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Veröffentlicht am 10.01.2021

Toller Einblick in vergangene Zeiten

Zeitenzauber
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Worum geht’s?
Anna verbringt zusammen mit ihren Eltern ihren Sommerurlaub in Venedig. Aus dem doch eher ruhigen Urlaub wird schnell ein spannendes Abenteuer, denn durch ein Versehen wird Sie aus dem Jahr ...

Worum geht’s?
Anna verbringt zusammen mit ihren Eltern ihren Sommerurlaub in Venedig. Aus dem doch eher ruhigen Urlaub wird schnell ein spannendes Abenteuer, denn durch ein Versehen wird Sie aus dem Jahr 2009 in das Jahr 1499 versetzt. Dort setzt sie alles daran, so schnell wie möglich zurück in ihr Jahrzehnt zu gelangen. Dies gelingt natürlich nicht so schnell wie erwünscht, und so macht sie dort einige mehr oder weniger freundschaftliche Begegnungen und muss lernen mit den Gegebenheiten des vergangenen Jahrhunderts leben zu können.
Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan von Zeitreise-Geschichten, und so hat mich auch dieser Roman sogleich angesprochen. Ich finde es einfach großartig vom Leben in vergangenen Zeiten zu erfahren. Dieses Leben wird in Zeitenzauber wirklich sehr anschaulich dargestellt. Mir gefällt, dass man Einblick in das Leben verschiedener gesellschaftlicher Schichten bekommt, und sich vorstellen kann, wie diese Menschen vor gut 500 Jahren gelebt haben.
Mit dem Schreibstil kam ich anfänglich nicht ganz so gut klar, ich hatte das Gefühl einige Formulierungen sollten die Sprache von Teenagern darstellen, konnten dies aber nicht wirklich treffen. Zudem bin ich kein großer Fan davon, wenn Sätze verwendet werden, die Andeutungen auf zukünftige Ereignisse machen, z. B. „Später sollte ich xy noch bereuen, …“, damit wird eine Bedeutung auf Dinge gelegt, die ich lieber im Laufe des Buches selbst herausfinden möchte. Es kann aber auch gut sein, dass einfach eine jüngere Leserschaft angesprochen werden soll, und ich daher nicht ganz die Zielgruppe bin. Im Laufe des Buches habe ich weniger Probleme mit dem Schreibstil gehabt, ob es nun daran lag, dass ich mich dort „reingelesen“ habe, oder ob die Sprache der Protagonisten sich gewandelt hat, kann ich nicht genau sagen.
Der erste Teil des Buches konnte mich zunächst nicht so recht fesseln, er kam mir ein wenig schleppend vor. Ab Teil zwei wird es definitiv spannender, und machte Spaß zu lesen. Mir gefielen die komplexen Auswirkungen der Handlungen in der Vergangenheit auf die Zukunft. Die Geschichte beinhaltet interessante und mysteriöse Charaktere und hält ein paar unerwartete Wendungen bereit.
Die Idee mit der Sperre, dass moderne Wörter zu altmodischeren Wörtern umgewandelt werden, fand ich sehr originell, so gab es einige lustige Momente.
Das Ende gefiel mir wiederum nicht ganz so gut, ich hatte das Gefühl, dass das Happy end ein wenig abrupt „erzwungen“ wurde. Andererseits liebe ich Bücher mit Happy Ends und will deswegen gar nicht meckern.
Fazit:
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin gespannt welche Abenteuer die Protagonisten in den folgenden zwei (Bzw. 5) Teilen noch erwarten werden. Mir gefällt die Kulisse, die die Autorin erschaffen hat sehr gut. Ich fand es toll, mir vorzustellen wie die Menschen in der damaligen Zeit gelebt haben könnten, mit welchen Problemen sie sich damals herumschlagen mussten. Die Geschichte ist romantisch und spannend zugleich.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Netter Zeitvertreib

Limerence
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Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ...

Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr vielversprechend. Überzeugt hat mich insbesondere der Schreibstil - durch die „ich-Perspektive“ der Protagonistin Poppy werden wir in die düstere Welt des Elite-Internates Lionswood eingeführt. Der mysteriöse und unheimliche Schulschwarm Adrian scheint trotz seines Musterschüler Rufes über Leichen zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn die düstere Stimmung zu Beginn sehr viel Spannung aufgebaut hat, und mich direkt in ihren Bann ziehen konnte, hat der Mittelteil mich leider etwas verloren. Die Geschichte spiegelt eher ein Machtspiel aus Erpressung und Kontrolle wider als tatsächliche Romance. Mir fehlte dort etwas Charakterentwicklung oder auch ein richtiger Spannungsbogen. Die Beziehung zwischen Poppy und Adrian schien sich ein wenig in wiederkehrenden Szenarien zu verlieren. Das Ende hat zwar einiges wieder wett gemacht, konnte bei mir aber leider keine Begeisterungsstürme auslösen, was schade ist, weil der Anfang so viel Potenzial versprochen hatte. Letztendlich wird deutlich, dass Band 1 nur der Vorgeschmack auf den zweiten Teil bieten soll.

Wer Lust auf eine etwas flache, aber kurzweilige Geschichte über Teenager mit zu viel Geld hat, liegt mit „Limerence“ genau richtig. Allen anderen würde ich eher davon abraten. Die Moral der Geschichte ist nämlich, dass reiche Menschen sich alles erlauben können, ohne jegliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Selbst die in anderen Verhältnissen aufgewachsene Poppy, zeigt kaum Skrupel, sich diesem Grundsatz zu fügen.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Detailliert und Praxisnah

100 Übungen für Westernreiter - Band 1
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Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ...

Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ist, und sich in der Praxis so sehr leicht umsetzen lässt. Das Buch beginnt ganz simpel mit den einfachsten Bahnregeln und steigert sich dann über Bahnfiguren, Übungen mit Stellung, Übungen mit Wendungen zu Western Horsemanship und Trail Patterns. Gegen Ende enthält es sogar einige Erklärungen zum Thema Ausritte.

Ich hätte mir leider einige Übungen mehr gewünscht. Meiner Meinung nach nimmt das Buch sehr viel Raum für die "Leichten" Übungen ein, die jede:r bereits kennen sollte der/ die bereits einmal (Western-)Reitunterricht in Anspruch genommen hat. Gegen ende wird es dann mit den Trail und Western Horsemanship Übungen sehr kompliziert, man hätte eine Menge Dinge aufzubauen, worauf ich im Alltag nicht immer Lust habe. Aus diesem Grund hätte ich mehr Übungen erwartet, die man recht einfach mit ein paar Stangen/ Pylonen ausführen kann.

Trotz diesem kleinen Makel ein recht hilfreiches und unkompliziertes Buch, ich überlege mir auch den zweiten Band zu kaufen.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Distanzierte Freundschaftsdynamiken

Spielverderberin
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Aus der Sicht der Protagonistin Sophie nimmt „Spielverderberin“ uns mit auf eine nachdenkliche Reise zwischen Stadt- und Landleben. Die drei Freundinnen Sophie, Lotte und Romy sind gemeinsam in einer „Bauernschaft“ ...

Aus der Sicht der Protagonistin Sophie nimmt „Spielverderberin“ uns mit auf eine nachdenkliche Reise zwischen Stadt- und Landleben. Die drei Freundinnen Sophie, Lotte und Romy sind gemeinsam in einer „Bauernschaft“ im Süthland aufgewachsen. Auch wenn Sophie auf dem Land groß geworden ist, kann sie dem Landleben nicht viel abgewinnen. Um Lehramt zu studieren, folgt sie Romy nach Köln. In beiden Welten, im Landleben als auch im Stadtleben fühlt sie sich wie eine Außenseiterin. Die ohnehin schon komplizierte Jugendzeit der drei Freundinnen wird noch erschwert durch verwirrende Beziehungen, psychische Probleme und toxische Freundschaftsdynamiken. Ein Erlebnis in ihrer Vergangenheit belastet Sophie, dies verschärft ihre Obsession mit Romy und überschattet ihre Freundschaft zu Lotte. In Zeitsprüngen im Abstand von 4 Jahren werden wir über das Geschehene aufgeklärt. Marie Menke schafft es, mit ihrem Schreibstil die (gefühlte) Dramatik des Teenagerdaseins zu transportieren. Leider war mir dies an vielen Stellen zu pessimistisch. Besonders der zu schwarze Blick auf das Landleben und die Klassenvergleiche von Sophie haben es mir etwas schwer gemacht. Gerade dies macht es aber vielleicht auch so authentisch. Gegen Ende hätte ich mir allerdings einen weniger offenen Ausgang für die drei gewünscht.

Im Großen und Ganzen gefällt mir die kontrastreiche Handlung zwischen Stadt- und Landleben sehr gut. Es ist eine nachdenkliche Geschichte darüber, was es auslösen kann, wenn Freundschaften (oder Beziehungen) nicht so wohlwollend sind, wie wir es uns wünschen würden. Wer gerne nachdenklichere pessimistischere Romane liest, findet mit „Spielverderberin“ eine nette, kurzweilige Lektüre!

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Veröffentlicht am 17.04.2021

Romantischer Schmöker für zwischendurch

Someone Else
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Worum geht‘s?
Cassie und Auri sind beste Freunde, sie vertrauen sich einander all ihre Geheimnisse an und verbringen viel Zeit miteinander, insbesondere im Rahmen ihre Cosplay-Treffen. Also eigentlich ...

Worum geht‘s?
Cassie und Auri sind beste Freunde, sie vertrauen sich einander all ihre Geheimnisse an und verbringen viel Zeit miteinander, insbesondere im Rahmen ihre Cosplay-Treffen. Also eigentlich alles perfekt... Wenn da nicht diese aufkeimenden Gefühle zwischen den beiden wären. Um ihre Freundschaft nicht zu ruinieren, versucht Cassie den Gefühlen aus dem Weg zu gehen, was erst recht zu Komplikationen führt.

Meine Meinung:
Eine sehr süße und romantische Lovestory, die sich gut mal eben an einem Wochenende weglegen lässt. Besonders gut gefällt mir, das Themen wie Rassismus und die LGBTQ-Community mit aufgenommen werden. Ansonsten war mir die Thematik allerdings etwas zu flach und vorhersehbar. Ich hätte mir ein wenig mehr „ernsthafte“ Problematik oder Herausforderungen gewünscht. Auch an Charakterentwicklung hat es mir dadurch etwas gefehlt. Auri hatte meiner Meinung nach kaum eine eigene Persönlichkeit, war meiner Meinung nach einfach etwas zu „unrealistisch nett“.
Band 1 der „Someone“-Reihe hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich möglicherweise mit etwas zu hohen Erwartungen an diesen Teil herangegangen bin.
Trotzdem war es eine gute Unterhaltung, mit einigen sehr romantischen Szenen, die es mir unmöglich machen hier eine allzu schlechte Bewertung abzugeben.

Fazit:
Entspannte Unterhaltung, die mir gut gefallen hat, mich aber nicht absolut begeistern konnte.

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