Keine Romantasy - aber sehr spannend
Nox - Donner und AscheAnnika, eine 18 Jährige aus Ostfriesland, gerät immer öfters ins Gefahr. Gruselige schwarze Wesen tauchen auf und versuchen die Schülerin zu verletzen. Sie hat keine Ahnung, was diese tierähnlichen Mischwesen ...
Annika, eine 18 Jährige aus Ostfriesland, gerät immer öfters ins Gefahr. Gruselige schwarze Wesen tauchen auf und versuchen die Schülerin zu verletzen. Sie hat keine Ahnung, was diese tierähnlichen Mischwesen von ihr wollen, aber Hilfe bei der Lösung wäre ganz praktisch. Nur leider hat sie da nicht mit Elias Steinbach gerechnet. Der Typ mit dem sie seit Schulbeginn ständig in temperamentvollen Diskussionen aneinander gerät. Doch er weiß mehr und auf diese Informationen kann Annika nicht verzichten, oder?
Ayleen Beekmann hat eine fantasievolle Idee geschaffen. Rein so gesehen kämpfen wir alle gegen Nox, auch wenn bei Annika das Ganze wirklich grauenvolle Ausmaße annimmt. Die Idee im Debüt der Autorin hat mich auch wirklich überzeugt – vor allem spannend ist sie und in manchen Momenten habe ich mich regelrecht gefürchtet. Es war so düster und so überraschend, wie die Protagonisten in echt gefährliche Situationen gerieten.
Was mich auch positiv beeindruckt hat, war die Teilnahme des Vaters und der Schwester von Annika im Geschehen. Oft werden Eltern ja nur belogen und alles ist ganz geheimnisvoll ihnen gegenüber. Das war zur Abwechslung mal eine erfrischende Wendung. Vor allem die Schwester ist mir sehr sympathisch. Das Verhältnis zwischen Sophie und Annika ist auch so schön, das spürt man richtig, wie stark ihre Bindung ist.
Wo ich mich unglaublich schwer getan habe, war das Miteinander zwischen Annika und Elias, und die Nebencharaktere zum Teil.
Annika ist recht taff und stark. Sie beginnt sofort damit zu trainieren um sich wehren zu können und versucht dabei ruhig zu bleiben. Leider ist Elias bis zur Hälfte des Buches ein ziemlich arroganter, unfreundlicher Typ, was mich ihn regelrecht unsympathisch finden ließ. Seine aufziehenden Sprüche sind zwar ganz cool und passen zu ihm, aber da ist kein Funken von Nahbarkeit oder Sympathie für Annika. Vor allem als ein emotionaler Umschwung angedeutet wurde, habe ich ihm lange nicht über den Weg getraut. Leider hatte diese lange Antipathie zur Folge, dass er es auch später nicht komplett raus reißen konnte. Ich wollte es, aber seine Art ist derart überheblich, dass ich ihm seine Veränderung in den Denkweisen nicht wirklich positiv ins Gewicht legen konnte. Er wirkt kalt und unnahbar, bis eine Sache erklärt wird. Danach versteht man ihn zwar besser, aber es macht ihn nicht automatisch liebevoller.
Auch die Nebencharaktere bleiben recht blass. Marleen ist zwar eine langjährige Freundin, man erfährt aber nur sporadisch etwas über sie und das sie hilft, ohne Fragen zu stellen. Ihr Freund Steven ist insofern nur praktisch, weil er immer In die Situation kommt, wenn Marleen weg muss. Genauso der Cousin von Elias oder seine Zwillingsschwester. Ich hätte mir da mehr Tiefe gewünscht. Die Personen bleiben recht farblos, was natürlich sehr das Geschehen der Nox in Mittelpunkt stellt, aber schade ist für das Umfeld.
Alles in Allem ist es vor allem ein nervenaufreibendes Debüt, dass durch düster-erschreckende Szenen besticht. Leider kommen mir die positiven Emotionen dabei zu kurz und lassen die Charaktere etwas trivial wirken.