Platzhalter für Profilbild

Erdbaerchen

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Erdbaerchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Erdbaerchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Besser als erwartet

Unsere allerbeste Zeit
0

Diesmal durfte ich "Unsere allerbeste Zeit" bei Jellybooks vorab lesen. Ich dachte eigentlich an einen etwas humorvolleren Roman. Allerdings spricht Gaby Hauptmann in diesem Buch nicht ganz unwesentliche ...

Diesmal durfte ich "Unsere allerbeste Zeit" bei Jellybooks vorab lesen. Ich dachte eigentlich an einen etwas humorvolleren Roman. Allerdings spricht Gaby Hauptmann in diesem Buch nicht ganz unwesentliche Probleme an.

Katja wird von ihrer besten Freundin Doris darauf hingewiesen, dass es ihrer Mutter nicht allzu gut gehen dürfte. Sofort macht sie sich auf den Weg von Hamburg nach Stuttgart. Dort trifft sie allerdings nicht nur auf ihre demente Mutter, sondern auch auf neue Herausforderungen. In ihrem Job muss sie sich beweisen, ihr Bruder ist auf einmal spurlos verschwunden und was ihren Jugendfreund Heiko betrifft herrscht hier Gefühlschaos.
Ich kam mit dem Schreibstil super zurecht. Man liest das Buch sehr schnell, obwohl es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt. Allerdings sind einem die Charaktere bald schon sehr sympathisch und die Neugierde, wie es denn mit Katjas Problemen weitergeht, lässt einem das Buch nicht aus der Hand legen. Besonders witzig fand ich auch ihre Einstellung zum Parken. Das erinnerte mich ein wenig an mich selbst. 🙈

Manchmal wird es sogar ein wenig philosophisch. Mein liebstes Zitat:

"Es ist leicht, mit dem Daumen ein Insekt zu töten. Aber auch das ist ein Leben und hat Recht auf ein Leben. Die Gedankenlosigkeit der Menschen, die treibt mich um."

Man darf sich nicht zu viel erhoffen, dann wird man auch nicht enttäuscht.

Fazit: Ein liebenswürdiger Roman für zwischendurch mit einer starken Frau.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2020

Amüsante Lektüre für zwischendurch

Zorn - Vom Lieben und Sterben
0

Der zweite Fall von Zorn und Schröder.
In diesem ermitteln die beiden Hauptkommissare gemeinsam gegen einen Mörder, der der Reihe nach Jugendliche aus einer Clique eiskalt ermordet.

Ich fand diesen Teil ...

Der zweite Fall von Zorn und Schröder.
In diesem ermitteln die beiden Hauptkommissare gemeinsam gegen einen Mörder, der der Reihe nach Jugendliche aus einer Clique eiskalt ermordet.

Ich fand diesen Teil noch witziger als den ersten. Wenn es allerdings um die Mordfälle geht bleibt die gewünschte Spannung und Ernsthaftigkeit natürlich keinesfalls auf der Strecke. Allerdings nehmen sich die beiden Kommissare auch hier wieder gegenseitige aufs Korn. Besonders Zorn bekommt endlich auch mal sein Fett weg. Es gab einige Stellen, an denen ich mich vor Lachen kaumhalten konnte. Und dann noch die Lyric-Einblendungen bestimmter Lieder. Zum Brüllen!
Allerdings sind nicht nur die Morde sehr grausam. Zorn und Schröder zeigen diesmal auch ihre gefühlvolle Seite.
Was mir an den Büchern nicht so gut gefällt ist, dass die Kapitel nacheinander gleich direkt anschließen. Ich hab es lieber, wenn die Kapitel auf einer neuen Seite beginnen und es nicht quasi in einer Wurst geschrieben ist.
Fazit: Leichte witzige Lektüre für zwischendurch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2020

Ein echter Pageturner

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
0

Die App von Arno Strobel stand seit der XL-Leseprobe von Lovelybooks auf meiner MUST-READ Liste. Genauso spannend wie die Leseprobe war dann schließlich auch das Buch. Ein wahrer Pageturner.

Um was geht ...

Die App von Arno Strobel stand seit der XL-Leseprobe von Lovelybooks auf meiner MUST-READ Liste. Genauso spannend wie die Leseprobe war dann schließlich auch das Buch. Ein wahrer Pageturner.

Um was geht es denn eigentlich?
Hendrik und Linda sind begeistert von ihrem neuen Haus, das mit einem Smart-Home-System ausgestattet ist. Doch kurz vor ihrer Hochzeit verschwindet Linda spurlos. Alles deutet daraufhin, dass sie sich freiwillig vom Acker gemacht hat. Doch das will Hendrik nicht glauben und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stellt er fest, dass Smart-Home doch nicht so zuverlässig und sicher ist.

Der Einstieg in das Buch fiel mir total leicht. Die Handlung hat sogleich Fahrt auf- und den Leser vollends in Besitz genommen. Immer wieder lernt man neue Charaktere kennen und mit ihnen steigt auch das Misstrauen. Bald schon habe ich persönlich niemandem mehr vertraut und jedes Mal innerlich geschrien, wenn Hendrik allen von seinen neuesten Erkenntnissen berichtet hat.
Ich gebe dem Buch einen Stern abzug, da ich selbst bald schon eine Vermutung hatte, die sich am Ende dann tatsächlich als richtig erwies. Diese Vorhersehbarkeit fand ich etwas schade.

