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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2020

Die letzte Fahrt der Enora Time

Die letzte Fahrt der Enora Time
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Als junger Autor hat Andreas Gruber viele Kurzgeschichten geschrieben. Diese wurden u.a. in verschiedenen Magazinen veröffentlicht und er konnte auch einige Auszeichnungen ergattern. 2018 hat er unter ...

Als junger Autor hat Andreas Gruber viele Kurzgeschichten geschrieben. Diese wurden u.a. in verschiedenen Magazinen veröffentlicht und er konnte auch einige Auszeichnungen ergattern. 2018 hat er unter dem Titel Die letzte Fahrt der Enora Time mehrere der Kurzgeschichten aus dem Genre Science Fiction als Sammlung veröffentlicht.

Nun ist im Hörverlag die Hörbuchfassung erschienen. Das besondere an diesem Hörbuch ist, dass der Autor die Vorworte zu den einzelnen Kurzgeschichten selbst spricht. Die eigentlichen Geschichten wurden von Achim Buch gesprochen. Diese Kombination hat mir sehr gut gefallen, zumal ich den Akzent von Andreas Gruber mag.

Die Länge der Kurzgeschichten ist sehr unterschiedlich. Andreas Gruber erzählt Geschichten über Menschen, die sich ihr Wissen per Download aneignen, einen Reisenden der wegen einer Autopanne von der Autobahn fährt und dadurch der Zerstörung der Erde entgeht, einem Juden, der im Jahre 1939 eine Zeitreise buchen will, einem Raumschiff voller Soldaten mit unbekanntem Ziel und einem Weltraumreisenden, der zufällig auf eine Raumbasis stößt. Die Sammlung dieser und anderer Geschichten gefällt mir gut. Die Geschichten werden spannend erzählt und es kommt keine Langeweile auf.

Achim Buch setzt die verschiedenen Geschichten gut in Szene und verleiht selbst den Aliens hervorragend seine Stimme.

Insgesamt gefällt mir das Hörbuch sehr gut und ich vergebe 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.12.2020

Geheimnisse unter den Pyramiden Ägyptens

Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.
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Adel H. war ein ägyptischer Reiseführer. Er kam bei dem Anschlag vom 17. November 1997 vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor ums Leben. Er war an diesem Tag mit einer Schweizer Reisegruppe unterwegs.

Nun ...

Adel H. war ein ägyptischer Reiseführer. Er kam bei dem Anschlag vom 17. November 1997 vor dem Hatschepsut-Tempel in Luxor ums Leben. Er war an diesem Tag mit einer Schweizer Reisegruppe unterwegs.

Nun über 20 Jahre nach dem Tod des Ägypters berichtet Erich von Däniken, was er bei Reisen mit Adel H. von diesem erfahren hat. Erich von Däniken hat schon viele Reisen zu historischen Orten unternommen. Bei einer dieser Reisen im Jahr 1985 war Adel H. sein Reiseführer. Dieser kannte Erich von Däniken bereits durch seine Bücher, obwohl diese in Ägypten nicht veröffentlicht wurden. Am Ende der Tage haben die beiden oft noch lange zusammengesessen. Dabei erwähnte der Ägypter, dass er als 16jähriger Junge einmal eine Nacht unter der Pyramide von Sakkara verbracht hat.

In seinem Buch berichtet Erich von Däniken, wieso Adel H. damals verschüttet wurde und was er in dieser Nacht des 6. Juni 1944 erlebt hat. Die Ereignisse war so intensiv, dass Adel keine Probleme hatte sich auch nach 40 Jahren noch an jedes Detail zu erinnern. EvD gibt diese Erlebnisse bildhaft wieder. Zusätzlich erklärt er die Hintergründe zu den verschollenen Labyrinthen auf unserer Erde. Dabei verweist er auf viele historische Aufzeichnungen, die unabhängig von einander über die Labyrinthe berichten. Er ist davon überzeugt, dass sie noch immer unter dem Wüstensand existieren.

