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Veröffentlicht am 13.10.2020

Time after Time

Mit dir für alle Zeit
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Wer kennt nicht dieses Lied von Cyndi Lauper aus dem Jahr 1983? Doch wir befinden uns im Jahr 1937 mitten in New York in der Grand Central Station.

Hier trifft Joe auf Nora und verliebt sich im wahrsten ...


Wer kennt nicht dieses Lied von Cyndi Lauper aus dem Jahr 1983? Doch wir befinden uns im Jahr 1937 mitten in New York in der Grand Central Station.

Hier trifft Joe auf Nora und verliebt sich im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich.

Nora taucht urplötzlich vor Joe, dem jungen Weichenmechaniker auf und trifft ihn mitten ins Herz. Doch nach dem wundervollen gemeinsamen Abend ist Nora tags darauf verschwunden.

Joe macht sich auf die Suche nach Nora und ist fassungslos. Die von Nora hinterlassene Telefonnummer bringt Joe zu Noras Wohnung. Der neue Besitzer teilt ihm schonungslos mit, dass Nora bereits vor über zwölf Jahren bei einem Zugunglück in der Grand Central Station verstarb.

Hat Joe das alles etwa nur geträumt? Völlig aufgelöst macht er sich zurück in sein Junggesellenleben. Doch genau ein Jahr später, gepackt von unbändiger Leidenschaft und Hoffnung macht sich Joe wieder auf an die Stelle, an der er Nora das erste Mal traf.

Verblüfft stellt er fest, dass auch Nora zurückgefunden hat. Geplagt von dem Zweifel, dass es sich bei Nora nur um einen Geist handelt, versucht Joe, dem Geheimnis Noras auf die Spur zu kommen.

Nora selbst hat sich in Joe verliebt, ist sich aber schnell klar, dass sie in ihrer ganz eigenen Welt gefangen ist. Sie altert nicht und kann sich nur in begrenztem Radius von der Grand Central Station entfernen. Ein Schritt weiter droht bereits der endgültige Tod.

Der zweite Weltkrieg steht bevor und stellt Joe vor schwierige Aufgaben. Sein verheirateter Bruder Finn zieht in den Krieg gegen die Deutschen. Für Faye und die beiden Kinder bleibt nur noch Joe, als die Nachricht von Finns Tod eintrifft.

Nora kann Joe in dieser Zeit keine große Hilfe bieten. Gezwungen durch die imaginäre Grenze innerhalb der Grand Central Station muss sie ihren eigenen Weg finden. Sie kehrt zu ihren Wurzeln als Künstlerin zurück.

Die Beziehung der beiden wird tagtäglich auf die Probe gestellt. Für Joe ist Nora real und seine einzige Liebe. Für Nora hingegen ist es schwer, Joes Leben Jahr für Jahr altern zu sehen.

Fazit:

Lisa Grunwald schafft mit Joe und Nora ein modernes Märchen und eine romantische Liebesgeschichte. Umgeben von der Grand Central Station leben die beiden ihre Sehnsucht nach Liebe mit all ihren Höhen und Tiefen aus. Jeder Schritt zu weit bedeutet für Nora den sicheren Tod, doch jeder Schritt fern ab des Grand Central Station bedeutet für Joe endlich Freiheit.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Was bedeutet Freiheit?

Die Glasschwestern
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Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie werden mitten aus dem Leben gerissen. Beide Ehemänner sterben am selben Tag.

Während Saphie erfolgreich ein kleines Landhotel führt, steckt Dunja in ihrer ganz ...

Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie werden mitten aus dem Leben gerissen. Beide Ehemänner sterben am selben Tag.

Während Saphie erfolgreich ein kleines Landhotel führt, steckt Dunja in ihrer ganz eigenen Welt als Deutschlehrerin fest.

Um mit dem Verlust klarzukommen zieht Dunja mit ihren Kindern Augusta und Jules zu Saphie ins Hotel. Hier blicken die beiden Schwestern zurück.

