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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Strandläufer
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In Wenningstedt ist Flohmarkt und dieser darf natürlich nicht ohne Mamma Carlotta stattfinden! Sie entrümpelt das Haus und versucht wirklich alles zu verkaufen, was noch irgendwie brauchbar aussieht. ...

In Wenningstedt ist Flohmarkt und dieser darf natürlich nicht ohne Mamma Carlotta stattfinden! Sie entrümpelt das Haus und versucht wirklich alles zu verkaufen, was noch irgendwie brauchbar aussieht. Schwiegersohn Erik, Kriminalhauptkommissar auf Sylt, entdeckt am Nachbarstand ein Bild, das aus einem Kunstraub stammt. Damals konnte er den Täter nicht dingfest machen. Hat Wirt Tove etwas damit zu tun? Allerdings bieter er das Bild für wenig Euros an, obwohl es Unsummen wert ist. Doch dann ist Erik von diesem Fall abgelenkt: ein berühmter Talkmaster wird in seiner Kampener Villa ermordet aufgefunden. Zeitgleich taucht ein Fremder auf, der Mamma Carlotta den Kopf verdreht. Hat er vielleicht etwas mit dem Mord zu tun?

Mamma Carlotta ist mal wieder in Höchstform. Sie mischt auch hier wieder munter bei den Ermittlungen mit und damit die Insel Sylt auf. Diese Frau muß man einfach mögen! Und ihre Ermittlungstechniken sind mal wieder vom Feinsten. Sie tappt wieder in diverse Fettnäpfchen und begibt sich dadurch im typischen Carlotta-Stil auch in gefährliche Situationen. Der Spannungsbogen ist auch in diesem, nun bereits achten Band der Serie, von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung da und wird konstant gehalten. Man ist sofort wieder heimisch auf Sylt und mitten drin in der Familie, die mittlerweile schon einen Freundesstatus haben dürften. Wie bereits erwähnt ist dies nun schon der achte Teil einer Serie. Man kann ihn jedoch unabhängig von den anderen Büchern lesen, für den Fall an sich spielt es keine Rolle. Die Personen werden hier gut noch einmal vorgestellt, nicht zu viel und nicht zu wenig, genau so, daß der Kenner der Serie sich nicht langweilt und der Neuling trotzdem einen guten Überblick bekommt. Allerdings ist die Entwicklung der Charaktere im Privatbereich natürlich von Buch zu Buch fortgeschrieben. Und man würde doch gewaltig etwas verpassen, wenn man die anderen Bände nicht liest...

Als Abschluß des Buches gibt es Rezepte aus Mamma Carlottas Küche. Ich kann nur empfehlen, die Fleischbällchen in Tomatensoße unbedingt mal zu probieren. Echt lecker!

Veröffentlicht am 04.03.2017

Empfehlung

Der Hexenschwur
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Familie Bonner, bestehend aus Vater Johann, Mutter Franziska und den Kindern Magdalena und Benjamin will trotz des 30jährigen Krieges von Wellingen zurück in die alte Heimat Eichsfeld ziehen. Vor 17 Jahren ...

Familie Bonner, bestehend aus Vater Johann, Mutter Franziska und den Kindern Magdalena und Benjamin will trotz des 30jährigen Krieges von Wellingen zurück in die alte Heimat Eichsfeld ziehen. Vor 17 Jahren mußten Johann und Franziska von dort fliehen, da Franziska der Hexerei bezichtigt wurde. Doch die Reise verläuft nicht ohne Probleme. Zunächst erkranken Franziska und Benjamin schwer, dann werden sie von Soldaten überfallen. Gerettet werden sie von zwei Schweden, die sie sogar mit in ihr Lager nehmen und Franziska behandeln. Der schwedische Arzt und Magdalena verlieben sich ineinander. Doch aufgrund des Krieges sind sie eigentlich Feinde...."

"Der Hexenschwur" ist wunderbar realistisch. man merkt hier deutlich, daß die Autorin akribisch recherchiert hat und sich gut an die Fakten hält. Sie hat einen wunderbaren Schreibstil, flüssig, den Leser gefangen nehmend und bildlich. So kann man sich alles sehr gut vor Augen führen, man erlebt alles hautnah mit. Auch vermittelt sie auf sehr gute Weise den damaligen Aberglaube, der einfach aus Unwissenheit entstand. Die Sprache ist hier klar und verständlich, so daß man dies Buch ohne Stockungen lesen kann. Es spielt hierbei auch keine Rolle, ob man die ersten beiden Bände der Serie kennt oder nicht. Man kommt hier auch ohne Vorwissen sehr gut zurecht, da die Geschichte hier eigenständig ist und man sehr gut in die Handlung eingeführt wird. Die Charaktere sind von Anfang an gut und klar beschrieben, so daß man keinerlei Probleme hat, ihre Handlungen und Denkweisen nachzuvollziehen.

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Das Reich des Teufelsfürsten
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Acht Jahre sind vergangen, und Vlad ist in dieser Fortsetzung von "Der Teufelsfürst" zurück in seiner Heimat. Zehra von Katzenstein, seine Geliebte, und sein Sohn Carol leben in den Karpaten in den Mauern ...

Acht Jahre sind vergangen, und Vlad ist in dieser Fortsetzung von "Der Teufelsfürst" zurück in seiner Heimat. Zehra von Katzenstein, seine Geliebte, und sein Sohn Carol leben in den Karpaten in den Mauern eines Klosters. Dort wartet Zehra auf Vlad, doch dieser will zunächst gegen seine Feinde kämpfen um dann eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu können.

