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Veröffentlicht am 22.01.2021

Wow, ein Buch ohne Kalorienzähler!

Essen gut, alles gut
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„Essen gut alles gut“ wurde von Dr. Heike Niemeier geschrieben. Sie zeigt darin auf, in welcher Weise unser Wohlbefinden und unsere Nahrung einander unterstützen können. Wie wichtig sind Ballaststoffe ...

„Essen gut alles gut“ wurde von Dr. Heike Niemeier geschrieben. Sie zeigt darin auf, in welcher Weise unser Wohlbefinden und unsere Nahrung einander unterstützen können. Wie wichtig sind Ballaststoffe und was verstehen Fachleute unter dem Inhalt der Nahrungsmittel? Was bringen die vielen Diäten und hat der absolute Verzicht wirklich einen Nutzen für den Körper? Nicht nur fundiert und anschaulich sondern für jeden Laien verständlich, beantwortet die Autorin sämtliche Fragen rund um Ernährung und Ernährung.

Es gibt mittlerweile sehr viele Ernährungscoachs. Seien es die Sendungen im TV oder Rundfunk, oder die „Frauenzeitschriften“ sowie Bücher. Aber dieses „Essen gut alles gut“ ist erfrischend anders. Die Autorin verteufelt weder Fett noch Zucker. Sie hebt nicht den Zeigefinger oder zieht die Stirn kraus, wenn sie von „Ausrutschern“ bei der Nahrungsaufnahme berichtet. Sie zeigt fachlich fundiert und dennoch leicht verständlich, wie unsere Organe mit guten Nährstoffen gefüttert werden können. Sie erklärt den Sinn von Blutuntersuchungen und erklärt die Werte. Zudem gibt sie Tipps zum Abwechslungsreichen Essen und sogar schmackhafte Rezepte kann der Leser nach kochen. Die Reihenfolge besteht in der Aufzählung der Zutaten, die benötigten Utensilien aus der Küche und die genaue Erklärung der Zubereitung.

Das Buch ist ein Nachschlagewerk für alle, die sich mit der gesunden Nahrung beschäftigen wollen. Beispiele aus der Praxis runden das lehrreiche Buch ab und diese sorgen für Abwechslung bei wissenschaftlichen Erläuterungen. Fünf Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 09.01.2021

Frau Link beeindruckt mich immer wieder

Ohne Schuld
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Kate Linvilles ist auf dem Weg zu ihrer neuen Arbeitsstelle. Sie sitzt in einem Zug und plötzlich wird sie nicht nur Zeugin eines Mordanschlages. Nein, sie rettet auch das Opfer vor dem sicheren Tod. Dass ...

Kate Linvilles ist auf dem Weg zu ihrer neuen Arbeitsstelle. Sie sitzt in einem Zug und plötzlich wird sie nicht nur Zeugin eines Mordanschlages. Nein, sie rettet auch das Opfer vor dem sicheren Tod. Dass nur zwei Tage nach diesem Abenteuer eine junge Frau nur sehr knapp einen Mordanschlag überlebt, das bringt die Ermittlerin zunächst nicht in einen Zusammenhang. Beide Frauen kennen sich nicht und auch in ihrer Vergangenheit finden sich keine Schnittpunkte. Eigenartig ist allerdings, dass bei den Mordanschlägen eine identische Pistole benutzt wurde.

Es ist das dritte Buch von Frau Link, bei dem Kate die Hauptrolle einnimmt. Aber auch dieser Band kann unabhängig von den ersten Folgen gelesen werden. Schon zu Beginn wird Spannung aufgebaut und das hält sich auch eine Weile. Obwohl bereits viele Seiten vor dem Ende klar wird, wer die Mordanschläge verübte nimmt die Spannung nicht ab. Hier stellt sich die Frage, warum die Hauptpersonen so handelten und wie die Ermittler ihnen auf die Schliche kamen.

Was mir bei den Büchern von Frau Link besonders gefällt, das sind die Charaktere. Die sind so fein ausgearbeitet und immer wieder einzigartig. Keine Hauptperson gleicht der anderen und das Hinterfragen der Gründe für die Handlung sind schlüssig und nachvollziehbar. Dazu kommt auch, dass hier kein Dolmetscher tätig sein muss, wobei es zuweilen Fehler bei der Übersetzung gibt. Fünf Sterne und eine Leseempfehlung gibt es von mir. Auch freue ich mich jetzt schon auf die weiteren Bücher rund um Kate Linvilles.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Die perfekte Lektüre für die Vorweihnachtszeit

Weihnachten im Norden
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„Weihnachten im Norden“, so heißt der Titel des schmalen Buches. Hier gibt es acht Geschichten rund um Weihnachten und zwischen den Jahren 1949 und 2020. Also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fängt es an ...