Zurück auf die Grenze zur ehemaligen DDR und natürlich auch zurück in ihr gelebtes Leben.

Das Leben der beiden zerrinnt. Nichts ist mehr so wie es mal war. Die Vergangenheit holt sie beide ein, als auch die dritte, deutlich jüngere Schwester Lenka im Hotel auftaucht und kräftig für Trubel sorgt. Mit im Gepäck ein Filmteam, dass ein dunkles Familiengeheimnis lüftet.

Das Hotel entwickelt sich nach und nach zu einem Therapiehort. Die Familienmitglieder finden sich, wenn auch über etliche Umwege wieder zu sich selbst und zu ihren Lieben zurück.

Immer wieder werden die Schwestern jedoch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Der Tod der Männer zieht sich wie ein tiefroter Faden durch die Geschichte und die Schwestern können der Dominanz dieser Ehen kaum entfliehen.

Saphies Lebensweg war bisher einzig von Arbeit und der Ignoranz ihres alkoholabhängigen Ehemannes und kleinen Affären mit Hotelgästen geprägt. Dunja hingegen versuchte sich in einem klassischen Familienbild wiederzufinden. Nur um dann empört festzustellen, dass ihre Vorstellung sich bereits mit der ersten Schwangerschaft in Luft auflöst.

Fanziska Hauser hat mit Ihrem Roman eine Welt erschaffen, die zerrissener nicht sein könnte. Auch nach Jahren der Wiedervereinigung schafft es diese Familie nur über zahlreiche Umwege, zu sich selbst zu finden. Geheimnisse, skurrile Beziehungen und Neurosen plagen diese zwei Schwestern durch ihr bisheriges Leben. Scheinbar kann einzig der Tod ihrer Ehemänner sie davor bewahren, zugrunde zu gehen.

Dunja und Saphie machen es dem Leser nicht gerade leicht. Man möchte mehr als einmal in das Leben der Beiden hineintreten und die Frauen wachrütteln und ihnen den Weg in die Freiheit zeigen…

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Rüstige Rentner ermitteln in mysterösem Mordfall

Mord in Sunset Hall
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Nach den beiden sehr erfolgreichen Schaf-Krimis mussten die Leser ein wenig länger auf einen neuen Krimi von Leonie Swann warten.

Mit Sunset Hall wagt sich Leonie Swann ohne Schafe auf neue Wege.

Sunset ...

Nach den beiden sehr erfolgreichen Schaf-Krimis mussten die Leser ein wenig länger auf einen neuen Krimi von Leonie Swann warten.

Mit Sunset Hall wagt sich Leonie Swann ohne Schafe auf neue Wege.

Sunset Hall ist ein kleines Herrenhaus, welches Agnes Sharp in eine kleine Wohngemeinschaft für Senioren umgewandelt hat.

Bewaffnet mit Hettie, der Schildkröte, einem Treppenlift, kleinem Garten und einer mürrischen Haushaltshilfe erleben die mehr oder weniger rüstigen Rentner gemeinsam ihre letzten Tage.

Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei. Im Gartenhaus liegt Lilith mit einer Kugel im Kopf. Beunruhigt ist die Rentnertruppe jedoch erst, als auch im Nachbaranwesen die alte Mildred ermordet aufgefunden wird.

Als die jüngere Charlie mit ihrem Hund Brexit einzieht, gibt diese ein neuen Takt vor. Der Gin fließt in rauen Mengen und Ausgehen steht auf dem Programm.

Gemeinsam beschließen sie bei einem unwürdig trockenen Hefezopf den abscheulichen Mord aufzuklären.

Doch wenn das mal so einfach wäre. Geplagt mit allerlei körperlichen Gebrechen hat die Ermittlertruppe samt Schildkröte Hettie auch noch mit ihren ganz kleinen privaten Geheimnissen zu kämpfen.

Erst als Marshalls Enkel vor der Tür steht, kann Agnes Plan ihren kuriosen Plan in die Tat umsetzen.

Mit der Schildkröte Hettie begibt sich der Leser auf eine skurrile Mörderjagd.

