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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2020

Da wurde der Agent doch wieder zum langweilgen Vertreter

Sweet Little Lies
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Dein Mann ist ein Loser. Er ist langweilig, selten zu Hause, der Sex ist scheiße. Also beendest du die gerade mal ein Jahr langanhaltende Beziehung und löst die Verlobung. Schließt die Türe hinter dir ...

Dein Mann ist ein Loser. Er ist langweilig, selten zu Hause, der Sex ist scheiße. Also beendest du die gerade mal ein Jahr langanhaltende Beziehung und löst die Verlobung. Schließt die Türe hinter dir und dann macht es boom.

So hat sich Betty die Trennung von ihrem Verlobten Thom definitiv nicht vorgestellt. Dieser ist doch gerade mal wieder auf Geschäftsreise und so wäre alles schnell und sauber über die Bühne gegangen.

Nun wird sie aber über ihn ausgefragt, entführt und verwirrt wie sie ist, weiß sie nicht wo ihr der Kopf steht. Sie ist doch nur mit einem langweiligen Versicherungsgutachter zusammen. Aber weit gefehlt. Sie muss feststellen das ihr Ex in Wirklichkeit ein Geheimagent ist und hinter ihm ein Haufen Kollegen mit Tiernamen.

So wurde durch ein Mitglied im Team Verrat begangen und man wollte Wolf-Thom tot sehen. Betty wäre dann der Kollateralschaden gewesen. Aber es kam anders als gedacht und nun erfährt sie die Wahrheit.

Bis hierhin war das Buch auch richtig gut. Ich musste herzlichst lachen als Betty ihren Ex am liebsten tot sehen wollte. Er verplappert sich in einer Tour. Vom bewusst schlechten Sex, versteckten Geld, dem Versuch unterm Radar zu bleiben. Klar das man dann noch nach einem Augenblick des fast Sterbens etwas neben der Spur ist und nicht sehr freundlich bleiben kann.

Thom bedauert in einer sehr rationalen Art und Weise alles was geschehen ist und seine Erklärungsversuche sind schon recht amüsant. Aber wenn dieser kleine Disput zwischen den beiden nachlässt und Betty mit ins Team geholt wird um sich selbst zu verteidigen und zu helfen, verliert das Buch von jetzt auf gleich sehr viel an Gutes.

Zu viele Kampfszenen, zu langatmige Kapitel, Sex den man weniger genau beschreiben hätte können. Das Buch beginnt stark und verliert dann an voller Kraft. Viagra für 5 Minuten und wer drüber hinaus geht, der erwartet nur noch eine mittelmäßige Leistung.

Die Kapitel sind mit 10% und mehr schon recht umfangreich, so dass man schonmal mehr Zeit einplanen muss, da innerhalb der Kapitel keine Abschnitte sind, wo man so wirklich pausieren kann. Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber die Dialoge wiederholen sich und die Geschichte trat für mich auf der Stelle.

Charakter sind neben der Hauptstory im Buch das Wichtigste, sie geben dem Ganzen die Essenz. Thom ist zwar am Anfang noch recht lustig so unbeholfen und zugleich selbstsicher er von Fettnapf zu Fettnapf reinspringt, lässt aber nach, wenn der Profi durchkommt und bleibt im Ganzen blass.

Betty will ihn verlassen, weil er langweilig ist. Dann, weil er sich belogen hat. Dann ist er auf einmal sooooooooooo toll. Der Wechsel in so kurzer Zeit war mir etwas zu heftig und sie wirkt wie die Verzweifelte die sonst keinen abbekommt (da sie von sich selbst sagt ihr Übergewicht nehme ihr da jede Chance).

Der Rest ist nicht erwähnenswert.

So haben wir eine Geschichte wo der Anfang die Trennung symbolisiert, dass Gespräch (mit viel Potential zum Lachen), das Nachdenken, die Wendung, das große und sehr spektakuläre Ende (nein keine Spoiler hier).

