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Madame_Lilli-Marleen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2020

Sportlich, spannend und eiskalt

Frostgrab
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Nach 10 Jahren erhält Milla eine Einladung in die französischen Alpen. Hier trifft sie ihre alten Snowboard Freunde von damals wieder. Der Schauplatz ist ein Gasthaus auf einem Gletscher. Doch wer hat ...

Nach 10 Jahren erhält Milla eine Einladung in die französischen Alpen. Hier trifft sie ihre alten Snowboard Freunde von damals wieder. Der Schauplatz ist ein Gasthaus auf einem Gletscher. Doch wer hat die Clique hierher eingeladen? Und warum ist kein Personal im Gasthaus und der Lift funktioniert auch nicht mehr. Völlig abgeschnitten von der Außenwelt müssen sich die ehemaligen Freunde mit ihrer Vergangen auseinandersetzen. Wer hat Saskia getötet?

Die Story ist sehr spannend geschrieben. Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich immer ab. Die Kapitel enden meist mit einem Cliffhänger, so dass man immer weiter lesen will.

Nicht ganz so gut hat mir gefallen, dass so ausführlich auf das Snowboarden eingegangen wird. Hier fallen viele Fachbegriffen ("Es wirft dich aus deinem Spin sobald du grabst.") Das kann für nicht Snowboarder teilweise ganz schön anstrengend sein beim lesen.

Sonst hat mir das Buch gut gefallen. Auch wenn ich als Thriller Fan schon ziemlich schnell darauf gekommen bin, wer die Freunde dort oben festhält.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Putzige Einschlafhilfe

ministeps: Wenn kleine Kinder müde sind
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"Wenn kleine Kinder müde sind" ist ein kleinkindgerechtes Pappbuch, dass helfen kann, ein Einschlafritual zu schaffen. Auf jeder Seite ist ein anderes Kind in einer anderen Situation schlafend abgebildet. ...

"Wenn kleine Kinder müde sind" ist ein kleinkindgerechtes Pappbuch, dass helfen kann, ein Einschlafritual zu schaffen. Auf jeder Seite ist ein anderes Kind in einer anderen Situation schlafend abgebildet. Das finden Kinder sicherlich witzig. Ein kurzer Reim begleitet das Bild. So kann man vorlesen und erzählen miteinander verbinden. Die Abbildungen sind groß genug, aber lassen auch Spielraum für kleine Details. Am spannendsten ist sicherlich das Schlussbild, welches sich über zwei Seiten erstreckt. Darauf können die Kleinen, die anderen Kinder durch die Zimmerfester beim schlafen beobachten.
Da es ein Pappbuch ist mit schönen dicken und festen Seiten, ist es schon für ganz kleine Hände zum selbstständigen Blättern geeignet. Schön sind auch die glitzernden Elemente auf dem Cover.

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Déjà vu

Verräterisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 10)
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Wow, es ist bereit der 10. Fall für den sympathischen Rechtsmediziner Leon Ritter, der immer wieder grausame Mordfälle in der malerischen Umgebung der Provence lösen muss.

So auch diese mal. Im beschaulichen ...

Wow, es ist bereit der 10. Fall für den sympathischen Rechtsmediziner Leon Ritter, der immer wieder grausame Mordfälle in der malerischen Umgebung der Provence lösen muss.

So auch diese mal. Im beschaulichen Ferienort Lavandou an der Côte d`Azur wird eine grausam zugerichtete Frauenleiche ohne Kopf aufgefunden. Der Mörder muss schnellst möglich gefasst werden, denn der Präsident ist auf den Weg. Und dann verdichtet sich der Verdacht, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte.

Ich war etwas zwiegespalten bei der Lektüre. Ich fand es wieder wunderbar, wie der Autor einen in das Leben in Südfrankreich eintauchen lässt. Die Gerüche, Geräusche, die französische Lebensart, all das wird wieder so gut beschrieben. Ich fühle mich immer bei der Lektüre gleich heimisch und freue mich, die alten Bekannten im Bistro wieder zu treffen. Doch leider sind mit die Charaktere nicht nur vertraut, auch die Handlung an sich, scheint immer wieder nach demselben Muster abzulaufen. So als hätte Remy Eyssen sich eine Mustervorlage geschaffen, die er nun jedes Jahr mit etwas anderen Worten füllt. Der Fall läuft immer gleich ab, auch das Ende ist nicht wirklich überraschend. Wenn man noch keinen anderen Band gelesen hat, ist dies ein wirklich ausgesprochen spannender Thriller, aber für die Stammleserschaft wir es langsam etwas eintönig.