Zur gleichen Zeit leben in Ulm Sophia und Utz von Katzenstein. Beide haben sich nicht mehr viel zu sagen. Utz geht als Kaufmann viel auf Reisen, während Sophia mit ihrem Leben unzufrieden ist. Utz trifft eine Entscheidung, die für alle eine große Bedeutung erlangen wird.

Auch hier hat Silvia Stolzenburg wieder gezeigt, wie gut sie als Autorin ist. Der Schreibstil ist herrlich flüssig. Sie schafft es, daß man das Buch eigentlich nur kurz in die Hand nehmen möchte und dann einfach nicht mehr davon los kommt. Die Spannung ist auch hier wieder so greifbar, daß es fast knistert. Sie beschreibt alles sehr anschaulich und detailgetreu. Egal was sie beschreibt, man sieht es automatisch genau vor Augen. Egal, ob es das damalige Leben war oder die Foltermethoden von Vlad, es läuft wie ein Film im Kopf ab. In diesem Buch werden erfundene und reale Charaktere miteinander verwoben und sehr gut dargestellt. Man erkennt wundervoll die einzelnen Charaktereigenschaften. Das Personenregister ist hier sehr hilfreich, denn dort erfährt man, welche Personen tatsächlich gelebt haben.

Für mich eine absolute Empfehlung, man sollte jedoch zuerst "Der Teufelsfürst" lesen, denn die Geschichte baut stark auf dem ersten Teil auf.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Genial

Überwiegend fabelhaft
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Nina und ihre Tochter Marie haben sich nun in Wiestal eine Heimat aufgebaut. Sie haben Freunde gefunden, fühlen sich wohl und Ninas Modelabel "Zwiebellook", daß sie zusammen mit den Dorfschnepfen führt, ...

Nina und ihre Tochter Marie haben sich nun in Wiestal eine Heimat aufgebaut. Sie haben Freunde gefunden, fühlen sich wohl und Ninas Modelabel "Zwiebellook", daß sie zusammen mit den Dorfschnepfen führt, floriert. Und zwar dermaßen, daß Nina sich entschließt, einen Assistenten einzustellen, damit ihr Privatleben nicht leidet. Doch dann kommt es knüppeldick: Ihre Stammkunden stornieren einer nach dem anderen ihre Bestellungen, so daß es um Zwiebellook nicht mehr gut bestellt ist. Durch den Hinweis einer reuig zurückgekehrten Kundin erfährt Nina, daß Plagiate ihrer Ware per Internet im Umlauf sind. Und nicht nur das: auch Teile aus der bisher unveröffentlichten Ware der nächsten Saison stehen bei "Lagenlook" bereits zum Verkauf. Irgendjemand scheint hier Spionage zu betreiben. Bloß wer?

Dieses Buch ist einfach herrlich! Der Schreibstil ist total flüssig, es liest sich (leider viel zu) schnell. Besonders witzig ist der fränkische Dialekt, der hier bis ins kleinste Detail niedergeschrieben ist. Aber keine Sorge - man versteht ihn! Überhaupt ist hier alles richtig originell dargestellt. Die Dorfgemeinschaft mit ihren einzelnen Charakteren, bei der jeder seine Ecken und Kanten hat, das Dorfleben - alles ist wundervoll realistisch dargestellt. Man lebt förmlich mit in dieser Dorfgemeinschaft. Man liebt sie einfach alle und taucht förmlich in der Geschichte mit ein.

Das Buch selbst ist sehr liebevoll gestaltet. Was mit dem auffälligen Cover, daß sich vom "Einheitsbrei", der heute üblich ist, doch angenehm unterscheidet, beginnt, setzt sich im Buch selbst mit den Kapitelüberschriften fort. Jedes Kapitel beginnt mit einem Wetterfrosch, der je nach Gefühlslage in diesem Kapitel schönes oder schlechtes Wetter vorhersagt. Die Wettervorhersage darunter vermittelt in humoristischer Art eine kleine Zusammenfassung dessen, was den Leser in diesem Kapitel erwartet.

Mit dieser Fortsetzung der Wiestaler Geschichte, die sich auch ohne Vorkenntnisse lesen läßt, ist dem Autorenduo Fanny Wagner und Carolin Birk ein genialer Streich gelungen!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Ein Muß für jeden Hundehalter

Spielverhalten bei Hunden
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In diesem Buch steht ein ganz wichtiges Thema für Hunde im Mittelpunkt: Spielen. Denn entgegen mancher Meinung, ist das Spielen mit Artgenossen für Hunde ein unbedingtes Muß! Mechthild Käufer hat hier ...

In diesem Buch steht ein ganz wichtiges Thema für Hunde im Mittelpunkt: Spielen. Denn entgegen mancher Meinung, ist das Spielen mit Artgenossen für Hunde ein unbedingtes Muß! Mechthild Käufer hat hier ein Standardwerk über das Spielverhalten bei Hunden geschrieben. Sie behandelt Themen wie Spielkommunikation, warum Hunde spielen, wie sie spielen, was das Spiel mit dem Besitzer über die gegenseitige Beziehung aussagt und wann aus Spiel bitterer Ernst wird. Und dies Wissen vermittelt sie in absolut verständlicher, leicht lesbarer Weise, so daß wirklich jeder aus dem Buch lernen kann. Durch die wundervollen Farbfotos kann man hier die Körpersprache der Hunde nicht nur durch den Text erlesen, sondern auch direkt anhand der Bilder sehen, was gemeint ist. Aus diesem Buch kann wirklich jeder noch etwas lernen, egal ob er Hundeanfänger ist oder, so wie ich, schon seit über 30 Jahren Hunde um sich hat.

Ein Standardwerk, daß in jeden Hundehaushalt gehört!