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Veröffentlicht am 14.11.2020

Vielfältig und lecker

Zufällig vegan – International
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Wie der Titel schon verrät,
geht es um einen veganen Ratgeber, der vielfältige Gerichte rund um die Welt anbietet. Wichtig dabei ist aber, dass die Zutaten trotzdem weitestgehend regional sind und es hier ...

Wie der Titel schon verrät,
geht es um einen veganen Ratgeber, der vielfältige Gerichte rund um die Welt anbietet. Wichtig dabei ist aber, dass die Zutaten trotzdem weitestgehend regional sind und es hier nicht darum geht, Rezepte „künstlich“ vegan zu machen. Vielmehr bietet dieses Kochbuch Speisen, die von Haus aus ohne tierische Bestandteile auskommen und so überall auf dem Erdball gegessen werden.

Aufgeteilt ist das Buch in folgende Kategorien:
Frühstück
kleiner Hunger
Suppen
großer Hunger
Nachtisch
Getränke
Grundrezepte

Wie immer habe ich die Rezepte natürlich selbst auf ihre Tauglichkeit getestet. Gepunktet haben sie dabei vor allem mit Vielfalt, Geschmack und regionalen Zutaten. Zudem gibt es ansprechende Fotos der fertigen Gerichte sowie teilweise bebilderte Anleitungen. Das Auge ist schließlich mit. Hier und da hätte ich mir beim Geschmack noch etwas mehr Würzung zum Beispiel in Form von Kräutern gewünscht, diese kann man natürlich aber nach dem eigenen Gusto selbstständig ergänzen. Als Basis konnten mich die Rezepte auf jeden Fall überzeugen und besonders die Regionalität der Zutaten gewinnt bei mir. So braucht es für eine Guacamole beispielsweise nicht zwingend weit gereiste Avocados. Auch mit heimischen Bohnen ist sie eine feine Alternative.

Wer nun aber glaubt, dass sich das Buch doch sehr bodenständig und wenig exotisch anhört, wird überrascht sein. Hier gibt es wirklich Klassiker und auch eher Unbekanntes aus aller Herren Länder zu entdecken. Von Russland über Island nach Indien bis zur Karibik ist alles vertreten. Die Auswahl ist sehr vielfältig und es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Nun zu den Kochanleitungen selbst. Diese haben für mich klare Vor- und Nachteile. Positiv finde ich die einfache Umsetzbarkeit schon für einigermaßen geübte Hobbyköche. Hier sollten wenig Probleme auftreten. Besonders die kleinen Tipps am Rande helfen, die Rezepte richtig umzusetzen.
Ein deutliches Minus hingegen (zumindest für mich) sind die Mengenangaben. Diese sind neben Stückzahlen in Tassen angegeben. Also bspw. eine 2/3 Tasse Mehl. Hier bin ich wohl doch sehr typisch deutsch und freue mich eher über Gramm oder Literangaben. Mit den Cups wie in der amerikanischen Küche üblich, kann ich einfach nichts anfangen. Für andere Leser mag der Weg ohne Waage aber vielleicht auch eine Erleichterung sein. Für mich macht es das Kochen umständlicher, weshalb es hier einen Stern Abzug in der B-Note gibt. Hinzu kommen noch fehlende Angaben der Zubereitungszeit und der Nährwertangaben. Beides wichtige Dinge beim Kochen.

Fazit:
Bunt, abwechselungsreich und gut für die Umwelt. Was will man mehr.

Veröffentlicht am 21.10.2020

Wildes Piratenabenteuer

Komm mit, Moritz!
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Meinung:
Ein eher anspruchsvolles, aber zeichnerisch sehr schönes Bilderbuch. Ich mag die düsteren Illustrationen sehr, die wunderbar zu diesem nächtlichen Piratenabenteuer passen. Allerdings liegt darin ...

Meinung:
Ein eher anspruchsvolles, aber zeichnerisch sehr schönes Bilderbuch. Ich mag die düsteren Illustrationen sehr, die wunderbar zu diesem nächtlichen Piratenabenteuer passen. Allerdings liegt darin auch die Krux an der Sache, denn durch die Düsternis empfinde ich das empfohlene Alter verfrüht. Ich halte hier ein Alter von 6 Jahren eher für realistisch. Denn neben den raueren Bildern geht es in der Geschichte um eine Täuschung und auch Alkohol kommt vor.
Beides nicht unbedingt Dinge für so junge Lesemäuse. Abgesehen davon ist die Geschichte aber ziemlich cool zum selbst lesen oder vorlesen. Tatsächlich könnte man aber die Kids auch einfach nur blättern und sich zu den schönen Bildern selbst Geschichten ausdenken lassen. Denn wie gesagt ist die Optik hier wirklich empfehlenswert.

Fazit:
Erst für etwas ältere Kids, dann aber sehr schön.

Veröffentlicht am 20.10.2020

Läd zum Basteln ein

Die Waldlinge
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Meinung:
Die Waldlinge haben mich vor allem als Anregung zum eigenen kreativen Spielen überzeugt.
Denn wie der Klappentext schon sagt, wer hat als Kind nicht gerne gebastelt, mit allem, was sich in der ...

