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Veröffentlicht am 29.05.2025

Frau der 60 er Jahre

Teddy
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Teddy, eine Diplomatengattin, die versucht ein glamouröses Leben mit ihrem Mann David in Rom im Jahr 1969 aufzubauen. Dabei erzählt sie in der Ich- Perspektive sowohl die gegenwärtigen als auch vergangene ...

Teddy, eine Diplomatengattin, die versucht ein glamouröses Leben mit ihrem Mann David in Rom im Jahr 1969 aufzubauen. Dabei erzählt sie in der Ich- Perspektive sowohl die gegenwärtigen als auch vergangene Ereignisse mit ihrem Mann, vorherigen Liebschaften und familiäre Gegebenheiten bis sie die Vergangenheit einholt und Teddy Entscheidungen treffen muss.

Ich muss ehrlich sagen, dass Teddy es mir etwas schwer gemacht hat. Teddy ist ein präsenter und starker Charakter und dennoch konnte ich keinen richtigen Zugang zu ihr finden. Sie wirkte auf mich etwas unnahbar und naiv. Die Erzählungen waren auch teilweise etwas langatmig, obwohl ich über das Leben der Frauen in den 60er Jahren, die Abhängigkeit von Männern, viel erfahren habe. Heute kaum noch nachvollziehbar, und dennoch so unglaublich spannend und fesselnd.

Die Handlung an sich ist eher ruhig, zwar ist von Anfang an klar, dass etwas einschneidendes passiert sein muss, aber ich hatte keine Ahnung wohin sich die Story entwickelt und was geschehen ist. Nach und nach nähert man sich beim Lesen einem großartigen Finale, dass mich dann begeistern konnte.
Ich hätte mir allerdings schon früher spannendere Aspekte gewünscht, sodass ich mich mehr auf das Ende hätte vorbereiten können.

Interessant sind auch die politischen Aspekte, die in die Story einfließen, was auf eine intensive Recherche der Autorin hinweist. Die Zeit war geprägt von Skandalen und Intrigen, nicht minder mehr oder weniger als heute und auch jagten Frauen nach einem Schönheitsideal. Parallelen, die auch heute noch unsere Zeit widerspiegeln.

Insgesamt für mich ein Buch, dass in seinen Erzählungen etwas komprimierter hätte ausfallen können und mit einem interessanten Ende überrascht.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Kurzweiliger Roman über Freundschaft und ein gemeinsames Ziel

Das Glück läuft, wohin es will
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Nachdem ihr Mann sie für eine Jüngere verlassen hat, beschließt Hannah im Alkohlrausch sich für einen Marathon anzumelden, obwohl sie übergewichtig und noch nie gelaufen ist. Natürlich scheitert sie zunächst ...

Nachdem ihr Mann sie für eine Jüngere verlassen hat, beschließt Hannah im Alkohlrausch sich für einen Marathon anzumelden, obwohl sie übergewichtig und noch nie gelaufen ist. Natürlich scheitert sie zunächst kläglich, aber lernt dann Cassie und Malika kennen, die das gleiche Ziel verfolgen. Leider haben die drei nur 12 Wochen Zeit um für den Marathon zu trainieren. Die drei freunden sich an und jede einzelne hat ihr Päckchen zu tragen. Außerdem trifft Hannah noch auf Steve mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hat....

Meine Meinung: Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt. Wir lernen Malika, Hannah und Cassie kennen und erfahren von ihrem Leben und ihren Problemen. Hannah, die mit 48 von ihrem Mann verlassen wurde, Cassie, die kurz vor der Hochzeit steht, aber keine Kinder möchte und Malika, die durch einen tragischen Verkehrsunfall eine Freundin verloren hat und mit der Situation überhaupt nicht klarkommt. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und dennoch verfolgen alle das gleiche Ziel: den Marathon. Das ist sicherlich eine schwierige Aufgabe und doch raufen sich die drei zusammen, bilden einen Laufclub und animieren sich gegenseitig.

