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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2020

Skurril und Witziger Alpenkrimi

Den letzten Gang serviert der Tod
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"Der letzte Gang serviert der Tod" von Jörg Maurer, ist der dreizehnte und schillerndste Fall mit Kommissar Jennerwein.

Noch durchzieht ein verführerisch aromatischer Duft die Restaurantküche des "Hubschmidt's" ...

"Der letzte Gang serviert der Tod" von Jörg Maurer, ist der dreizehnte und schillerndste Fall mit Kommissar Jennerwein.

Noch durchzieht ein verführerisch aromatischer Duft die Restaurantküche des "Hubschmidt's" am Rande des idyllisch gelegenen Kurorts. Doch der Raum ist ein Tatort in dem sich höchst ehrbare Bürger regelmäßig trafen. Das Opfer war ein Mitglied eines exklusiven Hobby-Hochclubs. Aber wem nützt der Tod des Feinschmeckers - dem Chefkoch, der nach dem zweiten Stern giert oder dem veganen Oberförster, der heimlich durch den Wald streift? Nebenbuhlern und Rivalen? Kommissar Jennerwein und sein Team ermitteln und entdecken Mordmotive zuhauf. Nur Jennerweins Blick fürs Wesentliche kann den wahren Täter überführen.


Jörg Maurer hat eine mit Witz und Humor untermalten Alpenkrimi geschrieben der mich gut unterhalten konnte. Zumal man wie auch Jennerwein durch einige Wendungen und Wirrungen immer wieder in die Irre geführt wird und bis zum Schluss nicht auf den Täter kommt. Einfliessende Restaurantbewertungen aber auch Jörg Maurers scharfzüngigen Charme und Humor gestalten den Krimi Obgleich ich mich dadurch gut unterhalten gefühlt haben, waren sie mir jedoch teils etwas zu ausschweifend, das mir den Lesefluss genommen hat. Die Charaktere sind in ihrer Skurilität treffend beschrieben. Der Handlungsverlauf ist gut durchdacht und Spannungsgeladen.

Auch der Schreibstil ist angenehm, spritzig und wortgewandt der sich fliessend liest.

Insgesamt ein teils zu dick aufgetragen aber trotz allem köstlicher Alpenkrimi, unterhaltsam bis zum Schluss.

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Veröffentlicht am 07.11.2020

Sanft und schöne Geschichte

Greta und das Schneckenhaus
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"Greta und das Schneckenhaus" von Andrea Wölk, ist eine sanft spannend und schöne Geschichte über die Thematik zu Hause ankommen ist da wo man Freunde hat, liebevoll illustriert. 

Als Greta mit ihrer ...

"Greta und das Schneckenhaus" von Andrea Wölk, ist eine sanft spannend und schöne Geschichte über die Thematik zu Hause ankommen ist da wo man Freunde hat, liebevoll illustriert. 

Als Greta mit ihrer Familie aufs Land zieht, beginnt sie ihre Freunde und ihr altes Zuhause zu vermissen. Von Leander ihrem besten Freund, erhält sie zum Abschied einen Wunschstein mit drei Wünschen geschenkt. Doch schon ihr erster Wunsch ist ein ganz besonderer. 

Andrea Wölk hat mit Greta und den vielen tierischen Charakteren eine einfühlsam und schöne Geschichte geschrieben. Von Anfang an kann man Gretas empfinden und den Wunsch zurück zu ihren Freunden zu kommen sehr gut nachempfinden. Ihr handeln ist kindgerecht, nachvollziehbar und auch sonst ist sie ein sehr liebenswert gezeichneter Charakter, den man schnell liebgewinnt. Die Handlung ist insgesamt sanft, baut sich angenehm spannend ohne Knalleffekte auf, die man meiner Meinung nach aber auch nicht braucht. Vielmehr ist es eine Geschichte die sich mit der Thema, zuhause und ankommen ist da wo man Freunde hat, beschäftigt das harmonisch und gut verständlich in die Handlung mit einfliesst. Noch besser gefallen hätte uns die Geschichte jedoch, wenn sie von den Wünschen und der Atmosphäre intensive. Auch die Tiere sind fast ein bisschen zu kurz ausgeführt. 


Der Wortlaut hingegen ist leicht und verständlich, die Sätze sind dem Alter entsprechend kurz und gut zu lesen. 

Aufgelockert und unterstrichen wird das Abenteuer durch vereinzelt, wunderhübsch und farbenfroh gezeichnete Illustrationen.

Eine kingerecht, sanft und schöne Geschichte mit liebevoll gezeichneten Illustrationen.

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Veröffentlicht am 05.11.2020

Unterhaltsames Drachenabenteuer

Drachentochter
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"Drachentochter" von Liz Flanagan, ist ein unterhaltsames Fantasyabenteuer, über Mut, Verrat, Zugehörigkeit, Herkunft und Ausgrenzung.

Vor langer Zeit regierten auf der Insel Arcosi Drachen und ihre Drachenreiter ...

"Drachentochter" von Liz Flanagan, ist ein unterhaltsames Fantasyabenteuer, über Mut, Verrat, Zugehörigkeit, Herkunft und Ausgrenzung.

Vor langer Zeit regierten auf der Insel Arcosi Drachen und ihre Drachenreiter die Lüfte. Doch jetzt sind es lange schon nur noch Legenden die man sich über sie erzählt. Als Milla Zeugin eines Mordes wird, wird sie plötzlich zu einer Hüterin der letzten vier Dracheneier auserkoren und zum stillschweigen gezwungen. Doch das führt unweigerlich dazu, das sie alle und alles in Gefahr bringt,
was ihr eigentlich wichtig und lieb ist.


