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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2020

Eine lesenswerte und spritzige Story, die einige spannende Elemente bietet

Liebe, Eis und Schnee
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Die Autorin Annabelle Costa war mir bis jetzt kein Begriff. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und dann habe ich auch schon angefangen zu lesen.

Der Schreibstil ist angenehm locker-leicht mit ...

Die Autorin Annabelle Costa war mir bis jetzt kein Begriff. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und dann habe ich auch schon angefangen zu lesen.

Der Schreibstil ist angenehm locker-leicht mit einer Prise Humor. Die Story liest sich flüssig und je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte fasziniert.

Nach dem ersten Kapitel war ich noch etwas skeptisch, als sich Natalie mit ihrem Freund Chase zu einer Hütten in den Bergen aufmacht, um dort das Wochenende zu verbringen. Nate hielt ich nur zu Beginn oberflächlich, aber diese Beschreibung trifft eher auf ihren Freund Chase zu. So ist es halt, wenn Geld keine Rolle spielt, da packt man doch lieber eine schicke Markenjacke ins Gepäck statt eine anständige Winterjacke oder Handschuhe.
Die beiden schaffen es nicht bis zur Hütte, denn der Blizzard holt sie vorher ein und so sitzen die beiden in ihrem Porsche auf dem verschneiten Weg fest. Ringsumher ist nur Schnee und davon reichlich. Und noch bevor Chase versucht Hilfe zu holen, macht Natalie Nägel mit Köpfen und beendet die Beziehung zu Chase. Kluges Mädchen, denn mit Chase konnte auch ich nicht warm werden.
Zu ihrem Glück kommt Jake vorbei. Der wohnt in der Nähe und weiß, was zu tun ist. Er nimmt die beiden in sein bescheidenes Heim mit.
Die Story spielt sich überwiegend in Jakes Hütte ab und die Autorin hat es geschafft, dass es dem Leser kein bisschen langweilig dabei wird. Wer mit einer vorhersehbaren Story gerechnet hat, der wird an dieser Stelle enttäuscht werden.
Jake sieht ein bisschen verwildert aus und lebt mit minimalem Komfort. Das ist so gar nicht die Welt, in der Chase sich sonst bewegt.
Natalie ist ein sehr sympathischer Charakter, ebenso wie Jake, den man nach und nach besser kennenlernt. Überhaupt lebt die Geschichte von der Entwicklung der Charaktere. Das hat die Autorin unheimlich gut gemacht. Dazu kommen überraschenden Wendungen und ich muss sagen, dass ich eigentlich nur kurz in das Buch reinlesen wollte. Aus dem kurz wurde leider nichts, denn die Story hat mich irgendwann so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr weg legen wollte.

Die Spannung beginnt langsam, aber stetig, ebenso wie die sich anbahnenden Liebesgeschichte.
In diesem Herbst war das bereits mein zweites Winterbuch und es hat mich begeistert.
Leider habe ich einen Kritikpunkt: Das Ende. Die Autorin hat sich Zeit gelassen mit der Entwicklung der Protagonisten und dem was geschieht. Das was dann passiert, war spannend, nicht vorhersehbar und auch schlüssig erklärt. Aber was mich am Ende gestört hat, war, dass in zu kurzer Zeit zu viel geklärt wurde. Das war für mich etwas abrupt und hier hätte ich mir durchaus ein paar Seiten mehr gewünscht.

Fazit:
Eine lesenswerte und spritzige Story, die einige spannende Elemente bietet. Warme Socken anziehen, heißen Tee trinken und einfach nur genießen!

Veröffentlicht am 26.09.2020

Anders als erwartet

Weil alles jetzt beginnt
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Auf den Debütroman der Autorin Linda Holmes war ich schon sehr gespannt, denn die Ausgangssituation bietet viele Möglichkeiten.
Evvie ist dabei, ihren Mann zu verlassen, als sie doch noch ans Telefon geht. ...

Auf den Debütroman der Autorin Linda Holmes war ich schon sehr gespannt, denn die Ausgangssituation bietet viele Möglichkeiten.
Evvie ist dabei, ihren Mann zu verlassen, als sie doch noch ans Telefon geht. Am anderen Ende ist das Krankenhaus, das ihr erzählt, dass ihr Mann einen Autounfall hatte. Von ihrer Absicht, ihren Mann zu verlassen, wissen ihre Freunde nichts. Doch wie soll sich Evvie nun verhalten, da ihr Mann den Autorunfall nicht überlebt hat?
Evvie wurde von der Autorin recht vielschichtig und tiefgründig geschaffen und Evvies Entwicklung ist gut dargestellt und im Fokus des Romans.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und wortgewandt und versprüht nicht nur heiteres. Vielmehr bringt die Autorin ernste und nachdenkliche Themen gut zu Papier. Die Story wird meist aus der Sicht von Evvie erzählt, was dem Leser einen tiefen Einblick in deren Charakter ermöglicht.