Meinung:
Die Waldlinge haben mich vor allem als Anregung zum eigenen kreativen Spielen überzeugt.
Denn wie der Klappentext schon sagt, wer hat als Kind nicht gerne gebastelt, mit allem, was sich in der Natur so findet. Genau das ist in diesem Buch auch passiert und hier entwickeln die Figuren wie auch in der kindlichen Fantasie ein Eigenleben. Die Geschichte hat dabei einen guten moralischen Wert. Es gehts um Teilen, Sturheit und Versöhnung. Der Erzählstil ist dabei in meinen Augen holprig, was die Autorin aber durch die schönen Zeichnungen ausgleicht. Die sind letztendlich bei so einer Buchform ja das Entscheidende und hier kann die studierte Illustratorin ihre Trümpfe ausspielen.

Fazit:
Ein Kinderbuch das zu einem Waldspaziergang einläd und als Basis für gemeinsame Bastelstunden dienen kann.

Veröffentlicht am 14.10.2020

Freche Protagonistin

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Meinung:
Benjamin Read und Laura Trinder haben ein Kinderbuch gemacht, das für die Zielgruppe nahezu perfekt ist. Sie haben mit Emily eine laute, freche, manchmal nervige, aber durchaus mutige und gleichzeitig ...

Meinung:
Benjamin Read und Laura Trinder haben ein Kinderbuch gemacht, das für die Zielgruppe nahezu perfekt ist. Sie haben mit Emily eine laute, freche, manchmal nervige, aber durchaus mutige und gleichzeitig ängstliche Protagonistin geschaffen. Alles Eigenschaften, die auch auf viele Leser in Emilys Alter zutreffen. So fällt es leicht, sich mit ihr zu identifizieren. Verstärkt wird diese Nähe zu Emily zusätzlich durch Igel Hoggins, der ein wunderbarer Begleiter für ihre Abenteuer ist.

Allgemein sind die Beschreibungen der Figuren super gelungen, was für das alternative London immens wichtig ist. Denn eine Welt mit so vielen verschiedenen Geschöpfen muss man sich einfach bildlich vorstellen können während des Lesens. Das haben die Autoren wirklich geschafft, vor allem ohne sie zu gruselig für Kids zu gestalten. Trotz Hexen, Dämonen und Co. bleibt das Buch immer kinderfreundlich. Dies gilt sowohl über die komplette Geschichte als auch für die Gestaltung. Besonders das leuchtende Gimmick auf dem Cover macht das Buch zu einem coolen Begleiter auf dem Nachttisch. Natürlich aber nur zur Mitternachtsstunde 😉

Doch das Buch hat nicht nur optisch etwas zu bieten. Inhaltlich kann die Geschichte mit einem guten Humor, Spannung und Fantasie punkten. Zum Pageturner hat es bei mir trotzdem nicht ganz gereicht. Mir fehlte dabei weniger ein bestimmtes Detail als einfach der Drang, ständig weiterlesen zu müssen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es genug junge und alte Leser gibt, die diese ungewöhnliche Geschichte lieben werden.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch, das ich ohne zu zögern empfehlen kann.

Veröffentlicht am 04.09.2020

Witzig und individuell

Hilfe, meine Eltern haben meinen Geburtstag gestrichen!
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Meinung:
Wer kennt es aus der eigenen Kindheit nicht – das Highlight Geburtstag! Lange fiebert man darauf hin, freut sich auf Freunde, Familie und natürlich Geschenke. Und welch eine Katastrophe, wenn ...

Meinung:
Wer kennt es aus der eigenen Kindheit nicht – das Highlight Geburtstag! Lange fiebert man darauf hin, freut sich auf Freunde, Familie und natürlich Geschenke. Und welch eine Katastrophe, wenn dieser auszufallen droht.

Genau dieses Thema macht sich Autorin Jo Simmons zunutze und holt die Kids schon mit Klappentext und Cover absolut ab. Kindgerecht gestaltet Innen wie Außen, springen selbst Lesemuffel auf dieses Buch an. Der Inhalt setzt sich vor allem aus skurrilen Ideen, verschrobenen Figuren und dem ganz normalen Familienwahnsinn zusammen. Natürlich ist hier alles überspitzt dargestellt, aber den Kern der Probleme kennen wohl die meisten Kinder und finden sich hier wieder. Der überdrehte Stil ist für Eltern eher gewöhnungsbedürftig, für die Kleinen aber genau das Richtige, sodass man beim Kauf nicht viel falsch machen kann.

Lediglich Familien mit Hund sollten sich überlegen, ob sie das Buch lesen möchten. Schon zu Beginn stirbt Omas Chihuahua auf ziemlich seltsame Art und Weise, was manchem Kind vielleicht nicht gefallen könnte. Wer also absolut tierliebe Kids zuhause hat, sollte sich das Lesen überlegen.

Allen anderen spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Fazit:
Tolle Illustrationen, witzige Geschichte, kindgerechte Aufmachung. Für mich ein schönes Lesevergnügen.