„Weihnachten im Norden“, so heißt der Titel des schmalen Buches. Hier gibt es acht Geschichten rund um Weihnachten und zwischen den Jahren 1949 und 2020. Also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fängt es an und auch Weihnachten in Zeiten von Corona ist dabei. An den Jahreswechsel 1978, der hier ebenfalls erwähnt wird, kann ich mich noch sehr gut erinnern. Auch wir waren damals auf einer verschneiten Autobahn unterwegs.

Neben den bildhaft geschilderten Erlebnissen rund um Weihnachten, gibt es auch noch zwei wunderschöne Gedichte, die auf das Fest einstimmen. Das Buch ist wirklich die ideale Lektüre für die Adventszeit. Aber wer sie so wie ich nach dem Jahreswechsel liest, wird sich der besonderen Stimmung nicht entziehen können. Bei dem ebenfalls erwähnten Rezept lief mir das Wasser im Munde zusammen und ich werde es mit Sicherheit bald ausprobieren. Das Buch ist mein erstes Highlight des Lesejahres 2021. Fünf Sterne plus und eine Leseempfehlung gebe ich sehr gerne

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Franz Kafka ganz privat

Milena und die Briefe der Liebe
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Milena Jesenska lebt in Prag. Sie studiert Musik und ist die Tochter eines erfolgreichen Kieferchirurgen. Gerne trifft sie sich mit Künstlern ihrer Heimatstadt und dabei begegnet sie dem jungen Franz Kafka. ...

Milena Jesenska lebt in Prag. Sie studiert Musik und ist die Tochter eines erfolgreichen Kieferchirurgen. Gerne trifft sie sich mit Künstlern ihrer Heimatstadt und dabei begegnet sie dem jungen Franz Kafka. Der hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei ihr, obwohl sie zunächst den Literaturkritiker Ernst Pollak heiratet.

„Milena und die Briefe der Liebe“ ist ein Roman, der auf Tatsachen beruht. Alle hier erwähnten Akteure lebten tatsächlich und etliche Briefe existieren immer noch. Es ist für mich immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn ich romanhafte Biographien über verstorbene Künstler lese. Aber nur dann, wenn die Autoren genau recherchierten. Den Menschen Kafka so kennenzulernen, wie von der Autorin Stephanie Schuster vorgestellt, war für mich beeindruckend. Frau Schuster hat dazu auch noch die Lebensweise zur Zeit des Romans, es war das Jahr als er begann, sehr gut dargestellt. Juden wurden schon verfolgt und Väter sowie Ehemänner hatten Macht über Töchter und Ehefrauen. Wie schwer war es für jene, sich durchzusetzen und Freiheit zu erkämpfen, die wir bis heute genießen dürfen. Das Buch ist spannend und in ansprechendem Stil geschrieben. Im Anhang schreibt die Autorin, welche Quellen ihr als Grundlage dienten und was aus Milena später wurde. Fünf Sterne und eine Leseempfehlung gebe ich sehr gerne.

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Veröffentlicht am 06.01.2021

Historie spannend verpackt

Immer der Fremdling
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Max Anderson ist ein Spezialist, wenn es um Computerspiele geht. Aber mit diesem Abenteuer rechnete er absolut nicht. Zumal es für dieses Spiel noch keine Regeln gibt und es sich eigentlich auch noch in ...

Max Anderson ist ein Spezialist, wenn es um Computerspiele geht. Aber mit diesem Abenteuer rechnete er absolut nicht. Zumal es für dieses Spiel noch keine Regeln gibt und es sich eigentlich auch noch in der Testphase befindet. Aber gut, Max beginnt und schon nach wenigen Minuten findet er sich im Jahr 1471 wieder. Sofort erzeugt er Misstrauen bei den Menschen. Sie wundern sich nicht nur über seine fremdartige Sprache. Ja, und dann ist da noch die Burg Hanstein mit Ritter Werner von Hanstein, der gegen seine Feinde antreten muss. Und der ahnungslose Max mitten im Geschehen.

Die Autorin Annette Oppenlander besuchte vor Jahren die thüringische Burg Hanstein und dabei kam ihr die Idee für einen Roman. Dieser beruht auf Tatsachen. Ritter Werner Hanstein und sein Bruder „der lahme Hans“, lebten tatsächlich. Die Atmosphäre des Burglebens und jenes der „Untertanen“ beschrieb Frau Oppenlander mit viel Humor und noch mehr Fakten. Ich fand mich förmlich in den dunklen und nasskalten Kammern der Armen wieder und auch die imposante Burg hatte ich vor Augen.

Nicht nur mir als Großmutter gefiel das Buch sehr gut. Auch unser Enkel mit seinen 12 Jahren las es gerne und war begeistert. Ihn interessierten dabei weniger die Fakten des mittelalterlichen Lebens. Er freute sich darüber, dass er eine spannend Lektüre genießen konnte.

Ein faktenreiches Buch, welches nicht nur junge Leser beeindrucken wird. Fünf Sterne sind hier mehr als verdient und ich freue mich auf die Fortsetzung der Geschichte.

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