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Veröffentlicht am 06.01.2021

Prägsames Schweigen

Ada
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Aufwachsen in den Aufschwungsjahren der deutschen Geschichte.
Das Leben der Protagonistin Ada ist in dem gleichnamigen Roman von Christian Berkel geprägt von bedeutsamen historischen Ereignissen die Deutschland ...

Aufwachsen in den Aufschwungsjahren der deutschen Geschichte.
Das Leben der Protagonistin Ada ist in dem gleichnamigen Roman von Christian Berkel geprägt von bedeutsamen historischen Ereignissen die Deutschland nach den Kriegsjahren betraf, wie die Studentenrevolte oder auch dem Mauerfall. Allerdings wiegt das Schweigen der Kriegsgeneration am schwersten.
Bruchstückhaft erfährt Ada mehr von ihrer Vergangenheit und der ihrer Eltern, während sie sich auf der Suche nach sich selbst befindet.

Erst im Nachhinein ist mir klargeworden, das "Ada" eine Fortsetzung von "Der Apfelbaum" ist, in der die Geschichte ihrer Eltern thematisiert wird. Allerdings kann man das Buch auch leicht lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennen.
Der Schreibstil des Autors hat mir in dem Buch besonders gefallen. Die seiten sind stellenweise nur so davongeflogen. Einfühlsam, aber doch auf den Punkt gebracht, wird man durch die autofiktionale Erzählung aus der Sicht von Ada geleitet. Stellenweise hat der Autor mich zwar kurz verloren, da fremdsprachliche Sätze eingebaut wurden, oder mir der Satz mal zu verschachtelt war und ich dadurch ins Stocken kam, aber trotzdem steckt eine Bildgewalt dahinter, die einen das Gefühl gibt, neben Ada zu stehen und alles mitzuerleben.

Fazit:
Ein Stück deutsche Geschichte mit einer Prise Fiktion, mit einem tollen Erzählstil. Empfehle dieses Buch definitiv weiter und ich freue mich auf weitere Werke von Christian Berkel.
4,5 vn 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Liebe auf den ersten Klick!

Cinder & Ella
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Wie der Titel einen vielleicht schon erahnen lässt, handelt es sich bei dem Jugendbuch "Cinder & Ella" von Kelly Oram um eine Neuerzählung des altbekannten Märchens Aschenputtel.
In dieser modernen Version ...



Wie der Titel einen vielleicht schon erahnen lässt, handelt es sich bei dem Jugendbuch "Cinder & Ella" von Kelly Oram um eine Neuerzählung des altbekannten Märchens Aschenputtel.
In dieser modernen Version ist unser Prinz ein berühmter Filmstar, während das Aschenputtel eine Teenagerin ist, die sowohl körperlich als auch seelisch mit den Folgen eines Autounfalls zu kämpfen hat. Anonym chatten und mailen sie sich gegenseitig, und lernen sich dadurch kennen und lieben.


Da Aschenputtel mein allerliebstes Märchen ist, konnte ich nicht widerstehen und musste dieses Buch lesen. Sehr viele Elemente des altbekannten Märchens sind hier aufgegriffen, dementsprechend weiß an schon meist von vorne herein, wie die Geschichte enden wird. Aber der Werg ist ja bekanntlich das Ziel.

Auch wenn ich zu Beginn mit der Darstellung der Stieffamilie nicht wirklich im Einklang war, haben sie sich mit voranschreitenden Seiten mitentwickelt und ihre oberflächliche, harte Schale fallen lassen.

Definitiv ein Buch für jeden, der eine leichte, klischeehafte Liebesgeschichte sucht.
Ich für meinen Teil freue mich sehr darauf, Brian und seine Ella in dem nächsten Buch weiter zu begleiten.
4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.10.2020

Der Akzent zum Glück

Eine fast perfekte Welt
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Diese Frage wirft die Autorin Milena Agus jedem entgegen, der einen näheren Blick auf das Buch riskiert.
Aber wie gelingt einem das?
Die Geschichte handelt von drei Generationen einer sardinischen Familie, ...


Diese Frage wirft die Autorin Milena Agus jedem entgegen, der einen näheren Blick auf das Buch riskiert.
Aber wie gelingt einem das?
Die Geschichte handelt von drei Generationen einer sardinischen Familie, in der sowohl die Großmutter, die Tochter als auch der Enkel versucht, sein persönliches Glück zu finden. Einzig "Felicita,[...]aber ohne Akzent " die Tochter von Ester und Mutter von Gregorio, scheint ihre perfekte Welt nicht von Materiellem oder von Personen abhängig zu machen. Ihr scheint "nur noch der Akzent zum Glück [zu fehlen]". Mit einer ganz eigenen Ausstrahlung schreitet sie durch die Welt und erkennt auch in dieser katastrophalen Welt eine fast Perfekte.