In seinem letzten Kapitel wechselt der Autor das Thema. Er belegt, dass die Medien in letzter Zeit verstärkt das Thema Ufos und Außeririsches Leben aufgreifen und dieses entgegen älteren Berichten nicht mehr nur als Spinnerei abtun. So gibt es auch Berichte von Piloten der US-Navy über ungewöhnliche Beobachtungen sowie Hinweise auf eine geheime Basis in der Antarktis. Haben die Mächtigen dieser Welt beschlossen, die Menschheit schrittweise auf einen Kontakt vorzubereiten?

Im Buch finden sich auch zahlreiche Fotos aus seiner umfangreichen Sammlung.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr informativ. Beim Lesen hat mich das Glanzpapier etwas gestört, da es das Licht der Leselampe stark reflektiert. Die Papierwahl ist aber vermutlich den zahlreichen Farbfotos geschuldet. Ich vergebe für das Buch 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.12.2020

Grimms Märchen, für die Jugend neu erzählt

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die meisten Follower im ganzen Land?
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Jeder kennt sie, die Märchensammlungen der Gebrüder Grimm. Die einst für Erwachsene gedachten Geschichten, werden in unserer Zeit bevorzugt Kindern erzählt und vorgelesen. Jacob und Wilhelm Grimm veröffentlichten ...

Jeder kennt sie, die Märchensammlungen der Gebrüder Grimm. Die einst für Erwachsene gedachten Geschichten, werden in unserer Zeit bevorzugt Kindern erzählt und vorgelesen. Jacob und Wilhelm Grimm veröffentlichten ihre Märchensammlung erstmals im Jahre 1812/1815. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie in der heutigen Zeit etwas antiquiert wirken.

Daher hat sich Schwesta Grimm die Aufgabe gestellt, diese Märchen der Jugend wieder näher zu bringen und zwar in deren Sprache. Beim Lesen der überarbeiteten Märchen wurde ich stark an Chantal Ackermann aus "Fack ju Göthe" erinnert. Sie würde sich als Sprecherin für eine Hörbuchfassung bestimmt gut machen.

Schwesta Grimm erzählt 21 der bekanntesten Märchen nach, wie z.B. Aschenputtel, Rapunzel, Frau Holle oder Dornröschen. Die Märchen werden in einer lustigen Art und Weise wiedergegeben, wobei sie leider sehr stark gekürzt wurden. Ein Märchen hat ca. 3-4 Seiten. Einige der Märchen wurden auf die heutige Zeit übertragen. So wurde z.B. aus "Der Wolf und die sieben Geisslein" das moderne Märchen "Der Gangsta und die zwei Greislein" mit den Protagonisten Shanai und ihre Großeltern aus Neuköln.

Alles in allem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich bin gespannt, wie es meiner jugendlichen Tochter gefällt. Von mir bekommt es 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Wie Kingsbridge zu seinem Namen kam

Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit
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Wir schreiben das Jahr 997. Der junge Bootsbauer Edgar bemerkt in den frühen Morgenstunden den drohenden Angriff der Wikinger. Er schafft es noch die Glocken zu läuten, um die anderen zu warnen, doch als ...

Wir schreiben das Jahr 997. Der junge Bootsbauer Edgar bemerkt in den frühen Morgenstunden den drohenden Angriff der Wikinger. Er schafft es noch die Glocken zu läuten, um die anderen zu warnen, doch als er seine Geliebte retten will, muss er mit ansehen, wie sie getötet wird. Zusammen mit seiner Familie flüchtet er und findet Unterschlupf in einem verlassenen Bauernhof.

Während Edgar ums Überleben kämpft, heiratet der Olderman die normannische Grafentochter Ragna, die nach der Hochzeit jedoch alles andere als zufrieden mit ihrer Ehe ist. Vorallem Wynstan, der Bruder ihres Gatten, macht ihr das Leben schwer.