Arno Strobel sprach in diesem Buch zwei ernste Themen an, für die man sich vielleicht mal einige Minuten Zeit nehmen und etwas genauer darüber nachdenken sollte. Zum Einen wäre das das Thema "Smart-Home". Ich persönlich war davon ja noch nie so wirklich angetan, bin jetzt auch nicht sehr technik-affin. Zudem man heutzutage ja bereits sowieso ein gläserner Mensch ist, Dank Internet und Smartphone. Als ich dann selbst bei einer Schulung miterleben durfte wie leicht es tatsächlich ist, solche Systeme zu hacken, war ich erstmal schockiert und bestätigte nur, davon die Finger zu lassen.
Ganz entkommen kann man dieser Überwachung ja leider ohnehin nicht. Da müsste man sich wohl ein Steinzeittelefon und ein mind. 20 Jahre altes Auto zulegen.
Das zweite Thema möchte ich hier allerdings nicht spoilern. Ihr werdet es selbst am Ende erfahren. Hier möchte ich euch nur noch den Tipp geben: Lest bitte unbedingt die Danksagung.

Fazit: Mitreißender Thriller mit ernsten Hintergedanken.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2021

Das ganze Leben ist eine Ermittlung

Kein Entkommen
0

Katja Sands erster Fall.
Zwei Tote. Beide traumatisiert. Was sie verbindet? Die Marine. Mord oder Selbstmord?

Was spannend und mit einem bitteren Beigeschmack begann, sodass man das Buch beinahe schon ...

Katja Sands erster Fall.
Zwei Tote. Beide traumatisiert. Was sie verbindet? Die Marine. Mord oder Selbstmord?

Was spannend und mit einem bitteren Beigeschmack begann, sodass man das Buch beinahe schon aus der Hand legen möchte, flachte bald etwas ab. Erst erfährt man so einiges über Katjas Privatleben. Dann endlich die erste Leiche. Die Ermittlungen gehen eher zäh voran. Immer wieder unterbrochen von Katjas privaten Problemen, die jedoch nicht überhand nehmen. Im Fokus steht bis zum Schluss die Aufklärung der beiden Selbst-/Mordfälle. Zwischendurch wird der Leser immer wieder mit einem Kindheitstrauma geschockt. Man fragt sich lange wer denn wohl dahinter steckt.
Die Spannung steigt erst so richtig, wenn man an den letzten 100 Seiten angelangt ist. Und dann verfliegt die Handlung wie im Nu. Ich kam mir bei dem gesamten Buch vor, als würde ich in einem Hochgeschwindigkeitszug sitzen. Kaum habe ich begonnen zu lesen, war auch schon wieder alles vorbei. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Fragen offen blieben. Allerdings möchte der Autor natürlich auch zum Weiterlesen der Serie animieren. Ob ich jedoch mehr mit Katja erleben möchte? Wohl eher nicht. Dafür waren wir uns zu distanziert, was womöglich auch an dem emotionslosen Schreibstil des Autors liegen mag.

Fazit: Auftakt einer Trilogie ohne Suchtpotenzial.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2021

Schwach

Der Bewohner
0

Unser Protagonist ist diesmal, ganz untypisch, ein gesuchter Serienmörder, der sich auf seiner Flucht in ein Reihenhaus verschanzt. Bald schon findet er heraus, dass die Dachböden mehrerer Häuser angrenzen ...

Unser Protagonist ist diesmal, ganz untypisch, ein gesuchter Serienmörder, der sich auf seiner Flucht in ein Reihenhaus verschanzt. Bald schon findet er heraus, dass die Dachböden mehrerer Häuser angrenzen und er sich so von Nachbar zu Nachbar bewegen kann, um seine Grundbedürfnisse zu stillen. Ganz besonders angetan ist er von der hübschen Colette. Doch bevor er sich seiner Leidenschaft hingibt, möchte er sie noch leiden sehen.

Was mir gut gefiel waren der leichte Schreibstil und die kurzen Kapitel. So kam man schnell voran, obwohl sich die Spannung eher in Grenzen hielt. Für mich war es bis zum Schluss kein Thriller. Eher ein Unterhaltungsroman. An einigen Stellen konnte ich mir sogar das Lachen nicht verkneifen, ging es doch um einen gesuchten Serienmörder. Da Psychopathen für mich immer in Verbindung mit hoher Intelligenz stehen, war ich von unserem Protagonisten oftmals schwer enttäuscht. Wie kann ein so dummer und tollpatschiger Mann morden ohne jemals überrumpelt zu werden?
Unrealistisch fand ich es auch ein wenig, dass er plötzlich Gefühle für seine vorgesehenen Opfer entwickelt. Psychopathen können doch keine Gefühle empfinden?!
Den inneren Dialog mit seiner zweiten Persönlichkeit fand ich anfangs noch ganz witzig, am Ende leider nur noch ermüdend.
Fazit: Die Idee, einmal aus Sicht eines Serienmörders zu schreiben, fand ich sehr originell, konnte meinen Anforderungen jedoch nicht gerecht werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere