fest zusammenhält sind die Ausgangspunkte des vorliegenden Krimis in der Leseprobe. Alles zusammen macht auf den weiteren Verlauf der Handlung ausgesprochen neugierig. Die Art, wie der Autor bzw. der Übersetzer Michael Windgassen stilistisch arbeitet macht eine weitere positive Variante der Leseprobe aus. Insgesamt: Der Krimi ist empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 02.06.2020

absolut gute Handlung

#CrashTag
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Ein Auto, das ohne Hilfe eines Fahrers seine Insassen sicher an ihr Ziel bringt, ist wohl gar nicht mehr so utopisch wie ich bisher dachte. Gut, was in den Schubfächern genialer Ingenieure schlummert oder ...

Ein Auto, das ohne Hilfe eines Fahrers seine Insassen sicher an ihr Ziel bringt, ist wohl gar nicht mehr so utopisch wie ich bisher dachte. Gut, was in den Schubfächern genialer Ingenieure schlummert oder auch schon ganz real Gestalt angenommen hat, ist für uns Normalbürger nicht einschätzbar. Absolut realistisch einzuschätzen sind jedoch die Machtkämpfe der Autokonzerne zum einen um diesen Prozess zu verzögern und auf der anderen Seite die, die neueste Technik um jeden Preis in die Hände bekommen wollen.
Auf welche Art man hierbei über Leichen (im wahrsten Sinne des Wortes) geht, ist erschreckend geschildert. Wobei ich anmerken muss, dass ich mit Autotypen (egal ob Oldtimer oder modern) nicht viel am Hut habe. Für mich ist das Auto ein reiner Gebrauchsgegenstand, der einfach nur funktionieren muss, wenn ich ihn brauche. Damit soll ausgedrückt sein, dass die Beschreibungen der "Innereien" verschiedener Autotypen für mich eher nicht interessant waren. Top fand ich aber die Erläuterungen über die Arbeit in einer Presseagentur. Der Fortschritt in das moderne "Online-Zeitalter" hat natürlich auch hier Einzug gehalten. Jedoch kann nichts den Spürsinn und die Ausdauer eines erfahrenen Reporters aufwiegen. Das zeigt der Thriller. Mut, Gewitztheit, Beziehungen und der richtige Riecher sind schon die halbe Miete. Genau so eine Reporterlegende ist Friedrich Graber. Er bringt sich im Verlauf seiner Ermittlungen nicht nur einmal in Lebensgefahr. Wichtig ist auf jeden Fall, die Wahrheit über die unsauberen Machenschaften steinreicher Industrieller wird aufgedeckt und das Gute siegt.
Die Art und Weise wie Martin Brückner mit ganz klaren Worten und Ansagen die Verhältnisse in Frankfurt und internationalen Großstädten schildert, hat mir sehr gut gefallen. Er sieht nicht nur den Glanz der Metropolen sondern auch das Zusammenleben der kleinen Leute. Ausländer und Deutsche, Mittelständler und Penner, Trinker und Abstinenzler - alle leben sie in Frankfurt. Graber hat in allen Schichten Freunde und Bekannte. Er ist nicht der Typ, der über seine Mitmenschen leichtfertig urteilt. Das macht ihn sympathisch. Hin und wieder war ich von der harten Ausdrucksweise des Autors in Bezug auf Grabers Umfeld schockiert, musste mir schließlich eingestehen, dass die Details nicht besser hätten geschildert werden können. Großes Lob an Herrn Brückner. Der Leser muss sich von dem vorliegenden Roman einfach einfangen lassen. Das habe ich nach einiger kritischer Einlesezeit getan und wurde nicht enttäuscht. Die typischen Thriller-Merkmale stellen sich erst im zweiten Drittel des Romas ein, steigern sich allerdings bis zu Ende kontinuierlich. Ich würde sagen, die Handlung ist keinesfalls nur oberflächliche Action sondern zu Nachdenken anregende Spannung.

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