Leider hat mich nur das Gespräch sehr gut abgeholt. Der Teil alleine wäre fünf Sterne wert. Aber das was danach folgt ist leider nur noch Sex, Kämpfen, wiederholende Dialoge und unzureichende Geschehnisse. Schade um ein Buch was sehr viel mehr Potential hatte und dies nicht auszufüllen wusste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2020

Leider eine Enttäuschung

Nur eine Liste
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Die Bewertung fällt mir hier echt schwer. Es kommt selten vor, dass ich ein Buch kurz vorm Ende abbreche, aber genau das ist hier passiert. Bei 72% meines E-Books musste ich es leider abbrechen.

Worum ...

Die Bewertung fällt mir hier echt schwer. Es kommt selten vor, dass ich ein Buch kurz vorm Ende abbreche, aber genau das ist hier passiert. Bei 72% meines E-Books musste ich es leider abbrechen.

Worum geht es? Eine High-School, 9-12 Klasse, in einem kleinen Ort irgendwo in Amerika. Jedes Jahr wird eine Liste veröffentlicht, wo dass schönste und das hässlichste Mädchen jeder Stufe der Schule draufsteht. Also vier hübsche und vier weniger hübsche.

Somit lernen wir direkt mal acht Charaktere kennen, welche auf der Liste stehen. Dabei ist „hässlich“ keine klassische Definition. Eine steht einfach jedes Jahr drauf. Eine weil sie einen unschönen Charakter hat.

So hat jedes Mädchen für sich eine Belastung zu tragen. Die auf der negativen Seite der Liste werden gemobbt, die auf der positiven Seite setzen sich nun unter Druck der mitgeführten Verpflichtung diesen Platz wert zu sein.

Das eines der Mädchen sich nun in eine Hungersucht bewegt wundert da nicht. Eines der unschönen beginnt einen Racheplan aushecken, der ehrlich gesagt einfach nur noch widerwärtig ist.

Alles in allem habe ich aber das Problem gehabt, das alle Mädchen zu wenig Charakter und Tiefgang mit sich gebracht haben. Ich habe den Überblick verloren wie es auf den großen Schulball zuging, wer darauf Lust hat und wer nicht. Wer auf welcher Seite der Liste steht und wer wie damit umging.

Das führte dazu, dass nach der Hälfte des Buches einfach keine Spannung mehr aufkam und die Geschichte einfach nur noch unglaubwürdiger wurde und mir zu sehr ins negative ging.

Ich würde das Buch niemanden empfehlen, schon gar nicht einen Teenager. Leider ist das Cover noch schlechter als das Buch, es ist einfach nur billig und fade und mehr als die beteiligten Namen zeigt es einfach nicht. Hier hätte man die Liste als Cover besser präsentieren können.

Veröffentlicht am 07.12.2020

Schwache zusammengemixte Geschichte mit einem Mädchen welches erwachsen werden will

Nur ein Tag
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Nur ein Tag, ist eines dieser Bücher, welches alles richtig gut machen möchte und dann daran ziemlich scheitert. Die Liebesgeschichte ist nicht gelungen, die Entwicklung von Allyson ist zweifelhaft und ...

Nur ein Tag, ist eines dieser Bücher, welches alles richtig gut machen möchte und dann daran ziemlich scheitert. Die Liebesgeschichte ist nicht gelungen, die Entwicklung von Allyson ist zweifelhaft und von den schönen Städten Europas erfährt man nur das weder jeder amerikanische Tourist eher online aufgeschnappt hat als es selbst zu erleben. Aber kommen wir erstmal zum Buch.

Wir lernen Allyson kennen. Das kleine liebe Mädchen, welches alles macht, was Mutti will. Immer schön brav lernen, nie schwänzen, kein Alkohol, keine Wiederworte, alle Hobbys lässt sie sich vorgeben usw. Da hat Mutti sich mal so richtig schön die Tochter zurecht dressiert. So wird der Einserschülerin vorm Start an der Uni eine Rundreise durch Europa geschenkt. Aber keine wo man selbst was von den Ländern sieht, sondern eine wo jederzeit Betreuer dabei sind und schauen das man sich eins a benimmt. Das macht sie natürlich auch. Zusammen mit ihrer besten Freundin Melanie, die nur Mel genannt werden will, lernt sie die eine oder andere Stadt kennen und dass ein oder andere Museum, aber nichts von den Ländern und den Menschen fernab von der Kinderbetreuung.