Der zweite Protagonist in diesem Buch ist Dean, der in Evvies Einliegerwohnung zieht und der so seine ganz eigenen Probleme hat. Seine Sportlerkarriere als Baseballspieler liegt gerade auf Eis.
Ich mochte Dean sehr gern, fast noch ein bisschen lieber als Evvie, wobei er nicht so tiefgründig wie Evvie charakterisiert wurde. Eigentlich schade, denn da wäre auch noch Potential da gewesen.

Insgesamt umfasst „Weil alles jetzt beginnt“ den Zeitraum eines Jahres, beginnend mit dem Unfall von Evvies Mann.
Wer mir ganz gut gefallen hat, das war Evvies Freund Andy, der Dean noch von seiner Schulzeit kennt. Er ist oft für Evvie da, doch irgendwann hat auch er eine Freundin, was die Freundschaft von Evvie und Andy auf eine Probe stellt.

Der Spannungsaufbau ist in meinen Augen nicht ganz so gelungen. Es dreht sich natürlich viel um die Entwicklung der Freundschaft zwischen den beiden, aber genau hier schleichen sich auch Längen ein.
Insgesamt hatte ich anhand des Klappentextes ein Buch mit mehr Romantik und Liebe erwartet, weniger die Selbstfindung der Protagonistin.

Fazit:
Eine schöne Sommerlektüre mit einer großartigen Buchidee, deren Umsetzung mich jedoch stellenweise nicht ganz so begeistern konnte.

Veröffentlicht am 03.09.2020

Eine amüsante und spannende Liebesgschichte mit einem tollen Schreibstil

Off Limits - Wenn ich von dir träume
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„Off limits – Wenn ich von von dir träume“ ist mein erstes Buch der Autorin Penelope Ward, auf das ich nach der Leseprobe und dem Klappentext sehr gespannt war.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, ...

„Off limits – Wenn ich von von dir träume“ ist mein erstes Buch der Autorin Penelope Ward, auf das ich nach der Leseprobe und dem Klappentext sehr gespannt war.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker-leicht und sehr kurzweilig, mittendrin gibt es immer wieder humorvolle Stellen, was mir sehr gut gefallen hat.
Mit ihrem großartigen Schreibstil hat es die Autorin sehr schnell geschafft, mich abzuholen.

Heather kümmert sich liebevoll um ihre Mutter und sorgt dafür, dass sich die kleine Familie über Wasser hält, indem sie kellnert und sich um die Vermietung des Bootshauses kümmert. Als dann für einen Sommer lang Noah in das Bootshaus einzieht, ist sie von ihm vom ersten Moment an fasziniert. Doch laut eigenen Aussagen ist Noah zu alt für Heather, was ihn noch anziehender macht.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Heather und Noah geschrieben, sodass man die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden gut nachvollziehen kann.
Heathers Leben ist nicht perfekt. Anstatt wie andere in ihrem Alter aufs College zu gehen, kümmert sie sich um ihre depressive Mutter. Dabei verliert Heather nie ihren Humor und es macht Spaß ihre Gedankengängen und ihren tollen Musikgeschmack mitzuerleben. Sie ist eine starke junge Dame, die mich beeindruckt hat und nicht mit ihrem Schicksal hadert, obwohl es das mit ihr bisher nicht so gut gemeint hat.
Noah dagegen ist geheimnisvoll, unnahbar und dabei echt sexy und ebenso wie Heather sehr sympathisch. Kein Wunder, dass Noah für Heather interessant ist und sie sich zu ihm hingezogen fühlt, während er Heather ein uns andere Mal abblitzen lässt.
Das leise Knistern zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar. Ich konnte Heathers Begeisterung für Noah gut nachempfinden und fand ihre Aktionen teilweise echt amüsant.
Es hat Spaß gemacht, die Entwicklung und Dynamik der Beziehung zwischen den beiden mitzuerleben.
Die Geschichte wartet aber auch mit Wendungen auf, die ich so nicht vorhergesehen habe, die für mich aber doch schlüssig und nachvollziehbar waren und für ein kurzweiliges Lesevergnügen gesorgt haben. Gegen Ende des Buchs nimmt die Spannung noch einmal zu
Und hier kommt meine einziger Kritikpunkt: Während die Story in der ersten Hälfte des Buchs gemächlich beginnt, passiert in der zweiten Hälfte des Buchs fast ein bisschen zu viel.
Mir hat „Off Limits“ gut gefallen, vor allem mag ich den amüsanten Schreibstil der Autorin und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher von Penelope Ward.

Fazit:
Es hat Spaß gemacht, diese wunderbare Liebesgeschichte von Heather und Noah mitzuerleben. Ein Wohlfühlbuch für alle Romantikfans, das alles beinhaltet, was ich von einem guten Roman erwarte: Knistern, etwas Dramatik und Spannung, einen tollen Schreibstil und sympathische Protagonisten.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2020

Hörbuchrezension: Ein atmosphärisch dichter und düsterer Thriller

Das Gewissen der Toten
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Obwohl dieser Krimi bereits der dritte Teil der Serie ist, kann man ihn auch sehr gut ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, da der Fall ist in sich abgeschlossen ist.
Für mich war es das ...