Auf einfühlsame, leicht poetische Art werden die drei Leben und deren Verknüpfungen besprochen. Die Sätze sind meist relativ kurz gehalten und ohne viele Ausschweifungen, was die sehnsuchtsvolle, traurige aber dennoch hoffnunsvolle Grundstimmung des Buches sehr schmeichelt.
Viele Zeitsprünge sind innerhalb der Geschichte eingebaut und es bleibt auch viel dem Leser selbst überlassen, was er sich zu machen Ereignissen ausdenkt, aber dennoch sind die Seiten nur so davon geflogen und ich sehne mich nach ein Sardinien, dass ich so nie kennengelernt habe und wahrscheinlich auch nie werde.

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Veröffentlicht am 27.10.2020

"Ich war noch nicht bereit dazu, in die Wirklichkeit zurückzukehren.."

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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"...,aber dann hat das Buch leider aufgehört."

Der erste Teil von der "The Last Goddess"-Diologie, "A Fate darker than love", dreht sich rund um die junge Blair, die in die Welt rund um die Valkyren ...

"...,aber dann hat das Buch leider aufgehört."

Der erste Teil von der "The Last Goddess"-Diologie, "A Fate darker than love", dreht sich rund um die junge Blair, die in die Welt rund um die Valkyren geworfen wird.
Trotz Schicksalschläge schlägt sich Blair tapfer und lernt schnell in einer Welt klarzukommen, die sie bis dato nur von den Geschichten ihrer Mutter gekannt hatte.

Zu einem sehr großen Teil wird die Geschichte aus Blair's Sicht erzählt und nur hin und wieder werden Kapitel aus der Sichtweise von Ryan eingeblendet, die für das genauere Verständis der Handlung sehr hilfreich waren.
Der Beginn und die Mitte der Handlung verliefen relativ ruhig. Die Welt rund um die nordische Mythologie wurde dem Leser erst einmal näher gebracht und zwischendurch schafft es Iosivoni den Lesern ein Schmunzeln zu entlocken, sei es durch das verrückte Eichhörnchen oder die allgegenwärtige Ziege Heidrun. Die Atmospäre wird dadurch aufgelockert und trotz "unspannenderen" Passagen konnte mich das Buch weiterhin zum weiterlesen ermuntern.
Das Ende war wie bereits vermutet voller Andeutungen, was im nächsten und finalen Teil passieren könnte. Fast schon flutartig haben sich die Ereignisse im letzte Kapitel überschlagen, womit man als Leser an den nächsten Teil förmlich gekettet wird, aber ich hätte mir persönlich gewünscht, das zwischendurch auch etwas mehr Spannung auftaucht.

Blair, Ryan und alle anderen Valkyren haben mir dennoch eine sehr schöne Lesezeit beschert, sodass ich hibbelig darauf warten werde, wann und vorallem wie es weitergehen wird.
Insgesamt gibt es 4,5 von 5 Sternen, und ich kann das Buch vorallem jungen Fantasylesern empfehlen, die mal etwas anderes in dem Bereich lesen wollen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Schöne Fortsetzung der Buchreihe

The Queen Will Rise
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Nach dem Cliffhanger im ersten Band, in dem Florence Scharade enthüllt wurde durch einen Attentat ihres eigenen Bruders, beginnt der zweite Band der Vampirgeschichte direkt im Gefängnis, wo Florence nach ...


Nach dem Cliffhanger im ersten Band, in dem Florence Scharade enthüllt wurde durch einen Attentat ihres eigenen Bruders, beginnt der zweite Band der Vampirgeschichte direkt im Gefängnis, wo Florence nach dem vereitelten Attentat eingesperrt wurde.
Benedict will sie nach ihrem Verrat am liebsten im Tower verenden lassen und sie aus seinem Gedächnis streichen. Aber nachdem Familie Hawthorne Benedicts Schwester entführt hatte, ist eine Zusammenarbeit zwischen Florence und Benedict unabdingbar, um das Leben seiner Schwester zu retten.

Und Marie Niehoff hat auch im Folgeband nochmal alles gegeben, um die Leserschaft zu verzaubern. Man fiebert jedem Zusammenstoß von Benedict und Florence entgegen, jeder Konfrontation und deren Auswirkungen auf die Handlung. Die Geschichte war durch das Hin- und Her deutlich emotionaler und auch dynamischer. In sich ist die Handlung schön schlüssig und ohne längere Rückblicke oder Erklärungen wird man direkt in den weiteren Verlauf gelenkt.
Vom Ende habe ich mir tatsächlich etwas mehr Dramatik erhofft und es kam mir nach den ganzen Geschehnissen etwas kurz gehalten vor.
Insgesamt hatte ich ein sehr schönes Hörerlebnis und dafür gibt es 4 von 5 Sternen.

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