Am letzten Tag in London, bevor es am nächsten Tag in den Flieger geht, bekommt die Gruppe aber Freigang und da treffen sie auf eine Straßenaufführung von einem Theaterstück von Shakespeare. Dort lernt sie Wilem kennen, den Niederländer der immer on Tour ist. Sie erzählt ihm, dass der Ausflug nach Paris wegen der Flugstreiks gestrichen wurde und sie sehr traurig darüber sei. Er schlägt daher vor, dass sie doch spontan für eine Nacht rüberfahren können. Morgens hin und am nächsten wieder zurück. Da Allyson nicht mehr das süße kleine Mädchen sein will, sagt sie dem zu und heißt ab sofort Lulu. Lulu ist taff und rebellisch. Melanie bleibt in London und ist das Alibi, welches dafür sorgt, dass nichts davon rauskommt. In Paris gibt es dann ein Treffen mit einer Frau in einem Nachtclub, Allyson merkt das hier nicht alles ganz koscher ist übernachtet mit Wilem in einem verschlossenen Künstlerhaus. Dort haben die beiden dann Sex und am nächsten Morgen ist sie allein. Kein funktionierendes Handy, Koffer in nem ihr unbekannten Club, kein Geld mehr und enttäuscht über beide Ohren. Doch sie kann sich aus der Situation retten und kommt zurück nach Hause, ohne das dort jemand ahnt was in Paris vorgefallen ist. Doch für sie ändert es alles. Den Wilem geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und verläuft auch ihr Medizinvorstudium nicht so wie erwartet.


An dieser Stelle müsste ich noch mehr schreiben, würde die Geschichte aber zu sehr spoilern. Kurzgefasst, die Uni läuft nicht besonders, Wilem geht ihr nicht aus dem Kopf und sie entschließt ihn zu suchen.

Spoilerabschnitt Beginn:



Sie merkt an der Uni das sie sich nicht mehr von Mutti bemuttern lassen will, dass sie Lulu super fand und krempelt ihr Leben um, nachdem ihre Noten extrem schlecht wurden. In Europa geht sie ein Jahr später auf die Suche nach Wilem und erfährt Dinge, die sie lieber nicht gewusst hätte.



Spoiler Ende.


Was haben wir hier nun? Schwer zu sagen. Ein Mädchen was nicht mehr Muttis Liebling sein will. Was Sex hatte und nun verliebt ist. Rebellische Spätpubertierende Phasen durchlebt und meint von den USA nach Europa zu wollen und wenn dafür die Uni leiden muss. Eine Mischung aus Liebesroman, Teeniedrama, Entwicklungsroman und ein bisschen Städtebesichtigung. Von allem etwas, aber eben nichts Ganzes.

Das Buch ist wegen seiner leichten Sprache sehr schnell gelesen und die Geschichte flieg durch ihr persönliches Jahr geradezu durch. Und genau hier ist mein Problem. Alles geht zu schnell und gleichzeitig zu zäh voran. Im ersten Abschnitt in Europa verliebt sie sich und pimpert mit nem Fremden, um dann die ganze Studienzeit über depri zu sein. Normal ist das Verhalten nicht. Dann sieht sie wie alle Leute um sie herum frei und unabhängig sind und cool und sie nicht, also ist sie in der Zwangslage das auch zu machen. Aber die Art wie sie es angeht ist mir einfach zu weit hergeholt und macht die Geschichte einfach zu unsympathisch. Im ganzen Buch habe ich einfach keinen Draht zu ihr gefunden und wie sie dann alles dafür tut, um nach Europa zu kommen, dass war mir einfach zu weit hergeholt. Ihr Verhalten vor Ort war dann ebenfalls recht unnormal und nachdem sie dann Stück für Stück erfährt was der Kerl für ein Gigolo ist, lässt sie einfach nicht locker und will ihn dennoch wiederfinden. Nein, ich verstehe es nicht und bin mir nicht mal sicher ob ich den zweiten Teil lesen will, obwohl es aus seiner Sicht vielleicht etwas mehr Bodenständigkeit haben könnte.