Obwohl dieser Krimi bereits der dritte Teil der Serie ist, kann man ihn auch sehr gut ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, da der Fall ist in sich abgeschlossen ist.
Für mich war es das erste Hörbuch der Autorin, welches Uve Teschner wie gewohnt ausdruckstark vorgelesen hat.

Der Polizist Carter McLean überlebt als einziger von 5 Freunden einen Flugzeugabsturz und wird seitdem von Schuldgefühlen überwältigt. Seine Freunde erscheinen ihm und er beschließt, jedem seiner Freunde einen letzten Gefallen zu erledigen. Besonders heikel ist dabei die Angelegenheit von Toms vor 1,5 Jahren verschwundener Frau Susan. Als er in den Dienst zurückgehen darf, setzt Carter alles daran, in die Ermittlungsgruppe zu DI Jackman und DS Evans, die im Fall Susan Holland ermitteln, zu kommen.

Der Plot ist interessant und mit Carter konnte ich direkt mitfühlen. Als Hörer begleitet man Carter ein Stück seines Weges. Sein Schicksal und wie er damit umgeht hat mich bewegt. Trotzdem war mir dieser Teil schichtweg etwas zu langatmig, auch wenn er stimmig war. Das konnte die großartige Lesung von Uve Teschner leider nicht kompensieren. Als Carter dann in den Entführungsfall der Nichte seiner Chefin einsteigt und schließlich im Fall Holland mit ermitteln darf, wird es deutlich spannender und kurzweiliger. Und je weiter Jackman und Evans ermitteln, desto klarer wird, dass es nicht nur einen Täter geben kann.
Man lernt eine Vielzahl an Charakteren kennen, die man aber recht schnell zuordnen kann. Ein Großteil davon sind Polizisten, die auch privat miteinander verkehren und gerade diese Beziehungen untereinander machen ein Stück des Lesevergnügens aus.
Ab der Hälfte steigert sich die Spannung enorm und es gibt überraschende Wendungen, mit denen ich so nie gerechnet hätte.

Gelesen wurde das Hörbuch von Uve Teschner, der es sehr gut versteht, die jeweilige Stimmungslage gekonnt rüberbringen. Er kann die spannenden Stellen ebenso gut vortragen, wie er Gefühle in die eher gefühlsbetonten Passagen legt.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichter und düsterer Thriller, der nach einigen Längen ab der Mitte richtig spannend wird und den Hörer fesselt. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Ivy und Ash

It was always you
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Ivys Welt änderte sich vor 4 Jahren ganz plötzlich, als sie alles verlor. Zuerst ihre Mutter, dann den Rest der Familie. Ihr Stiefvater hat sie in ein Internat abgeschoben, da sie sich oft mit ihrem älteren ...

Ivys Welt änderte sich vor 4 Jahren ganz plötzlich, als sie alles verlor. Zuerst ihre Mutter, dann den Rest der Familie. Ihr Stiefvater hat sie in ein Internat abgeschoben, da sie sich oft mit ihrem älteren Stiefbruder Asher in der Wolle hat.
In diesem Sommer soll Ivy auf die Insel in New Hampshire zurückkehren. Ashers Verhalten hat sich bei ihrem Wiedersehen nicht großartig geändert, denn er ist immer noch sehr kompliziert und hat seine Launen. Gleichzeitig sieht er unverschämt gut aus.
Die Idee einer Lovestory unter Stiefgeschwistern ist nicht neu, aber sie hat mich dennoch gut unterhalten.
Der Schreibstil von Nikola Hotel ist locker leicht, spritzig und humorvoll. Die Story lässt sich angenehm lesen und ist fesselnd erzählt. Doch trotz des tollen Schreibstils fand ich den Anfang etwas langatmig, doch das gibt sich und am Ende kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte wird ausschließlich aus Ivys Sicht erzählt und ich muss sagen, ich habe es fast ein wenig bedauert, dass man nicht in Ashers Gedankenwelt blicken konnte.
Im Großen und Ganzen fand ich Ivy sympathisch. Bei Asher dagegen dauerte es etwas länger, bis ich mit seinem Charakter warm wurde. Ich habe einen weiteren Kritikpunkt, denn leider konnte ich nicht alle Verhaltensmuster der beiden nachvollziehen. Stellenweise hatte ich das Gefühl, unreife Teenager vor mir zu haben.
Asher tritt als Frauenheld auf, wirkt aber zu Beginn ziemlich oberflächlich. Doch auch er hat eine verletzliche Seite, die er nur selten zeigt, die ihn aber so viel sympathischer macht.
Die Dramatik und Dynamik innerhalb der Familie dagegen konnte ich schon besser verstehen und nachvollziehen, wobei so manches Gespräch hilfreich gewesen wäre.
Was mir dagegen ausgesprochen gut gefallen hat, war das Handlettering, welches Ivy benutzt, um Begebenheiten festzuhalten und zu verarbeiten. Ihre Entwicklung hat die Autorin toll dargestellt.
Ebenso gut hat die Autorin es verstanden, aktuelle Themen wie Umweltschutz und Tierschutz einzubinden.

Fazit:
Ein unterhaltsamer, fesselnd geschriebener Liebesroman mit interessanten Charakteren. Von mir gibt‘ s eine Leseempfehlung!