Das Buch würde ich auf jeden Fall denen weiterempfehlen, die noch nicht in die Reihe eingestiegen sind oder noch nicht alle Fälle gelesen haben, denn ich mag Leon Ritter und die Einheimischen von Lavandou sehr, auch wenn sich manches wiederholt. Die Bücher sind für mich der perfekte Einstieg in den Sommer.

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Veröffentlicht am 26.07.2023

Schicksale verschmelzen an der Cote d `Azur

Nachts erzähle ich dir alles
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Léa ist frisch von ihrer Partnerin getrennt. Sie flieht vor ihren verdrängten Gefühlen nach Südfrankreich. Hier hat ihre Familie ein Haus und sie selbst schon viele Sommer ihrer Kindheit dort verbracht. ...

Léa ist frisch von ihrer Partnerin getrennt. Sie flieht vor ihren verdrängten Gefühlen nach Südfrankreich. Hier hat ihre Familie ein Haus und sie selbst schon viele Sommer ihrer Kindheit dort verbracht. Doch bereits am Abend ihrer Ankunft trifft sie auf Alice, ein junges Mädchen, welches gelegentlich das Haus aufsucht. Sie ist sofort von ihr eingenommen und freut sich auf weitere Begegnungen. Dazu wird es aber nicht kommen, denn bereits am nächsten Tag ist das Mädchen tot. Émile, der ältere Bruder der verstorbenen, taucht wenig später bei Léa auf und erzählt ihr, dass sie schwanger war und Léa die Letzte war, die sie gesprochen hat. Nun hofft er auf Antworten.

Die Geschichte beginnt mit diesem tragischen Ereignis. Daraus entwickelt sich eine Suche nach Antworten. Es werden wahnsinnig viele Themen angesprochen, Schwangerschaftsabbrüche, moralische Fragen, Verdrängung, verpasste Gelegenheiten, Selbstbestimmung und Begehren.

Das Buch geht eher langsam und ruhig mit diesen großen Themen um. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildhaft und lockern es immer wieder auf.

Besonders hat mir gefallen, wie die Generationen mit einander umgehen. Man sieht die Unterschiede, wie sie sich verschiedenen Themen nähern und zueinanderfinden müssen. Nicht immer gelingt dies.

Das Buch ist sehr einfühlsam, aber ich hatte das Gefühl, dass es manchmal nicht ganz genau zu wissen schien, wo die Reise eigentlich hingehen soll.

Trotz des schweren Themas, würde ich das Buch durchaus als Sommerlektüre denjenigen empfehlen, die genug Muße haben, sich auf das langsame Tempo des Buches einlassen zu wollen.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Für das Urlaubsfeeling zwischendurch

Gelegenheiten
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Ja, Gelegenheiten sollte man ergreifen, wenn sie sich einem bieten. So griff ich auch bei erster Gelegenheit zu diesem Buch. Schon weil mich das schlichte Cover und der Titel sofort angesprochen haben. ...

Ja, Gelegenheiten sollte man ergreifen, wenn sie sich einem bieten. So griff ich auch bei erster Gelegenheit zu diesem Buch. Schon weil mich das schlichte Cover und der Titel sofort angesprochen haben. Doch worum geht es? Klara ist Anfang 30 und hat schon ziemlich viel erreicht im Leben. Einen sehr gut bezahlten Job, eine tolle Wohnung, Champagneremfänge und Designerklamotten sowie einen festen Partner. Doch eigentlich wollte sie das alles gar nicht. Sie möchte viel lieber Schriftstellerin werden und in einem kleinen Häuschen in der Provence leben. Irgendwann macht sie Nägel mit Köpfen, verlässt ihren Freund, kündigt ihren Job und mietet sich in einem Häuschen in Südfrankreich ein.
Von da an helfen ihr sehr viele Zufälle, dass ihr Traum sich erfüllt.

Das Buch liest sich recht flüssig und hält wunderschöne Landschaftsbeschreibungen parat, die einen das französische Lebensgefühl wunderbar widerspiegeln.

Ich habe mich dennoch etwas gelangweilt. Die Protagonistin hadert zwar oft mit ihrer Entscheidung, aber irgendwie läuft immer alles glatt. Es fehlt etwas die Spannung und die Story plätschert, wenn auch vor schöner Kulisse, so vor sich hin.

Aber wer solch ein wohlfühl Buch gerade braucht, der ist bei diesem Roman genau an der richtigen Adresse. Einfach mal die Seele baumeln lassen, alles wird gut!

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