Veröffentlicht am 22.11.2020

Der Autor hat sich in seinen Realitäten verzettelt

Zeitrausch (2). Spiel der Zukunft
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Was muss ich leider immer wieder feststellen, dass der zweite Teil in Dilogien oder Trilogien der schwächere im Vergleich zum ersten Teil ist.

Auch so habe ich mich durch diesen Teil einfach nur durchgeschleppt, ...

Was muss ich leider immer wieder feststellen, dass der zweite Teil in Dilogien oder Trilogien der schwächere im Vergleich zum ersten Teil ist.

Auch so habe ich mich durch diesen Teil einfach nur durchgeschleppt, was ich sehr schade fand, da mich letztes Jahr der erste Teil so wahnsinnig von sich überzeugt hat.

Das Buch spielt nur kurze Zeit nach dem ersten Teil und in Alisons Realität ist keine Zeit vergangen. So wundern sich die Eltern natürlich über die Veränderung ihrer Tochter. Die sich in die Naturwissenschaften reinkniet, extrem abnimmt bis sie nur noch Haut und Knochen ist, einen Hindernissparcour im Wald hinterm Haus aufbaut und beschließt die Schule nur noch im nötigsten Fall zu besuchen und für die Abschlussprüfung. Hier möchte ich direkt mal sagen: Ernsthaft? Also so bescheuert kann kein Elternteil sein, sein Kind so einen Mist durchziehen zu lassen. Vor allem wenn die Tochter dann noch aussieht, als würde man sie verhungern lassen und das Jugendamt in der Schule nachfragen wird warum diese nicht mehr dorthin kommt, egal wie gut die Noten sind oder nicht.

So ist für sie das tägliche Training im Wald wo sie lernt Tiere zu fangen, welche Pflanzen sie essen kann und Selbstverteidigung für sie immens wichtig. Denn sie hat eine Mission. Sie weiß das sie in 1.5 Jahren in die Zukunft geholt wird um dann bei der Show „Top The Realities“ teilzunehmen. Da sie bereits von Kay weiß, dass sie sein Scout ist und ihm alles beibringen wird, hält sie sich nun ran. Und so viel Zeit ist das natürlich nicht bis dahin, da geht natürlich auch kein Schulbesuch mehr.

So kommt nach einem größeren Sprung der besagte Zeitpunkt und sie muss auf ahnungslos machen und überrascht, als wüsste sie nicht was los ist. Denn wir erfahren, dass sie im ersten Buch in der elften Staffel der Show war, dies aber nun die erste ist und somit muss sie auf ahnungslos und dumm machen. Und das kann sie verdammt gut.

Umso schlimmer ist es, dass sie ihre Fassade gegenüber Kay nicht halten kann. Der junge Mann hält nichts davon eine Frau als Scout an seine Seite zu bekommen. Was soll ihm denn ein Weibsbild helfen, welche Kleider trägt und nur Socken stopfen kann. Er weiß zu dem Zeitpunkt noch nichts von der Zukunft und das er dann Alison schon kennen wird und sie nun ihn schon kennt. So empfindet er auch nicht das für sie wie sie für ihn. Kaum ist er im Bild, schon kniet sie sabbernd vor ihm um ihn zu sagen wie sehr sie ihn liebt, metaphorisch gesprochen. Denn sie muss sich ja zurückhalten und ist dann beleidigt wie ein kleines Kind das er sie als solches bezeichnet und sie nicht ernst nimmt. Geschweige sie nicht attraktiv findet. Das stößt ihr natürlich richtig auf. Gerade diese Szene wird noch sehr oft am Anfang folgen, weil Alison nicht begreift das Kay sie nicht kennt und nicht die Erinnerung an sie haben kann. Hier merkt man auch wie dumm sie ist und die Situation nicht über ihre Gefühle stellen kann.

So wird der Auftrag der beiden versaut und es scheint als wäre alles verloren. Bis hierhin ist es sogar noch recht interessant geschrieben, da sind wir bei etwa 25% und nun lässt das Buch einfach nur noch nach.

Kay verschwindet, Alison ist alleine und die große Verwirrung der Zeitreisen beginnt. Zwar wird in der Show von Ethik gesprochen und das in der jeweiligen Zeit keine Zeitsprünge möglich wären, aber es passiert genau das. Kay verschwindet, kommt wieder, ist eine andere Vision von sich. Alison zweifelt an allem und an sich, anstatt zu kämpfen. Die Realitäten wechseln wie Leute die Unterwäsche und niemand ist mehr in der Lage allem zu folgen.

