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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2020

Toller Start in eine ungewöhnliche Reihe

Das Buch ohne Namen
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Kommt ein Mann in die Bar, will einen Bourbon haben. Minuten später sind alle in der Bar tot.

Beginnt wie ein schlechter Scherz ohne Pointe, ist aber der Start einer tollen Reihe, die ein ist, vor allem ...

Kommt ein Mann in die Bar, will einen Bourbon haben. Minuten später sind alle in der Bar tot.

Beginnt wie ein schlechter Scherz ohne Pointe, ist aber der Start einer tollen Reihe, die ein ist, vor allem nicht immer ganz ernst zu nehmen.

In Santa Mondega, passierte genau so was vor fünf Jahren. In einer Bar und anschließend in der ganzen Stadt, wurden über 300 Menschen und andere Wesen getötet. Die kleine Stadt, die einer Westernstadt ähnelt, hat eine sehr gemischte Gemeindet aus Menschen, Vampiren und Werwölfen.

Schuld daran war der Bourbon Kid. Ein Killer der diesen Alkohol trinkt und nun als Legende gilt. Denn seit damals hat ihn niemand mehr gesehen und jeder des es tut, der stirbt. In diesem ersten Teil ist es das „Buch ohne Namen“ was vordergründig ist. Ein Buch welches dem Leser den Tod bringt und daher nicht gelesen und am besten in die Hände von jemanden fällt. Was es genau mit dem Buch auf sich hat und wer der Autor ist, der nur als Anonymus draufsteht, werden wir in den späteren Teilen erfahren.

So ist eine weiter Storyline, dass es sich um die Sonnenfinsternis handelt die nun ansteht und die Macht des blauen Steines „Auge des Mondes“ aktiviert werden kann. Dieser Stein wurde von der Mönchsinsel Hubal gestohlen und die dortigen Mönche wollen das Teil wiederhaben.

So kommt die Sonnenfinsternis und die Vampire sehen die Chance auf ein großes Buffet, die Werwölfe wollen mitspielen und die Mönche ihren Stein finden. Da kommt dann er, die Legende, und mischt auch noch kräftig mit.

Dieses erste Buch der Reihe, zeigt das die Leser keinen klassischen Western, Horrorstreifen, Fantasy oder Krimi erhalten. Sie bekommen mehr, viel mehr. Sie bekommen eine bunte Mischung von allem. Einen sehr herben, schwarzen Humor der echt deftig ist (und was ich toll finde), mit Charakteren die nicht sympathisch sind, sondern Arschlöchern, die aber so authentisch sind das es einfach passt. Verdammt viel Blut und Innereien werden im Blut verteilt. Damit sollte man umgehen können.

Das Buch ist einfach ein tolles Gesamtpaket und verlangt einfach das man sich auf die Geschichte einlässt und dass man der Story den Raum gibt den es braucht. Zudem man keine Liebesgeschichte oder Wir-sind-alle-Freunde erwarten darf. Für mich eine der besten Reihen welche ich in den letzten zehn Jahren gelesen habe.

Veröffentlicht am 06.10.2020

Sei der Charakter der du sein willst, nicht wie du geschrieben wurdest

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Bücher über Bücher, Bücher über Figuren aus Büchern, sind derzeit der Trend bei den Autoren. Doch keins ist wie das andere. So hat auch „Das Buch der gelöschten Wörter“ seine ganz eigene Geschichte, mit ...

Bücher über Bücher, Bücher über Figuren aus Büchern, sind derzeit der Trend bei den Autoren. Doch keins ist wie das andere. So hat auch „Das Buch der gelöschten Wörter“ seine ganz eigene Geschichte, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Figuren aus uns bekannten Büchern.

Hope ist die Hauptcharakterin, welche uns durch das ganze Buch begleitet und die Geschichte aus ihrer Ich-Perspektive erzählt. Anders als in vielen Büchern ist sie mit 42 Jahren schon was älter. Dies merkt man im Buch aber überhaupt nicht und sie wirkt eher wie eine junge Frau von Anfang 20. Sie arbeitet für eine Online-Datings-Homepage und simuliert dort willige Frauen vor. Doch sie ist anders als ihre Kolleginnen, denn sie möchte den Männern Mut aussprechen für sich die richtigen Frauen zu finden.

Wir erfahren zudem das sie regelmäßig ihre Mutter besucht, welche betreut wird, aufgrund ihres Alzheimers.

Online trifft sie auf den attraktiven und erfolgreichen Rufus. Hier findet sie persönlich Geschmack an diesen, obwohl ihr Arbeitgeber dies nicht so besonders toll finden würde. Dieser trifft sie eines Tages auf der Straße und der Schock ist groß als da jemand ganz anderes steht. Es ist der Cousin von dem optisch beschriebenen Lance, welche sie somit als den blonden Rufus betrachtet. Man bringt sie in eine ganz besondere Buchhandlung und sie erfährt, dass sie jemand ganz besonderes ist. Sie ist eine Verwandlerin. Was dies genau ist, wird mit vielen anderen Begriffen in einem sehr schönen Glossar am Ende des Buches erklärt. So erfährt Hope, dass ihre Gabe die Welt in der sie lebt und die der Bücher retten soll.