Liz Flanagan nimmt ihre Leser von Anfang an, in eine fantastisch ausgeführte Geschichte voller Drachen und ihrer Reiter. Sie handelt von Verrat, Missgunst aber auch um Freundschaft und Mut. Schnell fühlt man sich mitten im Abenteuer, den Charakteren nahe und ist gefesselt von den ausführlich und detaillierten Beschreibungen. Besonders Milla hat durch ihr mutig, ehrgeizig und aufgeschlossenes Handelt sehr begeistert können und ist uns schnell ans Herz gewachsen.  

Der Wortlaut ist gut verständlich, angenehm und fliessend zu lesen. 

Auch wenn es als Jugendbuch angepriesen ist, liest sich die Geschichte total spannend, mitreisend und zieht auch Erwachsene in ihren Bann. 

Ein fantasievoll ausgearbeitetes Drachenabenteuer unterhaltsam und Spannend für gross und klein.

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Veröffentlicht am 05.11.2020

Satirisch und musikalische Unterhaltung

Alles schick?
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"Alles schick?" von Bernd Mannhardt, ist ein unterhaltsames Lied-Text-Büchlein mit passenden Songs zum streamen der etwas anderen Art.


Bernd Mannhard hat ein Songbook mit Audiolink zu streamen geschrieben. ...

"Alles schick?" von Bernd Mannhardt, ist ein unterhaltsames Lied-Text-Büchlein mit passenden Songs zum streamen der etwas anderen Art.


Bernd Mannhard hat ein Songbook mit Audiolink zu streamen geschrieben. Als Vorgeschichte stehen satirische Storys zu launisch, bitterbösen und garstig-schönen Songs. Hier bekommt vom Phrasendrescher, Neonazi bishin zum Corona-Leugner jeder sein Fett weg. Doch auch Dienstleister, Führungskräfte, Hundehalter und andere nervige Zeitgenossen werden von ihm aufs Korn genommen. 
„In Anbetracht der Irrungen und Wirrungen unserer Zeit wären auch doppelt so viele Songs möglich gewesen", so Mannhardt, jedoch müssten sich die Produktionskosten „im realistischen Rahmen“ bewegen. „Es ist ja eher weniger zu erwarten, dass er mit diesem Projekt seine zweite Million aufs Konto scheffeln würde. Unschön, ja, natürlich. Hat ja schon mit der ersten nicht so recht geklappt“, so aus seinem Prolog, als witzige Einlage entnommen.


Die insgesamt fünfzehn Vorgeschichten sind mit bitterbösem Humor untermalt, meist 1-2 Seiten lang und münden in überspitzte Liedtexte zum streamen und mitsingen. Viele der kurz und knappen Storys sind unterhaltsam, zum schmunzeln und lachen. Die dazugehörigen Lieder sind rhythmisch, teilweise zwar von der Melodie ähnlich klingend aber schnell animierend zum mitsingen (auch wenn man’s eigentlich gar nicht kann). Der Wortlaut ist spritzig, angenehm und zum Gesamtbild passend. 


Ein kleines Lied-Text-Büchlein der etwas anderen Art - humorvoll, witzig und mit bitterbösem Humor untermalt.
Für Jedermann der etwas Abwechslung für Zwischendurch sucht, wird satirisch und musikalisch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Nichts für schwache Nerven

Blutasche
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"Blutasche" von Sage Dawkins, ist Teil drei der Reihe in dem ein Serienmöder für schreckliche Taten sorgt.

In einem abgelegenen Strandhaus in Wales, wird bei einem nächtlich ausgebrochenen Feuer eine ...

"Blutasche" von Sage Dawkins, ist Teil drei der Reihe in dem ein Serienmöder für schreckliche Taten sorgt.

In einem abgelegenen Strandhaus in Wales, wird bei einem nächtlich ausgebrochenen Feuer eine verkohlte Frauenleiche gefunden. Ihre Glieder zu allen Seiten ausgestreckt. Anfangs geht die Polizei von einem Unfall aus. Doch Danica Hunter vom Ermittlungsteam für Serienmorde fällt nach einem Hinweis eines alten Bekannten auf, dass es weitere Brände gab, bei denen Frauenleichen in derselben Position gefunden wurden. Als Hunter und ihr Chef, Inspector Stephen Lang tiefer graben, müssen sie schockiert feststellen, dass die Morde an diesen Frauen Live ins Darknet übertragen wurden. Tausendfach wurden sie geteilt doch es kommt noch schlimmer. Denn der Killer hat bereits sein nächstes Opfer eine junge Polizeianwärterin gefunden.
Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mit seinem flüssigen Schreibstil und einem nervenaufreibenden Einstieg, nimmt Sage Dawkins seine Leser gleich zu Beginn gefangen. Man fühlt sich durch die sehr im Detail beschriebenen Taten und die bildhaft dargestellten Schauplätze dem Killer und seinen Morden sehr nahe. Teilweise hatte ich richtig Gänsehaut beim lesen, denn die begangen Taten sind wahrlich nichts für schwache Nerven. Doch obwohl mich die Handlung von Anbeginn an fesseln und mitreisen konnte, die Handlungsstränge gut durchdacht und auch der Spannungsbogen konstant straff gespannt ist, kam ich teilweise beim lesen ins stocken. Zwar habe ich die Vorgänger Bänder der Stephen Lang Reihe alle gelesen und doch konnte ich nicht immer gleich die einzelnen Charaktere und ihre Vorgeschichte richtig zuordnen. Ich hätte mir gewünscht das die ein oder andere Begegnung oder Handlung zumindest kurz Rückblickend mit einfliesst.

Ansonsten ein spannungsgeladen, fesselnd und gut durchdachter Thriller den ich jedem Thrillerfan ans Herz legen kann.

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