Die Autorin hat es durch den leichten und flüssigen Schreibstil geschafft, mich schnell durch das Buch zu bringen. Das Buch ist humorvoll, hält aber auch viele Emotionen bereit. Tatsächlich wollte ich auch wirklich erfahren, ob es Hannah schafft, den Marathon zu beenden. Der Gedanke etwas zu wagen und sich ein Ziel zu setzen, fand ich eine wunderbare Vorstellung. Auch die "massage", dass jeder das schaffen kann, was er sich vornimmt, fand ich sehr schön.
Allerdings hätte ich mir eher gewünscht, dass noch mehr Aspekte vom Laufen eine Rolle spielen. Hier und da war mir das Buch vielleicht etwas zu problembehaftet und dazu aber nicht tiefsinnig genug. Dennoch beschreibt das Buch Freundschaft und gemeinsamen Halt. Ein wichtiger Aspekt in unserem Leben! Auch beschreibt es, dass jeder sein Glück finden kann, in jedem Alter!

Fazit: Das Buch ist eine kurzweilige Lektüre, die man gut zwischendurch lesen kann. Ein Roman über Freundschaft und Liebe. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 3,5 von 5⭐

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Geschichte aus der Sicht einer Katze

Das Geschenk eines Regentages
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Der Roman "Das Geschenk eines Regentages" von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa aus dem S. Fischer Verlag beschreibt die Geschichte von Miyu, die an einem verregneten Frühlingstag einen kleinen Kater ...

Der Roman "Das Geschenk eines Regentages" von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa aus dem S. Fischer Verlag beschreibt die Geschichte von Miyu, die an einem verregneten Frühlingstag einen kleinen Kater am Straßenrand findet und bei sich aufnimmt. Der Kater Chobi lebt sich schnell ein und geht auf Streifzüge, wo er andere Katzen und den Hund John sowie die Geschichten der Nachbarn kennenlernt.

Meine Meinung: Das Buch berichtet auf nur 255 Seiten in 4 Kurzgeschichten über 4 unterschiedliche Katzen und 4 unterschiedliche Frauen, die noch auf der Suche nach dem Glück ihres Lebens sind. Der Leser erfährt einiges über das Schicksal der Frauen und wie jede von ihnen zu einer Katze gefunden hat, die ihrem Leben eine neue Wendung gibt.

Ich hatte bislang noch kein Buch eines japanischen Autors gelesen, war allerdings überrascht. Der Schreibstil ist sehr einfach, passt jedoch durch die poetische Sprache sehr gut zum Inhalt des Buches. Die jeweiligen Geschichten werden sowohl aus der Perspektive der Katze als auch der Frauen geschildert und so bekommt der Leser ein inniges Verhältnis zu beiden.

Die einzelnen Geschichten haben mich sehr aufgewühlt. Der Leser erfährt viel über die einzelnen Schicksale der Protagonistinnen und es ist beeindruckend welchen Einfluss die Katzen auf die Gefühlswelt der Frauen haben. Sie helfen den Protagonistinnen zu neuem Lebensmut, spenden Trost und ebnen Freundschaften. Das Buch zeigt schlichtweg, wie bereichernd es ist, ein Tier zu haben.

Ich fand es auch erfrischend, die Welt einmal aus Katzensicht geschildert zu bekommen, allerdings wirkten die Dialoge für mich doch sehr menschlich. Außerdem war es für mich schwierig mich in die japanische Kultur hineinzuversetzen, da die Mentalität und die Umgangsformen der Japaner mit unserer Lebensweise nicht vergleichbar sind, sodass ich doch in manchen Situationen den Kopf geschüttelt habe. Leider endet das Buch dann noch mit dem Einfluss von Übersinnlichem, was mir etwas zu viel war.

Insgesamt dennoch ein sehr interessantes Buch und wirklich mal eine Lektüre, die ich bislang noch nicht gelesen habe. Ich spreche daher ein Leseempfehlung für Katzenliebhaber aus und vergebe 3,8 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.12.2020

leichter Liebesroman

Wenn du bei mir bist
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"Wenn du bei mir bist" war mein erster Roman der Autorin Renée Carlino.