Mit Rufus als ihren Wandler und vielen Figuren aus der riesengroßen Literatur wollen ihr dabei helfen. Dabei begegnen wir den Kinderklassikern von Lassie über Bambie und BlackBeauty bis hin zu König Löwenherz, Lancelot und so manch anderer bekannten Figur aus der Literatur.

Ein großes Augenmerk ist hierbei mit auf Jane Austen. Dies ist die Lieblingsautorin von Hope und daher findet sehr viele Außenszenen in der Welt der Bücher von dieser Autorin.

Das Buch hat eine sehr ruhige Geschichte, welche nicht durch Dramen und Action blüht. Sie hat ihren Schwerpunkt einfach auf den Charakteren der Bücher, die Welten in diesen spielen, die Zentrale des Bundes wo sie sich treffen und versuchen die Welt zu schützen.

Liebevolle Details der Autorin mit einer bunten Mischung aus menschlichen Charakteren und Büchercharakteren geben dem Buch Leben. Die Geschichte ist für Liebhaber der Klassischen wie auch der modernen Literatur gemacht.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Jeder Mensch ist einzigartig- du wirst es mehrmals im Leben sein

Changers - Band 1, Drew
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Changers – Drew ist der erste Teil der „Changers-Reihe“. Diese ist in ihrer Art neu und einzigartig.

Wir befinden uns in den USA der heutigen Zeit. Es ist kein Fantasy mit Magie oder mit besonderer Hightech-Erfindungen. ...

Changers – Drew ist der erste Teil der „Changers-Reihe“. Diese ist in ihrer Art neu und einzigartig.

Wir befinden uns in den USA der heutigen Zeit. Es ist kein Fantasy mit Magie oder mit besonderer Hightech-Erfindungen. Sondern wir erleben ein Wunder der Genetik und des menschlichen Körpers.

Wir lernen den 14-jährigen Ethan kennen, der eines Morgens aufwacht und in dem Körper eines Mädchens steckt. Seine Eltern sind nicht annähernd so schockiert wie er und allmählich wird ihm klar, warum diese in den letzten Tagen so nervös waren. Ethan heißt nun Drew und hat ein ganz neues Leben vor sich. Sie erfährt das sei eine Changers ist. Diese Menschen haben ab dem 14. Lebensjahr vier Veränderungen vor sich. Sie verändern ihr Aussehen, ihr Geschlecht, ihr ganzer Körperbau. Nichts erinnert äußerlich an die erste Ausgangsperson oder an die folgenden Personen.

Drew muss nun Ethan hinter sich lassen und allen erzählen, dass sie neu in der Stadt ist. Den besten Freund muss sie anlügen, dass sie umgezogen sei und leider nicht skypen kann, sondern nur Emails gehen. Sie erfährt von Anfang an die vollen Unterschiede, die körperlichen zuerst und später nach und nach wie ein Mädchen anders empfindet als ein Junge. Lügen und Ausreden bestimmen erstmal den Alltag, denn ihr Verhalten ist am Anfang zu jungenhaft. Und dann gibt es da ein Mädchen, welches er als Junge schon toll fand und nun versucht ihr als Mädchen näher zu kommen.

Die Changers leben im Geheimen. Haben Treffen, Regeln und Drew eine Mentorin, welche den ganzen Prozess schon hinter sich hat. Denn vier Mal wird Ethans Leben sich ändern und dann mit 18 muss er sich entscheiden wer er sein möchte für den Rest seines Lebens. Will er Drew sein, das superhübsche blonde Mädchen, dem alle Jungs hinterherlaufen werden oder eine der anderen Personen.

Doch neben dem neuen Körper, erster Periode, BH´s und mit Mädchen reden ohne zu merkwürdig sein, lernt Drew noch den Nachteil von männlichen Übergriffen kennen. Denn Schönheit hat ihren Preis und er erlebt die Gegenseite. Auch wenn er niemals ein Mädchen belästigt hätte, so erlebt er nun wie dies für eins ist.

Neben diesen persönlichen Problemen und der Einfindung ins neue Leben gibt es noch eine Sekte, welche sich gegen die Changers stellt und alle tot sehen will. Ein Grund mehr, warum Drew aufpassen muss, mit wem sie sich anfreundet und was sie erzählt.

Wie wird er seine Zeit als Drew empfinden? Fällt sie aus der Auswahl raus oder kann er sich vorstellen als diese bis zum Ende des Lebens zu leben?