So hätte man im ersten Teil mit einem Blatt Papier, Stift und zwei Zeitschienen noch alles erklären können. Hier sieht es aus wie das Bus- und Straßenbahnnetz der KVB in Köln, keine Chance da durchzublicken, außer man ist der Autor selbst.

So war dieser große Teil des Buches einfach nur nervig. Alison ist der verliebte kleine Wauwau der Sitz macht und kommt nicht dazu ihrer Mission nachzukommen Kay zu lehren wie man überlebt.

Die Liebesgeschichte dazwischen hat was von: jungen Mädchen schwärmt etwas hinterher was nicht so wirklich sein soll. Kay zeigt zwar später Gefühle aber auch hier wirkt es nicht wirklich echt.

Die Verworrenheit der Zeiten, Orte und Personen der Sendung welche noch mitmischen wird immer mehr und irgendwann ist man nur noch gewollt abzubrechen. Bei mir war es bei 69% bald soweit. Dann stellte ich Gott sei Dank fest, dass das E-Book nur 77% Story hat und dahinter eine weitere Buchempfehlung ist.

Der dritte Teil steht im Schrank, werde diesen aber höchstens im kommenden Jahr (nur noch ein Monat bis dahin) oder im Drauffolgenden Jahr lesen.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Schlechter als der erste Teil

Das Labyrinth jagt dich
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Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Teil an. Man kann sagen, sie kommen aus dem Portal, sind wieder alle verteilt und weiter geht’s.

Es sind jedoch nur noch fünf Jugendliche, da bereits zwei ...

Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Teil an. Man kann sagen, sie kommen aus dem Portal, sind wieder alle verteilt und weiter geht’s.

Es sind jedoch nur noch fünf Jugendliche, da bereits zwei Tore passiert worden sind.

Die Erinnerungen, die Verbindungen werden bei den Jugendlichen immer mehr präsent und stärker in den Vordergrund gestellt.

Das große Hauptthema, neben den Toren und der Aufarbeitung des Gedächtnisschwundes, ist aber, dass untereinander Paare entstanden sind. Die Kids kämpfen ums Überleben, die Hormone und das Adrenalin ist ganz weit oben und schon wird von Liebe gesprochen. So ist es auf einmal wichtiger für alle, dass der Partner heil durch das nächste Tor kommt und die eigene Haut ist uninteressant.

Hier hört dann das Verständnis für mich auf. Jeder Mensch hat einen Überlebensinstinkt und versucht erstmal seine eigene Haut zu retten. Das Eltern sich für ihre Kinder opfern würden, dass kann ich noch verstehen, aber Teenager die keine Ahnung von richtiger Liebe haben, sich erst seit paar Tagen kennen wollen sich gegenseitig opfern. Unglaubwürdig.

So gibt es auf der zweiten Ebene des Kapitels natürlich nur noch vier Leute, da ja vorher nur fünf Tore da sind. Hier spielen wir in einer Zukunftsparallelwelt wo sich eine Person aus der Gruppe sofort „zu Hause“ fühlt. Leider war gerade hier, wo die Spannung gut aufzubauen möglich war, dies nicht passiert und es war ein rumgeschleiche in einer Stadt und einfach nicht mehr.

Leider nimmt die Geschichte einfach immer mehr an Unfug zu und spätestens, wenn man die toten Mitglieder sieht, wird es etwas übertrieben. Insoweit es für die Geschichte überhaupt noch machbar ist.

Die ich auch eine sehr gute Fantasie besitze, so unheimlich schwer viel es mir, das Ganze bildlich vor Augen zu sehen. Die Kulissen, die Städte, die Szenerien. Sie waren mir zu schwach und zu unbedeutend beschrieben. So dass es für mich weiterhin wie Ratten auf einem festen vorgegeben Weg waren, der nicht mal gut erklärt wird.

Hier nach habe ich mich endgültig entschieden gehabt, auf den dritten und letzten Teil zu verzichten.