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EngelAnni

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Nicht das, was ich erwartet hatte

Paradeplatz
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Klappentext:
Philipp Humboldt ist überzeugt, dass er es mit Fleiß und ehrlicher Arbeit weit bringen wird. Doch dann gerät seine Karriere am Zürcher Paradeplatz ins Stocken, und seine große Liebe verlässt ...

Klappentext:
Philipp Humboldt ist überzeugt, dass er es mit Fleiß und ehrlicher Arbeit weit bringen wird. Doch dann gerät seine Karriere am Zürcher Paradeplatz ins Stocken, und seine große Liebe verlässt ihn für eine andere Frau. Aber Philipp lässt sich nicht unterkriegen und entwickelt seine eigenen, nicht immer legalen Methoden, die ihn ganz nach oben bringen sollen.
Ein packender Roman, der hinter die dicken Mauern der Bankpaläste blickt, mit einer sympathischen Hauptfigur, die so einiges auf dem Kerbholz hat. Von einem Insider geschrieben.

Da ist selbst in einer Bank gearbeitet habe und bald wieder werde, habe ich mich gefreut, ein bisschen mehr Einblick in oberen Etagen einer Bank zu erhalten.

Um es gleich vorweg zu nehmen, mich hat dieser Roman leider enttäuscht.
Er ist zwar leicht zu lesen ist mit fas 250 Seiten auch schnell abzuschließen. Am Anfang hat es mich etwas gestört, dass zwischen der Ich-Perspektive und der Erzähler-Perspektive gewechselt wurden, aber im Laufe des Buches habe ich mich dran gewöhnt und fand es gar nicht schlecht.
Allerdings hat mich der Inhalt hat mich nicht überzeugt.
Mir ist die Hauptfigur überhaupt nicht sympathisch, ich finde eher, er wirkt schon fast wie ein Psychopath.
Im Buch werden zwar seine Gefühle gut beschrieben, er leidet sehr unter der Trennung seiner Freundin, aber wie er die Gefühle dann in seiner Karriere umsetzt, kann ich selbst absolut nicht nachvollziehen.
Ich hatte mir erhofft, dass dieser Roman einen Einblick in das Bankleben gibt und wie Philipp die ein oder andere Regel umgeht um z.B. Insiderhandel auszuüben.
Allerdings geht es hier um ganz andere kriminelle Machenschaften, bis hin zu Mord.
Der Autor hat während der Leserunde geschrieben, dass er einiges überspitzt dargestellt hat und damit hat er nicht übertrieben. Leider hat mir dieses Überspitzte so gar nicht gefallen.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Merkwürdige Geschichte mit einer noch merkwürdigeren Auflösung

Himmelerdenblau
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In „Himmelerdenblau“ folgen wir hauptsächlich Theo, der mit fortschreitender Demenz zu kämpfen hat, der seine Tochter Julie sucht, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Er hat Angst, sie irgendwann ...

In „Himmelerdenblau“ folgen wir hauptsächlich Theo, der mit fortschreitender Demenz zu kämpfen hat, der seine Tochter Julie sucht, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Er hat Angst, sie irgendwann komplett zu vergessen und begibt sich somit mit einer Postcasterin auf die Suche.
Neben Theo bekommen wir die Geschichte auch aus Sicht von Liv, der Postcasterin, die einen TrueCrime Postcast mit ihrem Freund hostet, von Daniel, der damals verdächtigt wurde, an Julies verschwinden Schuld zu sein, von Sophia, der Schwester von Julie und Lara, die sich für jemanden anderen hält erzählt.
Ich finde die verschiedenen Perspektiven sehr gut, so erhalte ich einen guten Rundum-Blick über alle Personen.
Aber damit hört auf schon auf, was mir gefällt. Die Einblicke in Theos demenzkranke Gedanken ist sehr spannend und lässt mich auch seine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen, obwohl die Personen, die gerade bei ihm sind, ihm nicht folgen können. Aber auf Dauer ist mir diese Perspektive zu schwer zu lesen. Ich musste mich sehr konzentrieren und ich habe das Buch bei diesen Passagen auch eher mal wieder weggelegt.
Die Autorin versucht uns mehrfach in die Irre zu führen, da sie zum Teil zweideutig schreibt, aber das sind mir zu viele Wendungen. Da hätte man ruhig ein oder zwei weglassen können.
Die Auflösung macht Sinn, aber gefällt mir nicht richtig und den Epilog fand ich etwas drüber.
Daher vergebe ich nur zwei Sterne.

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