Das Buch ist neu und bewundernswert ernst in einer sehr unterhaltsamen Situation. Ein Junge wird zum Mädchen, erstmal lustig. Aber dann die Sorgen, die Vorsicht nicht erkannt zu werden, das Klarwerden der eigenen Gefühle. Zu merken das Ethan ein bisschen in den Hintergrund rutscht und dann zu wissen das man nur ein Jahr so ist und dann geht es wieder von vorne los.

Das Buch war wunderbar einfach zu lesen und die Tagebuchabschnitte sind sehr aufschlussreich gewesen. Man lacht mit Drew, man weint mit ihr. Ein echt super Start in diese Reihe mit viel Potential drin.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein Heitzbuch

Blutportale
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Saskias Talente sind das Fechten sowie das Kochen. Eine Besonderheit ist jedoch, dass sie nicht in einem offiziellen Club fechtet, sondern eher in einer Untergrundgruppe, wo halt auch schonmal Verletzungen ...

Saskias Talente sind das Fechten sowie das Kochen. Eine Besonderheit ist jedoch, dass sie nicht in einem offiziellen Club fechtet, sondern eher in einer Untergrundgruppe, wo halt auch schonmal Verletzungen stattfinden. Sie trifft auf den ersten Platz der Rangliste und wird von diesem mit einer Tiefen Hautwunde verletzt. Dabei sieht es nicht wie ein üblicher Schnitt aus und hat zudem die Besonderheit das er innerhalb kurzer Zeit weggeheilt ist.

Das Wochenende kommt näher und sich vom Verlieren abzulenken, geht sie mit ihren Kochfreund Patrick auf eine Party. Diese findet bei einem Kunden von ihrem Floristenfreund Will statt. Auf der Party erkunden sie die Räume und finden eine Tür hinter einem Wandvorhang. Diese Tür wird von Saskia geöffnet und die Katastrophe findet ihren Lauf. Es stellt sich heraus, dass die Wunde vom Fechten ein Mal ist. Ein Mal, zugefügt von einem Dämon in Menschengestalt, welcher durch die verborgenen Kräfte von Saskia zurück in seine Welt will. Aber wenn sich eine Tür öffnet, öffnet sich diese in beide Richtungen und so kommt da mehr raus als gedacht. Saskia und Will fallen in Ohnmacht. Wie sie wieder wach werden ist jeder auf der Party tot. Zerstückelt und zerfetzt.

Für die beiden beginnt ein Kampf ums Überleben. Doch sie stehen nicht allein da. Denn eine Werwölfin kam durch das Portal, ihre Kräfte sprangen auf Saskia über, und somit hilft diese gezwungener Massen den beiden.

Das Buch schickt die Gruppe durch verschiedene Länder und Zeiten, Ruhe finden sie nicht dabei.

Ein bisschen Blut muss man schon abhaben können. Aber spannend war es von vorne bis hinten, mit Menschen mit Kräften, Dämonen und dem Kampf gegen das Böse.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und man mag den einen mehr als den anderen. Gerade Will baut in seiner Sympathie ab, aber es ist in Ordnung. Ein Buch welches alles andere als schlecht ist, wenn auch kein Nobelpreisbuch der Bücher.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Nicht immer hat das Leben einen Sinn und auch nicht deren handeln

Bevor ich sterbe
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Wenn du jung bist und weißt du wirst bald sterben, dann lebst du nicht wie es normale Mädchen tun würden. So weiß Tessa um ihren anstehenden Tod, denn die Leukämie im Endstadium ist unheilbar. Also stellt ...

Wenn du jung bist und weißt du wirst bald sterben, dann lebst du nicht wie es normale Mädchen tun würden. So weiß Tessa um ihren anstehenden Tod, denn die Leukämie im Endstadium ist unheilbar. Also stellt sie eine Liste auf mit allen Dingen, die sie unbedingt noch machen will, bevor sie stirb. Vom Sex, über Drogen und eine Straftat und einen Tag zu allem Ja sagen. Helfen soll ihr dabei ihre beste Freundin.

Das Buch geht einen Weg, der sehr unkonventionell ist. Auf der einen Seite kann man Tessa verstehen, weil sie denkt alle Konsequenzen sind egal, denn sie wird diese nicht mehr erleben. Das dann Sex und Verlieben drauf steht kann ich noch verstehen, aber Drogen und die Straftat sind für mich nicht verständlich.

So sehr ihre Familie versucht für sie da zu sein und ihr das Leben zu erleichtern, so sehr macht sie für mich dich und kapselt sich ab. Ich finde ihr Verhalten daher absolut verständnislos, aber wer kann sich schon in einen so jungen Menschen hineinversetzen.

Von daher ist die Geschichte in all ihren Facetten doch einfach nur traurig. Denn wir wissen wie es enden wird und dass sie nun einen Jungen kennen lernt, für den sie noch Gefühle entwickelt schmerzt dafür nur noch umso mehr.

Eine Geschichte der Selbstfindung in den letzten Tagen deines Lebens und dem zurücklassen von Menschen, die du liebst. Sehr traurig und vier Taschentücher bekommen hat.