Inhalt: Die junge Journalistin Kate wittert ihre große Chance, als der geheimnisvolle, öffentlichkeitsscheue Multimillionär R.J. ...

"Wenn du bei mir bist" war mein erster Roman der Autorin Renée Carlino.

Inhalt: Die junge Journalistin Kate wittert ihre große Chance, als der geheimnisvolle, öffentlichkeitsscheue Multimillionär R.J. Lawson endlich einem Interview zustimmt. Kaum auf seinem idyllischen Weingut in Napa Valley angekommen, lernt sie den attraktiven Arbeiter Jamie kennen, und die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Doch nach einer märchenhaft romantischen Woche ist Jamie plötzlich verschwunden, und Kate muss sich fragen, wer der Mann, der ihr Herz stahl, eigentlich wirklich ist.

Meine Meinung: Ich kann vorab sagen, dass mir der Roman gut gefallen hat. Dies lag insbesondere an dem Schreibstil der Autorin, mit dem sie das Setting in den Weinbergen absolut liebevoll dargestellt hat. Die beiden Protagonisten Kate und Jamie fand ich sympathisch, Kate mit ihrer tolpatschigen Art und Jamie mit seinem besonderen Charme. Beide ergänzten sich daher sehr gut.

Schade fand ich, dass die Handlung für mich sehr vorhersehbar war und die Liebesgeschichte etwas zu schnell verlief. Ich hätte mir diesbezüglich etwas mehr Spannung und Tiefgang gewünscht. Vor allem, da sich Kate ja schließlich nur ein paar Tage auf dem Weingut befand. Auch war der Mittelteil des Buches eher langatmig. Tatsächlich passiert im Mittelteil leider nichts. Vielmehr kommt erst zum Ende noch einmal richtig Spannung auf und die Story nimmt einen Verlauf, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Allerdings war die Geschichte aus meiner Sicht dann nicht mehr "rund".

Fazit: Insgesamt eine schöne Liebesgeschichte mit leichten Schwächen, aber dennoch lesenswert. 3,5/5 Sternen

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Gutes Buch, aber kein Psychothriller

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Edie und Heather sind in der Kindheit beste Freundinnen, doch dann trennen sich ihre Wege aufgrund eines einschneidenden Ereignisses. Nach vielen Jahren steht Heather nun wieder vor Edies Tür. Edie ist ...

Edie und Heather sind in der Kindheit beste Freundinnen, doch dann trennen sich ihre Wege aufgrund eines einschneidenden Ereignisses. Nach vielen Jahren steht Heather nun wieder vor Edies Tür. Edie ist schwanger und lässt Heather wieder in ihr Leben. Was will Heather und was ist damals wirklich passiert?

Meine Meinung: Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt, aus Heathers Sicht in der Vergangenheit und aus Edies Sicht in der Gegenwart. Schnell wird klar, dass sich zwischen den damals besten Freundinnen etwas schreckliches abgespielt hat, sodass die beiden keinen Kontakt mehr hatten. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut gezeichnet und es tatsächlich geschafft, dass ich mit Heather in der Vergangenheit und mit Edie in der Gegenwart Mitleid hatte. Das Verhalten beider in der Vergangenheit war völlig konträr zur Gegenwart.

Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Die Autorin schafft es eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und durch die Wechsel der Perspektiven jeweils endend mit einem Cliffhanger die Story interessant zu halten. Ich wollte unbedingt wissen, was damals geschehen ist und ob Edie es schafft nach ihrer postnatalen Depression wieder ins Leben zurückzufinden.

Dennoch war das Buch für mich kein wirklicher Psychothriller. Die Story erinnert mehr an ein Drama und es fehlten mir für die Kategorie "Psychothriller" die Spannungselemente. Vielmehr war es eine tragische Geschichte zweier Frauen, die aufgrund der Ereignisse aus der Jugend versuchen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Die Story beinhaltet Tragik, Verzweiflung und die Hoffnung auf einen Neuanfang.

Insgesamt sicherlich ein gutes Buch, aber eben kein Psychothriller.

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