Mit feinem britischem Humor gelingt es Swann leicht, sich von den so beliebten Schafen als Mordermittler zu lösen.

Die mit allerlei Gebrechen gezeichneten Rentner schließt man schnell ins Herz. Der Trupp passt perfekt in die englische Provinz, wo sich allzu oft noch Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Schwarzer Humor, fiese kleine dunkle Geheimnisse und Mut machen diesen Krimi aus. Nur weil man alt ist und die Knochen mal hier und da knacken und ziepen, ist das noch lange kein Grund, sich aus dem Leben und der Gemeinschaft zu verabschieden.

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Wahre Freundschaft

Im Kreis der Freunde
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Mit Maeve Binchy kann man nichts verkehrt machen.
Benny und Eva Malone sind Sandkastenfreundinnen. Beide wachsen in dem verschlafenen Knockglen auf. Das Dorfleben schildert Maeve Binchy typisch. Neben ...

Mit Maeve Binchy kann man nichts verkehrt machen.
Benny und Eva Malone sind Sandkastenfreundinnen. Beide wachsen in dem verschlafenen Knockglen auf. Das Dorfleben schildert Maeve Binchy typisch. Neben Tratsch gibt es die ein oder andere schrullige Anekdote über die Bewohner. Klassisch irisch ist auch der Bezug zur katholischen Kirche.
Nach der Schulzeit beschließen beide, es mit einem Studium in Dublin zu versuchen.
Dort fügen sich beide in die Clique von Jack Foley und Nan Mahon ein. Das Studentenleben zur damaligen Zeit war teilweise besonnen und teilweise von diversen Umbrüchen umgeben.
Die beiden jungen Frauen benötigen mehr als einen Anlauf, um mit dem Wandel der Zeit klarzukommen.
Die Geschichte zieht so dahin, fast schon könnte man diese als langweilig erachten. Aber Maeve Binchy schreibt Bücher aus Überzeugung.
Man besinnt sich auf das Wesentliche! Hier geht es um Freundschaft, Vertrauen und die Beziehung der Menschen untereinander. Für Freundinnen, die auf Herzschmerz stehen, werden hier nicht fündig. Hier geht es um das wahre Miteinander.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Für fast alle Lebenslagen

Das Worst-Case-Szenario Survival-Handbuch
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Trotz der über 250 Seiten hat man dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen. Jedes Kapitel widmet sich bestimmten Fällen, zum Beispiel der Gefahr durch Tiere („Zähne und Krallen“), Kampftechniken („Die ...

Trotz der über 250 Seiten hat man dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen. Jedes Kapitel widmet sich bestimmten Fällen, zum Beispiel der Gefahr durch Tiere („Zähne und Krallen“), Kampftechniken („Die beste Verteidigung“) oder auch Naturkatastrophen im Kapitel „Notfälle“.
Die Autoren haben sich für die Zusammenstellung der Szenarien und deren Bewältigung Tipps und Tricks von Experten geholt.

Wer diese Experten sind, bleibt im Dunkeln.

Die entsprechenden Hinweise sind allerdings nachvollziehbar und, jedenfalls in der geschützten häuslichen Umgebung, für jeden durchführbar.

Nach der Lektüre ist man also für alle Ausnahmesituationen des Lebens gewappnet. Der durchschnittliche Mensch wird allerdings kaum in eine solche Situation kommen. Das wäre ja auch nicht wünschenswert!

Falls es doch der Fall sein sollte, dann wird man sich wohl nicht an die genauen Instruktionen in diesem Buch erinnern. Allerdings verpacken die Autoren grundlegende Verhaltensweisen so geschickt in die Fülle der Eventualitäten, dass vielleicht wenigstens die Grundlagen (Hilfe holen, Ruhe bewahren, Überblick verschaffen…) in einer Notsituation angewandt werden könnten.

Und auch wenn man nichts gelernt hat, so hat man doch zumindest ein kurzweiliges, interessantes Buch gelesen.

Außerdem: Man kann ja nie wissen...

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