Im Laufe der Geschichte kreuzen sich die Wege von Edgar und Ragna. Dies führt dazu, dass Edgar Gefühle für Ragna entwickelt, doch gilt seine Liebe weiterhin seiner verstorbenen Verlobten. Da er kein Bauer ist, sucht er sich andere Aufgaben und wird so immer mehr zu einem Baumeister. Währenddessen wächst die kleine Siedlung und zieht immer mehr Menschen an. Als es zu Problemen mit der Fähre kommt, wagt Edgar den Bau einer Brücke. Unterstützt wird er dabei von dem Mönch Aldred.

Ken Follett erzählt in seinem gewohnten Schreibstil, wie der Ort Kingsbridge entsteht. Dabei gibt es jede Menge Intrigen, Liebe und Hass. Tobias Kluckert gelingt es gut, den verschiedenen Protagonisten mit seiner Stimme eine Identität zu verleihen. Die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben und sie hat mir gut gefallen. Doch zwischenzeitlich hatte ich mehrmals das Gefühl, dass etwas fehlt. Das ist jedoch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die gekürzte Hörbuchfassung 14 Stunden (!) weniger hat, als die ungekürzte. Daher bin ich am überlegen, mir auch noch die ungekürzte Fassung anzuhören.

Veröffentlicht am 03.10.2020

Mein Name ist Janus, und ich will ein Spiel mit dir spielen ...

Raum der Angst
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Heutzutage gibt es so einige von ihnen. Gemeint sind Escape Rooms. Ich selbst war bisher in keinem, würde aber gern einmal mit den richtigen Leuten einen besuchen. Das Grundprinzip ist recht simpel. Mehrere ...

Heutzutage gibt es so einige von ihnen. Gemeint sind Escape Rooms. Ich selbst war bisher in keinem, würde aber gern einmal mit den richtigen Leuten einen besuchen. Das Grundprinzip ist recht simpel. Mehrere Menschen werden in einen Raum eingeschlossen und müssen durch das Lösen von Rätseln den Ausgang finden und öffnen.

So auch im "Raum der Angst". Wobei es sich hier nicht um einen normalen Escape Room handelt. Professor Andreas Zargert hat sich ein spezielles Experiment ausgedacht. Aus einer Vielzahl von Bewerbern hat er sich sieben Menschen ausgesucht, die sich nicht kennen. Sie haben sehr unterschiedliche Eigenschaften. Unter den Bedingungen eines Escape Rooms will er erforschen, wie diese Eigenschaften zum Tragen kommen. Die Teilnehmer werden in einem Bus an einen unbekannten Ort gebracht, an dem sich der bzw. die Escape Rooms befinden. Denn es gilt mehrere Räume zu durchqueren. Auf ihrem Weg zum Experiment ahnen die Teilnehmer nicht, was sie wirklich erwartet, denn der Bus wählt einen anderen Kurs und am Ziel erwartet sie Janus, der Gott der Ein- und Ausgänge und er will mit ihnen ein Spiel spielen, bei dem es um das nackte Überleben geht.
Parallel hierzu wird die Psychologiestudentin Hannah aus ihrer Wohnung entführt. Sie wacht in einem dunklen Raum wieder auf und wird zur Schlüsselfigur des "neuen" Experiments.

Marc Meller erzählt die Geschichte im Wechsel aus Sicht der Teilnehmer und aus Sicht der Polizei. Letztere wird eingeschaltet, als Professor Zargert seine Teilnehmer vermisst und ein leerer Bus gefunden wird. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Am Ende des Buches ergaben sich für mich noch ein paar Fragen, auf die ich nicht näher eingehen will, da ich sonst spoilern würde.

Insgesamt ist es aber ein spannendes Buch, das mich gut unterhalten hat. Das Ende des Buches deutet stark auf eine Fortsetzung hin, auf die ich mich schon freue. Vielleicht gibt es in diesem auch einen Rückblick, der meine Fragen klärt.

Nach dem Lesen des Buches muss ich nochmal darüber nachdenken, ob ich wirklich in einen Escape Room will. ;)