romantisierte Parallelwelt
Die Legende der DevasDer Start der Fanatasysaga "Die Legende der Devas" von Jill Meier erzählt die Geschichte der Junge-Erwachsenenen Liv, die auf der Erde wohnt, aber ihre eigene Herkunft plötzlich in einem Paralleluniversum ...
Der Start der Fanatasysaga "Die Legende der Devas" von Jill Meier erzählt die Geschichte der Junge-Erwachsenenen Liv, die auf der Erde wohnt, aber ihre eigene Herkunft plötzlich in einem Paralleluniversum namens Erdem erkennt. Kurzerhand bricht sie alles auf der Erde ab und möchte ihren Ursprung kennenlernen und die Parallelwelt retten.
Dort können alle Einwohner entweder mit einem, zwei oder drei der vier Elementargeister Kontakt aufnehmen. Dies entfesselt Neid, verschiedene Klassen und Kämpfe um Gleichheit.
In dieser Welt begegnet Liv verschiedenen Weggefährten, verliebt sich und lernt die Elementargeister und deren Kräfte kennen.
Das Buch ist teilweise ein Fantasybuch, ein Coming-of-Age-Roman und eine Liebesgeschichte. Dieser Romantasy-Mix passt in meinen Augen nicht ganz zu der kämpferischen Story und den ernsteren Themen (Umgang mit Umweltthemen, Werte, Gleichberechtigung).
Die Charaktere sind häufig nicht stringent in ihrem Tun und Entscheidungen. Die meisten inkl. der Protagonistin bleiben mir fremd oder unverständlich. Die Charakterzeichnung finde ich nicht gut gelungen.
Die Storyline hat unterschiedlich schnelle Erzählrhytmen von langatmig bis sehr schnell. Irritiert haben mich manche sehr schnelle und unüberlegte Entscheidungen oder Ereignisse, über die man dann erst zwei Tage später spricht, obwohl man die ganze Zeit zusammen unterwegs ist (und der Austausch ist wichtig für den weiteren Verlauf). Die gesamte Kommunikation könnte nich einmal überarbeitet und mit dem Erzähltempo, der Sinnhaftigkeit von Informationen an entsprechenden Stellen usw. überarbeitet werden.
Der Spannungsbogen ist je nach Situation niedrig bis hoch. Die Story baut sich nicht kontinuierlich auf. Mal wird kapitelweise vuel geredet, dann viel gekämpft, teilweise scheint es ganz viel Zeit zu geben und dann wird es total hektisch. Die romantischen Szenen sind entschleunigt. Der Genremix macht die Story in meinen Augen kaputt.
Ich weiß nicht so recht, wem ich die Story empfehlen soll: Leser:innen von abenteuerlichen, fantasygeprägten Liebesromanen, vielleicht.
Den Folgeband lese ich wahrscheinlich nicht.